Ein Hallo an alle!
Als Neuling hier mit etwas technischem Grundverständnis stehe ich vor einem Problem.
Seit 3 Jahren bin ich Besitzer eines Gartens. Für die Bewässerung habe ich einen Brunnen, der lt. Vorbesitzer vor ca. 35 Jahren gebohrt wurde. In 3 Grubenringen Tiefe befindet sich ein Stahlrohr von unten, ein Rückschlagventil und mit Schläuchen angeschlossen eine Pumpe. Von dieser geht es unterirdisch zu einem Wasserhahn in 1m Höhe.
Im Winter wurden immer 2 Lagen Styropor auf den Grubendeckel gelegt, ohne das Wasser abzulassen. Lediglich die Leitung zum Wasserhahn wurde entleert. Das funktionierte immer störungsfrei.
Dieses Frühjahr habe ich kein Wasser bekommen. Die Pumpe lief, förderte aber kein Wasser. Wenn ich die Pumpe mit Wasser gefüllt habe, wurde dieses Wasser in den Ausgangsschlauch gepumpt und die Pumpe lief trocken.
Nun habe ich mehrere Ideen, wo der Fehler liegen könnte:
1) der Filter in 8m Tiefe ist dicht
2) der Grundwasserspiegel ist gesunken (Brunnen trocken)
3) das Rückschlagventil öffnet sich nicht mehr in Durchlassrichtung
4) das Rückschlagventil ist undicht und das Rohr ist leer
zu 2)
Der ehemalige Besitzer sagte mir, dass Grundwasser in 5m Tiefe unter dem Grubenboden sei. Zudem ist das Grundstück das tiefste in einer Senke. Rundherum ist das Gelände ca. 5m höher. Die oberen Meter des Bodens sind Sand. Erst weit unten beginnen Lehmschichten.
zu 4)
Wenn die Pumpe das händisch eingefüllte Wasser rauspumpt und trocken läuft, muss ja irgendwoher Luft kommen.
ich habe keine selbstansaugende Pumpe. Lasse ich sie 3 Minuten laufen, schaltet sie sich ab (Trockenlaufschutz), ohne einen Tropfen Wasser gefördert zu haben.
Das Rückschlagventil ist uralt und scheint noch das ursprüngliche von vor 35 Jahren zu sein. Es hat keine Schrauben oder Öffnungen. Dafür scheint der obere Abgang zu sein.
Füllt man nun Wasser (200 Liter Regenwasser habe ich noch) über eine der Öffnungen in das Rohr?
Versickert das Wasser nicht schneller, als ich auffüllen kann?
Ist die zweite Öffnung zum Entlüften?
Den auf dem Foto sichtbaren orangenen Schlauch habe ich nur einfach aufgesteckt, weil er in der Grube auf dem Boden lag. Auf dem Rohr ist nur ein 3/4"-Schlauchanschluss. Ich denke, dass da Wasser eingefüllt werden kann und die Vierkant-Bolzen sind zum Verschließen.
Ich habe mal versucht, die Bolzen zu drehen, ohne Erfolg. Die "Schrauben" sind beide mit Teflon-Band umwickelt.
Hat jemand eine Idee, was ich machen kann?
Grüße aus dem Norden der Republik und Euch ein schönes Wochenende.
es kommt kein Wasser - RS-Ventil defekt?
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Auch, wenn die Pumpe nicht selbstansaugend sein sollte, wird sie eine Wassersäule ansaugen. Eben nur solange, bis die Pumpe wieder leer ist. Dann muss die wieder gefüllt werden.
Angenommen, der Rückflussverhinderer schließt nicht richtig, dann wird die Säule jedesmal absinken. Mit einem RV am Pumpeneingang kann man das verhindern.
Grüße Peter
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Also ich sehe da zwei Rückschlagventile.
Ich würde das erstmal neu aufbauen das da nur eine Leitung mit einem Ventil zur Pumpe geht.
Keine Ahnung wofür die 2te Leitung ist....
MfG Prs
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Keine Ahnung wofür die 2te Leitung ist....
vermutlich für eine 2te Pumpe.
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vermutlich für eine 2te Pumpe.
Ja Peter ist mir schon klar.... aber da wird nix zu gesagt...
Die Frage ist, muss das so sein?
Das 2te Ventil ist logischer weise eine Fehlerquelle mehr.
Die würde ich wenn es eben geht komplett entfernen.
Diese "Saugbrunnen" sind ja eh schon so eine Sache was Undichtigkeiten betrifft.
Ist nunmal so

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Das 2te Ventil ist logischer weise eine Fehlerquelle mehr.
Machen kann man vieles, aber womit anfangen?
Ein undichtes RV wäre ein Standarddefekt der mMn am wahrscheinlichsten ist. Mit einem einfache RV am Pumpeneingang hätte man schon die Lösung.
Klappt es nicht, wäre die nächste Vermutung, das RV ist nicht undicht sondern ist fest. Wobei ich nicht weiß, ob das realistisch ist. Aber dann kann man immer noch dran gehen, mit großen Zangen am Brunnenkopf aufzuräumen.
