Beiträge von modpl

    Hallo Kati,


    es wäre trotzdem hilfreich die bekannten Angaben in deiner Signatur darzustellen. Mich interessiert zB. in welcher Tiefe die Pumpe hängt oder welche Pumpe generell zum Einsatz kommt. ( Tiefbrunnenpumpe oder Saugpumpe-HWW-HWA)?
    Und wo in etwa der Grundwasserspiegel sich befindet.

    Servus olsche,


    das Gewinde ansich ist schon selbstdichtend: zylindrisches Innengewinde und konisches Außengewinde= R ( Withworth-Rohrgewinde nach alter DIN 2999), von daher auch keine Profildichtung notwendig.


    Du solltest das Außen-und Innengewinde leicht mit Tangit einstreichen und dann die Rohre verschrauben. Vorab mal trocken die Verschraubung ausprobieren, damit du ein Gefühl dafür bekommst, denn nach fest kommt bekanntlich lose und die Gewinde drehen schnell über.
    In Bezug auf Filterkie habe ich dir eine Mail übersandt.

    Mahlzeit,


    in der Tat gibt es die Profildichtungen erst ab DN 100, habe da mal nachgesehen (ich verbaue solch kleine Rohre nicht).
    Mit Teflonband würde ich bei den Gewinden nicht rumspielen. Da die Brunnenrohre aus PVC-U sind kannst du Tangit nehmen. Das Rohr bleibt ja eh unten.
    Das Sperrohr würde ich aber in der Erde lassen ( oder wolltest du dieses wieder ziehen?) und den Ringraum mit einem selbstangefertigten Deckel abdichten.

    Hi,

    Zitat

    In diversen Online Shops ist die Rede von quarz filterkies.
    Ich gehe davon aus das das der richitige ist in der entsprechenden Krönung.


    Ja das ist die "Krönung".


    Du kannst ja auch noch eine Übergansschüttung zwischen den 2-3mm und den ( 0,6-1,2mm), wenn es denn Feinsand oder Mittelsand ist machen.
    Probleme dürfte es eigentlich nicht geben, nur das der Wasserspeigel abfällt, dazu hast du dich ja leider nicht geäußert.
    Aber hier hatte ich dir ja auch eine Möglichkeit aufgezeigt.


    Willst du das Wasser in der Sandschicht oben nicht nutzen, bringst du über der eigentlichen Filterkiesschicht einfach eine Sperrschicht ( aus Ton) auf, so dass diese bereits in der Schieferschicht beginnt.

    Hi,


    Filter im Festgestein haben nur stützenden Charakter, soll heißen theoretisch braucht man keine.
    Verwendet man welche, dann sollte die SW ausreichend sein.


    In deinem Fall solltest du weniger Filterstrecke zB. nur 7m nehmen, dafür aber in SW 1mm und die passende Kiesschüttung (Tabelle in meinem Album) glaube 2,0-3,0mm. *nehme aber keinen scharfkantigen Split oder so was).


    Den Brunnenaufbau kann ich mir folgendermaßen vorstellen:
    Von unter her gesehen:


    Bodenkappe- 7m Filter in DN 35- Rest Vollwandrohr.
    Dann solltest du mit der Filterstrecke ca. anderthalb Meter vor Ende der Schieferschicht-Übergang Sandschicht sein.
    Nun wird bis ca. 50cm über dem letzten Filterrohr mit Filterkies 2-3mm aufgefüllt. Die restlichen Meter bis in etwa 50cm über der Sandschicht füllst du mit Filterkies der Sandkörnung entsprechend auf. Das wäre bei Fein-und Mittelsand ein Filterkies von 0,6-1,2mm. Ab da dann mit dem Bodenmaterial ( Lehm glaube ich war das?) Ansonsten eine separate Sperrschicht mit Ton setzen.


    Du verwendest ja DN 35 = 1 1/4 Zoll Rohr, dieses kannst du direkt als Saugrohr verwenden und brauchst kein 3/4 Zoll Schlauch einhängen.
    Vorraussetzung ist, du musst Gummidichtungen in der Rohrtour ( Verschraubungen) einbauen. Also bei den großen Durchmessern gibt es die für Brunnenrohr. So kannst du in der Rohrtour ein Vakuum erzeugen. DN 35 hat ja R Feingewinde IG und AG 1 1/4 Zoll.
    Von daher oben kein Brunnenkopf sondern einen Winkel mit Rückschlagventil (doppelte Entlüftung) schrauben von da mit 1 Zoll weiter zur Pumpe. Fertig.


    Weiß nun nicht wie weit der Wasserstand im Brunnen beim Pumpen absinkt?
    Persönlich gehe ich davon aus, das dieser rapide absinkt und du unter der Ansaughöhe einer Pumpe liegen könntest. Für diesen Fall würde ich noch ein Filterrohr weniger nehmen: Bodenkappe-Filterrohr-Vollwandrohr- weitere 5m Filterrohr-Vollwandrohr.
    In dem Vollwandrohr ( Muffe) würde ich eine selbstgebaute Rückschlagklappe einbauen. So kannst du deine Rohrtour später auch als Tiefsaugeinrichtung verwenden, sprich mit einer Handpumpe oder Motor Wasser fördern.



    Auf keinen Fall nach der Filterkiesschüttung gegenspülen. Da Schiefer ein KLuftgrundwasserleiter ist kann sich beim Gegenspülen Luft in den feinen Rissen und Kluften des Schiefers in Form von Luftsäcken festsetzen. Diese Luftpolster hemmen dann den Zufluss von Wasser oder unterbinden diesen gänzlich.

