Posts by Blaster

    Hallo Volker,
    vielen Dank für dieses Angebot! Ich habe leider keine Erfahrungen wie Rollenmeißel arbeiten. Wenn ich mir die Beschaffenheit dieser Geräte ansehe komme ich zu dem Schluss, dass sie sich entweder sehr schnell drehen müssen oder man viel Gewicht benötigt um an Tiefe zu gewinnen. Vielleicht auch beides. Bitte korrigiere mich wenn das falsch ist. Mein Motor dreht 60 U/Min, die Last die ich auf den Bohrer bringen könnte beträgt inkl. EIgengewicht des Gestänges 150 - 170kg. Mehr würde ich dem Gestänge nicht zumuten wollen. Kann ich damit was reißen?


    @Plunschmeister
    Vielen Dank für die Tipps. Was meinst Du bricht ab sollten die Platten zu weit vorstehen? Die Platten selber oder die Schrauben, die die Platten halten? Kann man im schlechtesten Fall ja alles wieder plunschen.... ;-)
    Habe mich nochmal in der 'Bucht' umgesehen und bin dort auf eine Vielzahl von günstigen Wendeschneidplatten gestoßen, die man eigentlich bei Drehmaschinen einsetzt... Die könnte ich mir auch gut als Verstärkung der Schneide vorstellen.


    Schönes Wochenende Männer!

    Soo,


    auch wenn ich noch keine Zeit zum Bohren hatte, hab ich wenigstens schon mal Zeit gefunden Fotos zu machen.


    Hier auf dem ersten Bild sind die "Schneiden" des Stufenmeisels zu sehen.


    Daneben liegen die Hartmetallplatten, von den ich insgesamt noch 6 Stück hätte. Weitere vier könnte ich im Notfall von der Schnecke abschrauben, dort haben sie schon gute Arbeit geleistet.


    Hier im zweiten Bild habe ich die platten mal auf den Stufenmeisel gelegt, so wie ich mir vorstellen könnte, dass es Sinn machen könnte. Lieder sehe ich das Problem, dass die Schneide nicht komplett durch die Hartmetallplatten abgedeckt wird und sich somit punktuell leichter abnutzen könnte.


    Ist es vielleicht sinniger sich drei lange Platten zu besorgen, die jeweils eine komplett neue Schneide darstellen?


    Auch spiele ich mit dem Gedanke so etwas anzuschaffen.
    Stufenbohrkrone 5 1/8 Zoll d = 130,2 mm 2 3/8 Zoll - Lotze Wassertechnik Shop


    Nur wo bekomme ich eine Gewindeaufnahme für diesen Bohrer, an die ich einen Adabter zu meinem Bohrgestänge schweißen könnte?? Würde nichts direkt an diesen Bohrer schweißen wollen.


    Besten Gruß

    Masse wäre genug da denke ich. Vorbohren, Gewinde schneiden, mit Schraubensicherungslack anziehen!? Haste ggf. ein Bild oder ne Vorlage für sowas? Wegen Bohrer nicht zu spitz und so...


    Was meinste zu dem spitzen/scharfen Meisel? Um größere Brocken rauszutrümmern. Der Meisel war von Beginn an stumpf, ist nicht durch meine Stoßversuche stumpf geworden. Die brocken die ich in stumpfer Form löse sind mit der größe von zwei aufeinanderligenden 5 cent stücken zu vergleichen.

    Handwerklich geschickt würde ich schon sagen, aber für das was ich da sehe bräuchte man wohl ne Schlosserei.... Wenn Du sagst die Gesteinschicht wird erst mal nicht enden bekomme ich ohnehin nicht mehr Wasser oder? Sollte sie Wasserführend(???) sein drückt das Wasser auch nach oben raus würde ich jetzt vermuten?

    Hi Plunschmeister,


    hatte ich schon befürchtet. Ich denke das Problem wird der Druck sein. Was ist ein Richtwert für 'ausreichend'? Mit nem besseren Stufenmeisel nix zu gewinnen? Der braucht weniger Druck denke ich. Bin mir sicher, dass es Sandstein ist, kein Schiefer.


