Posts by Toenne

    Besuch diese Referenzen und lass Dir berichten, wie zufrieden die Leute sind.

    Oder lass dir Dokumentationen von in der kürzeren Vergangenheit erstellten Brunnen zeigen, das könnte auch schon aufschlußreich sein.

    Vernünftige Schichtenverzeichnisse und Ausbaupläne vorhanden, nebst Angabe über die Liefermenge des Brunnens und um wieviel dabei der Grundwasserstand sinkt? Das wäre ein gutes Zeichen.

    Kann und/oder will er nicht herzeigen? Dann lass lieber die Finger davon.

    Schließlich hat der Brunnen mehr Wasser geliefert als der Brunnenbauer angab.

    Mein Auto ist mit 180km/h angegeben, läuft aber 190. Also muss es auch 250 schaffen, ist doch logisch?

    Zum Rest hatte ich ja schon vorgeschlagen wie man ohne irgendwelche Demontagen ein Gefühl dafür bekommen könnte ob die Pumpe Luft zieht, warum probierst und beobachtest du das nicht einfach mal? Nach 1/2h weisst du evtl. mehr.

    Ach ja, und rechne doch einfach mal aus wieviel Wasservolumen sich oberhalb deiner Pumpe im Rohr befindet, das sind bei deiner Rohrlänge schon einige Liter. Nun nimmst du die Liefermenge deiner Pumpe, subtrahierst davon die Mengenangabe des Brunnenbauers (das Wasser fliesst ja permanent nach) und rechnest dann aus wie lange die Pumpe zum Leerpumpen des Rohrs braucht. Auch da bekommst du schon ein Gefühl dafür ob das evtl. der Grund ist oder nicht.

    Der Brunnenbauer hat den Brunnen mit einer Förderleistung von 5-7 Liter pro Minute definiert.

    What?? Das wären 300-420l/h...?

    50m tief, 12m Filterstrecke - das wäre ja ein Witz.


    Werde die Orlando ST 1014 nehmen. Die hat auf 47 mtr. ca 2,8 m3 Förderleistung und kommt meinen erforderlichen Daten am nächsten und wird zeigen ob der Brunnen auch die entsprechende Leistung bringt.

    Wenn du meinst dass diese Pumpe mehr Wasser aus dem Boden hervorzaubern kann dann nur zu.

    Solltest du dann immer noch zuviel Geld übrig haben gebe ich dir gern meine Kontoverbindung ;).


    Im Ernst, du schreibst:

    die Regner Rainbird 3500 laufen nur ca. 20 min. mit ausreichender Leistung.

    Was aber umgekehrt heisst dass sie diese 20min eben doch mit ausreichender Leistung laufen. Wieso sollten sie mit einer leistungsfähigeren Pumpe plötzlich länger laufen, wo soll das Wasser herkommen?

    Erstmal solltest du ergründen was überhaupt das Problem ist. Fangen die Regner nach den 20min an zu spotzen bzw. mal mehr und mal weniger zu sprengen? Hast du mal die Hand ans Steigrohr am Brunnenkopf gehalten ob es sich noch nach gleichmässiger Wasserförderung anfühlt oder eher schwallartig oder sprudelig (=Luft im Wasser)? Hast du evtl. einen Filter mit Schauglas installiert an dem du sehen kannst ob nach den 20min Luft im Wasser ist? Denn wenn irgendeiner dieser Punkte zutrifft dann fällt deine Pumpe wegen Wassermangel schlicht trocken und saugt Luft an, da hilft dann keine Steigerung der Fördermenge sondern vielmehr eine Reduzierung. Will heissen: Aufteilung deiner Bewässerung auf mehr Sprengkreise die dann nacheinander bedient werden. Ich habe meine Bewässerung auf 11(!) Kreise aufgeteilt um den Brunnen zu schonen...

    die Regner Rainbird 3500 laufen nur ca. 20 min. mit ausreichender Leistung.

    Das ist aber wahrscheinlich eher kein Pumpenproblem. Entweder sie liefert ausreichend Wasser mit ausreichendem Druck oder nicht, aber dass sie nach 20min schwächelt deutet eher auf zu geringen Zufluss vom Brunnen hin.

