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  1. Brunnenbau-Forum
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Nichts geht mehr, das Prinzip des Plunschens

  • Frannja
  • October 26, 2024 at 10:27 PM
  • Frannja
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    • October 26, 2024 at 10:27 PM
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich versuche gerade einen wirklich kleinen Brunnen unter meiner Kellertreppe zu bauen, was anfänglich relativ gut funktionierte. Wollte eigentlich knappe zwei Meter Bohrloch mit der Aktion sparen, ausserdem fängt das Grundwasser hier bereits zwei Meter unter der Kellersohle an, sodass ich eigentlich an ein leichtes Spiel glaubte. Habe also wie üblich erst mal mit 80 mm Spirale gebohrt, bis in etwa zwei Metern Tiefe das Sand/Kies Gemisch nass wurde und das Bohrloch da unten begann, in sich zusammenzufallen. Habe dann 80er original Brunnenrohr abgeträuft, was ich auch fast zwei Meter ohne Probleme hineinbekam. Dritten Meter aufschraubt und mit dem 74er Plunscher von Brunnenbau das Werk fortgesetzt, was ich dann allerdings erlebte, sprengt jeden Rahmen von Ahnungslosigkeit. Erste Plunscher Versuche brachte überhaupt nix, weil ich Unwissender keine 40cm Wasser unterm Kiel hatte. Nach Anwendung dieser Regel passierte allerdings wiederum nichts, weil mir die zweite Regel, ein Sumpfrohr vor das Filterrohr zu schalten, bis dato ebenso unbekannt war. Dadurch verschwanden meine 40 cm Kielwasser natürlich genauso schnell wieder, wie ich sie eingefüllt hatte. Nun glaubte ich den Stein der Weisen gefunden zu haben, ich konnte endlich mein Brunnenrohr mit kräftigen, ruckartigen Zugbewegungen am Seil des Plunschers und leichtem Druck auf das Rohr, wundergleich in den Boden versenken. Seltsam fand ich es jedoch, dass mein Plunscher beim Ausleeren immer nur Wasser, aber kaum Sand oder Kieselsteinchen enthielt. Dadurch wanderte mein Plunscher natürlich nicht zusammen mit dem Rohr nach unten, sondern blieb immer an der gleichen Position stehen, d.h. der Plunscher wirkt lediglich wie ein Kolben, welcher das Erdreich unter dem Sumpfrohr kurzfristig ins Rohr zieht, wodurch dieses wieder ein Stückchen tiefer sinken kann. Problem ist nur, dass im Sumpfrohr das Kiesgemisch dann immer höher steigt, und irgendwann die Saugwirkung nicht mehr ausreicht, um fast einen halben Meter Sand im Sumpfrohr anzuheben, damit dieses unten wieder Fallraum bekommt. Mit anderen Worten, mein Plunscher ist nicht in der Lage, das hochgewirbelte Material im Fallen in sich aufzunehmen und einzuschließen, er fängt wie gesagt nur Wasser und mit viel Glück vielleicht mal 2cm Sand Kies Gemisch. Ich gehe mal davon aus, dass dieser kleine Plunscher von Brunnenbau.de gar nicht für diese Zwecke geeignet ist, ja vielleicht sogar eine Fehlkonstruktion darstellt, da ich bereits alle Zugtechniken durchprobiert habe, aber immer wieder nur das gleiche Ergebnis bekam. Bei einem fast vollgestopften Sumpfrohr von einem Meter bin ich dann auch schon wieder beim Filterrohr angelangt, wo mir das Bohrwasser dann auch gleich wieder abfliesst. Vielleicht ist aber auch nur die Gummimembran im Plunscher verklemmt (zu eng anliegend) und es kann nichts hinein, beim plötzlichen Runterlassen? Jetzt mit dem Bohrer weiterzumachen, wäre allerdings eine heillose Krückerei im Keller. Bei der jetzigen Tiefe des Bohrlochs, müssen immer wieder zwei Teile Gestänge ab und angebaut werden, um ein Schüppchen Kies und Sand herauszuholen. Mit anderen Worten, ich weiss nicht weiter. Vielleicht hat jemand von euch einen Rat?

