Hallo allerseits,
hier in der Oberrheinebene haben wir recht sandigen Boden und nach Auskunft von anderen Brunnenbesitzern wäre das Grundwasser so etwa bei 8..9 Meter.
Leider gibt es in der näheren Umgebung keine Bohrfirmen. Jetzt habe ich auf der anderen Rheinseite eine Firma gefunden und angefragt.
Die Auskunft hat mich (als Laien) total überrascht: sandigen Boden könne man nur mit Spülbohrung bohren. Solch ein Gerät habe man aber nicht, man habe nur Geräte für Trockenbohrungen.
Dass eine Spülbohrung bei felsigem Boden nicht geht, ist mir klar. Aber wieso bitte kann man auf sandigem Boden keine Trockenbohrung mit Schnecke und den Rest mit Kiespumpe machen?
In meiner Vorstellung macht eine Spülbohrung eine Riesensauerei. Das würde ich eigentlich vermeiden wollen.
Ich habe mich dann mal darangemacht, Informationen zur Bodenbeschaffenheit zusammenzutragen:
Auskunft von Bekannten in der Umgebung: sandiger Boden, Grundwasser ab etwa 8..9 Meter
Aus den Karten des Landesamtes für Geologie und Bergbau (https://mapclient.lgb-rlp.de/?app=lgb&view_id=41) entnehme ich:
9,8m Grundwasser-FlurAbstand
18.6m Oberer Zwischenhorizont - Deck-Niveau unter Geländeoberkante.
Das interpretiere ich jetzt mal so, dass man bis etwa 18m (=9.8+18.6) runter könnte bis die oberste wasserdichte Schicht erreicht wäre.
Dann habe ich noch aus dem Baugrundgutachten entnommen:
Baugrundgutachten 7..8m
0,00-0,30 m Mutterboden, graubraun
0,30-1,00 m Mittelsand, graubraun, hellbraun
1,00-1,40 m Grobsand, rosabraun
1,40-1,60 m Feinkies, grobsandig, rosabraun
1,60-1,80 m Mittelsand, schwach schluffig, orangebraun
1,80-2,30 m Mittelsand, gelbbraun
2,30-2,50 m Mittelsand, schwach schluffig, orangebraun
2,50-3,10 m Mittelsand, feinsandig, gelbbraun, hellgrau
3,10-3,30 m Mittelsand, hellgrau
Bei 3,30 m EndteufeDas wurde damals leider nur bis 3.3m gebohrt, da wir ohne Keller gebaut haben.
Unter der Annahme, dass die Bodenbeschaffenheit im weiteren Verlauf genau so wäre: welches Bohrverfahren würde sich hier anbieten?
In meinem jugendlichen Leichtsinn hätte ich vermutet, dass im sandigen Boden eine Bohrung mit Schnecke+Arbeitsrohr funktionieren sollte?

