Posts by GeorgS

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    Ich habe es verstanden und muß sagen, das ist eine tolle Lösung für das Problem. Sicher mit mehr Aufwand verbunden, aber man hatte damals noch keine so elegante Lösung mit einer Rohrpumpe.


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    Nur heute braucht man das nicht mehr....


    Im Gegenteil!
    (was die angebliche Eleganz einer Tiefbrunnenpumpe angeht)
    Solch ein Injektor (nicht Ejektor!) ist besser in jeder Beziehung.
    - Er kann ganz aus Bronze und Kunststoff angefertigt werden,
    keine bewegten Teile. Es gibt somit nichts im Brunnenloch was
    je gewartet oder ausgetauscht werden müsste.
    - Er "verdaut" Sand bis zu einigen mm Durchmesser.
    Begrenzender Faktor ist dabei eher die Strömungsgeschwindigkeit im Steigrohr.
    - Damit kann man sogar kleine Luft-(Gas-)einbrüche fördern
    (Ich hatte mal einen Brunnen im Münsterland, bei dem kleine
    Mengen Erdgas auftraten)
    Zwingend braucht man ein Fußventil auf der Saugseite des Injektors.
    Übrigens ist so ein Injektor in allen diesen "Gartenpumpen" und
    den "Hauswasserwerken" vor der Kreiselpumpe vorgeschaltet.
    Gruß
    Georg

    Hyperbelförmige Kennlinie für die elektrische Leistungsaufnahme?
    kg49


    Nein,
    den Quellennachweis bekommst du nicht, da ich das nicht
    behauptet habe.
    Ich habe ausdrücklich Pumpenkennlinie geschrieben.
    Die geht üblichwerweise von einer konstanten Drehzahl
    aus und fragt nicht wie und wer die Leistung an der Pumpenwelle
    aufbringt.
    Von der Hyperbel sieht man bei praktischen Kreiselpumpen
    natürlich nur den mittleren Teil, bei geschlossenem Schieber
    bricht die Strömung im Kreiselrad zusammen, und der Druck
    fällt sogar wieder ab.
    Den Effekt spürt (hört) man schön bei Staubsaugern ohne
    Drehzahlregelung, wenn man mit der Hand das Saugrohr
    verschließt. Der Unterdruck fällt ab, die Drehzahl steigt
    an
    Gruß
    Georg

    [QUOTE=Langob;23491
    Allerdings ich würde es dennoch vermeiden eine Pumpe bei vollem Druck ohne Wasserentnahme längere Zeit laufen zu lassen. Finde das irgendwie unsinnig![/QUOTE]


    Hallo Langob,
    das würde ich auch empfehlen. Jede Maschine hat ihre
    (endliche) Lebensdauer, und unbaufsichtigter Betrieb
    erfordert immer besondere Zuverlässigkeit, die die Pumpen
    für Gartenzwecke in der Regel nicht haben.
    Für Dauerbetrieb sind sie meist nicht gebaut.
    Und egal ob volle Leistung oder nicht, Strom muß nicht
    vergeigt werden :=)
    Gruß
    Georg

    Quote

    Wenn die auf vollem Druck weiter arbeitet, nimmt sie auch volle Leistung auf!


    Das stimmt so nicht.
    Kreiselpumpen (Kolbenpumpen gibt es wohl nur noch als Schwengelpumpen)
    haben eine hyperbelförmige Kennlinie.
    Bei Förderhöhe Null und bei Durchfluß Null wird an Leistung nur noch
    die Verluste durch "Kurzschluß" von der Druck-zur Saugseite und
    Lagerreibung aufgebracht.
    Bei großen Pumpen (dutzende kW) und schlechter Wärmeabfuhr
    können diese Verluste die Flüssigkeit in der Pumpe zum Kochen
    bringen und die Pumpe kann bersten.
    Bei den schlanken Tiebrunnenpumpen sollte das kaum möglich sein.
    Diese Pumpen kenne ich nur von der Werbung, haben die
    eigentlich keine Druck- bzw Temperaturabschaltung?
    Gruß
    Georg


    Nachtrag:
    Die meisten Tiefbrunnenpumpen sind wohl Kreiselpumpen (mehrstufige Kanalradpumpen). Es scheint aber auch eine Pumpe auf Ebay zu geben, die nach dem Prinzip der Schraubenverdichter zu arbeiten scheint. Das Prinzip ist volumenschlüssig, zur Sicherheit müsse ein Überströmer eingebaut sein. Wenn das der Fall ist, würde die Pumpe die volle Leistung aufnehmen, wenn sie gegen einen geschlossenen Schieber läuft.


    Noch ein Nachtrag:
    Gerade hab ich für einige Tiefbrunnenpumpen Wirkungsgrade
    gefunden: Schauderhaft!
    Eine billige (ca 200 Eu) hatte unter 20 % ,
    eine Teure (> 600 Eu) gerade mal 50 %.

    Hallo Volki,
    vielen Dank für deine Antwort.
    Gerade hab ich herausgefunden, daß eine Verleihfirma in der Nähe
    einen Handbohrer 200 mm für 11 Eu für eine Woche ausleiht.
    Damit fange ich mal an, um einen Eindruck vom Untergrund
    zu bekommen, dann sehe ich weiter.
    Der Leihbohrer ist recht primitiv, aber für die oberen 2 m wird
    es hoffentlich ausreichen.
    Gruß
    Georg

    Hallo,
    ich bin neu hier, wälze schon seit etwa 2 Jahren "Pläne"
    einen Bohrbrunnen zu errichten. Gelesen habe ich
    einiges inzwischen, sodaß ich die Theorie kenne.


    Der Grundwasserhorizont liegt bei ca 2,5 m, der Boden ist
    Kies/Sand mit bis zu ca 30 mm Durchmesser.
    (Aber dickere Brocken kann man ja wohl nie ausschließen
    (drei mal Holz...)
    Einstreichende Tonschichten sind recht wahrscheinlich, nach
    Evidenz von Baugruben in der Nähe.
    Praktisch an der selben Stelle haben wir vor ca 30 Jahren
    ein Loch von 50 mm gebohrt mit einem Handbohrer und
    nach Erreichen des Grundwassers einen Rammbrunnen
    eingeschlagen (Insgesamt ca 4 m) Dieser Rammbrunnen
    hat so recht und schlecht einen Regner versorgt, aber inzwischen
    will er nicht mehr. Ich denke der Rammbrunnen ist verockert.


    Mein Plan ist nun so, daß ich zunächst einen 150er Erdbohrer
    anschaffe, und damit zunächst bis zum Grundwasser bohre.
    Damit würde ich zunächst mal einen Eindruck von der
    Bodenbeschaffenheit gewinnen, bevor ich weiteres Werkzeug
    anschaffen müsste.


    Und hier stehe ich vor der ersten Entscheidung: Welcher Bohrer ?
    Auf Ebay werden sogenannte "Korbbohrer" angeboten, man verspricht
    dabei, daß das Bohrgut evtl auch noch "im Wasser" gefördert wird.


    Korbbohrer | eBay


    Was ich allerdings nicht finde, sind Berichte über Erfahrungen.
    Kann mir da jemand raten?
    Gruß
    Georg

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