    LG Frank

  • Brunnen reinigen
  • kg49
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    • October 27, 2024 at 2:43 AM
    • #2

    Aus Deinen Worten spricht eine gewisse schriftstellerische Begabung, aber auch jede technische und physikalische Unkenntnis.
    Ein ausführliches Studium von gespeicherten Bohrberichten hätte Dir wahrscheinlich viel Frust erspart, aber das hast Du ja am Beispiel Sumpfrohr schon selbst gemerkt.

    Quote from Frannja

    Mit anderen Worten, mein Plunscher ist nicht in der Lage, das hochgewirbelte Material im Fallen in sich aufzunehmen und einzuschließen.

    In den Berichten wird z.B. sehr häufig davon abgeraten, als Anfänger einen Plunscher zu nehmen, eine Kiespumpe ist viel leichter zu handeln, insbesondere bei so kleinen Bohrdurchmessern, die für Plunscher wirklich nicht geeignet sind.

    Besorg Dir eine Kiespumpe und Du wirst sehen, dass es damit leichter geht.

    Übrigens, kleinere Bohrdurchmesser lassen sich nicht unbedingt leichter herstellen, man sollte mit 5/4 Zoll und einer 90er Kiespumpe arbeiten.

    Gruss
    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • Frannja
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    • October 27, 2024 at 6:56 AM
    • #3

    Hallo Erleuchteter, na das ging ja fix, ganz großen Dank für Dein rasches Eingreifen. Also ganz ohne Erfahrung bin ich eigentlich nicht, habe vor 16 Jahren mal als Helfer bei der Erstellung zweier 23 Meter Brunnen auf meinem Grundstück mitgewirkt, ich war derjenige (die arme Sau), welcher den gewaltigen Plunscher übernehmen, ausleeren und wieder einbringen musste, eine wahre Maloche. Zur Kiespumpe muss ich entschuldigend sagen, dass ich sie bei einer Raumhöhe von 1.70 Metern schlichtweg nicht einsetzen konnte, sonst hätte ich es gemacht. Nun aber zu meiner Theorie, wie ich vllt doch noch zum Ziel komme. Ich habe ja nun festgestellt, dass die Büchse unten am Grund bei kräftigem Zug an der Plunscher eine Menge Gemisch ins Sumpfrohr hineinsaugt, sodass dieses Rohr bei einem einzigen Zug zehn Zentimeter oder mehr nach unten gedrückt werden kann. Dieses kurzzeitig im Sumpfrohr schwebende Sand Kies Gemisch muss nun aber bei der nachfolgenden Abwärts- oder Fallbewegung des Plunschers in diesen hineinströmen oder zumindest auf dem Grund des Sumpfes angekommen, in diesen hineingepresst werden, was aber nicht geschieht, da die Fallbewegung des Plunschers im Wasser weitaus geringer ist, als die des hochgewühlten Materials im Sumpfrohr. Es müsste also eine lange Stange und kein Seil am Plunscher befestigt sein, damit man die Herabgleitgeschwindigkeit des Plunschers erhöhen und somit die schwebenden Bestandteile in ihn hineinzwingen könnte, was natürlich praktisch nicht umsetzbar ist. Also bleibt nur noch das Ventil im Boden des Plunschers als verbesserungswürdig übrig, damit es beim Hinabsinken möglichst weit öffnet, um überhaupt die Chance zu haben, im Fallen und am Grund angekommen, etwas Material aufzunehmen, was bei dieser Büchse bis dato nicht passiert. Es scheint tatsächlich so zu sein, dass diese kleine Gummiplatte im Fuß des Plunschers einen zu engen Sitz hat, wodurch sich ständig Sand in den Zwischenraum zum Rohr festsetzt, man kann dies auch bei herausgezogen Plunscher spüren, dass die Gummiklappe immer etwas schwergängig, wegen des eingeklemmten Sandes, nach oben zu drücken ist. Hab sie bisher aber noch nicht ausgebaut, weil ich zunächst Deine Meinung dazu einholen wollte. Ausserdem ist es etwas fummelig, das Teil raus und reinzubauen, zumal dann, wenn es auch noch nichts bringt. An dicken Kieselsteinen vor dem Maul des Plunschers kann es jedenfalls nicht liegen, es müsste dann ja zumindest eine Menge Sand im Schüttgut vorhanden sein. Also gibt es nur noch zwei Faktoren, entweder die Miniröhre von Erdbohrer.de ist ne Fehlkonstruktion, weil zu klein und zu leicht oder das verdammte Ventil klemmt immer wieder und muss etwas kleiner gefräst werden? Was denkst Du?

