Posts by Toenne

    Hier hatte ich mal meine Bohrkrone vorgestellt die in hartem Ton sehr gut funktioniert hat: RE: Komplett ratlos: Rohr hängt fest

    Ist eigentlich recht leicht gebaut, und wenn man das Werkzeug dafür nicht hat macht das evtl. eine Schlosserei für einen Obulus in die Kaffeekasse.

    190mm ist dann aber schon eine echte Aufgabe. Erstmal brauchst du ein ausreichend stabiles Bohrgestänge damit du das nicht in einen Korkenzieher verwandelst, unter 30x30x1.5 brauchst du gar nicht anzufangen denke ich. Dann einen langen Kreuzgriff um das Trumm im Ton gedreht zu bekommen. Und zu guter letzt einen ausreichend hohes und stabiles Dreibein (brauchst du zum plunschen später ohnehin) mit einem Kettenzug dran um den Bohrer mit Bohrgut gezogen zu bekommen.

    Ich würde zunächst mit deutlich geringerem Durchmesser vorbohren und zu checken was dich überhaupt erwartet. Denn wenn du zweistellige-Meter Ton vor dir hast dann viel Spass...

    Hast du denn mal im Web bzgl. der Bodenverhältnisse recherchiert? Viele Bundesländer bieten durchaus Kartenmaterial an aus dem sich schon einiges herauslesen lässt.

    Also Drehen mit Gewicht (um zu sehen ob der Schneidschuh aufsitzt)?

    Genau. Kannst ja vorsichtshalber ablasten, es geht nur darum festzustellen ob das Rohr sich in der Tiefe an einem Hinderniss verhakt. Denn wenn du das Rohr vorher immer anhebst sagt das ja nicht viel aus. Natürlich mit Gefühl, wenn du meinst nun wirds zuviel fürs Gewinde dann lieber abbrechen.

    Generell aber: Wenn du in Sand oder Kies plunschst und das Rohr dann ein Stück ziehst dann rutscht mit guter Wahrscheinlichkeit wieder Material nach, die Bohrung ist ja nicht formstabil. Dann kommst du natürlich auch nicht vorwärts. Macht man eigentlich nur wenn man im Rohr in Ton bohrt und die Bohrung unter dem Rohr erweitern muss oder wenn man von einem Hinderniss weiss dass es zu entfernen gilt.

    Geltende Normen gibts ja leider nicht zum freien Download, daher kein direkter Link. Aber hier mal exemplarisch ein PDF der Stadt Hamburg: https://www.google.com/url?sa=…Vaw0RpOfgvGoKTEDMEZQLfq8y

    Seite 6 §5.4 "Ausbaumaterial"

    Quote

    Es sind grundsätzlich zugfeste Rohrverbindungen nach EN 10226 und DIN 4925 einzusetzen. Vollwandrohre müssen so dimensioniert sein, dass die Gewinde-/Rohrverbindungen die Zugkräfte, die durch den hängenden Einbau entstehen, aufnehmen können. Darüber hinaus müssen sie dem bei einer Ringraumverpressung auftretenden Überdruck, sowie dem bei der Wasserförderung (Pumpenleistung) entstehenden Unterdruck standhalten.

    KG-Rohr erfüllt die DIN 4925 nicht, beginnend schon damit dass es als Steckrohr nicht zugfest ist. Auch wenn der Brunnenbauer möglicherweise irgendwelche Blechschräubchen in die Muffen reingedreht hat...

    Wenn das wirklich KG-Rohr ist dann bekommst du den Brunnen garantiert nirgendwo angemeldet/genehmigt.

    Der Vorteil der Oase ist das ich sie einfach an die Aussensteckdose anschließen kann und gut ist. Bei der ZDS mit Ausgleichsbehälter etc.

    Äpfel und Birnen...

    Die Oase hat keinen Ausgleichsbehälter, wenn du es vergleichbar haben willst musst du den also auch bei der ZDS wegdenken. Also bleibt als Mehraufwand nur noch der externe Druckschalter und seine Platzierung. Sofern du nicht auch ständig Kleinmengen zapfst sondern den Brunnen überwiegend für die Gartenbewässerung nutzt kannst du auf den Druckbehälter i.A. verzichten. Wenn die Pumpe korrekt auf die tatsächliche Wasserentnahme abgestimmt ist läuft sie dann einfach permanent durch, und zwar nahe an ihrem optimalen Betriebspunkt. Völlig kontraproduktiv ist es nach dem Motto viel-hilft-viel eine möglichst monströse Pumpe zu installieren mit der man auch einen Großbrand löschen könnte. Die zieht dann nur blödsinnig viel Strom und taktet zudem dauernd was Pumpen gar nicht leiden können, in ordentlichen Datenblättern ist auch angegeben welcher maximale Taktzyklus nicht überschritten werden darf.

