Hallo zusammen hat jemand Erfahrung mit dem Tausch eines Druckwasserbehälters DIN 4810 und wer so etwas erledigen kann? Oder gibt es heutzutage bessere Alternativen? Über ein Erklärung würde ich mich sehr feruen.
Windkessel, Druckwasserbehälter DIN 4810
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Tausch eines Druckwasserbehälters DIN 4810 und wer so etwas erledigen kann?
Das ist eine Aufgabe für einen Sanitärbetrieb.
Kann man einigermaßen mit einem Schraubenschlüssel und einer Zange umgehen, dann kann man das eventuell auch selber machen.
Oder gibt es heutzutage bessere Alternativen?
Alternativen ja, ob die "besser sind”, das hängt ua davon ab, wofür die Anlage genutzt wird. Wie ist das bei dir? Wie groß ist der Kessel, was sind die Verbraucher?
LG Peter
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Ich habe die Anlage vom Vorbesitzer des Hause geerbt, der ursprünglich das gesamte Trinkwassernetz und die Gartenbewässerung damit betrieben hat. Ich bräuchte sie aber nur noch für den Aussenbereich . Deshalb ist der installierte Windkessel mit 600 l mglw. zu groß. Kannst Du eine passende Altenative empfehlen?
Gruß Axel
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Deshalb ist der installierte Windkessel mit 600 l mglw. zu groß.
Zu groß gibt es nicht wirklich. Je größer, desto weniger wird die Pumpe starten. Bei vielen Klein- und Kleinstverbrauchern wie Zähne putzen ecetera wäre ein Druckausgleichsgefäß ein Muss.
Werden da hauptsächlich Dauerverbraucher wie ein Gartenschlauch oder Rasenberegner und zwischendurch der Gartenwasserhahn zum Gießkanne füllen bedient, geht das am einfachsten mit einem "Durchflusswächter". Der braucht überhaupt keinen Kessel.
Im Gegensatz zum Druckschalter wie bei deinem jetzigen System, der die Pumpe beim Erreichen des Abschaltdruckes abschaltet, schaltet ein Durchflusswächter ab, wenn kein Wasser mehr fließt
Vorteile:
- kein Druckausdehnungsgefäß
- Die Pumpe liefert fast zeitgleich mit dem Öffnen eines Verbrauchers ihren vollen Druck
- während des Betriebs wird, abhängig von der Wassermenge, die Pumpe immer einen gleichbleibenden Druck liefern.
- hat immer einen integrierten Trockenlaufschutz.
Nachteile:
- die Steuerung reagiert auf kleinste Leckagen wie ein auch nur ganz leicht tropfender Wasserhahn oder eine tröpfelnde Schlauchkupplung. Sie wird dann die Pumpe starten die dann immer nur ein paar Sekunden läuft, stoppt, startet usw.
- Das gleiche gilt, wenn zB bei einer Tröpfchenbewässerung die erforderliche Mindestmenge von je nach Modell zwischen ca 0,5- ca 3,0 l/min unterschritten wird.
Bekommt man eine Undichtigkeit nicht in den Griff oder wird die Mindestmenge unterschritten, hilft ein zusätzliches Membranausdehnungsgefäß (MAG). Da reichen ca 20-30 Liter. Das wird dann einfach an die Druckleitung angeschlossen.
Was sind deine Verbraucher und was für eine Pumpe hast du?
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Hallo Peter,
vielen Dank für die umfassende Beantwortung meiner Frage. Zum Thema Pumpe kann ich nicht wirklich was sagen, da die mir wie so vieles in diesem Haus unbekannt ist und ich dazu keine Informationen vom Vorbesitzer erhalten habe.
Zum Thema Verbrauch kann ich sagen, dass ich tatsächlich eher einen kleinen Verbrauch (Gartenschlauch und Aussenwasserhahn, aber im Sommer auch eine Aussendusche) habe. Kleinere Leckagen sind dabei nicht ausgeschlossen. Somit käme wohle eher kein Durchflußwächter in Frage, da die Pumpe ja dann wohl zu sehr strapaziert wird. Ich würde dann wohl eher zu einem kleineren Windkessel mit 100-200 l tendieren. Was kannst Du denn da empfehlen?
Gruß Axel
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Ich würde ihn drin lassen. Erst wenn er mal Defekt ist würde ich über etwas neues nachdenken.
Tauchen kann man ihn durchaus selber. Habe dieses vor einigen Jahren auch selber erledigt.
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kleinen Verbrauch (Gartenschlauch und Aussenwasserhahn, aber im Sommer auch eine Aussendusche) habe.
Das ist eine Standardsituation für einen Durchflusswächter. Da bekommt man einen tröpfelnden Gartenwasserhahn auch in den Griff.