  • Frannja
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    • October 27, 2024 at 7:11 AM
    • #4

    Ach ja, und da wären ja dann noch die vorsichtigen ruckartigen Bewegungen am Seil, welche der damalige Brunnenbauer vollzog, wenn der Plunscher am Boden angekommen war, zu erwähnen, die bei meinem Miniplunscher allerdings nicht die nötige Wirkung zeigten. In meinem Falle kam ich nur mit einem kräftigen Ruck am Seil weiter in die Tiefe, bekam aber nichts in den Schlund. Der Brunnenbauer hatte ein Stahlseil an seinem Plunscher montiert und konnte diesen durch einfache ruckartige Seitwärtsbewegungen am leicht gelockerten Stahlseil mit Abraum auffüllen. Vllt sollte ich auch ein Stahlseil benutzen, um die Zugbewegungen besser nach unten zu übertragen, mein Seil federt nämlich ziemlich stark? Chinamurks :D Also Zugfrequenz erhöhen und Zugwege verkürzen könnte demnach auch zum Erfolg führen, sofern das Ventil vernünftig arbeiten würde?

    Edited 4 times, last by Frannja (October 27, 2024 at 7:50 AM).

  • Frannja
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    • October 27, 2024 at 10:13 AM
    • #5

    Bin stinkesauer, wenn das stimmt, was ich vermutet hatte, dann kann sich erdbohrer.de schon mal warm anziehen. Habe die ewig festsitzende Gummiplatte rausgeholt und die Masse mit der Ersatzplatte verglichen, welche mir erdbohr.de liebenswerterweise mitgeliefert hat und siehe da, die eingebaute Platte hat einen Durchmesser von 69 mm und passt damit formschlüssig in das Innere des 74er Plunschers, wobei natürlich immer wieder Sand an den Rändern eingeklemmt wird und damit das Ventil quasi zusitzt. Die mitgelieferte Ersatzplatte hat jedoch nur einen Durchmesser von 65 mm, wodurch sich rundherum glatt 2 mm Freiraum befinden und sich dadurch nichts mehr zwischen Gummikante und Plunscher Rohr einklemmen kann. Sollte das Problem bei Erdbohr bekannt sein und sie mir das geänderte Ersatzventil wegen ihres schlechten Gewissens und ohne Kommentar mitgeliefert haben, so stellt das dieser Firma ein absolutes Armustszeugnis aus, weil man mich tagelang für die Katz hat malochen lassen. Eine kurze Nachricht hätte ja genügt, um ihren Fehler vom Kunden beseitigen zu lassen, aber nichts dergleichen geschah. Sollte der Plunscher jetzt mit dem modifizierten Ventil arbeiten, wird erdbohr.de gehörig auf die Mütze kriegen, da auch andere erdbohr.de Kunden schon häufig über dieses gleiche Problem berichtet haben, kein Sand, nur Wasser! Ich werde dann nochmal einen Sonderbericht hier einstellen, damit auch andere, eventuell geschädigte Kunden, das Problem selber lösen können.

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    Edited 4 times, last by Frannja (October 27, 2024 at 10:33 AM).

  • kg49
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    • October 27, 2024 at 11:02 AM
    • #6

    Dann berichte mal, ob es nach Wechsel der Gummiplatte besser funktioniert.