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Klappt es nicht, wäre die nächste Vermutung, das RV ist nicht undicht sondern ist fest. Wobei ich nicht weiß, ob das realistisch ist. Aber dann kann man immer noch dran gehen, mit großen Zangen am Brunnenkopf aufzuräumen.
Ja natürlich, das wird nicht von uns entschieden.
Wir warten einfach mal ab denke ich

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Guten Abend und vielen Dank für Eure Gedanken.
Das war eine tolle Idee mit der zweiten Pumpe.
Als der Brunnen gebaut wurde, war das ein Projekt mit dem (ehemaligen) Besitzer des Nachbargrundstücks. Auf der anderen Seite des oberen Grubenrings befindet sich eine weitere Öffnung. Auch aus dieser kommt ein Stromkabel mit Schuko-Feuchtraum-Kupplung und ein 1,5m langer 1/2"-Schlauch, der allerdings ohne Endstück einfach nur aufgewickelt an der Wand hängt. Auf dem Nachbargrundstück befindet sich an einer Wand ein Wasserhahn. Vermutlich ist dieser das andere Ende des zweiten Schlauches aus der Grube. Auf meiner Seite ist der Wasserausgang ein 3/4"-Schlauch, der direkt am Grubenring auf ein 1/2"-Stahlrohr geklemmt ist, das zu meinem Wasserhahn führt (Durchgang geprüft).
Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann, ist, wo Ihr das zweite Rückschlagventil seht.
1 - Steigrohr aus dem Boden
2 - T-Stück
3 - darüber ein weiteres T-Stück
4 - darüber ein Verschluss mit Vierkant-Bolzen
5 - vom oberen T-Stück (3) seitlich abgehend ein Adapter 1" auf 3/4"
6 - darauf geschraubt das nächste T-Stück
7 - darin der seitliche Abgang verschlossen mit einem 4-Kant-Bolzen
8 - im T-Stück (6) in Längsrichtung ist der Schlauchanschluss für die zweite Pumpe (nicht vorhanden)
9 - in das erste T-Stück (2) seitlich eingeschraubt ist ein 90°-Bogen
10 - in dessen Öffnung nach oben ist das Rückschlagventil
11 - aus diesem Rückschlagventil nach oben folgt ein weiterer 90°-Bogen
12 - von dort geht es zu meiner Pumpe
Wie Ihr das so schreibt, könnte das von mir beschriebene T-Stück (3) das weitere Rückschlagventil sein, was ich aber als solches nicht erkannt habe, denn es hat keinerlei Beschriftung. Welche Funktion hat denn bei dem Rückschlagventil oben (6) der Verschluss bzw. die Öffnung, wenn da keine Verschluss eingeschraubt ist?
Ich hatte in den orangenen Schlauch Wasser eingefüllt, was darin stehen blieb.
Das erklärt sich mir jetzt, wenn dort ein Rückschlagventil ist.
Meine Idee: an diesen Schlauch auch eine Pumpe anschließen. Ich habe derer zwei (1: 2400 l/h mit 9m Ansaughöhe und 2: 2600 l/h mit 6m Ansaughöhe).
Beide Pumpen haben ein Volumen von ca. 1/4 Liter. Schalte ich eine mit Wasser gefüllte Pumpe ein, ist sie in 2 Sekunden leer bzw. trocken. Auf diese Weise bekomme ich meines Erachtens das Wasser aus der Tiefe nicht angesogen, auch wenn beide Rückschlagventile funktionieren.
Mit einer Pumpe habe ich das Spiel 6 bis 7 mal gemacht: Auffüllen, einschalten, nach 5s ausschalten und wiederholen.
Habe ich zu früh aufgegeben?
Sollte ich das mit beiden Pumpen gleichzeitig machen?
Ich experimentiere damit morgen und teile die Ergebnisse mit.
Meine Phantasie geht mit mir durch ...
Hätte ich ein fest verschließbares Gefäß mit ca. 10 Litern und zwei Schlauchanschlüssen, könnte ich das Gefäß zwischen Rückschlagventil und Pumpe schrauben, mit 10 Litern Wasser füllen und luftdicht verschließen.
Dann hat die Pumpe ordentlich was zu tun, um die Luft aus dem Steigrohr zu saugen.
Hat das Steigrohr einen Innendurchmesser von 3/4", passen auf 5m Höhe 2,6 Liter Wasser hinein.Euch eine gute Nacht.
Jurgis -
Das zumindest ist ein RV.
Meine Idee: an diesen Schlauch auch eine Pumpe anschließen. Ich habe derer zwei (1: 2400 l/h mit 9m Ansaughöhe und 2: 2600.....
Wenn man eine Lampe einschaltet und die leuchtet nicht schaut man als erstes nach, ob die Birne defekt ist. Dann, ob die Sicherung ok ist usw
Wenn eine Wassersäule nicht hält, schaut man nach, ob der RV defekt ist. Weil man das nicht optisch prüfen kann, installiert man einen neuen.
Mach das doch einfach. Hilft es, gut. Hilft es nicht, kommt der nächste Schritt.
