Liebes Forum,
Ich möchte vor der Neuanlage meines Rasens eine Bewässerungsanlage installieren.
Ich habe Keuchhusten ein Problem mit der Wassermenge von 0,8m3/h bei 3,5 Bar, was gerade für einen einzelnen Regner reicht.
Das Problem: die Brunnenleitung läuft zum Haus und wird dort als 1/4" um unzählige Ecken durch einen Filter und Druckwächter und einige T-Stücke wieder in den Garten geführt.
Ich denke das kostet das Wasservolumen, denn der Druck wird auf 8 bar gepumpt.
Da ich an die Leitungen im Haus gar nicht mehr ran komme, würde ich gerne für die Bewässerung direkt von der dicken Brunnenausgangsleitung abzweigen. Das sieht mir nach deutlich über 1 Zoll aus.
Jetzt brauche ich aber etwas Hilfe ob das überhaupt geht, vor allem:
- kann ich einen 2. Druckwächter für den Bewässerungskreis einbauen und auf den gleichen Pumpensteuerungskasten schließen (also z.B. die Stromkabel zusammen mit denen vom Haus auf die gleichen Stecker?
- kann das irgendwie zu Beschädigungen der Hausleitungen bzw dem Filter und Druckwächter führen?
- gibt es die Gefahr einer Kontamination von Bewässerung zur Hausleitung?
Über jegliche Gedanken dazu würde ich mich sehr freuen.
2. Leitung am Brunnenausgang abzweigen. 2 Druckschalter? Was beachten?
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Ich habe Keuchhusten
?
Ich glaube, Du solltest Deine Installation und Deine Planung mal in Skizzen fassen, damit man das Besser versteht.
Gruss
kg49 -
Autocorrect dachte wohl, dass "Keuchhusten" anstatt "jedoch" besser passt.

Ich habe nun eine Skizze vom Ist-Zustand erstellt und mir das ganze nochmal angesehen. Die PE-Leitungen erscheinen mir eher wie 1 Zoll.
Ich denke das Problem sind aber die sehr dünnen (verzinkten?/silbernen) Metallleitungen im Haus, die einiges an Strecke/Winkeln dort machen.
Die Pumpensteuerung links im Brunnen scheint nicht viel zu machen, außer einen "Ausschalter bereit zu stellen und ansonsten das Signal vom Druckwächter im Haus weiterzuleiten.
Die Frage wäre, ob ich nun im Brunnen bei den Messingteilen, z.B. Teil "b)" ein T-Stück einsetzen könnte und von da an direkt mit 1 Zoll weiter direkt in die Bewässerungssteuerung im Garten, anstatt den Weg durchs Haus nehmen zu müssen.
Das Problem ist dann aber, dass ich ja kein Signal vom Druckwächter im Haus bekomme, dass die Pumpe einschalten soll, oder?
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Leider wurde der "Druckwächter" nicht näher dargestellt bzw. bezeichnet.
RVs wurden nicht verbaut?Gruss
kg49 -
Was sind RVs?
Zum Druckwächter:
Hydrostat Controlpump FMC 22S entspricht ESPA Kit 02-4www.pumpe24.deQuoteDisplay MoreTechnische Details
Anschlussart 1
1" Außengewinde
Anschlussart 2
1" Innengewinde
Artikelnummer Hersteller
186422N-V
Besonderheit
mit Manometer
Einbauart
nur senkrecht
Einschaltdruck
2,2 bar
Frequenz
50 - 60 Hz
max. 10m³/h
Gewicht
1,37 kg
Hersteller
Coelbo
max. Druck
10 bar
max. Einsatztemperatur
60 °C
Maße (Höhe, Breite, Tiefe)
245x130x140 mm
Spannung
1x230 V
StandBy-Verbrauch
ca. 11 W
Stromstärke
max. 10 A
Ursprungsland
Spanien (EU)
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Rückflussverhinderer
Gruss
kg49 -
bzw. Rückflussventil
Gruss
kg49 -
Wenn Du Deinen Schaltautomaten gegen einen klassischen Zweipunkt Druckschalter, zusammen mit einem kleinen MAG, austauscht, brauchst Du sonst keine Änderungen vornehmen.
Gruss
kg49 -
Danke für deine Antworten.
Leider versteh ich es noch nicht ganz.
Ein Zweipunkt-Druckschalter macht doch erstmal nichts anderes als der jetzige Druckwächter, also Pumpe an und aus, oder?
Mein Problem ist in meinem Gedankengang nicht der Druck, sondern dass an der jetzigen Gartenleitung bei (gedrosselten) 3,5 bar dynamischen Druck zu wenig Wasservolumen kommt (gemessen mit DVS Gerät/Methode).
