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  1. Brunnenbau-Forum
  2. Brunnenbau
  3. Brunnen und Installation frostsicher

Frostsicherheit Brunnen/Steigleitung

  • Kaffeetasse
  • May 24, 2026 at 1:35 PM
  • Kaffeetasse
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    • May 24, 2026 at 1:35 PM
    • #1

    Hallo,

    wir stehen gerade vor einer kleinen Herausforderung und hoffen auf Tipps von den Profis:

    Wir haben einen Brunnen bohren lassen: Dieser ist 12 m tief, DN 80. Nach ungefähr 5 m kommt das Grundwasser. An das Rohr wurde durch unseren Landschaftsgärtner rangepflastert und auf der Pflasterfläche haben wir eine Gartenhütte errichtet, sodass das Rohr nun in der Hütte aus dem Pflaster kommt. Die Gartenhütte ist nicht gedämmt oder beheizt.

    Unser Plan war eigentlich, eine Tauchpumpe einzusetzen, von dort weiter an die Drucksteuerung und von dort an die elektrisch gesteuerten Ventile für die Gartenbewässerung. Diese sollte dann per Home Assistant gesteuert werden. Als Tauchpumpe wurde uns vom Brunnenbauer die Grundfos SQ 2-55 mit Drucksteuerung PM-1 empfohlen.

    Leider haben wir das Thema Frostsicherheit nicht so richtig bedacht und keinen Schacht vorgesehen und können diesen nun nachträglich auch nicht mehr so einfach herstellen, weil dazu das Pflaster entfernt und auch die Gartenhütte noch mal teilweise verschoben oder abgebaut werden müsste.

    Wenn wir unseren Plan wie oben beschrieben umsetzen, wäre der oberflächennahe Bereich der Steigleitung und natürlich die gesamte Installation oberhalb frostgefährdet. Über den Teil der Installation, der über dem Gelände liegt, mache ich mit weniger Sorgen, da man den über ein entsprechende Ventil entleeren könnte.

    Aber was machen wir mit der Steigleitung, im Bereich von der Oberkante des Pflasters bis ca. 80 - 100 cm unterhalb?

    Ich habe hier schon ein bisschen gelesen und könnte mir als Laie eine der folgenden Varianten vorstellen:

    1. Pumpe ohne Rückschlagventil oder RV ausbauen: Dann käme bei jedem Anlaufen der Pumpe erst mal Luft. Ich bin nicht sicher, ob das der Gartenbewässerung und gesamten Installation gut tut. Schön finde ich es nicht, wäre aber die sichere Variante.
    2. Dann habe ich hier von Entwässerungsventilen gelesen, die bei geringem Druck öffnen. Vielleicht könnte man sowas in 1-2 m Tiefe an ein T-Stück der Steigleitung setzen. Im Winter dann die Pumpe vom Strom, Ventile oben öffnen, Druck fällt und Entwässerungsventil entwässert in den Schacht, sodass die Leitung oberhalb leer ist. Hat hier jemand schon mal sowas ausprobiert?
    3. Manuell bedienbares Ventil in einem Meter Tiefe an einem T-Stück. Steigleitung entweder so locker im Brunnenrohr verlegen, dass man sie einen Meter herausziehen kann oder alternativ Pumpe und Steigleitung im Winter den einen Meter hochziehen, Ventil öffnen, entwässern, schließen, und wieder im Brunnenrohr versenken.
    4. Darauf setzen, dass die Wärme aus mehreren Metern Tiefe aufsteigt und das Brunnenrohr innen frostfrei hält. Ggf. Brunnenrohr oberirdisch noch etwas dämmen. Die Installation außerhalb des Brunnenrohrs natürlich vor dem Winter entleeren.
    5. Heizband/Heizdraht um den letzten (obersten) Meter der Steigleitung

    Welche Variante würdet ihr empfehlen und gibt es vielleicht noch weitere Möglichkeiten?

    Bohrbrunnen 12 m DN80, GW ab 5 m
    Alles Weitere noch in Planung

  • Brunnen reinigen
  • PeterB
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    • May 24, 2026 at 2:35 PM
    • #2

    Hallo Kaffeetasse,

    der "Standardaufbau" wäre

    Pumpe ohne RV > Durchflusswächter(DW) > Manometer(wenn der DW keines hat) > Absperrventil > Verbraucher.

    Der Durchflusswächter hat immer auch ein RV. Das gibt eine "hängende Wassersäule" und reicht in Deinem Fall.

    Der DW muss im Winter extra entwässert werden. Auch wenn die Leitungen durchgepustet werden, kann dort immer Restwasser drin bleiben. Dazu muss man ihn demontieren. Damit ist auch die Steigleitung entwässert.

