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  1. Brunnenbau-Forum
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  3. Brunnenbau Bohrbrunnen

Brunnenbau - ich gebe nicht auf

  • Zwick
  • August 9, 2025 at 1:04 PM
  • Zwick
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    • August 9, 2025 at 1:04 PM
    • #1

    Moin zusammen,

    Also, ich bin Kaufmann durch und durch, aber will auch mal selbst was schaffe 😄

    Ich habe mir in den Kopf gesetzt, einen Brunnen zu haben. Zwei Nachbarn haben einen Brunnen, der gespült wurde, leider ist bei mir der hintere Garten nicht so zugänglich, dass ein Brunnenbauer da mit schwerem Gerät hin könnten.

    Ich hatte einen Brunnenbauer hier, der per Hand gebohrt hat, aber nach 2 Stunden und 2 Metern aufgegeben hat. Ich gebe aber nicht auf.


    Bei PWSAM in Polen habe ich mir einen Erdbohrer 145 mm mit separat hochziehbarer Bohrschnecke gekauft und losgelegt und es klappt.

    Seit 2,5 m steht Wasser im Loch.

    Ich arbeite jetzt zum ersten Mal mit der hochziehbaren Bohrschnecke. Das klappt so semi-gut, weil die Schnecke nicht in einem Rutsch hochgezogen werden kann, sondern mal hier und da hängt und dann immer Bohrgut runterfällt.

    Den Bohrer habe ich schon bis 3,5 Meter runter getrieben und da ich halt nur die Bohrschnecke hochziehen, steht der Bohrer auch längere Zeit im Rohr.

    Problem: der geht nicht mehr raus🤣🤣

    Ja, mit Gewalt und viel Geduld wird es vermutlich irgendwann klappen und er ist schon wieder bei 3 m, aber sehr mühsam.

    Frage:

    Das bedeutet doch eigentlich, dass das Bohrloch in sich zusammenfällt. Ich komme mit dem Bohrer zwar runter, aber von oben fällt dann wieder Erde auf den Bohrer, die ihn jetzt auf Aufstieg hindert. Ist die Vermutung korrekt?

    Was wäre aus eurer Sicht der nächste Schritt?

    Ich möchte eigentlich ohne Arbeitsrohr auskommen und direkt ein Brunnenrohr nutzen (als Kaufmann will ich das mit körperlicher Arbeit und Komplexität nicht übertreiben 🤣). Müsste ich dann im Rohr eher weiter bohren oder kommt dann die Kiespumpe dran?

    Da ich aufgrund des erfolglosen Besuch des Brunnenbauers erstmal testen wollte, habe ich bisher nur den 145mm Bohrer mit 10 m Gestänge gekauft.

    Weiterer Plan war dann eine Kiespumpe und ein DN115 Glattwand-Brunnenrohr. Wenn ich jetzt im Rohr bohren muss, würde ich mir halt nochmal einen Bohrer mit 100mm kaufen.

    Auch wenn es vermutlich schwierig ist, dass Material auf dem Foto zu erkennen, hänge ich dennoch mal eines an.

    Danke für eure Hilfe.

    Zwick

    Images

    • IMG_20250809_124156.jpg
      • 391.04 kB
      • 901 × 1,200
    • IMG_20250808_204309.jpg
      • 580.53 kB
      • 901 × 1,200

    Edited once, last by Zwick (August 9, 2025 at 1:14 PM).

  • Brunnen reinigen
  • Zwick
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    • August 9, 2025 at 3:30 PM
    • #2

    Update: 2 Stunden später mit Kinderbeschäftigung konnte ich den Erdbohrer einfach wieder rausziehen :/

  • kg49
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    • August 9, 2025 at 3:42 PM
    • #3

    Beide Fotos zeigen unterschiedliche Bodenarten. Aus welchen Tiefen stammen die?

    Du solltest mal zur Information im Forenlexikon das Kapitel Grundlagenwissen zum Brunnenbau lesen.

