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Erfahrungsbericht, Fotos und offene Fragen

  • dl5aar
  • July 31, 2010 at 9:27 PM
  • dl5aar
    Beginner
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    17
    • July 31, 2010 at 9:27 PM
    • #1

    Hallo liebe Brunnenbohrergemeinde,
    vorweg ersteinmal ein dickes Lob an dieses Forum und die vielen unterstützenden Experten.
    Auch ich hatte mir für dieses Jahr vorgenommen einen Brunnen zu bohren. Ohne besondere Kenntnisse hatte ich mir einen 8m langen 160er Erdbohrer besorgt, einen befreundeten Wünschelrutengänger um seine Dienstleistung gebeten und losgelegt. Achja, beinahe hätte ich es vergessen, selbstverständlich habe auch ich mich ersteinmal mit ausreichend 100er KG-Rohr eingedeckt und ganz fleißig die ersten zwei Meter mit ner Flex geschlitzt. (die konnte ich dann später nicht mehr umtauschen ;), den Rest schon).
    Als ich dann bei schon bei weniger als drei Metern Wasser hatte, bin ich erst im zweiten Schritt im Netz auf die Suche gegangen und habe dieses Forum gefunden, da ich nicht mehr weiter wusste…
    Nach einigen Tipps habe ich das KG umgetauscht und bei erdbohrer.de DN115 Brunnenrohr, Filterrohr und ne 90er Kiespumpe bestellt. Da mein Nachbar inzwischen auch angefixt war, haben wir eben gleich mehr Rohre bestellt… ;)(Danke Mario für die superschnelle Lieferung!!!)
    Nun weiter zum Brunnen:
    Nach einigen weiteren Bohrversuchen, habe ich dieses aufgegeben, da der Sog so groß war, dass kaum Material nach oben kam. Mutig wie ich war, hatte ich einfach mal so weitergebohrt ohne hochzuziehen. Ging auch sehr leicht, was meine Hoffnung auf einen Erfolg bei der Arbeit mit der Kiespumpe hoffen ließ. Irgendwann beim Rausdrehen ging das alles so leicht!? Uups, da steckte doch der Bohrer bei 3m Tiefe im Loch und hatte sich vom Gestänge gelöst , denn der Klappbolzen hatte sich beim Drehen verabschiedet und wollte im Erdreich bleiben. Nach einigen Angelversuchen mit Seil und Haken hatte ich nach ner halben Stunde den Bohrer wieder am Tageslicht. Auf weiteres Bohren habe ich verzichtet, da unten immer alles wieder zusammenfiel und nach Förderung von Bohrgut immer wieder in der gleichen Tiefe mit dem Bohren begonnen werden musste.
    Ich habe mich dann für die Verrohrung entschieden: 2x 1m Filterrohr mit 0,3mm Schlitzweite und dann Vollrohr. Dreibein war geordert, aber die Neugier zu groß zum Warten. Also Kiespumpe rein und erster Test. Ging irgendwie nicht, war wohl zu wenig Wasser im Rohr. Also auf das Dreibein warten und dann weiter. Da das ursprünglich eingeplante Dreibein plötzlich nicht mehr zur Verfügung stand, hat mir ein Bekannter eine andere Konstruktion gebaut, nachdem ich ihm sagte, was ich vorhabe. (s.h. Fotos im Anhang)
    Was soll ich sagen: Es war bisher ein riesen Erfolg. Nachdem ich noch etwas Wasser hinzugefügt hatte, ging das Plunschen wie verrückt. Habe in kürzester Zeit das Rohr einen ganzen Meter in den Boden getrieben, indem ich mich auf die abgebildete Konstruktion gestellt habe (2 Balken à 75 cm, 2 M 12er Gewindestangen (500mm) und entsprechende Muttern und Scheiben.
    Nun ist das Rohr vier Meter im Boden. Es stehen ca. 30-40cm grober Sand (oder wie auch immer man das nennt, s. h. Foto) im Rohr. Dann ca. 80-100cm Wasser. Die Wasseroberfläche befindet sich bei ca. drei Metern Tiefe. Nun saugt sich die Kiespumpe ab und zu fest, was dann nur mit massivem Kraftaufwand zu lösen ist. Leider klappt dann die Membran nach unten und das „Pumpgut“ geht verloren.
    Zur Bodenbeschaffenheit:
    Nach ca. 30cm Mutterboden kam sandiges, kalkhaltiges Material, was meine Nachbarn als Mergel bezeichnen. Dieses Kram war ab und an mit dickeren Brocken versetzt. Die sahen aus wie grobporige Steine. Inzwischen ist das Material feiner geworden. Wir sind hier im Dorf umringt von 3 kleinen Bächen/Flüsschen. In der Nähe sind große Kiesseen, in denen Kies gefördert wird. Umfragen in der Nachbarschaft in Sachen Brunnentiefe ergaben sehr unterschiedliche Angaben. Alle haben Rammbrunnen. Diese sind mit wenigen Metern bis hin zu 9m angegeben worden. In einer Baugrube nebenan gab es feuchte Stellen und ein Gutachter sprach nach Untersuchungen von Wasser bei ca. 4m.
    Nach meinen bisherigen Erfolgen ergeben sich nun für mich mehrere Fragen, die mir vielleicht jemand beantworten kann:

