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Feinsand im Brunnenwasser – Probleme mit Beregnungsventilen trotz angeblich passender Tiefbrunnenpumpe

  • uiscegomaith
  • May 7, 2025 at 8:08 PM
  • uiscegomaith
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    • May 7, 2025 at 8:08 PM
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich habe aktuell mit einem Problem in meiner Beregnungsanlage zu kämpfen, das sich zunehmend auf die Funktion auswirkt – vielleicht hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht oder kann einen zielführenden Hinweis geben.

    Zur Ausgangslage:

    Die Anlage wird über eine Tiefbrunnenpumpe des Typs 65QJD117-0.25 betrieben. Laut Brunnenbauer ist diese Pumpe für meinen Anwendungsfall geeignet und funktionstüchtig. Soweit der Theorie nach alles in Ordnung. Die Pumpe sitzt genau zwischen den beiden Filterrohren.

    In der Praxis zeigt sich jedoch ein wiederkehrendes Problem:

    Es wird sehr feiner Sand mitgefördert, der in den Feinsandfiltern der Regner hängenbleibt. Die Folge:

    • Regner verlieren zunehmend an Durchfluss
    • Druckverhältnisse verschieben sich in der Leitung
    • Wartungsaufwand steigt massiv, da die kleinen Filter ständig gereinigt oder getauscht werden müssen

    Ich spreche hier nicht von grobkörnigem Sand, sondern von feinem Material, das sich aber zuverlässig in den empfindlichen Strukturen der Regnerfilter festsetzt.


    Daher meine Fragen an die Fachrunde:

    1. Ist die 65QJD117-0.25 tatsächlich für meinen Brunnen geeignet, oder wurde hier eventuell eine Fehlentscheidung bei der Pumpenauswahl getroffen?
    2. Welche Filterlösungen haben sich bei euch bewährt, um Feinsand zuverlässig aus dem System fernzuhalten?
    3. Kann das Problem eventuell auch durch die Ausführung des Brunnens (z. B. mangelhafte Kiesschüttung oder Filterrohr) verursacht sein – und wenn ja, wie wäre das verlässlich zu prüfen?

    Ich bin offen für alle Erfahrungswerte, Lösungsvorschläge oder auch Hinweise auf Systeme, die sich langfristig als robust erwiesen haben. Ziel ist eine Lösung, die nicht nur kurzfristig funktioniert, sondern auch wartungsarm und betriebssicher im Dauerbetrieb arbeitet.


    Vielen Dank im Voraus und viele Grüße

    UI

    Edited once, last by uiscegomaith (May 8, 2025 at 8:20 AM).

  • Brunnen reinigen
  • kg49
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    • May 7, 2025 at 9:03 PM
    • #2

    Brunnenausbauplan unvollständig: es fehlt die Schlitzweite der Filterrohre sowie die Körnung des Filterkieses.
    Der Brunnen ist zu flach, lies: Absenkungstrichter im Forenlexikon,
    weiterhin Filterrohre und Kiesschüttung, vertiefend Grundlagenwissen des Brunnenbaus

    und wenn Du wissen willst, ob die Pumpe passt, dann noch:
    Pumpendimensionierung.

    Das sollte alle deine Fragen beantworten.

    Quote from uiscegomaith

    Welche Filterlösungen haben sich bei euch bewährt, um Feinsand zuverlässig aus dem System fernzuhalten?

    Durch Abteufen eines ausreichend tiefen Brunnens, Begutachtung des Bohrmaterials und daraus folgend Setzen eines Feinsandfilters im Brunnen.
    Steht aber alles in den oben empfohlenen Artikeln.

    Gruss
    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

    Edited 3 times, last by kg49 (May 7, 2025 at 9:32 PM).