    Gruss
    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • Zwick
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    • August 9, 2025 at 5:44 PM
    • #4

    Hi kg49,

    Die trockene, dunkelbraune Erde auf der Schubkarre war in etwa bei 1,5 m, seitdem kommt eigentlich nur noch der nasse Schlamm, der oben auf der Schubkarre ist (eigentlich seit ich bei 2,5 m im Wasser bin).

    Die Erde aus dem kleinen Eimer waren dann die letzten Bohrungen.

    Ich bohre jetzt weiter und haben teilweise kleine Tonklumpen auf der Schnecke.

    Das Bohrgestänge wieder vom Boden zu lösen, ist echt schwierig und manchmal muss ich wieder ein paar Umdrehungen zurück.


    Den Leitfaden lese ich mir nochmal durch.

  • Zwick
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    • August 9, 2025 at 6:16 PM
    • #5

    Hier mal die letzten Bilder aus 3 m.

    Images

    • IMG_20250809_175853.jpg
      • 345.66 kB
      • 901 × 1,200
    • IMG_20250809_175822.jpg
      • 319.95 kB
      • 901 × 1,200
  • kg49
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    • August 9, 2025 at 6:22 PM
    • #6
    Quote from Zwick

    Weiterer Plan war dann eine Kiespumpe und ein DN115 Glattwand-Brunnenrohr.

    Ob sich das abgebildete Bodenmaterial mit einer Kiespumpe fördern lässt, wird man ausprobieren müssen. Eine Kiespumpe benötigst Du sowieso, wenn Du irgendwann mal auf Sand oder Kies stösst. Ohne Sand oder Kies ist der Brunnen sowieso gescheitert, wie Du ja dann nachlesen wirst.

    Ansonsten wirst Du wohl im Rohr arbeiten müssen, da sich das Bohrloch sicherlich nicht stabil verhält.

    Gruss
    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • Zwick
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    • August 9, 2025 at 7:42 PM
    • #7

    Hey kg49,

    Danke für die Hilfe.

    Jetzt habe ich ja einen 145 mm Bohrer genutzt und will in einem DN 115 Brunnenrohr enden.

    Wäre da ein Bohrer mit 100mm und eine Kiespumpe mit 90mm sinnvoll oder was empfiehlst du in so einer Situation?

  • kg49
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    • August 9, 2025 at 9:16 PM
    • #8

    Solange nicht mit grösseren Steinen zu rechnen ist (die also die Kiespumpe noch ansaugen kann), ist das eine ausgewogene Grössenkombination.

    Je nach Zähigkeit des Bodenmaterials brauchst Du u.U. auch einen Edelman- oder Riversidebohrer.

    Das Problem eines Privatbrunnenbauers, der alleine auf sich gestellt ist, besteht halt darin, dass er nur über eine geringe Werkzeugauswahl verfügt. Macht man das öfters oder im Verbund mit handwerklich affinen Nachbarn, kann man sich die Werkzeuge teilen bzw. sich diese selbst anfertigen.

    Gruss
    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • Heimbrunnenbauer
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    • August 9, 2025 at 9:30 PM
    • #9

    Hallo Zwick

    Ich bin zwar nicht kg49, aber habe genau so wie du mit dem Bohrer aus Polen meine beiden Brunnen gebohrt und habe auch nicht aufgegeben.

    Aber ich habe mit einem Arbeitsrohr gearbeitet und erst nach erreichen der richtigen Tiefe das Brunnenrohr zusammengestellt .

    Dadurch konnte ich mir die Bodenschichtungen genau betrachten und wusste dadurch wann der richtige Zeitpunkt zum Aufhören war.

    Lief optimal.

    Ich habe mit einem DN115er Brunnenrohr als Arbeitsrohr gearbeitet und dann ein DN80er Brunnenrohr mit einem Gewebefilter eingeschoben.

    Gruß Jörg

  • Zwick
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    • August 9, 2025 at 10:41 PM
    • #10

    Danke Heimbrunnenbauer und kg49.