    Gruss
    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • Frannja
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    • October 27, 2024 at 5:19 PM
    • #7

    Tja, grosse Erwartungen, kleine Ergebnisse, es beginnt zu funktionieren, es hat sich tatsächlich verbessert, allerdings ist der Ertrag nur um ca. fünf Prozent ergiebiger geworden, d.h. ich habe jetzt immer etwas Sand, vermischt mit Kieseln im Plunscher, ca. 3-4 cm, aber bei dieser Ausbeute müsste ich vier Wochen an einem Stück plunschen um zum Ziel zu kommen. Es scheint außerdem so zu sein, als ob ich auf einer reinen Schicht aus Kieselsteinen gelandet bin und diese wohl nicht in Mengen einströmen möchten. Bohren geht übrigens gar nicht mehr in diesem Material, habe den 80er China Bohrer passend zum 80er Brunnenrohr mit dem Bandschleifer verjüngt, sodass er frei im Brunnenrohr drehen kann, allerdings fällt sämtliches Fördergut wieder runter von der Spirale, bevor der Bohrer an die Oberfläche gefördert werden kann. Also müsste ich Sand ins Bohrloch kippen, damit die Spirale das Erbohrte wieder bis zur Entnahme festhält oder gibt es sonst noch Möglichkeiten den zum Glück nur mittelgroßen Kies aus dem Boden zu bekommen? Das beste wäre wohl, ein größeres Mantelrohr mit einem größeren Plunscher in den Boden zu treiben, wobei ich dann wieder neu investieren müsste. Der 74er Plunscher scheint einfach zu leicht und zu klein zu sein. Aber welches Hüllrohr passt am besten zu einem 90er Plunscher. Und eine Kiespumpe geht ja schon wegen der Raumhöhe nicht. Müsste also wohl ein 100er Mantelrohr einarbeiten und könnte dann mein 80er Brunnenrohr einschließlich Filterrohr darin verschwinden lassen. Filterkies rein und anschließend das Mantelrohr wieder ziehen. So ungefähr? Was hält die Community eigentlich von SAM Plunschern? Die haben so eine dynamisch abgeschrägte Form, welche sicher tiefer in das Fördergut hineinsticht? Dort redet man übrigens vom Hineinwerfen des Plunschers ins Brunnenrohr, häääh? Wenn ich den 74er Plunscher hinunterwerfe, verdichtet sich lediglich der Bodensatz

    Edited 6 times, last by Frannja (October 27, 2024 at 6:32 PM).

  • Frannja
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    • October 28, 2024 at 8:34 AM
    • #8

    Bin jetzt endlich durch die reine Kiesschicht durch und habe eine grobe Sandschicht erreicht, in welcher der Plunscher nun wirklich sein wahres Können zeigt. Volle Hütte bei jeder Sequenz, Beinahe zehn volle Hülsen grobes rostiges Sandgemisch in Nullkommanix herausgeschafft und nun bin ich auf einer weiteren Reinkiesschicht gelandet und die Kleingeldsammelei muss wohl wieder von vorne beginnen. Wenn alle Stricke reißen, besorg ich mir eine Rammfilterpitze und arbeite die unterhalb der 3 Meter Sohle nochmal zwei zusätzliche Meter in die wasserführenden Schichten ein. Ein paar verzinkte Zollrohre sind von vorausgegangener, leider erfolgloser Spülbohrung noch vorrätig. Damals lief mir sämtliches Bohrwasser in einer trockenen Kiesschicht ab und es gab kein Weiterkommen mehr. Hätte nie gedacht, dass lockerer Kies soviele Probleme bereiten kann.

  • kg49
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    • October 28, 2024 at 10:53 AM
    • #9
    Quote from Frannja

    Hätte nie gedacht, dass lockerer Kies soviele Probleme bereiten kann.

    Aber nur bei diesem Bohrdurchmesser, ansonsten ist feinkörniger Kies ein Segen.

    Gruss
    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • Frannja
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    • October 28, 2024 at 11:09 AM
    • #10
    Quote from kg49

    Aber nur bei diesem Bohrdurchmesser, ansonsten ist feinkörniger Kies ein Segen.

    Da hast Du wohl völlig recht, mit dem dicken Profiplunscher gab es vor zig Jahren überhaupt keine Probleme, in den Boden reinzukommen, bei ähnlicher Bodenbeschaffenheit. Wer billig kauft, kauft doppelt, muss ich leider gestehen. Dabei sind die fetteren Kameraden nur unwesentlich teurer.

