Posts by Prager

    Der kleinste Gewebefilter, den ich im Shop finden kann hat 0,14mm - sollte das genügen?

    Aber die wasserführende Mergelschicht müsste fest sein, also nicht sandig?

    Wenn ich den Filter in die tiefere Mergelschicht setze: Wird der feine Sand nicht zwangsläufig der Schwerkraft folgend nach unten gewaschen? Erreicht er damit nicht früher oder später wieder den Filter, selbst wenn mit Filterkies aufgefüllt wurde? Schließlich ist das gebohrte Loch doch immer größer als das eingesetzte Brunnenrohr, zumal mit Gewebefilter.


    Oder habe ich da einen Denkfehler d'rin?

    Uralter, aber bewährter Spruch: Versuch macht kluch.

    vielen Dank für die aufmunternden Worte. Ich freue mich beinah' schon auf meine erste Muskelzerrung. Ich habe ohnehin vor, dieses Jahr zweigleisig zu fahren:

    1. Die Fördermenge oberhalb der bei ca. 5,5m beginnenden Mergelschicht genau ausloten und optimieren (dazu oben genannte Frage zum Aufmeißeln);
    2. Weiter in die Tiefe vorzudringen. Wenn auch nur mit 7cm-Bohrer, so bin ich nun schon bei 10m angelangt. Irgendwann muß diese Mergelschicht ja mal ein Ende haben.

    Zu 1 oben: Ich werde wohl versuchen, die Bohrung bis zur Mergelschicht auf 18cm Durchmesser aufzubohren, um die Leistungsfähigkeit mit ordentlichem Brunnenrohr und -filter auszuloten. Hier ein Bild vom Sand, den ich dabei herausfiltern muß:

    Sand aus Bohrloch bei ca. 3,5-4m Tiefe gefördert

    Milimeterpapier hatte ich damals leider keines. Ein Filterrohr mit 0,3mm hattest Du ja ohnehin schon erwähnt. Aber läßt sich aus dem Bild ablesen, ob ich da ohne Gewebefilter (oder Kiesklebefilter) eine Chance habe?


    Besten Dank für jedwede Einschätzung!

    Hallo kg49,


    geht nicht gibt's nicht; und aufgeben schon gar nicht! :)

    Wenn Du jetzt das Bohrloch auf 200mm vergrösserst, wird sich die Anzahl der Klüfte nicht vergrössern, nur der Anfangswasservorrat im Rohr vergrössert sich, der Zulauf bleibt gleich.

    Diese Aussage kann ich nachvollziehen, wenn man davon ausgeht, daß die Klüfte alle horizontal ausgerichtet (also bildlich ausgedrückt flach-wie-eine-Flunder und übereinander angeordnet) sind. Bei homogenem Gestein könnte ich mir das ja vorstellen. Z.B. bei Granit. Aber ist dies auch bei sandigem Konglomeratgestein so? Gibt es da nicht evtl. ausgespülte "Röhren", die mehr Wasser führen? Und die man nur treffen muß?


    p.s.: ich dachte immer, daß z.B. gerade einer der wesentlichen Unterschiede zwischen Bohr- und Schachtbrunnen die größere Querschnittsfläche für den Wassereintritt bei letzterem wäre - und insbesondere diese größere Querschnittsfläche bei schwierigen Verhältnissen wichtig bzw. vorzuziehen wäre!?!???

    Hallo kg49,


    ich hoffe, Du hast den Winter gut überstanden. Jetzt ist's ja bald endlich soweit und die Brunnenbausaison beginnt wieder. Einer Deiner Sätze von letztem Jahr ist mir den ganzen Winter über nicht aus dem Kopf gegangen:

    Aber: gibt es überhaupt Wasseradern ausserhalb von Gesteinsformationen?


    Hier ein Foto aus dem Bohrloch, nachdem ich es einmal geschafft hatte, das Wasser auf knapp 4m Tiefe abzupumpen. Man sieht im markierten Ausschnitt ganz gut die Gesteins- bzw. Konglomeratschicht, aus der das Wasser nachrinnt (siehe auch die mit dem Pfeil markierte Reflektion - da rinnt Wasser):

    Bohrloch Innenansicht: Nachfließendes Wasser auf ca. 3,5m  

    Nur die Nachflußmenge insgesamt paßt eben nicht. Viel zu wenig. Frage: Wenn ich die Gesteinsschicht weiter auflockere (also aufhämmere), könnte sich die Nachflußmenge erhöhen? Letztes Jahr wollte ich nur durchkommen und weiter Tiefe gewinnen was bekanntlich nicht viel gebracht hat. Vielleicht war das gar die falsche Strategie?