  • uiscegomaith
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    • May 8, 2025 at 7:22 AM
    • #3

    ok, ChatGPT hat mir praxisnah weiterhelfen können:

    • Wasserdurchfluss so lange mit dem Kugelhahn reduzieren, bis kein Sand mehr kommt.
    • Wassermenge messen die in 1 Minute durchläuft.
    • Pumpe entsprechend dimensionieren + Verluste wie Höhe etc.
  • kg49
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    • May 8, 2025 at 10:21 AM
    • #4

    Viel Erfolg, hoffentlich funktionieren dann noch die Sprenger zufriedenstellend.

    Gruss
    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • uiscegomaith
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    • May 8, 2025 at 2:02 PM
    • #5

    ja, eben neu eingestellt :) Alles läuft super und sandfrei. Kugelhahn für jetzt und die nächste Pumpe ist dann ne Nummer kleiner :D

  • uiscegomaith
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    • July 7, 2025 at 2:52 PM
    • #6

    Kurze Nachfrage, hier noch mal dem Verständnis halber,

    Was wäre denn die richtige Tiefe gewesen?

    Der Brunnen hat übrigens 0,5 Schlitz weite.

    Die Überlegung steht im Raum, einen neuen zu bohren, daher die Nachfrage.

    Die Überlegung steht im Raum, einen neuen zu bohren, daher die Nachfrage.

    Die beiden genannten Dokumente beziehungsweise Infos habe ich mir natürlich sorgfältig durchgelesen, bin jetzt aber in der praktischen Durchführung etwas verloren

  • uiscegomaith
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    • July 7, 2025 at 2:53 PM
    • #7

    Ach so, und noch ein Nachtrag, der Brunnen hat dann immer weniger gefördert, so letzt 1 m³/h ohne dass die Filterstrecke trocken gelaufen sind. Viel mehr, glaube ich geht nicht. Genauer konnte ich es nicht bestimmen.

  • kg49
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    • July 7, 2025 at 3:17 PM
    • #8
    Quote from uiscegomaith

    Was wäre denn die richtige Tiefe gewesen?

    Von was denn?

    Beachte bitte meine Sig zu älteren Forenbeiträgen.

    Gruss
    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • uiscegomaith
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    • July 7, 2025 at 5:53 PM
    • #9

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für die bisherigen Rückmeldungen – insbesondere an kg49 für die Hinweise zum Brunnenausbau und zur Pumpenauswahl. Ich fasse hier nochmal kurz zusammen, was bisher passiert ist, und hänge dann eine konkrete Anschlussfrage an:


    Zusammenfassung bisheriger Stand:

    • Tiefbrunnenpumpe: 65QJD117‑0.25 wurde eingesetzt.
    • Problem: Feinsand gelangte ins Wasser, was zu verstopften Beregnungsventilen führte.
    • Erste Diagnose: Pumpe möglicherweise zu stark, Brunnen zu flach, unklarer Ausbau (Kiesschüttung, Filterrohr, Schlitzweite).
    • Lösungsschritte:


      • Durchfluss per Kugelhahn reduziert → Sand trat nicht mehr aus.
      • Fördermenge neu bestimmt.
      • Fazit: Anlage läuft aktuell störungsfrei bei geringerer Förderrate.


    • Schlitzweite des Filterrohres beträgt 0,5 mm, gemessene Fördermenge ~1 m³/h




    Aktuelle Fragestellung:


    Ich möchte den Brunnen in einer zweiten Bohrung sauber und nachhaltig ausbauen Ziel: dauerhafte Sandfreiheit ohne künstliches Drosseln.


    Meine Fragen dazu:

    1. Wie tief sollte ein solcher Brunnen idealerweise abgeteuft werden, um einen funktionierenden Absenktrichter zu bilden und sandführende Schichten sicher zu umgehen?
    2. Ist bei der vorhandenen Schlitzweite von 0,5 mm eine bestimmte Kiesschüttung zwingend erforderlich, um Feinsandeintrag zu verhindern – oder wäre z. B. ein Filterrohr mit kleinerer Schlitzweite + passender Kieskörnung sinnvoller?
    3. Gibt es Richtwerte, wie viel Abstand zwischen Filterstrecke und Sumpfrohr bzw. zwischen Filteroberkante und Geländeoberkante sinnvoll sind – bezogen auf Sandfreiheit und Pumpenleistung?
    4. Lieber 0,3 und mehr Filterrohr?