    Besten Gruß

    So,


    meine letzte Frage kann ich mir selber beantworten. Kalkstein ist nicht gut... Jedenfalls nicht fürs Bohren.
    Ich kann allerdings nicht genau sagen ob es wirklich Kalkstein ist, es könnte auch roter Sandstein sein. Ich habe es mit einem meiner Stufenmeißel versucht, der sich daraufhin jedoch abnutzte ohne merklichen Tiefengewinn. Habe daher beschlossen ihn zu härten und mich dazu in Möglichkeiten der Härtung von Stählen eingelesen.


    Habe den Meißel dazu wieder geschärft, ihn auf ca. 900 °C erhitzt und anschließend abgeschreckt.
    Die Standfestigkeit des Meisels erhöhte sich dadurch tatsächlich, allerdings nicht ausreichend. Ich konnte 1-2cm binnen 10-15 Minuten schaffen, danach war er wieder Stumpf. Da das erneute Schärfen ca. eine Stunde dauert ist das keine mir zusagende Arbeitsmethode. Hinzu kommt, dass der Meißel nach 3-5 weiteren Schleifvorgängen vermutlich zu entsorgen wäre.


    Ich habe daraufhin mittels eines 7m langen Rammbrunnengestänges, an dem am unteren Ende in einen Schlagkopf ein 18mm Meißel eingearbeitet ist, versucht Brocken aus dem harten Untergrund zu hämmern, ohne Erfolg.



    Beim auf den Boden rammen springt das ganze Gestänge bis zu 30cm wieder zurück aus dem Loch. Wenn ich anschließend Plunsche habe ich lediglich ein wenig Sand und wenige kleine rote und weiße Sandsteine darin.
    Der Meißel ist jedoch recht stumpf, bekome ich einen großen Vorteile wenn ich ihn anschleife oder ist das bei dem Gewicht des Gestänges und der Wucht nicht relevant? Wenn anschleifen breit und scharf oder eher richtig spitz?
    Bin leider kein Steinmetz.


    Nun stelle ich mir auch die Frage wie dick diese Schicht wohl ist, ohne eine Antwort darauf zu haben. Eher noch stelle ich mir aber die Frage wie ich hindurch komme. Mit einem Bohrer der sich nicht permanent abschleift, also extrem hart ist.
    Hier also meine zweite Frage, wo bekomme ich so einen Bohrer, der an mein Gestänge passt?? Könnte dazu eine Gewindebuchse zur Probe verschicken.


    Die dritte Möglichkeit, die ich auch schon in Betracht gezogen habe ist Rohre einstellen und probepumpen.
    Ich habe knapp 2m Wasser im Loch, wobei der letzte Meter relativ ergiebig an Wasser sein sollte. Würde ich am Aushub festmachen....
    Kann das Wasser reichen? Für 1000l/h, 2000l/h oder 3000l/h? Oder ist es definitiv zu wenig? Sollte das der Fall sein kann ich mir das einstellen der Rohre und die Anschaffung einer Pumpe fürs erste sparen...


    Hoffe und freue mich auf Eure Antworten.


    Besten Gruß und ein schönes Wochenende!!

    Hi Plunschmeister,


    nein. Bohre nach wie vor mit der Schnecke.

    Das sind die Steine, die ich zuletzt rausgeholt habe. Fast nur Braune zuletzt. Die lassen sich sogar zebrechen, wenn sie direkt aus dem Wasser kommen. Der Sand hat zum Teil eine hellere Farbe, denke daher nich, dass er vom Festgestein abgemahlen ist. Außerdem ist er sehr gleichmäßig fein. Wäre es Festgestein würden auch immer mal wieder Brocken absplittern denke ich?!
    War eben gerade nochmal am Loch und habe zwei Gänge geplunscht. Beim ersten Gang einiger Sand der scheinbar nachgelaufen war. Kam dabei sofort auf die Tiefe von gestern.
    Beim zweiten Gang sehr wenig Sand und ein flacher Sandsteinbrocken von den weißen. Gut zwei Meter Wasser stehen im Loch an. Wenn ich jetzt darin die Kiespumpe darin leicht auf den Grund dotze, gibt es ein sehr dumpfes geräusch, sogar die Spinnwebe, die sich über Nacht am Bohrloch gebildet hat vibriert dann. Vom Gefühl her würde ich sagen es ist eine neuerliche Lehmschicht, auch weil der letzte helle Sandstein mit Lehm behaftet war. Der kann natürlich auch übernacht aus einer höheren Schicht runtergefallen sein.


