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  1. Brunnenbau-Forum
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  3. Brunnenbau Bohrbrunnen

Sandiger Boden: kein Bohrbrunnen?

  • joe
  • August 15, 2026 at 2:20 AM
  • joe
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    • August 15, 2026 at 2:20 AM
    • #1

    Hallo allerseits,

    hier in der Oberrheinebene haben wir recht sandigen Boden und nach Auskunft von anderen Brunnenbesitzern wäre das Grundwasser so etwa bei 8..9 Meter.

    Leider gibt es in der näheren Umgebung keine Bohrfirmen. Jetzt habe ich auf der anderen Rheinseite eine Firma gefunden und angefragt.

    Die Auskunft hat mich (als Laien) total überrascht: sandigen Boden könne man nur mit Spülbohrung bohren. Solch ein Gerät habe man aber nicht, man habe nur Geräte für Trockenbohrungen.

    Dass eine Spülbohrung bei felsigem Boden nicht geht, ist mir klar. Aber wieso bitte kann man auf sandigem Boden keine Trockenbohrung mit Schnecke und den Rest mit Kiespumpe machen?

    In meiner Vorstellung macht eine Spülbohrung eine Riesensauerei. Das würde ich eigentlich vermeiden wollen.


    Ich habe mich dann mal darangemacht, Informationen zur Bodenbeschaffenheit zusammenzutragen:

    1. Auskunft von Bekannten in der Umgebung: sandiger Boden, Grundwasser ab etwa 8..9 Meter


    2. Aus den Karten des Landesamtes für Geologie und Bergbau (https://mapclient.lgb-rlp.de/?app=lgb&view_id=41) entnehme ich:

      9,8m Grundwasser-FlurAbstand

      18.6m Oberer Zwischenhorizont - Deck-Niveau unter Geländeoberkante.

      Das interpretiere ich jetzt mal so, dass man bis etwa 18m (=9.8+18.6) runter könnte bis die oberste wasserdichte Schicht erreicht wäre.


    3. Dann habe ich noch aus dem Baugrundgutachten entnommen:

      Baugrundgutachten 7..8m
      0,00-0,30 m Mutterboden, graubraun
      0,30-1,00 m Mittelsand, graubraun, hellbraun
      1,00-1,40 m Grobsand, rosabraun
      1,40-1,60 m Feinkies, grobsandig, rosabraun
      1,60-1,80 m Mittelsand, schwach schluffig, orangebraun
      1,80-2,30 m Mittelsand, gelbbraun
      2,30-2,50 m Mittelsand, schwach schluffig, orangebraun
      2,50-3,10 m Mittelsand, feinsandig, gelbbraun, hellgrau
      3,10-3,30 m Mittelsand, hellgrau
      Bei 3,30 m Endteufe

      Das wurde damals leider nur bis 3.3m gebohrt, da wir ohne Keller gebaut haben.


    Unter der Annahme, dass die Bodenbeschaffenheit im weiteren Verlauf genau so wäre: welches Bohrverfahren würde sich hier anbieten?

    In meinem jugendlichen Leichtsinn hätte ich vermutet, dass im sandigen Boden eine Bohrung mit Schnecke+Arbeitsrohr funktionieren sollte?

    Mein Brunnenprojekt im Oberrheingraben, ca 1.5km Entfernung vom Rheinufer:

    Erwarteter Grundwasserstand ca. 10m.

    Oberer Zwischenhorizont - Deck-Niveau unter Geländeoberkante ca. 18m

    Überweigend Kies/Sand. Stellenweise auch Schluff/Ton möglich

  • Brunnen reinigen
  • Heimbrunnenbauer
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    • August 15, 2026 at 10:36 PM
    • #2

    Hallo joe

    meiner Meinung nach kann man solange im Sandigen Boden bohren bis die Wandung ins Bohrloch fällt.

    External Content youtu.be
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    Es gibt noch einen Teil 2.