Der Grund dafür ist meiner Ansicht nach der Umweg des Brunnenwassers durch das Haus mit dem zu geringem Leitungsdurchschnitt und meine Hoffnung wäre, deutlich mehr Wasser durch eine Abnahme direkt an der Brunnenleitung zu bekommen.
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Leider versteh ich es noch nicht ganz.
Das merkt man, Dir fehlen grundlegende Kenntniss über die Bauteile sowie über die physikalischen Bedingungen in geschlossenen Leitungssystemen.
Ein Zweipunkt-Druckschalter macht doch erstmal nichts anderes als der jetzige Druckwächter, also Pumpe an und aus, oder?
Pumpe an bzw. aus, ja. Aber nach zwei gänzlich unterschiedlichen Bedingungen.
Regeleungstechnisch betrachtet sind beides Zweipunktregler, jedoch mit ganz unterschiedlichen Hysteresen.
Wenn Du genügend Geduld hast, wird sich sicherlich ein Forenmitglied melden, was Dir sicherlich im Detail die Unterschiede erklären wird.
Ich sage gern, was man machen muss, aber erklärt und geschrieben habe ich die letzten 15 Jahre genug.
Das steht auch alles im Forenarchiv, zig mal schon durchgekaut, aber halt nicht einfach zu finden.Der Grund dafür ist meiner Ansicht nach der Umweg des Brunnenwassers durch das Haus mit dem zu geringem Leitungsdurchschnitt und meine Hoffnung wäre, deutlich mehr Wasser durch eine Abnahme direkt an der Brunnenleitung zu bekommen.
Das ist alles bereits bekannt und auch physikalsich nachvollziehbar.
Eine Lösung habe ich Dir aufgezeigt, wie Du direkt am Brunnensteigrohr abzapfen kannst ohne einen zweiten Druckschalter., vorausgesetzt, in den Leitungen sind keine RVs, wozu Du Dich nicht geäussert hast.
Gruss
kg49 -
Dein "Druckwächter" ist die eigentliche Pumpensteuerung (Durchflusswächter). Wie die im Detail funktioniert, hatte ich mal hier aufgedröselt.
In dem anderen Kästchen sollte der Kondensator der Pumpe und ein Thermoschutzschalter sein.
Einen 2. Durchflusswächter(DW) kannst Du nicht installieren. Aber einen anstatt dem im Haus. Direkt danach den Abzweig zur Bewässerung.
Dort montiert hättest Du allerdings keine Kontrolle über das Schaltverhalten der Pumpe. Die wird böse takten, wenn ein Verbraucher etwas tröpfelt und dort bekomt man es nicht mit.
Eine Kontrolllampe könnte man nachrüsten wenn sich ein zusätzliches Kabel vom DW zurück ins Haus verlegen lässt.
Ist das ein Schachtbrunnen, rate ich allerdings wg der hohen Luftfeuchtigkeit davon ab.
Grüße Peter
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Hallo kg49,
da hatte ich dich hier missverstanden. Der folgende kursive Teil ist eher Off Topic und kann übersprungen werden.
Wenn Du Deinen Schaltautomaten gegen einen klassischen Zweipunkt Druckschalter, zusammen mit einem kleinen MAG, austauscht, brauchst Du sonst keine Änderungen vornehmen.
Ich dachte du meinst damit, dass ich nur durch Austausch der Komponenten anschließend ausreichend Wasser aus der alten Leitung hätte.
Du hast ja auch erfasst, dass ich mir kleine Ungenauigkeiten nicht selbst dazu reimen kann:
Das merkt man, Dir fehlen grundlegende Kenntniss über die Bauteile sowie über die physikalischen Bedingungen in geschlossenen Leitungssystemen.
Auf jeden Fall. Ich bin weder Handwerker noch bisher mit solchen Installationen in Berührung gekommen. Auf irgendwelche theoretischen Prinzipien zu "physikalischen Bedingungen in geschlossenen Leitungssystemen" die vielleicht noch von damals im Hinterkopf sind, möchte ich mich in der Praxis auf keinen Fall verlassen oder mich davon zu Annahmen verleiten lassen, denn gelehrte Theorie und erlebte Praxis sind halt nicht immer deckungsgleich.
Ich würde da auch selbst kein Teil in die Hand nehmen, aber muss halt erstmal verstehen was ich brauche bzw. was überhaupt sinnvoll möglich ist, bevor hier jemand mit Werkzeug anrückt.
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Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe:
Ich könnte vom Brunnen abzweigen.
Voraussetzung dafür ist, dass ich im Haus:
- einen (mechanischen?) 2-Punkt Druckschalter an der Position des jetzigen Druckwächters installiere. Den schließe ich dann wie auch den Druckwächter auf die Leitung der Pumpensteuerung.