    Bin recht zuversichtlich es schaffen zu können derzeit!

    Hallo zusammen,


    konnte gestern und vorgestern das Projekt weiter vorantreiben. Habe gestern schließlich die Lehmschicht durchbrochen und bin nun in sehr feinem Sand. Nachdem das der Fall war lief der Bohrer relativ leicht ca. 50cm nach unten. Hier nochmal ein Bild vom Bohrgestänge.


    Den auf den besagten 50cm gelockerten Sand konnte ich mit einem Mal mit der Kiespumpe fördern, hatte noch leichte gelbe Lehmklümpchen. Sieht man hier ganz gut.


    Im Anschluss konnte ich mit der Kiespumpe wieder nur sehr geringe Mengen Sand fördern. Auch geht das ziehen am Pumpenseil mitunter sehr schwer, scheint sich irgendwo festzusaugen. Der Sand scheint wie Beton dort unten drin zu liegen, ist das denkbar? So fließt das sandige Wasser aus der Kiespumpe, wenn ich nicht vorher aufgebohrt habe.

    Auch auf dem Kolben befindet sich immer eine kleine Sandschicht.


    Ich stecke also das Bohrgestänge wieder ins Loch um weiter aufzulockern. Bin jetzt bei 7m Tiefe und etwa zwei 2m Wassersäule. Habe immernoch keine Rohre eingebracht. Das Loch scheint trotz des Sandes merkwürdigerweise stabil zu sein. Nicht das es mich beunruhigt, aber wie ist das möglich?


    Wenn ich nun bohre geht es wieder sehr langsam, milimeterweise. Man kann wie beim vorherigen Bohren im Sand ein dumpfes dröhnen aus dem Loch vernehmen. Hin und wieder knirscht es. Kann der Sand dort so fest liegen oder bin ich evtl. wieder auf Lehm gelandet? Ich hoffe nicht.
    Wäre generell davon ausgegangen, dass der Untergrund sich mit steigender Tiefe vergröbert, also Lehm --> Sand --> möglicherweise Kies. Ich bohre hier im Amöneburger Becken, falls da jemand unterlagen über Bodenverhältnisse hat wäre das klasse!



    Beste Grüße

    Hallo,
    ich bohre eigentlich nicht mehr als 15cm am Stück, es geht relativ langsam und dadurch wird der Motor ziemlich warm. Ich muss das Gestänge mit der Seilwinde ohnehin immer wieder anheben, da sich bei zu schnellem absenken sofort der Bohrer verhakt. Die Rohre haben ca. 3mm Wandstärke, darauf sind ich würde sagen 'normale Gewinde' geschnitten. Die Muffen haben ca. 5mm Wandstärke, kann davon gelegentlich nochmal ein Foto einstellen. Das was auf dem Foto mit dem Bohrer neben dem Bohrer liegt, sind keine Bohrstangen, das ist ein alter Sichtschutz, hat nix mit dem Brunnenbau zu tun.

    Hallo Plunschmeister,
    na das ist doch mal etwas erfreuliches. Auch wenn ich gerne schon in der Schicht wäre, in der ich einfach mit der Kiespumpe fördern kann.
    Ich habe Knoten in das Seil der Kiespumpe gemacht. Daran sehe ich relativ genau, wenn ich 15cm Tiefe mit der Schnecke geschafft (gelockert) habe sackt die Kiespumpe um ziemlich genau die gleiche Strecke beim plunschen tiefer.
    Wenn der Lehmanteil im mitgeförderten Sand sich weiter so verringert sollte ich bald den reinen Sand/Kies fördern können, dann natürlich mit Rohr. Ist für meine Begriffe auch schlüssig, dass der Lehm nicht schlagartig aufhört und der Kies/Sand beginnt. Die Problematik massenweise Bohrgut zu fördern ohne an Tiefe zu gewinnen ist ja im Forum schon beinahe bis zur Erschöpfung behandelt. ;-) Wenns nicht gewittert geht's heute nach Feierabend weiter...