    Hallo kg49,


    habe in aller Frühe ein KG110-Rohr bis auf 4m Tiefe eingestellt, nachdem ich erstmal den nachgerutschten feinflüssigen Lehm soweit möglich hochgeholt, also "saubergemacht" hatte. Meine Hoffnung war, dann später bis auf 4m ein hoffentlich saubereres Wasser abpumpen zu können (da die flüssigen Lehmschicht zwischen 3,20-4m vom Arbeitsrohr jetzt ja abgeschirmt ist) - und zu sehen, auf welchem Stein das Rohr aufsitzt, um ihn zerschmettern zu können und dann das Rohr noch ein paar Dezimeter weiter zu versenken.


    Am Abend die Überraschung: Stattdessen hat es offenbar von weiter unten ganz feinen Sand einen halben Meter, also bis auf 3,5m Tiefe ins Rohr hochgedrückt (Wasseroberkannte aktuell bei ca. -1,8m Bohrlochoberkannte). Habe sogleich versucht, mit meiner Opferpumpe und Ansaugschlauch abzupumpen, aber der Filterkorb vor dem Rückschlagventil hat sich recht schnell zugesetzt, sobald er in den Feinsand kam.


    Meine heutige Frage: Würde es Sinn machen, meinen ja bereits vorhandenen 1 1/4" Rammbrunnen auf 6m zusammenzuschrauben, einen Nylon-Strumpf über den Filter zu schieben und die Spitze auf 5-5,50m abzulassen? Dort hatte ich die letzten wasserführenden Schichten (beginnend ab ca. 3,20m) durchbohrt. Darunter nurmehr (trockener) Mergel.


    Ich verstehe, daß ein DN Filterrohr (evtl. mit Gewebefilter) natürlich besser wäre - aber um die Leistungsfähigkeit der auf 4-5,50m zu testen? Vor dem Hintergrund, daß ich bisher den Nachfluß bis max, 3,50m abgepumpt hatte - also nur das Wasser, das von "unten hochgedrückt" wurde. Direkt im Wasserleiter hatte ich bisher noch nicht gepumpt bzw. pumpen können - eben wegen des nachfließenden Sandes/Lehms.


    Ist das o.g. Szenario realistisch - oder kann/darf ich mir die Mühe sparen? Setzt sich der Rammfilter im ganz feinen Sand/Lehm genauso schnell zu wie der Filterkorb des Ansaugschlauches? (Habe die Pumpleistung mittels Hahns auf Auslaßsseite natürlich gedrosselt!)


    Vielen Dank für jedwede Antwort!

    Es ist höchste Zeit für ein Update: Poseidon (oder: Wer ist eigentlich der Schutzpatron der Brunnenbauer?) scheint mir nicht wohl gesonnen. (Ich hätte zum letzten Vollmond wohl einen Laubfrosch als Opfer ins Bohrloch werfen müssen - aber ich hab's einfach nicht über mein Gewissen gebracht ;-))


    Seit meinem letzten Update kein wirklicher Fortschritt, obwohl ich mich inzwischen auf 9,70m Tiefe vorangequält habe. Immer noch jener grau-klebrige Mergel, der eher härter/trockener wurde. Die einst vereinzelt eingeschlossenen Kieselsteine sind verschwunden.


    kg49: Der horizontale Abstand zu einem "benachbarten" Sickerschacht liegt bei rund 250m, der Höhenunterschied bei 14m. Dort steht aktuell bei 3m Tiefe im Kies Grundwasser an. Interessanterweise entsprechen 17m auch ziemlich genau dem Höhenunterschied zu Bächen in ca. 500-800m Umgebung.


    Frage #1: Macht es aktuell überhaupt noch Sinn, mit 7cm weiterzubohren? Wenn ich es richtig verstehe, dann klappt das Ansaugen von der Oberfläche nur bis -7m Wasseroberkante im Bohrloch. Tiefer geht's nur mit einer Tauchpumpe, die jedoch mindestens 10cm Bohrloch- bzw. Rohrdurchmesser braucht. Richtig/falsch? (Aktuell steht das - bekanntlich extrem langsam nachfließende - Wasser zwar ab -1,8m, aber aufgrund der Trockenheit des Mergels vermute ich, daß dieser unter "Trennleiter" fällt und in der Tat keinesfalls sicher ist, daß eine darunterliegende Grundwasserschicht gespannt sein wird.)