    Ich freue mich auf eure fachlichen Einschätzungen. Ziel ist ein durchdachter Neubau oder ein gezielter Umbau – nicht bloß ein Workaround.

    Viele Grüße

    uisce

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    • July 7, 2025 at 8:38 PM
    • #10

    Einfach mal rechnen:

    Grundwassertiefe 5,10m

    Wassersäule über Filter 4,00m (sichere Überbrückung der Torfschicht)

    Filterlänge 3,00m (im Sand- Kiesgemisch)

    Sumpfrohr 1,00m

    Gesamttiefe: ca. 13m


    Alle anderen Fragen zum Filterausbau können erst beantwortet werden, wenn Bodenproben aus 9,00 - 12,00m Tiefe vorliegen.

    Gruss
    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

    Edited once, last by kg49 (July 7, 2025 at 9:11 PM).

  • uiscegomaith
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    • July 8, 2025 at 7:06 AM
    • #11

    danke für die praxisnahe Antwort!

    Die weiteren Fragen sind doch aber nur, welche Schlitzweite verwendet werden muss,. oder?
    und würde es der Sache zuträglich sein, den Brunnen ein oder zwei Meter tiefer zu machen und dann entsprechend mehr Filterrohre einzubauen, also z.b. 5 Meter Filterstrecke?

    Ich habe auch noch eine Geoanalyse gefunden, hänge ich hier an.

    Nach allem, was ich jetzt verstanden habe, würde ich es mit 0.3mm Filterstrecke so machen:

    0.00 – 8.50Vollwandrohr DN80Abdichtung gegen Oberflächenwasser / Torfzone
    8.50 – 14.50Filterrohr DN80Haupt-Filterstrecke in kiesigem Sand
    14.50 – 16.50Sumpfrohr DN80 (geschlossen)Sedimentfang

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    Edited 3 times, last by uiscegomaith (July 8, 2025 at 8:12 AM).

  • kg49
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    • July 8, 2025 at 8:56 AM
    • #12
    Quote from uiscegomaith

    und dann entsprechend mehr Filterrohre einzubauen, also z.b. 5 Meter Filterstrecke?

    Wieviel m³/h willst Du denn fördern?

    Gruss
    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • uiscegomaith
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    • July 8, 2025 at 11:17 AM
    • #13

    2,7m³/h.

    Dazu vielleicht noch zwei ergänzende Fragen, ob ich das Sumpfrohr nicht durch ein Filterrohr ersetzen könnte, -> Mehr Filter, weniger Strömung und das schlechteste was passieren kann, ist dass das Filterrohr zusetzt und zum Sumofrohr wird.
    und ob ich dann die Pumpe etwas oberhalb der Filterstrecke platzieren sollte, also kein Vollwandrohr in der Mitte der Filterstrecke um ebenfalls mehr Filter zu haben.

  • kg49
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    • July 8, 2025 at 11:49 AM
    • #14

    Ich wiederhole mich:

    Quote from kg49

    Alle anderen Fragen zum Filterausbau können erst beantwortet werden, wenn Bodenproben aus 9,00 - 12,00m Tiefe vorliegen.

    Das setzt voraus, dass Du mit einem Arbeitsrohr arbeitest.

    Alle Deine Fragen können nach Abteufen des Arbeitsrohres sowie dem dann vorliegenden realen Schichtenverzeichnis beantwortet werden.

    Gruss
    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • uiscegomaith
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    • July 8, 2025 at 12:21 PM
    • #15

    gebohrt wird mit der Hohlbohrschnecke. Das ist dann denke ich wie ein Arbeitsrohr.

    Das Schichtenverzeichnis, das ich angehängt hatte ist sehr genau, es wurde vom Geologen erbohrt und klassifiziert, nur das, was tiefer 10m liegt, ist nicht bekannt, weil nur bis 10m gebohrt wurde.

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