Sorry, aber in der Zeit, in der Du Dir Deine Ideen ausgebrütet und hier niedergeschrieben hast, wäre der RV schon längst montiert und dieser Punkt abgehakt.
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Super Idee ...
nur hat die Sache (für mich) einen Haken.
Ich kann zwar das gesendete Foto ausdrucken, beeindruckt meine Rohre aber nicht. Will sagen: Ich habe so ein Teil gerade nicht in der Schublade liegen und die umliegenden Baumärkte öffnen erst am Montag wieder.
Also spare ich mir die Zeit ... nicht hier beim Schreiben sondern morgen beim Experimentieren.
Ich habe gerade im Wetterbericht gesehen, dass morgen von Frankreich her ein dickes schwarzes Wolkenband mit heftigem Regen sich über Deutschland schieben wird.
Also zuerst Baumarkt, dann schrauben und testen, je nach dem, wann meine Frau, Wetter und Job es mir erlauben.
Danke Dir Peter.
Bis zum nächsten Mal. -
Super Idee ...
nur hat die Sache (für mich) einen Haken.
Ich kann zwar das gesendete Foto ausdrucken, beeindruckt meine Rohre aber nicht.Da möchte ich Dich um Entschuldigung bitten.
In jedem Forum gibte es einen der glaubt, ist er nur lang genug dabei, der Frager müsste sofort das machen, was er ihm vorgeschlagen hat und wird dann ungeduldig, wenn der erstmal seine "Fantasie spielen lässt".
Ich bin wohl auf dem besten Weg, auch so einer zu werden. Hoffentlich nicht. Ich versuche mich zu bessern.
Was mir sofort aufgefallen sein müsste (ich bin eben nicht so gut wie ich immer von mir meine), ist der Saugschlauch der kein Saugschlauch sondern ein normaler Gartenschlauch ist.
Ein Saugschlauch ist so konstruiert, dass er sich bei Unterdruck nicht zusammenziehen kann. Ein Gartenschlauch kann das. Dann kommt so gut wie kein Wasser. Hat er einen Knick bekommen, kommt garnichts.
Es kann gut sein, dass der jahrelang funktioniert hat. Genauso gut kann es sein, dass er das jetzt nicht mehr macht.
Wenn Du den optisch kontrollieren kannst ist es gut. Wenn der irgendwo unsichtbar verlegt ist, ist er ein Verdächtiger.
Ich hatte in den orangenen Schlauch Wasser eingefüllt, was darin stehen blieb.
Das erklärt sich mir jetzt, wenn dort ein Rückschlagventil ist.Dort ist aber auch noch ein Absperrventil das vermutlich geschlossen ist.
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Kann mir mal jemand zeigen wo da ein Absperrventil auf dem Bild ist??
Ich sehe da irgendwie keins....
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Ich sehe da irgendwie keins....
Stimmt. Aber sag doch gleich, dass das nur ein T-Stück mit einem Stopfen mit Vierkant-Aufsatz ist den der schlaue PeterB für ein Absperrventil gehalten hat.
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Ich habe mal, so gut ich kann, eine Zeichung erstellt, die den alten Zustand (also bis letzte Woche) zeigt, so wie auf dem ersten Foto gezeigt:
V1 Rückschlagventil hinten im Bild
P1 "meine" Pumpe (mit rotem Schlauch angeschlossen)
V2 am Ausgang der Pumpe weiteres Rückschlagventil
V3 Wasserhahn in meinem Garten
V4 Rückschlagventil im Vordergrund, ohne Funktion
V5 Wasserhahn im Garten des NachbarnBisherige Änderungen
vor zwei Wochen wie die Zeichnung zeigt:
Pumpe läuft, es kommt kein Wasser.
Mit Wasser aufgefüllt und nichts passiert. Nur das in die Pumpe gefüllte Wasser wird sofort nach oben entleert.
gestern: P1/V2 demontiert und neue Pumpe angeschlossen
Pumpe läuft, nach wenigen Sekunden kein Wasser mehr in der Pumpe
etwa 10 mal Wasser in die Pumpe gefüllt und gestartet.
Die neue Pumpe (Hauswasserautomat) beginnt ca. 5s nach Einschalten mit dem Pumpen und schaltet sich nach weiteren 5s ab (kein Wasser!)
Die alte Pumpe (letzte Woche) wäre gnadenlos weitergelaufen. -
Stimmt. Aber sag doch gleich, dass das nur ein T-Stück mit einem Stopfen mit Vierkant-Aufsatz ist den der schlaue PeterB für ein Absperrventil gehalten hat.
Keine Ahnung wer dir über die Leber gelaufen ist Peter... das war ne ganz normale Frage.
Ich bin jetzt davon ausgegangen das die Absperrung hinter dem T-Stück liegt und nicht direkt ersichtlich ist weil das T Stück die Sicht darauf verhindert.
Ich habe aber auch nirgendwo von einer Absperrung gelesen und deshalb gefragt. ...also wo ist dein Problem???
Aber gut.... jeder wie er will....
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