    Abgesehen davon: Der Installationsaufwand ist nur einmalig, den Brunnen willst du aber sicherlich jahrelang nutzen? Da wäre mir Service- und Reparaturfreundlichkeit erheblich wichtiger als einmalige Bequemlichkeit.

    Übrigens schreibt Oase bei der Gerätebeschreibung nix von einem Sanftanlauf, sollten die das wirklich vergessen haben? Der erhöhte Anlaufstrom bei normalem Anlauf ist übrigens zwar natürlich meßbar, kaum aber quantifizierbar, jedenfalls mit Sicherheit nicht auf der Stromrechnung.

    Und eine Pumpenkennlinie gibt es auch nicht.

    Was das 'unkompliziert' angeht: Eben darum versucht man in der Pumpe selbst möglichst wenig Technik zu haben. Das beginnt schon bei den häufig in den Pumpen integrierten Rückflussventilen die vorzugsweise ausser Betrieb gesetzt (=aufgebohrt) werden damit sich das Steigrohr im Winter ohne Ausbau der Pumpe entwässern lässt.

    Bei einer Pumpe wie der Oase heisst es bei jeder Störung: Pumpe raus aus dem Brunnen. Und selbst bei kleinen Defekten ist sofort der komplette Brunnen tot bis die Pumpe repariert ist. Bei externen Bauteilen oberhalb des Brunnenrohrs kommt man jederzeit ohne Demontage der Pumpe an die Komponenten ran und kann den Fehler weitaus einfacher eingrenzen und reparieren. Und u.U. auch temporär schlichtweg überbrücken um bis zur Reparatur den Brunnen weiter nutzen zu können.

    Nach Ablauf der Garantie ist es zudem weitaus preiswerter ggf. nur das defekte Einzelbauteil zu ersetzen statt jeweils die komplette Pumpe bzw. diese beim Hersteller reparieren zu lassen.

    Nachtrag: könnte das dieser Active Driver sein ?

    Mein Holländisch ist etwas eingerostet, aber auf der Website steht "Instelbare in- en uitschakeldruk" und "zorgt dat uw pomp automatisch in- en uitschakelt op basis van waterbehoefte". Also nix anderes als ein 2-Punkt-Regler, die Wassermenge wird nicht reguliert.

    Das ginge ja auch nur auf zwei Arten:

    - Drehzahlregelung der Pumpe, also ein Frequenzumrichter. Würde eine Drehstrompumpe voraussetzen.

    - Stufenlos verstellbares Ventil, kenne ich für diesen Zweck jetzt nicht. Wobei es sowas garantiert gibt, dann aber sicherlich aus dem Industriebereich mit entsprechender Preisstellung.

    Ich selbst habe mich für einen 'Brio Tank' entschieden ( http://www.lotze-wassertechnik…05564-1005564-320090.html ) und bin ganz zufrieden. Der doch eihentlich recht kleine Druckbehälter sorgt doch für merklich verlängerte Taktintervalle wenn man nur geringe Mengen entnimmt. Allerdings ist meine Pumpe auch nicht gnadenlos überdimensioniert so dass sie bei kontinuierlicher Entnahme geringer Mengen trotzdem letztlich durchgängig läuft da sie dann den oberen Abschaltdruck nicht erreicht.

    (Vorerst) abschliessend: Nachdem ich mir eine Excel-Tapete gemalt und die Leistungen verschiedener Anbieter eingetragen hatte habe ich mich jetzt für den Raiffeisen-Test entschieden, mit den Zusatzoptionen Nitrat und Ammonium.

    Meine Erfahrungen tue ich dann später kund, mal schauen wie lange das Ganze dauert.

    Du wohnst wahrscheinlich nicht direkt angrenzend an Äckern die regelmässig mit Gülle zugekübelt werden. Hier gibts rundum viele tolle Wiesen. Ohne ein einziges Vieh drauf. Die stehen statt dessen zusammengedrängt in Ställen bei denen man Angst hat dass die bald einstürzen. Und deren Gülle kommt dann wiederum konzentriert auf die Äcker.

    Dass man sich dann Gedanken über die Wasserqualität macht dürfte einleuchten, denn das besagte Wasser kommt nicht aus Tiefbrunnen wie bei den Wasserversorgern (das kann man sicherlich unbesorgt trinken) sondern aus einer oberflächennahen Schicht.

    Bei Landwirtschaft:.......

    Nur zur Klarstellung falls das falsch rüber kam: Ich selbst betreibe keine Landwirtschaft, es befinden sich lediglich landwirtschaftlich genutzte Flächen in ziemlicher Nähe (ein paar 100m entfernt). Inkl. reichlicher Gülleaufbringung aufs Feld und allem anderen Zubehör, nach Pestiziden jedweder Art frage ich mal lieber gar nicht erst...

Brunnen selber bauen