    Neben dem Schichtenverzeichnis und dem Brunnenausbauplan hätte der Brunnenbauer eigentlich auch die Ergiebigkeit des Brunnens testen sollen, nebst Angabe wie weit der Wasserspiegel bei dieser Entnahme sinkt. Hat er wohl auch nicht gemacht?

    An anderer Stelle hatte ich mal über meinen Bohrbrunnen berichtet -> Komplett ratlos: Rohr hängt fest

    Kurzform damit ihr nicht alles durchlesen müsst: 3m Filterrohr 0.3mm DN125 stehen genau zwischen zwei Tonschichten in Mittel/Feinsand.

    Der Brunnen hat sich ganz gut entwickelt, ist nahezu sandfrei und liefert >1000l/h. Wobei ich mit meiner Bewässerungsanlage maximal <900l/h abzapfe und der Pegel dabei nur wenige Zentimeter fällt. Gefördert wird z.Zt. noch mit einer Saugpumpe, eine Tiefbrunnenpumpe liegt aber inzwischen hier, hat ihre Mantelkühlung zwecks Aufhängung im Sumpfrohr erhalten und soll in den nächsten Tagen versenkt werden.

    Die ersten Wochen war alles chick. Seit einiger Zeit aber habe ich das Problem dass bei Wasserentnahme kurz klares Wasser kommt (was halt noch im Saugschlauch war), dann mehrere 'zig Liter braune wie Jauche stinkende Brühe bis dann das Wasser nach und nach wieder klarer wird und es nach etwa 200-300l wieder ganu normal klar und geruchslos ist.

    Ich hatte vorgestern endlich mal meine Endoskopkamera versenkt und war doch recht überrascht dass das Wasser im Bild völlig klar ausschaute, kein Vergleich mit dem was ich am Anfang fördere. Ferner fiel mir auf dass die Filterrohre stellenweise einen leichten flauschigen Belag hatten der wie Algen ausschaute. Aber nur an einigen Stellen. Der Brunnengrund war komplett sauber. Auch keine Kadaver o.ä.

    Ich habe den Saugschlauch rausgezogen und hatte einen leichten schmierigen grünlichen Belag drauf, aber wirklich nur leicht.

    Heute habe ich den Schlauch wieder versenkt, die Pumpe voll laufen lassen (ca. 1800l/h) und die Brühe abgepumpt. War wie oben beschrieben, nach etwa 200-300l war das Wasser wieder völlig klar.

    Dann habe ich den Brunnen etwa 3h ruhen lassen und danach wieder gepumpt. Prompt kam wieder diese braune Brühe, allerdings nur etwa 30l und dann war das Wasser wieder klar.

    Jetzt bin ich mal wieder etwas ratlos:

    - Wieso funktioniert der Brunnen mehrere Wochen tadellos und nun kommt plötzlich so eine Brühe?

    - Wieso lässt sich diese Brühe abpumpen und danach kommt wieder klares Wasser?

    - Wieso geht das so schnell, nach 2-3h gleich wieder richtig jauchig braun und stinkend, wenn auch erheblich weniger als bei längerer Standzeit?

    Ich hatte übrigens beim Bohren keinerlei organisches Material gefördert, zwischen den Tonschichten war nur Sand und grober Sandstein.

    Irgendwelche Ideen womit ich es da zu tun habe und wie ich dem Herr werde?

    Danke!

    Das Wasser stand nach dem trockenen Sommer jetzt Angang Oktober in 4 Metern Tiefe. Gesamt-Brunnentiefe aktuell 8 Meter unter GOK.


    oder ob das nur 50 cm tief gefallenen Saugrohr ein Hinweis ist, das Pumpensumpf und Filterstrecke komplett zugeschlammt sind.

    Da habe ich gerade ein Verständnisproblem: Einerseits befürchtest du ein bis nahezu obenhin zugeschlammtes Rohr, andererseits kennst du aber den genauen GWL-Stand und die Brunnentiefe? Wie hast du letzteres gemessen wenn das Rohr komplett voll sein soll?