    • Woran kann es liegen, dass sich die Pumpe festsaugt und wie kann man das abstellen?
    • Wie tief soll ich versuchen weiter zu (bohren) pumpen?
    • Kann es sein, dass das schon Grundwasser bei mir ist oder muss bei dem Boden auch noch eine Lehmschicht auftauchen?
    • Macht es wohl Sinn, einmal elektrisch zu Pumpen um die Ergiebigkeit zu testen? Was für eine Pumpe müsste das sein? (Ich will nur den Garten bewässern)
    • Für weitere Tipps bin ich sehr dankbar!

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  • Brunnen reinigen
  • dl5aar
    Beginner
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    17
    • July 31, 2010 at 9:32 PM
    • #2

    hier noch ein paar Fotos

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  • dl5aar
    Beginner
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    17
    • July 31, 2010 at 9:34 PM
    • #3

    und nun die letzten Fotos...

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  • modpl
    Master
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    • July 31, 2010 at 10:34 PM
    • #4

    Moin dl5aar,

    die Kiespumpe saugt sich fest, weil du auf Mergel gestoßen bist.
    Mergel ist nichts anderes wie Ton mit feinen Kalkanteilen. Dieses kann man nicht plunschen.
    Must versuchen diese Schicht aufzulockern( Gartenkralle, Flacheisen am Bohrgestänge usw) Und dann die aufgelockerte Schicht plunschen.
    Oder die Mergelschicht zu durchbohren, mit einem Tellerbohrer.
    wasser sollte 2m über Filter stehen.
    Bohrst du in Schleswig-Holstein?
    gruss
    PM

  • dl5aar
    Beginner
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    • July 31, 2010 at 10:50 PM
    • #5

    Hallo Plunschmeister,
    ich bohre in Südniedersachsen. Etwas südlich von Göttingen.

    Morgen bekomme ich Infos aus einem geologischen Gutachten in der Nachbarschaft. Also muss (juhu) bzw. kann ich doch von Grundwasser ausgehen oder?
    Beim Bohren müsste ich ja das Rohr ziehen....
    Ich habe auch noch eine Rammspitze mit Gestänge und Pumpe zur Verfügung. Vielleicht versuche ich es auch damit einmal...

    Viele Grüße
    Frank

  • modpl
    Master
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    • July 31, 2010 at 10:54 PM
    • #6

    Ich sehe da keine Gewichte auf dem Rohr.
    Du must das Rohr belasten.
    gruss
    PM

  • dl5aar
    Beginner
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    • July 31, 2010 at 11:01 PM
    • #7

    Das Gewicht war ich selbst! Über 100kg :)
    Da stehe ich drauf. Geht sehr gut.
    Das Rohr ging ja stellenweise auch 10-20cm am Stück rein.