    Mal anschauen und dann überlegen ob man sich das zutraut.

    Möglich ist alles 😁

    Gruß Jörg

  • joe
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    • August 16, 2026 at 8:26 PM
    • #3

    Zutrauen würde ich mir das durchaus.

    Mich verunsichert halt die Aussage des gewerbsmässigen Brunnenbohrers, dass man hier unbedingt eine Spülbohrung machen muss.

    Oder wollte der mich nur abwimmeln, weil er sich nicht mit solch einem Kleinauftrag befassen will? Bohrungen für Erdwärme sind vermutlich einträglicher.

    Mein Brunnenprojekt im Oberrheingraben, ca 1.5km Entfernung vom Rheinufer:

    Erwarteter Grundwasserstand ca. 10m.

    Oberer Zwischenhorizont - Deck-Niveau unter Geländeoberkante ca. 18m

    Überweigend Kies/Sand. Stellenweise auch Schluff/Ton möglich

  • Heimbrunnenbauer
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    • August 16, 2026 at 9:10 PM
    • #4

    Hallo joe ,

    Hast du denn mal rumtelefoniert und andere Brunnenbauer gefragt ob und mit welchem Verfahren die einen Brunnen bei dir bohren würden ?

    Alles mal unabhängig vom Preis ( als Info ist er schon interessant aber du brauchst ja nur infos/Angebote )

    Hier mal eine Info zum Thema :

    Ein Bohrbrunnen ist ein mechanisch oder per Spülung hergestellter, groß dimensionierter Brunnen für hohe Wassermengen und große Tiefen, während ein Spülbrunnen (oder Ramm-/Spülfilter) ein schmaler, direkt eingespülter Kleinbrunnen für flaches Grundwasser ist. [1, 2, 3]


    Gegenüberstellung der Merkmale

    KriteriumSpülbrunnen (Spülfilter / Rammvariante)Bohrbrunnen (Klassisch / Trog- oder Spülbohrung)
    Prinzip / ErstellungRohre mit Filterspitze werden durch Wasserdruck (Einspülen) oder Rammenschläge in den Boden getrieben.Mechanisches Abteufen eines Bohrlochs (Trocken- oder Spülbohrverfahren) mit anschließendem Einbau von Ausbau- und Filterrohren.
    DurchmesserSehr gering (meist \(1\frac{1}{4}\) bis \(1\frac{1}{2}\) Zoll bzw. ca. 42–50 mm).Größer (meist ab 115 mm / DN115 aufwärts).
    Max. Tiefe & GrundwasserNur bei flachem Grundwasser bis max. 7–8 Meter Tiefe sinnvoll (physikalische Grenze der Saugpumpe an der Oberfläche).Flexibel; von wenigen Metern bis hin zu tiefen Grundwasserleitern (utzbar auch als Tiefbrunnen).
    PumpentypAusschließlich Oberflächen- / Saugpumpen oder Hauswasserwerke.Saugpumpen ODER leistungsstarke Unterwasser- / Tiefbrunnenpumpen.
    FördermengeEher gering bis mittel (abhängig von Boden und Filterfläche, schnellere Verockerung/Verstopfung).Hoch bis sehr hoch, konstanter und ergiebiger.
    BodenverfassungNur in lockerem Sand- oder Kiesboden ohne größere Steine möglich.Für fast alle Bodenarten geeignet (bei Steinen/Fels sind Spezialmeißel/-bohrer nötig).
    Lebensdauer & AufwandGeringerer Aufwand und Kosten, aber kürzere Lebensdauer.Höherer technischer und finanzieller Aufwand, dafür sehr hohe Langlebigkeit.

    Ich hoffe das hilft dir bei deiner Entscheidungsfindung weiter

    Gruß Jörg

  • joe
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    • August 16, 2026 at 10:11 PM
    • #5
    Quote from Heimbrunnenbauer

    Hast du denn mal rumtelefoniert und andere Brunnenbauer gefragt ob und mit welchem Verfahren die einen Brunnen bei dir bohren würden ?