    Die Lowara Scuba SC411 zieht das Wasser unten an. Für eine Zisterne doch eher ungeeignet, oder?

    Im Gegenteil, dafür ist sie gemacht. Sie hat die dafür notwendige Mantelstromkühlung schon integriert und saugt deswegen unten an.

    Eine TBP braucht zur Kühlung nicht nur ganz allgemein Wasser um sich herum sondern dieses muss auch eine Mindest-Strömungsgeschwindigkeit am Pumpenkörper entlang haben damit die Wärme ausreichend abgeführt wird. Einige Hersteller geben daher auch maximale Brunnenrohrdurchmesser an damit diese Strömungsgeschwindigkeit sichergestellt ist. Stellt man eine TBP einfach wie-sie-ist in eine Zisterne dann schmort sie buchstäblich im eigenen Saft.

    Gilt übrigens auch bei minimaler Entnahme, drosselt man eine Pumpe hydraulisch zu stark dann strömt auch zu wenig Wasser vorbei derweil die Pumpe weiterhin die gleiche elektrische Leistung in Wärme umwandelt und dann irgendwann mangels Kühlung kocht..

    Abgesehen davon dass ich die Pumpe bei -30m gerade nicht kapiere ... einen gespannten Grundwasserleiter erwischt?

    Sind also doch nur 4m Filterstrecke, was aber bei o.g. GWL durchaus hohe Entnahmemengen verspricht. Ergo macht eine starke Pumpe tatsächlich Sinn und damit auch die Frage nach dem geringstmöglichen Strömungswiderstand so man die maximale Leistung auch nutzen will. Denn würde der Brunnen ohnehin nur 2m³/h oder sowas hergeben dann wäre das eher eine akademische Frage.

    https://www.dabpumps.de/sites/…esscontrol_Mascontrol.pdf

    Der Anschluss vom Presscontrol ist mit 1" angegeben, der vom Mascontrol mit 1.25". Auch die maximale Pumpenleistung ist höher, daher würde ich mal vermuten dass er auch intern einen grösseren Querschnitt hat.

    Ein professioneller Brunnenbauer sollte nicht nur über irgendwas sprechen sondern es auch protokollieren: Will heissen: Eigentlich müsste er dir einen Brunnenausbauplan mit Schichtenverzeichnis übergeben haben? Normal sollten dort auch die Grundwasserlage eingezeichnet sein, die Entnahmemenge und wie weit der Grundwasserpegel bei dieser Entnahme fällt. Nichts dergleichen bekommen? Hast du denn irgendwelche Infos über den Untergrund?

    Nur mal überschlägig gerechnet: 45m Bohrtiefe, die Pumpe auf -30m. Sie sollte mindestens 0.5 - 1m über den obersten Filterschlitzen hängen. Und wir gehen auch mal von einem Sumpfrohr aus, nehmen wir mal einen Meter an. Dann wären das satte 13m Filtertrecke, das ist schon brutal viel.

    Also entweder ist dein Untergrund extrem unergiebig und er wollte so eine halbwegs erträgliche Entnahmemenge realisieren oder du hast wirklich einen Löschbrunnen.

    Ein paar zusätzliche Infos wären für eine Hilfestellung schon nicht ganz schlecht.

    Was meinst du mit "siehe unten"

    Das weiter unten erwähnte HT-Rohr als Mantel. Der Ring-Aussendurchmesser sollte natürlich dem HT-Rohr-Innendurchmesser entsprechen.

    Zu den Pumpen: Es ging mir nur um eine möglichst leistungsschwache Pumpe, wenn dir der Energieverbrauch wurscht ist dann kannst du natürlich auch eine stärkere nehmen.

    Aber wieso schon wieder 4"? Die bringst du mit Kühlmantel doch nicht ins Rohr? Erstens muss ja sowohl zwischen Mantel und Brunnenrohr noch Wasser durch als auch zwischen Mantel und Pumpe. Abzüglich Materialstärke des Mantels bleibt da nicht viel. Und wehe es gerät mal ein Steinchen ins Brunnenrohr, selbst kleine können dann zur kompletten Verklemmung und endgültigen Beerdigung deiner Pumpe sorgen.

