Hallo, ich habe Fragen zur Trinkwasserversorgung im EFH mit Druckerhöhung, die mittelbar (also mit eigenem, drucklosen Pufferspeicher) angeschlossen werden. Ich finde z.B. Wilo SiBoost bzw. ISAR MODH1, die mir aber ziemlich überdimensioniert aussehen. Hat jemand Erfahrungen oder kann Tips geben?
Hauswasserwerk mittelbarer Anschluss (mit drucklosem Pufferspeicher)
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Hallo Giger
Druckerhöhung, die mittelbar (also mit eigenem, drucklosen Pufferspeicher) angeschlossen werden. Ich finde z.B. Wilo SiBoost bzw. ISAR MODH1
was immer Du auch damit meinst, eigentlich kann ein "Pufferspeicher" nicht puffern, wenn er drucklos ist.
Wie ist denn Deine Situation für die Du eine Druckerhöhung brauchst? Und was meinst damit, dass sie "mittelbar" angeschlossen werden soll?
Grüße Peter
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Hallo Peter, danke für die Nachfrage. Mittelbar bedeutet, dass die geforderte Druckerhöhungspumpe eben nicht unmittelbar in die Wasser-Zulaufleitung eingebaut werden darf, aus der sie dann saugseitig versorgt würde. Die Forderung der Baubehörde ist, dass das Wasser erst in einen zur Umgebung offenen (drucklosen) Pufferbehälter fließt, aus dem dann das Hauswasserwerk/Druckerhöhungspumpe saugt und in die Hausinstallation einspeist.
Der Grund ist, dass aufgrund der geographischen Lage ein sehr niedriger Wasserdruck vom Versorger ansteht und mit diesem mittelbaren („entkoppelten“) Anschluss das Erzeugen eines Unterdrucks in der Versorgungsleitung ausgeschlossen wird. Der Pufferspeicher dient also sowohl dieser Entkoppelung als auch als Ausgleich von Verbrauchspitzen, wenn kurzzeitig mehr Wasser verbraucht wird als vom Versorger geliefert wird.
Offenbar gibt es diese Regelung noch nicht lange.
Meine Frage ist nun, wer ein solches System aus Puffer und Pumpe auslegen und liefern kann? -
Liefern kann Dir das jeder Sanitärhandwerker. Stichwort "Trennstation".
Wenn Du danach suchst, findest Du aufwendige Konstruktionen, ua mit Doppelpumpen. Und kleine Module mit einer Pumpe mit zB 4bar, die auf einem kleinen Tank steht und die man auch unproblematisch selbst installieren kann. Dieser Tank ist der Puffer". Das reicht idR für ein EFH.
Voraussetzung für so ein Modul ist, dass die Abnahmemenge nicht größer ist als der TW-Zufluss.
Ist das regelmäßig zu erwarten, bietet sich an, als Puffer zB einen Kellertank zu installieren und von da Wasser über ein "Hauswasserwerk" zu verteilen.
Einen Knackpunkt sehe ich, Du möchtest ja auf der Pumpenausgangsseite immer noch Trinkwasser haben. Die Hauptaufgabe einer Trennstation ist, die TW-Seite von der Betriebswasserseite zu trennen. In Deinem Fall müssen dann alle eingesetzten Materialien TW-tauglich sein. Aber das sollte man in den Griff bekommen.
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Ja genau, ich finde nur ziemlich überdimensionierte Systeme.
Hast du vielleicht einen Link/Tip wie/wo ich so ein kleines System finde? -
Ich selbst hab mit Zehnder zu tun. Deshalb hier die Betriebsanleitung ihrer Trennstation.
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Prima, vielen Dank!!!

