Hallo zusammen,
ich habe mir vor 3 Jahren einen Brunnen bohren lassen. Leider kommt auch heute noch feiner Sand im Wasser mit. Aktuell kann ich nur einen Impulsregner von Cellfast betreiben, weil der sandunempfindlich ist. Jeder andere Regner verstopft nach sehr kurzer Zeit. Da ich vorhabe eine automatisierte Bewässerung im Garten zu errichten muss natürlich das Wasser sandfrei werden. Ich hoffe ihr könnt mir helfen.
Meine Fakten:
- Der Brunnen ist 15m tief und ich habe eine Wassersäule von 4m. Das Wasser steht sozusagen bei 11m
- Das Brunnenrohr ist ein grünes 100er KG-Rohr. Das Arbeitsrohr war glaube ich ein 200er KG-Rohr. Außerhalb des Brunnenrohres habe ich eine Kiesschüttung mit rundem Kies. Die Kiesgröße ist natürlich etwas größer als die Schlitze im KG-Rohr (genaueres zur Korngröße kann ich leider nicht sagen).
- Das Brunnerohr wurde am Ende veschlossen. Die unteren 3m des Brunnenrohres sind geschlitzt (wie breit die Schlitze sind kann ich aktuell leider nicht sagen...jedenfalls kleiner als der Kies).
- Als Tiefbrunnenpumpe habe ich die "Orlando 4 Zoll ST1311 7,2bar 4200l/h" (auf http://www.erdbohrer.de erworben). Die Pumpe hängt 110cm oberhalb des Brunnenbodens...also direkt im Ansaugbereich (das soll ja eher suboptimal sein habe ich hier im Forum gelesen...aber so ist es leider bei mir)
- Als Leitungsquerschnitt habe ich ein 1" PE-Rohr. Die Leitungslänge vom Brunnenboden bis hin zu meinen 3 Wasserhähnen sind 29m. An der Auslassstelle der Wasserhähne fördert die Pumpe immer noch 3600 l/h (habe ich gemessen).
- Meine Technik habe ich direkt wenn die Wasserleitung aus dem Boden kommt in einem Brunnenring. Dort ist eigentlich nur ein Vorfilter für Hauswasserwerke von Variosan mit Maschenweite von 0,15mm. Des Weiteren ist im Brunnen ein Druckschalter "Brio 2000 M" der Firma T.I.P verbaut. Der Druckschalter funktioniert an sich sehr gut, bzgl. Wasser ein- und ausschalten.
- Ich habe eine 65l Maurerwanne mit Wasser befüllt und habe 57 Gramm ganz feinen Sand gewogen. Es kommt also ordentlich was mit. Der Variosan-Filter siebt nur die gröberen Körner raus. Alles was kleiner als die 0,15mm ist lässt er durch, wodurch die meisten Regner verstopfen (habe auch ein Bild der feinen Sandkörner mitgesendet).
Meine Gedanken zur Verbesserung wären folgende:
1. Einen feineren Filtereinsatz mit 0,06mm einbauen, dann würde hoffentlich kein Sand mehr durchkommen. Den Filtereinsatz gäbe es sogar genau für meinen Filter zu kaufen. Klar, dann müsste ich den Filter öfter wechseln/reinigen, aber das wäre kein Problem.
2. Die Pumpe hängt aktuell an der Saugstelle auf ca. 13,9m. Ich würde die Pumpe um 1,5m nach oben ziehen auf 12,4m. Habe ja 4m Wassersäule. Dann wäre die Pumpe zumindest etwas weiter vom Brunnenboden entfernt. Bringt das was? Oder noch weiter nach oben ziehen? Was meint ihr?
3. Evtl. Pumpe drosseln, damit sie nicht so stark ansaugt. Vielleicht käme dadurch weniger Sand mit (keine Ahnung ob das bei der Pumpe überhaupt geht und ob das was bringt). Dann wäre aber die Gefahr, dass später bei meiner automatischen Gartenbewässerung der Druck fehlt.
Ich habe euch auch Fotos mitgesendet: Die 65l Maurerwanne (hier seht ihr den übriggebliebenen Sand), dann meinen Brunnenring inkl. der Technik und die sehr feinen Sandkörner neben ein Lineal gelegt (die sind sicher < 0,15mm).
Habt ihr konstruktrive Vorschläge für mich, wie ich den Sand dauerhaft verhindern kann anhand meiner Gegebenheiten? Wenn ihr mich unterstützen könntet, dann wäre das echt top.
Gruß Markus