    Die Vorteile eines Arbeitsrohres sind mir nun klar, leider wird nirgends so richtig beschrieben, was das für ein Rohr ist. kg49 verflucht immer die KG-Rohre und das ist ja nachvollziehbar.

    Wird als Arbeitsrohr ebenfalls ein blaues TNA-Brunnenrohr genommen? Wie ist denn bei einem Arbeitsrohr die Rohrtour organisiert? Ist das wie beim Brunnenrohr mit Sumpfrohr und Filtern nur halt mit größerem Durchmesser?

    Möglichkeiten wären also

    Ohne Arbeitsrohr: weiter mit DN115 Rohr und mit 100mm Bohrer oder 90 mm Kiespumpe weiter.


    Wie wäre denn das weitere Vorgehen mit Arbeitsrohr? Ich vermute, dass ich aufgrund meines Lochdurchmessers (Erdbohrer 145 mm) nun eingeschränkt bin und ein Brunnenrohr DN115 dann gar nicht mehr möglich ist?

  • kg49
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    • August 9, 2025 at 11:05 PM
    • #11
    Quote from Zwick

    leider wird nirgends so richtig beschrieben, was das für ein Rohr ist.

    Einfach mal lesen:

    Arbeitsrohr - Brunnenbau-Forum

    Quote from Zwick

    und ein Brunnenrohr DN115 dann gar nicht mehr möglich ist?

    Dazu wurde ja auch schon etwas gesagt!

    Quote from Heimbrunnenbauer

    Ich habe mit einem DN115er Brunnenrohr als Arbeitsrohr gearbeitet und dann ein DN80er Brunnenrohr mit einem Gewebefilter eingeschoben.

    Lesen und verstehen!

    Gruss
    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • Zwick
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    • August 10, 2025 at 12:53 AM
    • #12

    Ach weißt du was kg49. Ich bin doch kein Idiot, so wie du mich hier darstellst. Deine Unerheblichkeit ist ziemlich nervig, auch wenn du mir teilweise hilfreiche Antworten gegeben hast.

    Ich habe den Artikel zum Arbeitsrohr schon diverse Male gelesen, wie das Arbeitsrohr zusammengesetzt wird, ist da nicht erklärt.

    Ja, ich habe das von Heimbrunnenbauer gelesen und verstanden - hat aber nichts mit meiner Frage zu tun.

  • kg49
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    • August 10, 2025 at 6:08 AM
    • #13
    Quote from Zwick

    wie das Arbeitsrohr zusammengesetzt wird, ist da nicht erklärt.

    "Ein Arbeitsrohr ist eine Rohrtour ohne Filterrohre, die nicht für die Wassergewinnung vorgesehen ist, sondern die Verwendung von Brunnenrohren mit speziellen Eigenschaften ermöglicht."...

    "Als Arbeitsrohr werden entweder Stahlrohre oder Kunststoffrohre verwendet, die möglichst ohne Muffenwulst als Glattwandrohre im Handel angeboten werden. "

    Was soll da noch erklärt werden?

    Gruss
    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • Heimbrunnenbauer
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    • August 10, 2025 at 10:36 PM
    • #14

    Noch eine Ergänzung zur Auswahl des Arbeitsrohres.

    Ich habe sowohl mit einem KG-Rohr als auch einem Brunnenrohr als Arbeitsrohr gearbeitet.

    Bei der Auswahl des Materials kommt es auf die zu erwartene Auflast an.

    Mit dem KG-Rohr besteht ab ca 180-250 kg Auflast die Gefahr des Materialbruchs ( eigene Erfahrung ) bei gerigfügiger Bewegung.

    Zusammengesetzt/verbunden wird das KG-Rohr durch verkleben und verschrauben der Muffen.

    Beim Ziehen wird das Rohr dann einfach in Stücke zersägt.

    Ich habe beim Bohren mit dem Brunnenrohr noch einen Schneidschuh montiert da mein erster Versuch ohne Schneidschuh sehr beschwehrlich war .

    Gruß Jörg

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