    Frage #2: Wie kann ich das Bohrloch am besten "Überwintern"? Gibt es da irgendeine Anleitung? Mir geht es insbesondere ums Bohrgestänge, das ich in den letzten Monaten bei Bohrpausen immer im Loch gelassen habe. Vor allem, damit evtl. von oben vereinzelt nachrutschende Kieselsteine nicht das ab 4,20m beginnende kleine 7cm Bohrloch verstopfen. Dabei mußte ich eine ordentliche Korrosion feststellen, d.h. das Bohrgestänge ist schon recht angerostet. Ist da schlimmeres zu befürchten, wenn ich das gut ein halbes Jahr im Wasser lasse - oder hält es das ohne weiteres aus?


    Wie immer - für jedwede Antwort sehr dankbar!

    p.s.: kurzes Statusupdate zum "Plan B": Ich habe jetzt zwei 12V Tauchpumpen (Aquariumspumpen) vom Strom ausprobiert - einfach im ja stabilen Bohrloch abgelassen. Die eine sollte "mindestens 5m", die anderen 6m Hubhöhe schaffen. Real schaffen sie nur 2m und 3,10m und sind damit leider nicht brauchbar. Außerdem blockieren beide bei geringsten Verunreinigungen im Wasser. Als nächstes möchte ich es mit einer 70W Membranpumpe (ebenfalls 12V, laut Spezifikation max 6l/min) versuchen - bin aber nach den Beobachtungen der letzten Trockentage nicht mehr sicher, ob im Bohrloch genug Wasser nachfließt... äääh... nachrinnt. Mit zuletzt 10l/h komme ich jedenfalls nie und nimmer auf die 500l/Tag...

    Hallo kg49,


    vielen Dank für die offenen Worte - die Frage war schon richtig verstanden. Die Diagnose ist heftig, die verschriebene Medizin schmeckt bitter (Aufwand/Kosten/Nutzen) - vielleicht genau das, was der Patient braucht, um jetzt weiterzukämpfen.


    Was ich sagen will: Nachdem ich mich in den letzten Abendstunden nun bis auf 7,60m vorangekämpft habe und in den letzten Dezimetern Mergels (grauen Lehms) vereinzelt kleine Kieselsteine aufgefunden habe, war es wohl ein Moment des selbstüberschätzenden Wahnsinns, in dem ich einige weitere Meter Bohrgestänge geordert habe: Ich will einfach wissen, was da unten los ist...


    Vor meinem inneren Auge spielt sich folgendes Happy-End Szenario ab: Nach nur einem oder zwei weiteren Metern treffe ich auf eine wasserführende Kieselschicht (wie die Sickerschächte hangabwärts haben), die soweit gespannt ist, daß ich mit meinem bereits vorhandenen Rammbrunnen abpumpen kann - und seien es nur von knapp über -7m Wasserstand. Die aktuelle Wassersäule macht mir Mut, auch wenn sie in den vergangenen Trockentagen von -2m auf -3m zurückgegangen war (also von 5m auf 4m Gesamthöhe).


    Meine heutige Frage: Ist obiges Szenario realistisch? Oder übersehe ich hier einen Elefanten im Porzellanladen?


    Grundsätzlich: Wie kann ich mein vorhandenes Bohrloch auf die von Dir erwähnten 16/20cm am besten "aufbohren"? Aktuell sind die ersten 4,2m mit 12cm, der Rest mit 7cm gebohrt. Gibt es dazu best-practices/eine Anleitung? Einfach den größeren Spiralbohrer nehmen und losbohren - da kann ich mir gut vorstellen, daß es nicht so einfach ist, das Loch geradezuhalten(?). Kann man - realistisch - eine 7cm Bohrung durch Mergel/Lehm (erstellt mit einem Edelmanbohrer) mit einem Spiralbohrer direkt auf 20cm erweitern?


    Mit bestem Gruß

    Werter kg49,


    kurze mein Status: Ich habe den beschriebenen Edelman Bohrer gekauft und bin ganz begeistert. Das Ding kommt ins Familienwappen! Zwar bohrt sich das Loch noch immer nicht von selbst und es ist auch nicht unbedingt super-leicht, damit voranzukommen. Aber man kommt damit voran! Ich kann jedem, der sich akut mit einer Lehm- oder Mergelschicht herumplagt nur raten, nicht zuviel Zeit mit seinem "Schneckenbohrer" zu verlieren!


