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  3. Schlagbrunnen / Rammbrunnen

Schlagbrunnen nach Verlängerung durch Fachbetrieb gebrochen

  • Zmann11
  • November 5, 2025 at 1:52 PM
  • Zmann11
    Beginner
    Posts
    1
    • November 5, 2025 at 1:52 PM
    • #1

    Hallo Zusammen,

    ich habe schon mehrfach hier mitgelesen und mich bislang nicht registriert gehabt.
    Nun würde ich mich jedoch nicht nur über allgemeinen Tipps, sondern auch euren speziellen Rat freuen.

    Wir haben uns von einem Fachbetrieb Ende 2023 einen Brunnen rammen lassen. Er wurde laut Rechnung 8 Meter tief geschlagen. Nach ca. 6 Monaten gab es die ersten Probleme, dass die Pumpe auch Luft gezogen hatte. Wir hatten dann alle Leitungen geprüft und neu eingehanft und es gab dann ca. ein Jahr keine Probleme, wobei ich die Pumpe im Winter auch in die Garage gemacht hatte. Meine direkten Nachbarn und meine Nachbarn schräg ggü. haben beide schon langjährig (Jahrzehnte) einen Brunnen ohne Probleme.

    Nun nach ca. 1,5 Jahren hatten wir wieder das Problem, dass die Pumpe Luft gezogen hatte. Also haben wir auch von einem Bekannten („Anlagenmechaniker/in für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik“) wieder alles auf Dichtigkeit geprüft und neu eingehanft, jedoch zog die Pumpe weiterhin Luft, teilweise und am Ende dann sogar gar kein Wasser mehr.

    Danach habe ich eine Handschwengelpumpe angeschlossen und eine erhebliche Menge an dreckigem Wasser und viel Sand gefördert. Nach sehr vielen Eimern (pro 18l-Eimer ca. 7cm Sand wurde die Sandmenge weniger und das Wasser auch deutlich klarer). Die Pumpe hat es jedoch dennoch nicht geschafft wieder Wasser zu fördern.

    Nun habe ich die Firma die den Brunnen geschlagen hatte kontaktiert und sie kamen vorbei um theoretisch die Glocke neu zu erstellen. Dabei wurde auch erwägt, dass eventuell ein nachträgliches Verlängern um zwei Meter sowie ein nachträgliches neues Herstellen der Glocke das Problem langfristiger lösen könnte. Eventuell sei der Ort des Brunnens aber auch nicht geeignet und man könnte einen an einer anderen Stelle schlagen. Ein anderer Ort kommt für uns aber nicht in Frage. Er hat mit einer flexiblen Metallspirale nachgemessen und meinte der Brunnen sei wohl nur 5-6 Meter tief. Ich sagte ihm, na ja es wurden 8 Meter berechnet, daher gehe ich auch von acht Metern Tiefe aus. Er war dann etwas verdutzt, redete für mich etwas wirr und sagte dann nichts weiter. Ich habe mehrfach gesagt, dass ich einfach einen funktionierenden Brunnen haben möchte und wenn das das Problem löst, er auch verlängert werden kann. Ich sei nicht der Fachmann was getan werden müsste, sondern er. Er meinte, dass es die 50%ige Chance gäbe, dass das Gewinde brechen könnte. Das dann ggf. der ganze Brunnen hinüber sein könnte wurde mir nicht gesagt. Ich wiederholte, einfach einen funktionierenden Brunnen haben zu wollen und er der Fachmann sei. Ihr ahnt sicher schon, was passieren wird. Er versuchte dann den Brunnen 2 Meter tiefer zu rammen, bis letztlich nach seiner Aussage sogar zwei Gewinde gebrochen seien. Er stand dann m. E. sehr ratlos da, was ich von anderen Handwerkern in anderen Bereichen nicht so gewohnt bin da, was man denn nun machen könnte. Er versuchte dann mit einer Motorpumpe eventuell den Brunnen zu reinigen, was m. E. schon vorher sicher nicht von Nachteil hätte sein können. Es passierte jedoch nichts und es kam kein Wasser o. Ä.. Die Metallspirale vom vorherigen Messen kam übrigens komplett sauber wieder raus. Der Spülschlauch danach war am Ende ca. 1,5 m sehr schlammig/lehmig wieder raus. Hierfür hatte ich keine Erklärung. Er fragte dann, ob sie ihn bei mir im Garten spülen dürften und war auch innen wirklich sehr verdreckt wie mit einem Pfropfen. Einer der beiden sagte, dass sei gut, da sie es beim letzten Kunden nicht machen konnten. Ich fragte dann, ob der Dreck der nun raus kommt eventuell gar nicht von meinem Brunnen, sondern von den vorherigen Kunden stammen könnte. Dies verneinte der Chef. Er fragte dann, ob sie denn an einer anderen Stelle einen neuen Brunnen schlagen dürften. Ich konnte in dem Moment keine klare Antwort geben.


    Letzten Endes zogen sie für mein Gefühl dann wieder ab und sagten, dass das ja passieren könne. Er fragte mich noch, wie ich es denn nun einen neuen Brunnen haben möchte und ich fragte nach den Kosten. Hier nannte er die vollen Kosten wie beim ersten Brunnen, die dann durch mich zu tragen wären. Auf sein vorheriges Argument, dass ja auch unser Grundstück auch an einem anderen Ort nicht geeignet sein könnte sagte er die Gefahr bestünde immer.

    Zusammenfassend habe ich nun einen von einem etwaigen Fachbetrieb erstellten und unter zwei Jahre später wieder zerstörten Brunnen und weiß nicht, ob tatsächlich der Standort nicht geeignet ist und ich wie weiter verfahren könnte.

    Denkt ihr der Standort könnte tatsächlich falsch sein oder könnte auch der Betrieb eventuell hier und da seine Fehler gemacht haben? Wie würdet ihr vorgehen und wie könnte ich eventuell an diesem Standort erneut einen Brunnen haben. Ist eventuell ein Bohrbrunnen geeigneter!?

    Da unsere Nachbarn (und ich kenne sicher 6 Leute mit einem Brunnen im Ort) alle keine Probleme mit ihren langjährigen Brunnen haben. Ich glaube auch nicht, dass die Region Hochrhein tatsächlich nicht geeignet ist und es kam ja eigentlich immer gut Wasser aus dem Brunnen. Bei unserer Hausstellung wurde ebenfalls der Grundwasserspiegel gemessen (ca. im Frühsommer) und es kam bei ca. zwei Metern schon.

    Ich freue mich über eure Ratschläge was ihr machen würdet.

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