    Komischerweise sind hier in der Umgebung keine Bohr-Unternehmen auffindbar. Der nächste wäre etwa 30km entfernt. Den hatte ich vor zwei Jahren mal telefonisch angefragt: sollte etwa 7000 Euronen kosten. Das hab eich dann auch so interpretiert, dass er mich abschrecken wollte.

    Wie gesagt: in meiner naiven Vorstellung sollte eine Trockenbohrung im sandigen Boden gut gehen. Sobald man im Grundwasser ist dann mit der Kiespumpe weiter.

    Selber bohren würde ich mir zutrauen, würde aber trotzdem lieber jemanden bezahlen, der das ordentlich(!) macht.

    Mein Brunnenprojekt im Oberrheingraben, ca 1.5km Entfernung vom Rheinufer:

    Erwarteter Grundwasserstand ca. 10m.

    Oberer Zwischenhorizont - Deck-Niveau unter Geländeoberkante ca. 18m

    Überweigend Kies/Sand. Stellenweise auch Schluff/Ton möglich

  • Heimbrunnenbauer
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    • August 16, 2026 at 11:35 PM
    • #6

    Hallo joe ,

    30km sind doch im Nahbereich und in einer halben Stunde erreichbar.

    Mit welcher Bohrtiefe war denn damals das Angebot ?

    Wenn du selbst schon mit ca 18m rechnest dann könnte ich mir die Kosten fürs Bohren und Ausbau des Brunnens als real vorstellen.

    Am Besten mal hinfahren und persönlich die Angelegenheit besprechen.

    Ansonsten, Material besorgen, so tief bohren bis Wasser kommt und dann im Arbeitsrohr weitermachen.

    Das entgültige Ausbaumaterial für den Brunnen würde ich mir erst besorgen wenn der Brunnen tief genug ist.

    Gruß Jörg

  • joe
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    • August 17, 2026 at 12:46 AM
    • #7
    Quote from Heimbrunnenbauer

    Mit welcher Bohrtiefe war denn damals das Angebot ?

    Mit dem was mir die Nachbarschaft so mitgeteilt hatte: 8 Meter. Das wären fast 900 Euronen pro Meter.

    Quote from Heimbrunnenbauer

    Wenn du selbst schon mit ca 18m rechnest dann könnte ich mir die Kosten fürs Bohren und Ausbau des Brunnens als real vorstellen.

    Das ist das was ich aktuell vermute nach den Recherchen die ich in den letzten Tagen vorgenommen habe. Bei der damaligen Anfrage hatte ich diese Information noch nicht und hatte 8 Meter angefragt.

    Mit den 18m sind das knapp 400Eur pro Meter. Ist das aktuell ein angemessener Preis? Bei meinen Recherchen stolpere ich eher über 100.- bis 200 Eur/Meter

    Quote from Heimbrunnenbauer

    Ansonsten, Material besorgen, so tief bohren bis Wasser kommt und dann im Arbeitsrohr weitermachen.

    Hmm, ja. Das ziehe ich derzeit tatsächlich ernsthaft in Betracht.

    Quote from Heimbrunnenbauer

    Das entgültige Ausbaumaterial für den Brunnen würde ich mir erst besorgen wenn der Brunnen tief genug ist.

    Das Vorgehen macht Sinn. Andererseits sind aber auch Lieferzeiten zu erwarten. Besteht dann nicht die Gefahr, dass nach längerer Standzeit das Arbeitsrohr so festsitzt dass man es nicht mehr herausbekommt?

    BTW: Was nimmt man denn als Arbeitsrohr? Ebenfalls Brunnenrohr mit Muffen eine Nummer grösser im Durchmesser?

    (vermutlich sollte ich für die offenen Fragen einen separaten Thread erstellen?)

    Mein Brunnenprojekt im Oberrheingraben, ca 1.5km Entfernung vom Rheinufer:

    Erwarteter Grundwasserstand ca. 10m.