    Gruß
    Frank

  • modpl
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    • August 1, 2010 at 10:33 AM
    • #8

    Da musst du aber noch ein bischen zunehmen!!!
    gruss
    PM

  • modfe
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    • August 1, 2010 at 11:55 AM
    • #9

    200 Kg sollten schon als Last da sein, also noch einen 2. von Deiner "Sorte" mit drauf stellen. :rolleyes:

  • dl5aar
    Beginner
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    • August 1, 2010 at 1:43 PM
    • #10

    Leider bekomme ich ja im Moment nichts raus aus dem Loch, dann nützt es ja auch nichts mehr Gewicht draufzusetzen. Habe eben mal ein 1 1/4'' Rohr mit RAmmspitze reingerammt und ne Schwengelpume draufgesetzt. DAs Ding steckte unten ca. 80 cm im Boden. Wasser kam ganz gut. Habe so nach ca. 400l aufgehört zu pumpen. Zog auch kräftig Luft, allerdings sind die Muffen ohne Hanf verschraubt. Nach dem Rausziehen hat sich die Kiespumpe wieder festgesaugt... grrrrr

    MAcht es wohl Sinn das Pumpenrohr zu ziehen und mit HAnd weiter zu bohren?

    Gruß
    Frank

  • modfe
    Master
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    • August 1, 2010 at 8:05 PM
    • #11

    Im Wasser kommst du ohne Hilfsmittel nicht weiter.
    Entweder mit Schutzrohren und Plunscher, oder mit chemischen Mittel die den Boden stabilisieren. Nur das Zeug ist teuer und hält nur 24 Stunden.
    Also weiter machen und versuchen den Stein raus zu bekommen.
    Hier stehen viele Möglichkeiten im Forum wie das geht.
    Nur nicht den Mut verlieren, Brunnen selbst anlegen ist eine persönliche Sache wie Baum pflanzen und Kinder auf die Welt setzen.:rolleyes:

  • dl5aar
    Beginner
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    • August 1, 2010 at 9:41 PM
    • #12

    Ich habe keinen Stein..... :)
    Verstehe ich nicht....
    Gruß
    dl5aar

  • modpl
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    • August 1, 2010 at 10:01 PM
    • #13

    Nee einen Stein hast du nicht, das ist der Mergel.
    Die KP saugt sich förmlich fest da unten. Hatte ich mal bei Ton, musste einmal einen Kettenzug einsetzen, um die KP zu bergen.
    Habe dann im Brunnenrohr DN 115 mit einem 110mm Bohrer weitergebohrt.
    Problem sind nachher aber die Muffen, die gehen da nicht durch.
    gruss
    PM

  • modfe
    Master
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    • August 2, 2010 at 12:38 AM
    • #14

    @ PM

    Du kennst Dich in der Region bestimmt besser aus als ich.
    Mergel hatte ich noch keinen unterm Schutzrohr, denke dass ich mich darüber freuen sollte.
    Mir reicht hier schon der Muschelkalklehm, vor allem wenn er im Wasser ist.

  • dl5aar
    Beginner
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    • July 11, 2011 at 11:53 AM
    • #15

    Hallo liebe Brunnenbohrgemeinde...

    nach einem Jahr "Brunnenplunschpause" soll es nun weitergehen. Was bisher geschah:

    Einiges steht ja in meinen Beiträgen weiter oben...

    Ich bin inzwischen bei vier Metern Tiefe angelangt und habe einen Meter Wasser im Rohr stehen. Vor einiger Zeit habe ich bei einem großen Discounter eine elektr. Gartenpumpe gekauft, die 4600l/h aus max. 7m pumpt.

    Der erste Versuch war beeindruckend: Nach knapp 1 Std. musste ich den Pumpversuchabbrechen, da meine Pflanzen und mein Rasen zu ersaufen drohten, da der Garten unter Wasser stand. Auch die Nachbargärten hatte ich zwischenzeitlich mit gewässert. Bei weiteren Versuchen an den folgenden Tagen war das Ergebnis ernüchternder...

    Nach ca. 10 Min kam kein Wasser mehr, welches aber sehr schnell wieder nachlief. Da sich zeitweilig der Filter am Saugschlauch mit Mergel zusetzte, schöpfte ich Hoffnung, belastete das Rohr und es schoss wieder ca. 10-20cm in den Boden.

    Nachdem ich meinen Galgen wieder aufgebaut hatte, habe ich beim Plunschen nun wieder Material fördern können, ohne dass sich der Plunscher festsaugte. Erst war dies wieder Mergel, aber inzwischen habe ich auch dicke Tonklumpen nach oben befördert. Im Moment kommt immer sehr wenig Material nach oben. HAbe ich jetzt überhaupt noch Chancen weiter erfolgreich zu plunschen? Was soll ich tun?

    Für Tipps und Anregungen bin ich dankbar.

    Viele Grüße
    Frank

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