    Nun stehe ich auf den magischen 7m Bohrtiefe (Rammbrunnen) und es kommt immer noch dieser teuflisch graue Mergel, manchmal sogar ganz trocken.


    Dabei habe ich schon knapp 5m Wassersäule im Bohrloch stehen. Aber eben keine durchgehende Kiesschicht, um die Spitze einzurammen. Deine Aussage über "gibt es überhaupt Wasseradern außerhalb von Gesteinsformationen" hat mich nun neugierig gemacht. Auf meinem Weg nach unten bin ich definitiv schon durch mehrere Sand/Stein/Kiesschichten durch - nur waren sie immer mit ca. 10-30cm recht dünn. (Oder waren es nur Kies-Lehm-Schichten? Schwer zu sagen, da das hochgedrückte Wasser immer wieder Lehm von oben einmischt - habe kein Arbeitsrohr.)


    Ich bräuchte Deinen Deinen Rat, welche Optionen ich habe. Insbesondere kommt wieder "Plan B" von oben zurück in den Sinn: Kann ich jene bereits angebohrten (Schichten-)Wasserschichten nutzen? Bei ca. 2,70m abgepumpt fließen nur ca. 10l pro Stunde nach. Dabei wird das Wasser aus einer tieferen Schicht hochgedrückt.


    Meine konkrete Frage: Ist die mit Ansaugschlauch dauerhaft entnehmbare Wassermenge größer, wenn ich den Pumpeneinlauf direkt in die jeweilige tiefere Wasserschicht legen würde (also z.B. 4,00m anstelle 2,70m)? Bei 4m beginnt z.B. eine 30cm Kies/Stein/Sand Schicht, die ich einst durchbohrt hatte.


    Oder ist die aus einem Brunnen dauerhaft entnehmbare Wassermenge immer dieselbe, egal ob "oben" oder "unten" an der Wassersäule, oder direkt in der Wasserader angesaugt? (daß "unten" eine einmalig größere Menge erlaubt, da ja das gesamte Säulenvolumen zur Verfügung steht ist mir dabei klar - mir geht es um das Volumen des nachfließenden Wassers.)


    Mit bestem Gruß

    Danke für den Link + Erklärung: Hat mein Begriffsverständnis richtiggestellt. Damit ist "Plan B" erstmal zurückgestellt und ich muß weiter voran.


    Sprich: Ich brauch' einen Edelman-Bohrer. Weiß jemand, wo man da günstig einen kaufen kann? Spiralerdbohrer gibt es ja in allen Größen von allen möglichen Anbietern so zwischen 30 und 40 Euros, aber Edelman-Bohrer scheint es nur im geologischen Fachhandel für hundert Euro aufwärts zu geben - mit inkompatiblen Anschlüssen ans vorhandene Bohrgestänge.


    Oder Selbstbau? Da ich nicht schweißen kann: Genügt es, die oberen Flügelenden nicht zusammenzuschweißen, sondern einfach entsprechend zu biegen und ans Bohrgestänge links+rechts anzuschrauben? Oder hält eine Verschraubung die Kraftübertragung nicht aus und es muß daher unbedingt geschweißt werden? Welche Materialstärke beim verwendeten Stahlblech braucht man mindestens?

    Eine Spülung mit Hochddruckreinigern ist übrigens witzlos...

    Ja, ich war naiv und dumm. Nachdem ich einst auf meine Frage dazu weiter oben keine Antwort bekommen hatte, hab' ich's einfach ausprobieren wollen. Hat mich eine Sehnenscheidenentzündung gekostet, bis das Bohrloch wieder frei war.


    Habe versucht, meiner Freundin folgendermaßen meine verbitterte Entschlossenheit zu erklären, das Brunnenbauprojekt fertigzustellen: "Das ist wie ein Fußballspiel... gegen den Garten... und der Garten liegt aktuell 3 Tore vorn'". :)

    p.s.: Kurz zur Erklärung, warum ich gerne wissen würde, ob "kleine Wasserader" oder "Schichtenwasser": Wenn es mit dem Rammbrunnen nicht klappen sollte, würde ich als Plan B gerne wissen, ob ich das in geringer Tiefe stehende Wasser z.B. mit einer einfachen Solarpanel+Aqariumspumpe nutzen kann. Wie eingangs erwähnt wäre ich bei 500l am Tag ja schon glücklich. Da Schichtenwasser aber wohl eher von minderer Qualität/Klarheit ist, fließendes Wasser aber evtl. mit der Zeit aufklart, wäre eine etwaig mögliche Unterscheidung wichtig. Ganz naiv gefragt: Geht das überhaupt?