    Oberer Zwischenhorizont - Deck-Niveau unter Geländeoberkante ca. 18m

    Überweigend Kies/Sand. Stellenweise auch Schluff/Ton möglich

  • joe
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    • August 17, 2026 at 8:31 PM
    • #8

    Habe jetzt noch eine Firma gefunden, in 15km Entfernung.

    • Preis wäre mit voraussichtlich knapp unter 4000.- (ohne Pumpe/Brunnenkopf) noch erträglich.
    • bohren maximal 16m tief. Knapp, aber könnte reichen für die oben vermuteten 10m bis zum Grundwasser. Finde ich aber trotzdem verwunderlich für einen gewerblichen Bohrunternehmer mit 1.8 Tonnen schwerem Bohrgerät.
    • Verwenden DN100 Brunnenrohr und DN300 Arbeitsrohr.
    • Verwenden Kiesbelagfilter. Zusätzliche Kiesschüttung macht man nicht. Welche Körnung/Schlitzung weiss die Dame nicht, ist aber immer die gleiche Körnung/Schlitzung, das würde immer funktionieren.
    • Filterstrecke 2 Meter. Nur in Ausnahmefällen machen sie mehr.

    Wieso man kein DN115 (auch nicht gegen Aufpreis) macht kann sie nicht sagen.

    Nach mehrfachem Bitten will sie sich noch erkundigen wie fein die Kiesbelagfilter sind.

    Meine Fragen hierzu:

    Wäre DN100 eine grosse Einschränkung? Hier liest man ja immer, man soll DN115 verwenden wenn möglich. Eine 4"-Pumpe konnte knapp werden mit DN100?

    Kiesbelagfilter ist ja schon mal nicht schlecht. Ich würde trotzdem dazu tendieren eine zusätzliche Schüttung mit evtl feinerem Kies einzubringen. Gegen Aufpreis könne man das machen. Oder ist das Blödsinn?

    Mein Brunnenprojekt im Oberrheingraben, ca 1.5km Entfernung vom Rheinufer:

    Erwarteter Grundwasserstand ca. 10m.

    Oberer Zwischenhorizont - Deck-Niveau unter Geländeoberkante ca. 18m

    Überweigend Kies/Sand. Stellenweise auch Schluff/Ton möglich

  • Heimbrunnenbauer
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    • August 17, 2026 at 8:45 PM
    • #9

    Hallo joe ,

    ich habe, wie auf den Bildern zu sehen, normales Brunnenrohr DN115 genommen und als Brunnenrohr DN80 mit Gewebefilter eingeschoben.

    Die Lieferzeiten für das Material sind eigendlich doch überschaubar.

    Ich habe fürs Ziehen vom Arbeitsrohr einen 1000kg Kettenzug benutzt und diesen auch teilweise bis an seine Grenzen gebracht. Daher bevorzuge ich auch das normale Brunnenrohr da bei diesem die Muffen und Gewinde höher belastbar sind als bei Glattwandrohr welches nur konisch ins Material geschnitten ist.

    Also, um nochmal klarzustellen : Grundwasserspiegel ist nicht gleich Brunnentiefe !

    Du mußt bis zum wasserführenden Leiter bohren um einen zuverlässigen Wasserzulauf für deinen Brunnen zu bekommen.

    Bei mir ist der Grundwasserspiegel bei ca 2,3 m aber der Wasserführende Leiter für meinen Brunnen begann erst bei ca 11m.

    Hatte deinen Beitrag noch nicht gelesen.

    Wieso muß es denn unbedingt ein DN115 Rohr und eine 4" Pumpe sein ?

    Hast du so einen hohen Wasserbedarf ?

    Auch 3" Pumpen fördern viel Wasser.

    Gruß Jörg

    Edited once, last by Heimbrunnenbauer (August 17, 2026 at 8:58 PM).

  • joe
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    • August 17, 2026 at 9:19 PM
    • #10

    Danke nochmal für die Antworten!

