Hallo,
letzte Woche habe ich mit meinen Nachbarn jeweils einen Brunnen gebohrt. Wir haben das Equipment gemeinsam beschafft und teilen nunmehr auch dasselbe Problem: Das Wasser im Rohr ist sehr stark mit Sand und Lehm versetzt. Soweit ich es anhand von Stangen, die ich in das Rohr eingeführt habe, erkennen konnte, haben sich die Sedimente am unteren Teil des Rohres abgesetzt.
Leider habe ich mich (viel) zu spät intensiv mit dem Thema beschäftigt und auch nicht das beschaffte Material hinterfragt.
Vielleicht kurz zu den Fakten:
Ich habe ca. 11,75 Meter Rohr im Boden.
Hiervon:
- 0,5 Meter Sumpfrohr mit Scheideschuh und ohne Deckel
- 2 Meter Filterrohr 0,5 mm
- 10 Meter Standardrohr (Überschuss schaut oben raus).
- Wasserstand ca. bei 7,25 Meter (2 Meter über Filterrohr)
Mit einer Kiespumpe konnte ich bis zum Ende des Rohrs vordringen und Material herausholen. Anschließend habe ich mit einer Membranpumpe Wasser gepumpt.
Als ich am nächsten Morgen weiter machen wollte, hatte ich das Gefühl, dass sich die Membranpumpe in lehmartigen Sediment im Rohr festsaugt. Ich brauchte doch einige Kraft, um die Pumpe zu bergen. Dabei befand sich die Pumpe oberhalb der Filterrohre.
Im Ergebnis kann ich nur wenig und zudem unverwertbares Wasser zu Tage fördern:
Der Vermieter der Gerätschaften meinte, dass man mit dem Pumpen dran bleiben solle. Er hat uns auch bezüglich der Konfiguration der Rohre beraten. Ich habe da jedoch nach der Lektüre einiger Beiträge hier meine Bedenken.
Ich will nun nicht weiter Geld sprichwörtlich versenken, zumal der Zeitaufwand zum Erstellen des derzeitigen Zustandes bereits enorm war.
Ich habe (dummerweise!) nach der Installation viele Beiträge hier gelesen. Insbesondere Filterrohre und Kiesschüttung.
Ich habe die Vermutung, dass das Filterrohr den feinen Sand, den wir bei der Bohrung feststellen konnten, nicht abhält, der Sand sich im Rohr schlussendlich absenkt und somit das Rohr zunehmend verschließt.
Hier ein Bild von getrockneten Material (leider ohne mm-Papier!):
Wir konnten nur mit einen sehr großen Hebel und zu Dritt das Rohr überhaupt noch nach oben bewegen.
Nun meine Fragen:
- Stimmt die Einschätzung, dass mit "genug" pumpen mit einer Membranpumpe das Wasser irgendwann klar wird?
- Fall nicht, stimmt meine Einschätzung, dass das Filterrohr zu grob ist?
- Und: wie hoch ist der Aufwand, wenn man den Brunnen "retten" wollen würde?
Vielen Dank für alle, die sich trotz meiner ausgesprochen leichtfertigen Vorgehensweise meiner Fragen angehen!

