Moin zusammen,
Ich bin seit einiger Zeit mit dem Brunnenbau beschäftigt und hatte schon diverse Probleme zu beheben.
Ab 2,50m GOK steht bei mir Wasser im Loch, da das Bohrloch immer wieder eingefallen ist, habe ich ein Brunnenrohr TNA mit DN115 reingestellt und im Loch gebohrt. Als Bohrer habe ich einen von PWSAM mit separat hochziehbarer Bohrschnecke - das funktioniert auch gut, allerdings hat der Bohrer (unter der Schnecke) zwei sehr scharfe Flügel, die sich durch das Brunnenrohr gefräst haben. Also alles wieder ziehen und wieder von vorne anfangen. Dadurch habe ich also nur Zeit und ca 20 cm Sumpfrohr verloren.
Die Rohrtour besteht nun aus Sumpfrohr ca. 0,8 m mit Schneidschuh, 2 m Filterrohre mit 0,3 SW und bisher 3 Vollrohre.
Meine KP 108 mm ist mir zwei Mal im Rohr mit kleinsten Steinen stecken geblieben und ich musste wieder alles ziehen und habe mir daher eine KP 90mm geholt. Dauert zwar etwas länger, aber sicher ist sicher. Ich habe sehr viel Kies rausgeholt und bin leider bei ca. 5,20 m auf eine Tonschicht gestoßen. Bohren will ich nicht mehr, damit das Rohr nicht erneut beschädigt wird und habe daher nur mit dem Bohrgestänge "gebohrt". Durch das ständige Hoch und Runter inklusive Drehen habe ich den Ton "rausgestempelt". Er klebte also im Bohrgestänge und wurde dann von mir händisch entfernt. So bin ich auch gut weitergekommen, weil ich eigentlich nur die Rohrtour mit den 5,80 m im Boden versenken wollte, damit der Wasserstand zumindest etwas über den Filterrohren liegt. Bei 2,50 m Wasser über GOK wäre der Wasserstand bei meiner Tour 0,50 m über den Filtern - nicht ideal, aber mE okay.
Ich habe also den Ton rausgestempelt und mit der KP gearbeitet, es kommt aber mit der KP nur eine halbe Handvoll hoch oder gar nicht. Nur scheint der Ton nach ca. 50 cm durch zu sein und ich kann mein Bohrgestänge ziemlich leicht bis auf 6,50 m "durchstoßen". Unter dem Rohr ist es sehr weich und ich hatte wieder Kies im Gestänge, daher könnte ich jetzt überlegen, doch weiterzumachen. Eine Zieltiefe habe ich nicht, aber insgesamt noch 5 Vollrohre auf Lager.
Mein Rohr rutscht nicht mehr nach und die Kiespumpe ist leer. Ist es wahrscheinlicher, dass das Rohr auf einem Stein steht oder dass die Auflast zu gering ist? Gewogen habe ich das nicht, aber ich hänge mal ein Bild an. Zusätzlich stehe ich auch noch auf den Gewichten.
Sollte ich weiter bohren mit dem Risiko, dass ich meine Filterrohre durch den Ton treibe und mir die Filterrohre verschließt oder sogar in der Endtiefe (wenn ich irgendwann doch nicht weiterkomme), die Tonschicht auf Höhe der Filter ist?
Ich habe eine Opferpumpe bestellt, um mal zu testen, wie ergibich der Brunnen ist, aber ich bin mir dem Wasserstand kaum über den Filterrohren.
Über eine kurze Einschätzung würde ich mich freuen. Danke.