    Quote from Heimbrunnenbauer

    ich habe, wie auf den Bildern zu sehen, normales Brunnenrohr DN115 genommen und als Brunnenrohr DN80 mit Gewebefilter eingeschoben.

    Also DN115 als Arbeitsrohr und DN80 als Brunnenrohr?

    Quote from Heimbrunnenbauer

    Die Lieferzeiten für das Material sind eigendlich doch überschaubar.

    Das schon. Andererseits weiss ich ja nicht wie lange die Bohrung stabil bleibt. Kommt ja auch stark auf die Bodenbeschaffenheit an.

    Quote from Heimbrunnenbauer

    Ich habe fürs Ziehen vom Arbeitsrohr einen 1000kg Kettenzug benutzt und diesen auch teilweise bis an seine Grenzen gebracht. Daher bevorzuge ich auch das normale Brunnenrohr da bei diesem die Muffen und Gewinde höher belastbar sind als bei Glattwandrohr welches nur konisch ins Material geschnitten ist.

    Der höheren Belastbarkeit stehen natürlich die Muffen-Wülste gegenüber, die beim Ziehen (je nach Bodenbeschaffenheit) zusätzlichen Widerstand erzeugen sobald der Boden zusammensackt wenn das Arbeitsrohr aufgrund von Lieferzeiten längere Zeit im Boden verbleibt.

    Quote from Heimbrunnenbauer

    Also, um nochmal klarzustellen : Grundwasserspiegel ist nicht gleich Brunnentiefe !

    Schon klar. Erwartung ist ja Grundwasser bei 10m und die wasserführende Tonschicht bei 18m wie oben geschrieben. Wenn man diese 18m komplett nutzt, hätte man 1m Sumpfrohr, 2m oberhalb der Ansaugung, 1m unter der Ansaugung. Es bleiben grosszügige 4 Meter für die Filterschicht.

    Wenn die Firma nur 16m bohren kann, muss man irgendwo Abstriche machen: man verliert also Reserve.

    Quote from Heimbrunnenbauer

    Du mußt bis zum wasserführenden Leiter bohren um einen zuverlässigen Wasserzulauf für deinen Brunnen zu bekommen.

    Eben! Und wenn der wasserführende Leiter erst bei zB 14m beginnen würde, dann hätte man bei 16m nur noch 2 Meter für die Filterstrecke wenn man auf Sumpfrohr verzichtet.

    Mein Brunnenprojekt im Oberrheingraben, ca 1.5km Entfernung vom Rheinufer:

    Erwarteter Grundwasserstand ca. 10m.

    Oberer Zwischenhorizont - Deck-Niveau unter Geländeoberkante ca. 18m

    Überweigend Kies/Sand. Stellenweise auch Schluff/Ton möglich

  • ynnus
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    • August 18, 2026 at 12:51 AM
    • #11

    Meine kurze Recherche hat ergeben, dass man TNA DN115 mit ca 1,4 - 1,5 Tonnen Zuglast belasten kann. Sollte man bestimmt nicht voll ausreizen aber viele günstige elektrische Seilwinden kommen da ja nicht dran. Die Rohre mit Muffe etwa das Doppelte. Allerdings gehe ich schwer davon aus, dass man TNA Rohre auch deutlich leichter ziehen kann. Bei mir war es beispielsweise möglich, ein 8m TNA Rohr (5 davon im Grundwasser mit Kies/Sand) mit einer handgeführten Seilwinde mit weniger als 150 kg Zuglast zu heben. Müsste dafür nicht wirklich viel Kraft aufbringen auf die relativ kurze Handkurbel.

