Posts by BrunnenFloh

    Bentonit und andere Additive werden dem Bohrspülwasser beigesetzt und bilden an der gebohrten Erdwand einen sogenannten wasserundurchlässigen Filterkuchen, damit das Wasser nicht wegläuft.

    Aber während der Einbringung der Rohrtour und der Kiesfüllung zwischen Rohr und Bohrwand bleibt ja das Spülwasser mit dem Zeug drin im Rohr stehen !

    Dann erst wird die Brühe abgepumpt !

    Was passiert aber mit dem Filterkuchen ? Wie wird erreicht, dass er sich wieder "auflöst" und Wasser in die Kiesschicht durchlässt und damit die Wirkung des Brunnens erhöht ?

    Mit chemischen Mitteln kommt man ja nicht mehr an ihn dran !! Gibt es was Mechanisches (Ultraschall o.ä. im Wasser ?) ?

    Setzen sich nicht auch die Filterschlitze beim Einführen der Rohrtour zu ? Das Öffnen dieser Schlitze kann aber bestimmt beim Anpumpen erreicht werden ?? Zuerst starkes Anpumpen bis Großteil Bohrflüssigkeit entfernt ist ?

    Und dann das "normale" Anpumpen mit Intervall-Leistungssteigerung ?

    Schafft man durch das Anpumpen auch, dass durch die Kiesschicht hindurch der Filterkuchen zerstört wird ???

    Man findet im Internet zu wenig darüber, was mit dem Filterkuchen nach dem Bohren passiert ! Obwohl die Methode immer gebräuchlicher wird.

    Gruß aus Berlin

    Brunnenfloh

    Vielen Dank MARG für die schnelle Antwort für die eigentliche Frage !

    Dann kann ich beruhigt die Brunnenrohre liegen lassen und decke die mit einer Folie bis zum Einbuddeln ab. Bin nun beruhigt !

    Mit den nunmehr geänderten Eigentumsrechten sehen wir kein Problem und ich freue mich "geschenkte" Rohre verwenden zu dürfen ! Auch wenn sie eine Nummer zu groß sind ?!

    Ich werde sehr wahrscheinlich über meine Erfolge oder Misserfolge bei meinem Brunnenprojekt berichten !

    Werde mich weiterhin in Eurem guten Forum informieren und schlauer machen !

    Gruß aus Berlin von

    Brunnenfloh

    Sorry , habe eben bemerkt, dass ich mich gar nicht vorgestellt habe !

    Ich bin gebürtiger Rheinländer und war Jahrzehnte lang Leibeigener des Freistaates Bayern und fühle mich nun ganz Wohl in Berlin !

    Wie schon erwähnt, wollte ich meinen alten Saugbrunnen in einen 15 Meter - Tiefbrunnen verzaubern, hatte aber leider bisher nur mit Zauberlehrlingen zu tun gehabt !?

    Daher bin ich dabei und habe auch schon einen Teil geschafft, mich in das Brunnenbauwesen einzulesen ! Bis zum Mai werde ich auch das komplette Equipment zusammen haben ! Da ich ein Pedant bin, wird es bestimmt Dinge geben, die eigentlich hinterher nicht nötig gewesen wären, aber egal wenn´s Spaß macht !


    Ich würde freuen, wenn Berliner aus dem "geografisch" linken Teil von Berlin, sich per PN oder eMail melden, zwecks Klönschnack und Erfahrungsaustausch ! Zumindest meiner ist erst sehr theoretisch, aber das wird noch !

    Allen einen schönen zweiten Advent und immer genug Wasser unter dem Kiel, pardon Füßen !

    Brunnenfloh

    In der Brunnenbau-Historie, seit im Mai mein 30 Jahre alter Saugbrunnen verreckt ist, habe ich nun die vierte Stufe erreicht :

    Die ersten beiden Brunnenbau-Firmen haben die Termine zwar nicht abgesagt, dafür sind sie aber auch nicht erschienen !

    Der nächste Brunnenbauer sagte zwar zwei Tage vorher ab, mit der Begründung, sein Anhänger mit dem Bohrgerät sei ihm geklaut worden ! Ich glaube eher, er hatte einen lukrativeren Auftrag, da die Polizei aus seiner Gegend, nichts von einem Diebstahl wusste !

    Mit dem vierten Brunnenbau-Meister erlebte ich die tollste Story : Er kam unangemeldet zwei Wochen vor dem Termin, legte mir eine komplette blaue Rohrtour in DN150 (13 BR+ 3 FR) in den Garten und verschwand schnell mit den Worten, wir sehen uns zum Termin ! Obwohl DN115 geplant war !

    In den nachfolgenden zwei Wochen war er weder telefonisch noch eMailig zu erreichen! Und Ihr habt Recht mit Euren Gedanken; er erschien auch nicht zum Termin !

    Mein Rechtsanwalt hat daraufhin Erkundigungen getätigt und erfahren, dass die Firma nicht mehr existiert und der Inhaber angeblich nicht aufzufinden ist ! Mein RA hat ihm eine Frist von drei Wochen zur Abholung gegeben, mit dem Hinweis, danach werden die Rohre „entsorgt“ ! Per Einschreiben mit Rückschein, den wir haben ! Was wir aber auch noch haben sind die Rohre, da das „Entsorgen“ ja für mich Geld gekostet hätte ;-) Dieser Brunnerbauer hat mit der Frist und der Zeit danach von 5 Wochen somit sein Eigentum aufgegeben !

    Nun habe ich zwar Rohre im Garten, aber nicht in der Erde ! Und das war nur die Vorgeschichte zu meiner Frage, die sonst zu trocken gewesen wäre :

    Kann man die blauen Brunnenrohre getrost im Freien lagern ? Auch bei den "extrem" tiefen Wintertemperaturen in Berlin und im Frühjahr kommen die Sonnenstrahlen mit ihrem UV dazu ! (Komme nun erst im Mai zum Selberbauen !)

    Fazit : So kommt man schneller zu Brunnenrohren, als zu einem Kind ! Meine beiden Töchter haben länger gedauert ! :)

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