Ganz einfach, sagen wir mal wir haben 8 Meter Leitungslänge und 3 Meter Höhenunterschied.
Durchmesser der Leitung 1".
Wir möchten 50 L/Min Fördern.
Das geht dann auch weil am Eingang der Pumpe aufgrund der Reibung des Wassers in der Leitung -0,6 Bar anliegen. (noch keine Kavitation... alles gut;)
Würde man den Durchfluss auf sagen wir mal 40 L/Min drosseln dann
hätten wir aufgrund von weniger Reibung in der Leitung nur noch -0.55 Bar.
(keine Kavitation... alles gut;)
So und jetzt machen wir die Leitung doppelt so lang auf 16 Meter.
Wir bleiben bei 1" Zoll Durchmesser, wie gehabt.
Wir möchten immer noch 50 L/Min abnehmen.
Das ist dann aber nicht mehr möglich.
Weil aufgrund der Reibung in der Saugleitung am Eingang der Pumpe -0,9 Bar anliegen.
Sprich das Wasser hat seinen Siedepunkt erreicht und es bilden sich Gasblasen.
In dem Moment der Kavitation bricht die Förderleistung der Pumpe ein.
Wir können unsere 50 L/Min nicht fördern und die Pumpe wird schaden nehmen.
Drosseln wir die Pumpe dann druckseitig auf sagen wir mal wieder 40 L/min,
dann wandern wir aus dem bereich der Kavitation raus (-0.8 Bar).
Das ist dann wieder in Ordnung und alles läuft rund.
Wir wollten bei 16 Metern Leitungslänge 50 L/min abnehmen, also hätte die Leitung
grösser sein müssen um den Reibungswiderstand zu verringern.
Deswegen macht die Grafik meiner Meinung nach nur Sinn wenn eine Fördermenge angegeben ist.
Klar lässt sich durch eine grössere Leitung mehr Wasser fördern und auch weiter.
Aber auf der Saugseite einer Pumpe verhält es sich genau so wie auf der
Druckseite.
Da muss auch drauf geachtet werden was für ein Durchmesser der Leitung damit am ende dann nach X Metern auch noch X Liter pro Minute raus kommen.
Pauschal sagen die Leitung darf bei Saughöhe X und Durchmesser X eine Länge von X haben "das sollte in etwa passen" funktioniert nicht.
Wenn dann muss für die Grafik eine Fördermenge angegeben werden.