    Es gibt DW, da kann man den integrierten RV demontieren und durch einen ersetzen, den man unter die Steuerung montiert und den man manuell entlüften kann. Dann kann man alles so lassen und braucht zu Entwässern nur 2 Schräubchen drehen.

    Grüße Peter

  • Kaffeetasse
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    • May 24, 2026 at 4:41 PM
    • #3

    Hallo Peter,

    vielen Dank! Die "hängende Wassersäule" ergibt sich daraus, dass durch das RV oberhalb keine Luft in die Steigleitung einströmen kann und das Wasser somit nicht abfließen kann, richtig?
    Ist das in der Art eine gängige Konstruktion bzw. hat das irgendwelche Nachteile, die ich gerade übersehe? Ansonsten wäre das ja einfacher als gedacht.

    Die vom Brunnenbauer empfohlene Grundfos-Pumpe und Drucksteuerung PM1 haben jeweils ein Rückschlagventil. Hättest Du eine Empfehlung, welche Pumpe und welcher Durchflusswächter für meine Zwecke geeignet wäre, sodass die Pumpe am besten gar kein RV hat und der DW ein einfach demontierbares RV?
    Ergänzende Info: Der Brunnenbauer hat auf Grundlage des Pumpversuchs empfohlen, die Pumpe auf 2500l/h einzustellen.

    Auch wenn wir uns jetzt etwas von der ursprünglichen Frage entfernen: Wir wollen auch Tropfschläuche zur Bewässerung einsetzen. Dazu wäre nach meinem Verständnis auch ein Druckgefäß sinnvoll, um zu viele Schaltvorgänge der Pumpe zu vermeiden, richtig?

    Bohrbrunnen 12 m DN80, GW ab 5 m
    Alles Weitere noch in Planung

  • PeterB
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    • May 24, 2026 at 5:49 PM
    • #4
    Quote from Kaffeetasse

    "hängende Wassersäule" ergibt sich daraus, dass durch das RV oberhalb keine Luft in die Steigleitung einströmen kann und das Wasser somit nicht abfließen kann, richtig?

    Ist das selbe Prinzip nachdem die Limo im Strohalm bleibt wenn man ihn aus der Flasche zieht und vorher den Daumen drauf hält.

    Quote from Kaffeetasse

    Grundfos-Pumpe und Drucksteuerung PM1 haben jeweils ein Rückschlagventil.

    Bei der Pumpe kann man das RV demontieren.



    Hier ein Video mit dem man das Innenleben des Presscontrol gut versteht. Der untere RV wird ausgebaut

    Presscontrol und sein Innenleben
    Funktionsbeschreibung der internen Bauelemente des Pumpendruck-Schalters Presscontrol
    www.youtube.com

    Das ist der RV der unter die Steuerung kommt.

    Rückschlagventil Roma Messing » Lotze Wassertechnik
    Itap 1 Zoll Zwischenventil Typ 104
    lotze-wassertechnik.de
    Quote from Kaffeetasse

    Wir wollen auch Tropfschläuche zur Bewässerung einsetzen.

    Dann macht ein zusätzliches MAG Sinn. Ca 40% des Nennvolumens kannst Du als Nutzvolumen verwenden.

    Edited once, last by PeterB (May 24, 2026 at 6:45 PM).

  • Kaffeetasse
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    • May 25, 2026 at 2:22 PM
    • #5

    Danke!

    Quote from PeterB

    Hier ein Video mit dem man das Innenleben des Presscontrol gut versteht. Der untere RV wird ausgebaut

    https://www.youtube.com/watch?v=OFsXyGg-S5Q

    D. h. du würdest auch zum Presscontrol statt des PM1 raten? Hat das Modell Vorteile gegenüber dem PM1?

    Bohrbrunnen 12 m DN80, GW ab 5 m
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  • PeterB
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    • May 25, 2026 at 4:51 PM
    • #6
    Quote from Kaffeetasse

    du würdest auch zum Presscontrol statt des PM1 raten?

    Beide haben die selben Grundfunktionen wie Ein/Aus/Trockenlaufschutz.

    PM1 hat zusätzlich die Funktion "Schaltspielbegrenzung". Bei Undichtigkeiten wie zB einem tröpfelnden Wasserhahn würde die Pumpe takten. Der PM1 würde das erkennen und abschalten.

    Diese Funktion wird mittlerweile immer öfters mit angeboten. Bei Bewässerungsanlagen, die zB in der Urlaubszeit unbeaufsichtigt aktiv sind, macht das Sinn. Hat man die Anlage immer "im Blick" und macht sie bei längerem Nichtgebrauch stromlos, muss das nicht sein.

    Wenn Du wg der Tröpfchenbewässerung eh ein kleines MAG integriert haben solltest, würde das schon kurzes Takten verhindern.

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