    Ich möchte die hier versammelten Brunnen-Profis keinesfalls mit einer Aquariums-Pumpenlösung beleidigen. Selbstverständlich bleibt Plan A noch immer das fertigstellen des Rammbrunnens...

    Hallo Kg49,


    vielen Dank für Deine rasche Antwort: Ja - darüber bin ich mir im klaren. Weiters: Ja - es besteht verhaltene, aber begründete Hoffnung:


    1. Hangaufwärts wurde noch vor wenigen Jahrzehnten Kies abgebaut.

    2. Hangabwärts gibt es im Neubaugebiet Sickerschächte, die nach ca. 5-6m in Kies+Wasser stehen.


    Könnte es sich bei jenem Wasser ab 2,20m um eine kleine Wasserader handeln, oder ist das trotz Hanglage eher Schichtenwasser?


    Viele Dank für jedwede Antwort!

    Hier ein kurzes Update: Die angeratene Spülbohrung ist leider nicht zu machen (*).


    Also in eine 5 Meter Eisenstange einen Meißel eingeschraubt und ordentlich losgehämmert. Irgendwann ging es dann wieder voran. Es war also wirklich nur ein Stein bzw. eine harte Schicht.


    Bin jetzt vom 12cm auf einen 7cm Bohrer umgestiegen und stehe auf 5,70m. Die 7cm sollten genügen, um später das Rammbrunnenrohr einzuschlagen. Seit einem Meter dichter Ton/Mergel, das graue teuflisch klebende Zeugs. Es dauert mehrere Stunden unnachgiebigen Drehens, bis der Spiralbohrer wieder Halt gefunden hat und es wenige Zentimeter vorangeht. Das Wasser steht dabei - egal ob es gerade geregnet hat oder wochenlang trocken ist - konstant ab 2,20m im Bohrloch.


    Eine Frage an die Experten: Kann es sich dabei um Schichtenwasser handeln, obwohl eine Hanglage vorliegt? Oder ist es aufgrund der Hanglage eher eine kleine Wasserader?

    p.s.: Wer jemals auf die verwegene Idee kommen sollte, mit einem Hochdruckreiniger (bzw. Hochdruck-Rohrreinigerschlauch) in größerer Tiefe voranzukommen: TUT ES NICHT!!! Die eingebrachte Wassermenge scheint zwar auszureichen, das Erdreich etwas aufzuweichen. Ein wie in vielen YouTube Videos zu sehendes einfaches voranbringen des Rohres oder Bohrens ist so aber definitiv nicht möglich. Dazu reicht die Wassermenge einfach nicht aus. Schlimmer noch: Im nur leicht verflüssigten Erdreich nahe der Hochdruckspitze schwämmt es alle Steine in der unmittelbaren Umgebung der Schwerkraft folgend an den tiefsten Punkt, sprich direkt ins Bohrloch!


    (*) wie weiter oben schon geschrieben: Ich bin *kein* Millionär, habe folglich auch keinen Hof mit Traktor und Güllefaß. Die Feuerwehr mit ihrem C-Rohr hätte sich bei den räumlichen Gegebenheiten wohl eher totgelacht.

    Hallo Tomerb,


    vielen Dank für die Antwort! Ich hab' mich jetzt mal ein wenig in das Thema "Spülbohren" eingelesen: Da steht dann doch ein erheblicher Aufwand mit teu'rem Profigerät dahinter, das irgendwie in Widerspruch zum eigentlichen, einfachen, kleinen Rammbrunnen steht. Habe ganz vergessen oben hinzuzufügen, daß ich *kein* Millionär bin. ;)


    Andererseits, mal so ganz out-of-the-box gedacht: Ich hätte da noch sowas hier (Kärcher Teleskop-Verlängerungsrohr) in der Garage herumliegen. *grins* Hat damit hier im Forum schonmal jemand Erfahrung gemacht, zum Brunnen-"Bohren" bzw. -Vortrieb?


    Mit bestem Gruß!