- Darauffolgend (?) muss ein Ausgleichsgefäß angeschlossen werden, (damit die Pumpe nicht bei jeder Kleinigkeit anläuft?).
- dafür habe ich eigentlich keinen Platz mehr im Raum :-/ (wie klein ist denn klein?)
- Dann geht es normal weiter zum alten "System" für Hauswasser und Gartenwasser.
- Es dürfen keine Rückflussverhinderer im System sein
- da ansonsten nicht erkannt wird, dass ich vor dem ganzen für den Garten abzwacke?
Dann einfach die Messingkonstruktion am Brunnenausgang (Zeichnung "a)b)c)") um ein T-Stück erweitern und von da direkt die Ventilbox für die Beregnungsanlage.
Ob Rückflussverhinderer im System sind kann ich nicht sagen. Ich habe versucht die Leitungen nachzuverfolgen, aber die sind durch die ganze Heizungsinstallation verdeckt und nicht zugänglich (keine Ahnung was man da mal macht wenn was kaputt ist...).
Rückflussverhinderer scheinen auch insgesamt in vielen Formen zu kommen, dass die vielleicht unter der Schaumstoffisolierung versteckt sein könnten.
Wenn ich es richtig verstanden habe, hat der Druckwächter einen Rückflussverhinderer, so dass vielleicht gar kein weiterer bei der Installation für nötig befunden wurde?
Danke PeterB
Wenn ich deinen Post richtig verstanden habe, wäre dein Vorschlag den existierenden DW nach draußen zu verlegen, direkt nach der Abzweigung für die Bewässerung? Also im Strang zum Haus?
Ich weiß nicht ob es ein Schachtbrunnen ist. Es gibt einen "Raum" mit 2 Brunnenringen mit betoniertem Boden und da durch ein schmales Rohr durch nach unten in den Brunnen.
Danke für die ganzen Infos schon mal

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Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe:
Du hast alles richtig verstanden.
Das MAG kann an beliebiger Stelle an der Leitung vom Brunnen zum Druckschalter sitzen, Grösse so ca. 10 -20 Liter. Zweck: Erreichen einer Hysterese für den Druckschalter, auch wenn diese sehr klein ist.
Um ein Takten zu vermeiden, wird der Druckschalter so eingestellt, dass die Pumpe unter allen praktischen Entnahmebedingungen durchläuft. Somit verhält sich die Anlage wie der jetzige Schaltautomat, allerdings ohne Trockenlaufschutz.Bedingung: Zwischen Brunnenleitung und neuem Druckschalter darf kein RV sein. U.U müssen Druckschalter und Filter in ihrer Position vertauscht werden und zwischen Druckschalter und Filter ein RV gesetzt werden.
Gruss
kg49 -
wäre dein Vorschlag den existierenden DW nach draußen zu verlegen, direkt nach der Abzweigung für die Bewässerung? Also im Strang zum Haus?
Nein, erst kommt der DW in der Brunnenstube, dann die Leitung zu den Verbrauchern. Die Leitung zum Garten würde direkt nach dem DW abzweigen
Mit einem DW darf kein Verbraucher zwischen Pumpe und DW sein. Die müssen immer nach dem DW abgehen.
Bei einem reinen Druckschalter wie in kg49 vorschlägt kann ein Verbraucher auch zwischen Pumpe und Druckschalter sein. Der Druckschalter wäre im Haus, die Abzweigung zum Garten wäre an der Pumpe.
Hilfreich wäre es, wenn man Bilder von der Alage sehen könnte.
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Neues Jahr - neues Glück.
kg49 : Danke nochmal für die Hilfe. Ich hoffe nun alles aus deinen Posts berücksichtigt zu haben:
Ein paar Sorgen/Fragen habe ich aber doch noch:
- wie kann ich die Pumpe gegen Trockenlauf schützen? Das war ja die Aufgabe des Press Controls.
- ist der Druckschalter empfindlich gegen Sand u.ä.? Der Filter ist nun ja nach dem Drugschalter anstatt vor dem Press Control.
- Ist die Reihenfolge von Kugelhahn, Rückflussverhinderer und Kompressor-Anschluss sinnvoll, angenommen alles ist direkt nacheinander in der Brunnenstube verbaut?
Oder wäre gar eine Pumpe mit eingebautem Druckschalter die einfachste Lösung, z.B. Tiefbrunnenpumpe 6000/5 Inox automatic, wobei ich mir da wieder die Frage stelle, ob die nicht auch andauernd einschalten würde, wenn es bei meiner unendlichen Gartenverteilung hier und da etwas tropft.
Danke an dich und alle schonmal
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