Schwieriger wird es, wenn da ein weit verzweigtes Schlauchsystem mit Kupplungen verlegt ist.
Im Ernstfall aber reicht ein MAG mit 20 Litern.
Ich würde ihn drin lassen. Erst wenn er mal Defekt ist würde ich über etwas neues nachdenken.
Das kann ich nur unterstreichen. Warum eigentlich willst Du tauschen?
Zum Thema Pumpe kann ich nicht wirklich was sagen, da die mir wie so vieles in diesem Haus unbekannt ist
Ich würde dann wohl eher zu einem kleineren Windkessel mit 100-200 l tendieren.
So, wie du da drüber schreibst, vermute ich, hast du "Null Ahnung" davon, was da eigentlich im Keller steht.
Wenn du hier Bilder zeigst von allem, was da zu sehen ist, kann ich dir einiges zu der Anlage sagen.
Damit die einwandfrei funktioniert, verlangt die Anlage etwas Betreuung. In dem Kessel ist ein Luftpolster das sich mit der Zeit verflüchtigt und entsprechend aufgefüllt werden muss.
Andernfalls wird die Pumpe in immer kürzeren Abständen starten.
Wenn sie normalerweise zB nach 100 Litern Abnahme eingeschaltet wird, wird es dann nach 10 Litern und weniger sein. Und sie kann dann takten.
Steht die Pumpe nicht neben dem Kessel sondern das ist eine Tauchpumpe im Brunnen, bekommst du das uU garnicht mit.
Ohne "Wartung" kann es sein, dass sich die Pumpe über kurz oder lang verabschiedet.
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Der Kessel scheint möglicherweise undicht zu sein , vielleicht Lochfraß. Zumindest ist eine Roststelle zu sehen und eine Lache auf dem Boden, die ich mir nicht anders erklären kann.
Kann man so etwas abdichten???
Natürlich bin ich diesbezüglich total unerfahren, ansonsten würde ich ja hier nicht um Hilfe suchen. Also der Kessel hängt an einer Tauchpumpe, die vom Keller aus ein- und ausgeschaltet werden kann und sich bei 4 bar ausschaltet Ich hoffe, die angehängten Bilder machen das Problem erkenntlich. @ Peter: Zum Thema Durchflusswächter hatte ich Dich so verstanden, dass dann die Pumpe bei jedem Kleistverbrauch auch anspringt, das würde doch zu einer Mehrbelastung führen oder?
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Der Kessel scheint möglicherweise undicht zu sein
Oder es ist nur Tropfwasser von oben. Ich würde die Stelle mit einer Drahtbürste rostfrei machen und den Anschlussbereich drüber mit Toilettenpapier umwickeln. Dann findet man die undichte Stelle.
Sollte es wirklich der Kessel sein, weiß ich nicht, ob man da was reparieren kann.
In dem Kessel ist ein Luftpolster
Hast du mal überprüft wie groß das ist oder war das für dich nie ein Thema?
Je "besser" das Verhälnis Luft zu Wasser ist, desto länger dauert es, bis die Pumpe wieder startet. Umgekehrt bedeutet das, dass die Pumpe im Extremfall immer sofort läuft, wenn ein Verbraucher geöffnet wird.
An dem senkrechten Rohr kann man den Wasserstand ablesen. Wenn es denn nicht total verdreckt ist.
Du kannst auch, nachdem die Pumpe bei 4bar abgeschaltet wurde, Wasser ablassen und dabei die Wassermenge ermitteln bis die Pumpe anspringt.
Die abgelaufene Wassermenge sagt in etwa was darüber aus, ob man alles so lassen kann oder ob es besser wäre, den Vordruck bzw das Luftpolster zu erhöhen.
Wenn der Kessel ok ist spricht nichts dagegen, den weiter zu betreiben. Ein "zu groß", wie du oben geschrieben hast, gibt es da nicht. Außer, du brauchst unbedingt den Platz, den jetzt der Kessel einnimmt.
Zum Thema Durchflusswächter hatte ich Dich so verstanden, dass dann die Pumpe bei jedem Kleinstverbrauch auch anspringt, das würde doch zu einer Mehrbelastung führen oder
Die Mehrbelastung hält sich aber in Grenzen. Diese Steuerungen werden ua verbaut in EFH-Anlagen, bei denen Wama, WC und Garten bedient werden. Bei den meisten Anlagen, die ich vor über 20 Jahren installiert hatte, laufen heute noch dieselben Pumpen.
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Das Luftpolster habe ich schon zwischendurch mit einem Kompressor aufgefüllt, aber nach "Gutdünken", das richtige Verhältnis ist mir nicht ganz klar. Da schaue ich noch einmal in die Betriebsanleitung.
Ansonsten werde ich die Stelle mal beobachten, vielen Dank für den Tip mit der Drahtbürste.