  • Frannja
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    • October 30, 2024 at 12:14 AM
    • #11

    So, nun ist mein Projekt endgültig vor die Wand gefahren. Drei Meter Brunnenrohr versenkt, das untere Rohr blieb stets halb mit Fördergut vollgestopft, egal wieviel ich an Sand und mittleren Kies heraus geschafft habe. Ich wäre gerne mit dem Plunscher unten aus dem Endrohr herausgetreten, was sich aber nie ergeben hat, obwohl das Rohr bei kräftigen Zügen am Plunscher, brav weiter versank, der Plunscher aber nicht. Das Bodenniveau, welches der Plunscher erreichen konnte blieb dabei aber immer gleich, wodurch immer mehr Fördergut das untere Rohr verstopfte, eben bis zu dem halben Meter, wodurch kein Weiterkommen mehr möglich war. Das verrückte daran ist jedoch, dass, wenn ich die Rohre ein paar Dezimeter hochziehe, der Pfropfen nach unten herausgleitet, beim weiteren Plunschen aber wieder stoisch in sein Rohr hineinwandert. Dann eben mit der Brechstange, dachte ich mir und holte mir vom Baumarkt eine Rammspitze mit Zubehör. Wollte mit dieser den Sumpf im untersten Brunnenrohr durchstoßen und sie dann bis in die wasserführende Schicht runtertreiben, wobei es sich nur noch um einen lächerlichen Meter handelte. Bohrhammer 6 Joule aufs Rohr gesetzt und losgekachelt. Was dann passierte war aber wieder mal typisches Murphy Gesetz, die Lanze bewegte sich nur millimeterweise und nahm meine Brunnenkombi mit in die Tiefe, wodurch der Pfropfen im Sumpfrohr brav mit wanderte und schön weiter verdichtet wurde. Ich versuchte jetzt also Brunnenrohr, Rammspitze und Sand/Kiespfropfen als eine kosmische Einheit in den Boden zu rammen, was natürlich nur in Millimeter Schritten funktionierte und dann völlig zum Erliegen kam, weil es gar nicht funktionieren kann. Wieder einmal geht nichts mehr. Muss den kompletten Kram wohl wieder aus dem Boden herausschaffen und nochmal ganz von vorne beginnen. Oh Mann, das nervt!

  • Gartengott
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    • October 30, 2024 at 1:10 AM
    • #12

    Guten Morgen, ich habe das Thema jetzt nicht ganz verfolgt da ich gleich zur Arbeit muss. Hast du mal eine Kiespumpe eingesetzt?

  • Heimbrunnenbauer
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    • October 30, 2024 at 1:33 AM
    • #13

    Hallo Frannja ,

    nicht gleich verzweifeln.

    Als erstes mach mal ein Foto von deinem Plunscher, sowohl als Gesamtbild als auch von der unteren Öffnung , am besten mit Bemaßung.

    Dann ein Bild von deinem Bohrgestänge, vielleicht geht da noch was.

    Weiterhin bringt deine Arbeitstechnik mit dem ruckartigem ziehen am Plunscher garnichts.

    Du kannst den Plunscher nur schnell auf den Boden absinken lassen und mußt dann langsam hochziehen damit du durch den entstehenden Unterdruck im Rohr keinen Boden in das Rohr ziehst.

    Von Vorteil wäre es auch wenn du kontinuierlich eine Wassersäule bis knapp unter die Rohroberkante als Gegengewicht zum Bodenrund im Rohr hast.

    Die Probleme mit den steifen Gummis in den Plunschern habe andere auch schon gehabt.

    Vorschlag meinerseits ist du suchst dir einen weichen dünnen Gummi und schneidest dir eine Klappe so aus daß sie leichtgängig ist aber noch gerade so den Plunscher abdichtet.

    Falls der Gummi grenzwertig dünn ist nimmst du eine dünne Blechscheibe ( 0,5-1,5mm ) die 1/3 kleiner ist als der Innendurchmesser des Plunschers und verstärkst damit die Klappe.