    Zum Rohrdurchmesser: es gibt auch 3,5" Pumpen, oder eben 3". Ich muss sagen, meine 4" Pumpe (p2 750 Watt, P1 dann ca 1450 Watt) hat eigentlich schon zu viel Power, dass ich eine Gardena Handbrause aussortiert habe, weil diese zu wenig Wasser abnimmt und die Pumpe ins Takten kommt. Wohlgemerkt mit Inverter und die Pumpe läuft bereits auf 33 Hz und 500 Watt P1 (also eher 250 Watt P2) gedrosselt. Hier könnte ich 3 Handbrausen mit je 1000 l/h gleichzeitig betreiben und komme nicht auf die volle Pumpenlast. Eine schwächere 500 Watt Pumpe hätte es im Nachhinein also auch getan. Wenn du normal Rasensprenger oder Handbrause betreiben willst reichen 2m Filterrohr und eine kleine 500 Watt Pumpe aus. (Kommt natürlich auch auf die Durchlässigkeit deiner Bodenbeschaffenheit an).

  • joe
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    • August 18, 2026 at 12:20 PM
    • #12
    Quote from ynnus

    Meine kurze Recherche hat ergeben, dass man TNA DN115 mit ca 1,4 - 1,5 Tonnen Zuglast belasten kann. Sollte man bestimmt nicht voll ausreizen aber viele günstige elektrische Seilwinden kommen da ja nicht dran. Die Rohre mit Muffe etwa das Doppelte. Allerdings gehe ich schwer davon aus, dass man TNA Rohre auch deutlich leichter ziehen kann. Bei mir war es beispielsweise möglich, ein 8m TNA Rohr (5 davon im Grundwasser mit Kies/Sand) mit einer handgeführten Seilwinde mit weniger als 150 kg Zuglast zu heben. Müsste dafür nicht wirklich viel Kraft aufbringen auf die relativ kurze Handkurbel.

    Eben genau das meinte ich oben: wenn das Material ausserhalb des Arbeitsrohres (aufgrund der Lieferzeit) zusammensackt, stellt die Wulst an der Muffe einen erheblichen Widerstand dar, der die nötige Zuglast deutlich erhöht.

    Quote from ynnus

    Zum Rohrdurchmesser: es gibt auch 3,5" Pumpen, oder eben 3".

    Ja, die gibt es.

    Quote from ynnus

    Ich muss sagen, meine 4" Pumpe (p2 750 Watt, P1 dann ca 1450 Watt) hat eigentlich schon zu viel Power,

    Nach einem Verständnis ist nicht die Power das Problem.

    Der kleinere Durchmesser (sowohl Rohr als auch Pumpe) bewirkt deutlich höhere Strömungsgeschwindigkeiten bei gleicher Entnahmeleistung. Diese höheren Strömungsgeschwindigkeiten ziehen wiederum mehr Feinsand mit. Das setzt Filter zu und erhöht den Verschleiss.

    Mein Brunnenprojekt im Oberrheingraben, ca 1.5km Entfernung vom Rheinufer:

    Erwarteter Grundwasserstand ca. 10m.

    Oberer Zwischenhorizont - Deck-Niveau unter Geländeoberkante ca. 18m

    Überweigend Kies/Sand. Stellenweise auch Schluff/Ton möglich

  • joe
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    • August 18, 2026 at 12:26 PM
    • #13
    Quote from joe

    Nach mehrfachem Bitten will sie sich noch erkundigen wie fein die Kiesbelagfilter sind.

    Die Dame hat sich zurückgemeldet mit der Aussage, dass man in unserem Gebiet schon seit Jahren nicht mehr bohrt. Angeblich weil der Boden problematisch sei.

    Seltsam nur dass ihr das bei unserem ersten Gespräch nicht eingefallen ist, obwohl ich ihr genau geschildert hatte in welchem Gebiet das Vorhaben ist.

    Ich interpretiere das so, dass man bei dieser Firma lieber keine Kunden haben möchte die wissen wollen was für ein Fell die Katze im Sack hat...