    Ach ja, wegen der Sandresistenz: War bei der verlinkten Pumpe halt mit angegeben und wäre ein zusätzliches Goodie, ob das aber überhaupt notwendig ist zeigen erst Pumpversuche. Idealerweise ist der Brunnen ja sandfrei.

    Und klar kannst du eine Pumpe kaufen die 4x soviel kostet wie eine Billigpumpe. Ob sie auch 4x so lange hält zeigt sich ja dann. Zumindest dürfte eine u.U. notwendige Reparatur dann soviel kosten wie eine komplette Billigpumpe.

    Ist halt Geschmackssache. Ich habe eine Billigpumpe geordert da ich noch nicht abschätzen kann wie sich mein Brunnen entwickelt. Nippelt er vorzeitig ab dann habe ich bei der Pumpe nicht allzuviel Geld versenkt. Stellt er sich als standhaft heraus dann kommt nach dem Tod der Billigpumpe halt eine hochwertigere zum Einsatz. Die Frage stellt sich dann aber ohnehin erst nach Ablauf der Gewährleistungsfrist.

    Dann geht auch keine 4'' Pumpe, oder?

    Warum soll es denn unbedingt eine 4" sein? Eine 3" 0.25kW langt doch schon locker, selbst die sind für den Job z.T. schon zu stark und müssen gedrosselt werden. Zur Befüllung der Zisterne hat die Pumpe ja nur den Höhenunterschied zu überwinden, praktisch ohne weiteren Gegendruck.

    https://www.agora-tec.de/shop/…-sandresistent::2227.html

    200W, sandverträglich, 900l/h...ok, laut Kennline (die sehr gefaked ausschaut) und Höhenunterschied ein bisschen weniger, vielleicht 700-800l/h. Das würde schon ganz gut passen, vom Durchmesser auf alle Fälle.

    Das Mantelrohr ist ja auch nicht unbedingt Raketentechnik. Ein ausreichend dicker Ring mit Innendurchmesser der Pumpe und Aussendurchmesser 5-10mm grösser (je nach Rohr, siehe unten) überhalb der Ansaugöffnung um die Pumpe, darüber dann ein HT-Rohr und selbiges mit VA-Blechschrauben festsetzen. Unten vorsichtshalber zusätzlich innen noch ein paar Abstandshalter (halt zwei Ringe anfertigen und aus dem zweiten 3-4 Stückchen ausschneiden) und fertig. Hat ja nix zu halten, nur das Wasser umzulenken. Und muss auch nicht 1000% dicht sein, wenn die marginal Wasser beim Ring reinzieht macht das nix.

    Hänge ich die Pumpe auf 7m, dann läuft sie Gefahr zu überhitzen, oder?

    Nein, das ist nicht das Problem. Aber deine Pumpe hängt dann voll im Filterbereich worauf die Höchststrafe steht. Deswegen ja überhaupt die Idee sie mit Mantelrohr ins Sumpfrohr zu hängen.


    Ich habe ja den Vorteil, dass ich nicht mit dem Brunnen direkt bewässere, sondern es über die Zisterne läuft. Theoretisch kann ich auch nur 1m³/h ziehen und brauchen dann eben 7h bis die Zisterne voll ist.

    Dann würde ich sogar gleich eine leistungsschwache Pumpe mit entprechend geringerer Förder/Sogwirkung in Betracht ziehen und sie lieber die eine oder andere Stunde länger laufen lassen. Für die Stromrechnung ohnehin besser als eine leistungsstarke Pumpe die du dann u.U. starkt drosseln musst (wobei sie trotzdem den gleichen Strom zieht) und dann auch besser für die Pumpe. Denn wenn du eine starke Pumpe drosselst dann entwickelt sie die gleiche Wärme, aber durch den geringeren Wasserfluss wird sie schlechter gekühlt. Und vor allem der Brunnen wird enorm geschont.

Brunnen selber bauen