    Moin zusammen,


    für eine Filterrohrtour im Schiefer würde ich persönlich eine größere Schlitzweite und eine daraus größer resultierende Filterkiesschüttung nehmen. Der Zulauf wird ansonsten in den Filterbereich durch eine feine Kiesschüttung abgebremst.

    Hallo Wolfgang,
    im Intervall Pumpen ist schon richtig. Die ersten 500 Liter hast du ja sicherlich schon gefördert.:)
    Nun würde ich bei halber Förderleistung die Förderzeiten immer mehr verlängern, bis das Wasser klar ist.
    Zum Schluss ca. 1h mit voller Leistung, bringt der Brunnen das Wasser, dann sollte es passen.


    Es wird sich wie bereits o. beschrieben eine schöne Filterkiesschicht gebildet haben. Viel Spaß mit deinem Brunnen.
    Und den Brunnen später im Betrieb nicht überlasten.



    http://www.brunnenbau-forum.de…it-eines-rammbrunnen.html

    Moin zusammen,


    Zitat

    Warum eine Schwengelpumpe mehr Leistung bringen soll als ein HWW ist mir aber nicht klar.


    und

    Zitat

    Eine E-Pumpe bringt die Leistung nicht und obendrein wirst du die Pumpe aufarbeiten auch mit Filter.


    Auf das KLARPUMPEN bzw. ENTSANDEN bezogen:


    Eine Schwengelpumpe zieht nicht so viel Sand in den Filterbereich, da eine E-Pumpe ja mehr Leistung hat. Dieses ist im Stadium des Klarpumpens der eigentliche Grund. Zu schnell "angesaugter" Sand kann den umliegenden Bereich um die Filterstrecke verstopfen.


    Durch langsames anpumpen wird Sand der Körnung x (kleiner als die SW) langsam in den Filterbereich gezogen, kann diesen passieren und wird abgepumpt. Die Körnung y ( größer als die SW) lagert sich um den Filterberbereich an, es kann sich eine natürliche Filterkiesschüttung um den Filter bilden.


    Klarpumpen immer ohne Rückschlagventil, da der Ventilsitz beschädigt werden kann. Mitunter schließt es nicht mehr richtig.


    SW=Schlitzweite des Filters.

    Moin summer-fee,

    Zitat

    wenn es ein "Oberflächenwasserbrunnen/schacht" wäre, wäre dann wohl am Ende ein Betonfuss? Wohl nicht, oder wie kommt das Wasser da rein


    Das weiß nur der Bauherr- Beton glaube ich eher nicht, die Sohle steht ja laut deinen Angaben in Lehm/Ton.
    Wasser kann ja durch die Brunnensohle oder durch die Schachtringe selbst in den Brunnen eintreten.


    In Lehm/Ton/Schluff versickert das Wasser ja auch, nur sehr, sehr und wirklich sehr langsam. In diesen bindigen Bodenarten ist ja der Porenzwischenraum sehr klein, so das Wasser praktisch nicht fließen kann.
    Diese Bodenarten sind Grundwasserhemmer.
    http://www.brunnenbau-forum.de…der-einzelnen-boeden.html


    Damit habe ich deine weitere Frage auch beantwortet: Ein schnelles Versickern von Dachwasser ist so nicht möglich, zumal ich deine Gesamtdachfläche nicht kenne. Eventuell kann man das Bauwerk als Zisterne nutzen?


    Legt doch einen großen Gartenteich an, Teichfolie brauchst du ja dann keine.

    Moin summer-fee,

    Zitat

    also angeblich 1 m buddeln, dann Oberflächenwasser....kann die Gerätschaft damit was zu tun haben?


    Ja kann sein. Aufgrund der von dir beschriebenen Bodengeologie bietet sich ein solcher "Brunnen" an, um oberflächennahes Wasser zu fassen, wenn der eigentliche Grundwasserleiter zu tief liegt oder aufgrund der geologischen Verhältnisse nur schwer zu erreichen ist.


    Ein Schachtrunnen würde zumindest mit der Brunnensohle im Grundwasser stehen. Wenn also Grundwasser wie in deinem gelagerten Fall bei 7m ansteht, sollte der Brunnen bis in diese Tiefe (und noch weiter) reichen.


    Hoffe ich konnte helfen.

    Moin Dennis,


    du hast leider nich erwähnt, wie weit in etwa der GW-Spiegel beim Pumpen abfällt und wieviel Wasser du gefördert hast.


    Wenn es mein Brunnen wäre:


    Rohre wieder raus, eine Kiespumpe leihen oder auch kaufen ( hier im Shop), versuchen den Brunnen tiefer zu plunschen ( manchmal ist er nur etwas versandet) und hat dadurch an Tiefe verloren.
    Und dann den Brunnen säubern ( regenerieren).


    Wenn du die Saugpumpe gekauft hast, würde ich den Brunnen hiermit betreiben. Der Einsatz einer Tiefbrunnenpumpe würde wohl aufgrund des jetzigen Wasserstandes im Brunnen eher scheitern.


    Alternativ könnte man über den Einsatz einer Membranpumpe ( Tiefbrunnenpumpe) nachdenken, diese haben eine geringere Bauhöhe. Haben aber den Nachteil, dass Schwingungen übertragen werden ( liegt der Brunnen zu nah am Haus?)

Brunnen selber bauen