    Falls du deinen Boden jetzt verdichtet hast nimm einen Steingreifer und lockere den Boden erst mal wieder auf.

    Falls du meine Hinweise umsetzen solltest melde dich bitte mit dem Ergebnis .

    Dann kann man weiter sehen

    Gruß Jörg

  • Frannja
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    • October 30, 2024 at 4:23 PM
    • #14

    Vielen Dank für Deine fachkundigen Ratschläge, lieber Jörg, die ich sämtlichst nachvollziehen kann. Aber wenn ich den Plunscher schnell hinabfallen lasse, wird er ja beim Eintritt in die ca. vierzig cm bis zu einem Meter hohe Wassersäule stark abgebremst, wie soll er sich dann das Material vom Grund einverleiben? Kann ich mir nicht erklären, allerdings habe ich Deine hier beschriebene Methode zuletzt angewandt und war einzig damit teilweise recht erfolgreich, bis der böse 2-3 cm Kies kam, da ging bis auf 4-5 Kiesel pro Vorgang, nichts mehr in den Plunscher hinein. Hinzu kam der Pfropfen im Rohr, den ich jetzt erst mal wieder rausbekommen muss, was aber bisher immer klappte, man konnte dies am Gewicht der Rohre feststellen. Da in diesem Pfropfen jetzt auch aber noch meine Rammspitze drinne steckt, muss ich die mit ein paar Schlägen nach oben erst mal wieder rausbekommen, bevor ich das Brunnenrohr einen halben Meter nach oben ziehen kann, Brunnen befindet sich ja im Keller. Ich hoffe, dass ich das 1Zoll Gestänge mit einem darübergestülpten 1¼ Zoll Schlagrohr von einem Meter Länge wieder hochbekommen kann, indem ich kräftig gegen eine oben aufgeschraubte Muffe schlage. Dann werde ich das Brunnenrohr ziehen, bis der Kloß aus dem Halse fällt und einzig mit Deiner Methode weitermachen, da oberhalb des Pfropfens ja eh nichts mehr verwirbelt werden kann, was dann in den Plunscher reinbefördert werden könnte. Der Plunscher muss ja nach Deiner Info schon unterhalb des Rohrendes seinen Dienst verrichten. Eine Verdichtung in einer wasserführenden Schicht kann ich mir jedoch nicht vorstellen, wenn der Pfropfen raus ist, sollte es wohl wieder ganz normal funktionieren. Wenn nicht, kommt die Rammspitze halt nochmal zum Einsatz, diesmal aber ohne Tampon im Rohr. Vielen Dank nochmal, ich werde natürlich weiter berichten, muss jetzt erst mal wieder zur Apotheke Hagebau, ein Schlagrohr und ne Muffe kaufen.

    Gruss Frank

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    Edited once, last by Frannja (October 30, 2024 at 5:15 PM).

  • Heimbrunnenbauer
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    • October 30, 2024 at 8:55 PM
    • #15

    Hallo Frannja ,

    baue dir so einen Steinfänger und lockere durch Drehbewegungen den Boden im Brunnenrohr.

    Dann kannst du mit dem Plunscher auch den losen Boden aus dem Rohr entfernen.

    Wenn deine Kellerdecke stabil genug ist dann schraube einen Schwerlastdübel in die Decke und mach dort einen Haken oder Öse fest und versuche mit einem Flaschenzug/Kettenzug dein Gestänge zu ziehen.

    Mach doch mal ein Bild von deiner Baustelle, dann kann man sich etwas besser orientieren.

    Das Prinzip mit dem Absinken des Plunschers im Rohr voll Wasser basiert darauf daß beim Absinken die Klappe im Plunscher durch den Gegendruck des Wassers geöffnet wird und dadurch eine gewisse Absinkgeschwindigkeit erzeugt wird. Daher mein Hinweis auf den dünnen weichen Gummi für die Membran. Dabei spielt es keine Rolle ob der Plunscher im oder unter dem Brunnenrohr auf den Boden trift. Solange der Boden weich genug ist daß der Plunscher in ihn eindringen kann wird auch Material gefördert ( mal mehr, mal weniger )

    Gruß Jörg

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