    Werte Forengemeinde,


    ich bitte den geneigten Leser mit Erfahrung, gar die Experten hier, betreffs des Lageberichts unten um Rat, ob ich

    • A) den vorgefundenen Gegebenheiten einfach den Schlagbrunnen zusammenschrauben und mit dem Rammen beginnnen soll?
    • B) mich unbedingt weiter durch den verhärteten Sand/Kies/Konglomerat vorarbeiten muß, bevor ich mit dem Rammen beginnen darf?
    • C) das mit dem Rammbrunnen evtl. gar von vornherein zum Scheitern verurteilt ist?

    Meine vielleicht überschwängliche oder gar blauäugige Anschaffung: Ein Schlagbrunnenbau-Komplettset der einschlägigen Marke mit dem Wissen um die grundsätzliche Verfügbarkeit von Grundwasser – überliefert durch die Eltern aus Erfahrungen vom Hausbau - und daß nur wenige hundert Meter bergauf noch vor einigen Jahrzehnten Kies und Sand abgebaut wurden.


    Das gesetzte Ziel: Gartenbewässerung, wenn wie zuletzt mal wieder wochenlang kein Regen fällt (mit 500l pro Tag wären wir eigentlich schon zufrieden) und ein wenig Wasser zum regelmäßigen Auffüllen unseres Gartenteichs. Von der Größe her nichs besonderes, eher so Marke Tümpel, ein Biotop.


    Der aktuelle Stand: (Ein Bild sagt mehr als tausend Worte – meine Sauklaue bitte ich zu entschuldigen



    Das Wasser im Bohrloch beginnt bei ca. 2m Tiefe, leider nur recht langsam nachfließend. Obgleich der feuchte Lehm und der Sand recht schnell wieder ins Bohrloch fallen (ich habe noch kein Arbeitsrohr) habe ich es bereits einmal geschafft, das Dreck(s)wasser – man verzeihe den Ausdruck, aber er triff’s gar vorzüglich - fast ganz abzupumpen und konnte dann im hellen Strahl der Taschenlampe sehen, wie in ca. 3m Tiefe das Wasser aus der Sandschicht Grundwasser (?) ins Bohrloch einfließt. Zwar nicht mit Druck oder als Strahl, aber immerhin deutlich fließend!


    Nun beginnt aber keine 20cm unter der Kiesschicht eine verhärtete Konglomeratschicht aus Sand+Kiesel, bei der es wirklich Selbstüberwindung kostet, sich weiter vorzuarbeiten. Mit einem hohlen 4m Stahlrohr und Vorschlaghammer kommt man zum Auflockern pro Schlag zwar mitunter fast einen cm rein, aber das herausziehen (keine Seilwinde) ist echte Knochenarbeit. (Beine. können. wehtun: Neue Lebenserfahrung dank Brunnenbau! 😊) Zum einfachen Hineinbohren ist die Schicht aber einfach zu hart, vor allem da auch Kiesel mit 2-5cm Durchmesser eingeschlossen sind.


    Als nächstes möchte ich unbedingt ein Arbeitsrohr setzen, damit die Soße nicht immer gleich wieder zurück ins Loch fließt. Dazu gleichmal die erste Entscheidung, die ich treffen muß

    1. Das Bohrloch gleich vom gegenwärtigen 12cm Durchmesser auf 16cm erweitern, um dann im Arbeitsrohr mit dem vorhandenen 12er Bohrer weiterzukämpfen?
    2. Ein 12cm Arbeitsrohr abteufen und darin mit 10cm weiterbohren? Oder lieber kleiner?

    Bisher habe ich nur den 12cm Standardbohrer aus dem Set. Einen 16er, 10er oder kleiner müßte ich dann also erst noch kaufen. Wenn ich das Wasser im Rohr dann nicht abpumpen kann, wahrscheinlich noch einen Plunscher oder Kiespumpe. Zum direkten Bohren ist die Schicht auf jeden Fall zu hart, deshalb vermute ich, zum Plunschen auch.(?) Ich muß das also wohl oder übel vorher mit dem Stahlrohr („Rohrbombe“) aufmeißeln.


    Aktuell macht das „Bohren“ jedenfalls keinen Spaß mehr. Deshalb gar der verwegenste Gedanke:


    3) Einfach den Schlagbrunnen zusammenschrauben und loshämmern? 😉


    Was meint ihr? Gibt es hier im Forum evtl. gar jemanden, der mit so einer Schichtung im Voralpenland schonmal Erfahrung sammeln durfte?


    Ich würde mich über jedwede Antwort sehr sehr freuen.

Brunnen selber bauen