    Mein Brunnenprojekt im Oberrheingraben, ca 1.5km Entfernung vom Rheinufer:

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    Überweigend Kies/Sand. Stellenweise auch Schluff/Ton möglich

  • ynnus
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    • August 18, 2026 at 12:34 PM
    • #14
    Quote from joe

    Der kleinere Durchmesser (sowohl Rohr als auch Pumpe) bewirkt deutlich höhere Strömungsgeschwindigkeiten bei gleicher Entnahmeleistung. Diese höheren Strömungsgeschwindigkeiten ziehen wiederum mehr Feinsand mit. Das setzt Filter zu und erhöht den Verschleiss.

    In meinem Fall stelle ich im Inverter ja den Druck ein. Z.B. 3,5 Bar. Bei der Entnahme von kleinen Mengen im Bereich 300 - 400 l/h kann die Pumpe aber nicht unter die Mindestfrequenz von 33 Hz abgesenkt werden. Damit liefert sie mehr Wasser, was zu einem höheren Druck führt, wodurch der Inverter die Pumpe bei pMax (aktuell ca. 5 Bar) stoppt. Dadurch kommt die Pumpe dann ins Takten, geht immer wieder an und aus. (MAG mit 8 Liter für Druckstöße ist vorhanden).

    Ist aber eigentlich etwas Themenfremd jetzt hier. Das nur eben als Hinweis, dass es nicht unbedingt eine leistungsstarke 4" Pumpe sein muss sondern auch kleinere Pumpen Vorteile hätten.


    Aber du scheinst ja in einem Problemgebiet zu wohnen, wenn dir mehrere Brunnenbauer schon gesagt haben, dass sie dort nicht mehr bohren. Also entweder selbst versuchen oder es sein lassen?

  • joe
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    • August 18, 2026 at 2:45 PM
    • #15
    Quote from ynnus

    In meinem Fall stelle ich im Inverter ja den Druck ein. Z.B. 3,5 Bar. Bei der Entnahme von kleinen Mengen im Bereich 300 - 400 l/h kann die Pumpe aber nicht unter die Mindestfrequenz von 33 Hz abgesenkt werden. Damit liefert sie mehr Wasser, was zu einem höheren Druck führt, wodurch der Inverter die Pumpe bei pMax (aktuell ca. 5 Bar) stoppt. Dadurch kommt die Pumpe dann ins Takten, geht immer wieder an und aus. (MAG mit 8 Liter für Druckstöße ist vorhanden).

    Was ich meinte ist: bei einer gegebenen Entnahmemenge (sagen wir mal beispielhaft 300l/h) sind die Strömungsgeschwindigkeiten innerhalb der Filterstrecke und innerhalb der Pumpe logischerweise grösser wenn der Durchmesser kleiner ist.

    Ob es bei dieser Entnahme dann taktet oder nicht steht auf einem ganz anderen Blatt.

    Quote from ynnus

    Aber du scheinst ja in einem Problemgebiet zu wohnen,

    Und genau das bezweifle ich.

    Das deckt sich auch mit den Aussagen der verschiedenen Ämter, die ich mal antelefoniert habe:

    • Wasserstand 9..12m, kann evtl mit Rheinpegel schwanken.
    • sehr ergiebig
    • überwiegend sandig/kiesig, gelegentlich Schluff/Feinsand/Ton
    Quote from ynnus

    wenn dir mehrere Brunnenbauer schon gesagt haben, dass sie dort nicht mehr bohren.

    Für den ersten sind vermutlich die Erdwärmebohrungen lukrativer, mit einem popeligen Gartenbrunnen will man sich nicht abgeben.

    Und beim zweiten fällt der Telefondame erst nach Stunden ein dass sie da schon seit Jahren nicht bohren? Soll ich ernsthaft glauben dass ich seit Jahren der erste bin der da anfragt? Nein, die wollen nur Kunden die gar nicht wissen wollen wie die Arbeit gemacht wird.

    Die Ausrede "Boden nicht geeignet" ist natürlich die einfachste.

    Mein Brunnenprojekt im Oberrheingraben, ca 1.5km Entfernung vom Rheinufer:

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