Hallo miteinander.
Ich habe letzte Woche einen Brunnen zur Gartenbewässerung gebohrt. Folgende Details hat das Vorhaben:
Auf Grundwasser bin ich nach gut 5 Meter gestoßen.
Nach ca. 7,5 Meter kam eine dünne (schwer zu schätzen, ca. 25 bis 35 cm) aber sehr zähe Lehmschicht. Bin mit dem Bohrer aber durch gekommen. Unterhalb der Lehmschicht kam eine sehr weiche sandig-lehmige Schicht . Hab dann problemlos weiter gebohrt bis 12 Meter. Ob diese Schicht wasserführend ist, ist für mich schwer zu sagen, weil ich beim Rausziehen des Bohrers ja durch die wasserführende Schicht oberhalb der Lehmschicht musste und das Material am Bohrer dadurch mit Wasser getränkt wurde.
Aufbau Brunnenschacht:
25 cm Sumpfrohr DN100 mit einem Edelstahl Schneideschuh. Danach 2 Meter Filterrohr 3 mm und dann Vollwandmaterial. Beim Versenken des Brunnenrohrs gestaltete es sich ähnlich. Bis ca. 6,5 Meter praktisch ohne Anstrengung versenkt. Danach mit Plunscher bis 7,5 Meter problemlos. Nach 7,5 Meter kam der Widerstand der Lehmschicht. Hab mit dem Plunscher in diesem Bereich ungefähr einen Suppenteller Lehm gefördert. Sand und ein paar Steine waren auch dabei. Auf einmal ging das Versenken wieder spielend - ohne Druck bzw. Gewicht aufs Rohr und es ist sehr viel Sand und etwas Steine im Plunscher.
Auf Rat bzw. Einschätzung des Verleihers des Bohrgeräts habe ich dann gestoppt.
Wassersäule 3,5 Meter.
Gestern habe ich den Brunnen klar gepumpt. Habe eine 3 Zoll Pumpe mit 370 Watt von Agoratec und ein 1 Zoll Rohr daran.
Anfangs kam gut Sand mit und die Pumpe bekam den Brunnen mühelos leer. Musste sie auch ständig ausschalten, damit sie nicht trocken läuft. Hab verschiedene Höhen im Brunnen ausprobiert.
Nach ca. 15 Minuten habe ich ans Rohr einen Hahn montiert und den Auslauf so eingestellt, dass sie Pumpe im Wasser bleibt (oberhalb der Filterrohre) und die Pumpe 1 Stunde arbeiten lassen. Nun kommt nur noch kristallklares Wasser, aber die Fördermenge beträgt nur 1 Liter in 10 bis 15 Sekunden. Entnehme ich mehr, läuft die Pumpe trocken.
Was ist eure Einschätzung? Noch tiefer Plunschen oder muss ich damit leben, dass eben nicht so viel Wasser kommt? Welche Tricks gäbe es dann bei einer so geringen Fördermenge, dass die Pumpe nicht ständig ein und ausschalten muss. Durchflusswächter würde ich sowieso mit einbauen.
Zu örtlichen Information: wir wohnen ca. 100 Meter von einem Bach entfernt, welcher auch in dieser Gegend (400 Meter entfernt) entspringt. Der Bach liegt in einem Tal, ca. 5 bis 6 Meter unterhalb des Grundwasserspiegels im Brunnen. Das Umfeld wurde vor einigen Jahren renaturiert und ist allgemein sehr feucht.
Danke für Eure Hilfe ![]()
Schöne Grüße, Martin