    Beste Grüße

    Hallo Bohne,
    denkbar ist das wohl. Jedoch kann ich es mir in meinem Fall nicht so richtig vorstellen und zwar aus zwei Gründen:
    1. Ich denke ich hätte einen größeren Stein mindestens einmal getroffen beim stochern mit dem Meisel. Das war aber nicht der Fall. Wie gesagt, der Meisel ist immer ca. 15cm eingedrungen, sieht man auch, da er in diesem Bereich ziemlich blank ist.
    2. Wenn Steine dieser Größe dort unten wären könnte ich vermutlich nicht mit dem Schneckenbohrer hantieren, er würde sich sofort verhaken.


    Das ist meine Meinung, kann gerne widerlegt werden.


    Kann nochmal jemand zu meiner im vorigen Beitrag beschriebenen Thematik, Plunschen mit oder ohne Rohr und dem evtl. stärkeren Sog am Boden sagen?


    Beste Grüße

    So, die Kiespumpe arbeitet erstaunlich gut. Habe beim ersten Einsatz gleich einiges an größeren Steinen aus dem Bohrloch holen können.


    Die beiden Steine mit dem Feuerzeug scheinen aus einer Schicht zu stammen, die unmittelbar über dem Grundwasserstock liegt. Ich würde sagen man kann Oberseite und unterseite erkennen. Die oberseite mit einigen donklen Ablagerungen, die Unterseite weißgespült vom GW.


    Im Anschluss daran habe ich mit diesem Bohrer

    noch etwas weitergebohrt. Der ging im Lehm durch die Hartmetallplättchen echt klasse. Das größere Problem war die volle Schnecke durch den Lehm wieder nach oben zu bekommen.
    Beim weiterbohren habe ich noch diese Steine aus dem Untergrund lösen können,

    die ich anschließend wieder mit der Kiespumpe fördern konnte. Scheint wirklich einen klasse Sog zu haben das Teil. Die Steine waren in ziemlich schmierigem Lehm verklebt, habe sie ein wenig abgespült. In der Folge habe ich mit dem Schneckenbohrer weitergebohrt, weil die Förderungen der Kiespumpe sich auf braunes Wasser beschränkten. Der Bohrer rumpelt wie verrückt im Loch, das Gestänge hebt und senkt sich bei jeder Umdrehung, es geht nur sehr langsam tiefer, weil der Bohrer sich auch immer wieder Verhakt. Bohrgut bleibt seit dem GW Anfang ohnehin keins mehr auf der Schnecke, also Bohrer raus, Kiespumpe rein. Diese fördert etwa zwei Hände voll Kies zu Tage. Der Kies ist mit etwas lehmigem, feinen Sand versetzt.


    Dann ist wieder Schluss, die Kiespumpe fördert lediglich braunes Wasser und sackt auch nicht tiefer.
    Ich beschließe mit einem kräftigen Meisel an einem langen, schweren Gestänge den Boden im Bohrloch zu bearbeiten um ihn aufzulockern und Festgestein auszuschließen. Ich ramme dieses Gestänge ins Loch, der Meisel dringt etwa 15 cm ein, ich kann das Gestänge nur mittels einer großen Rohrzange drehen, direkt wieder rauszuziehen ohne vorher zu drehen ist von Hand nicht möglich. Nachdem ich das einige Male wiederholt habe kann ich wieder meine zwei Hände voll Kies mit der Kiespumpe fördern. Es ist zunehmend mehr Sand dabei, der immernoch Lehmanteile hat, auch lagert sich jedes mal eine dünne Sandschicht auf dem Kolben der Kispumpe ab.


    Womit habe ich es hier zu tun? So wie ich es vermuten würde groben bis feinen Kies mit Lehm versetzt. Kann es sein, dass der Lehm den Kies am Boden bindet und ich deshalb jedes mal wieder sehr mühsam auflockern muss bevor meine Kiespumpe etwas fördert?
    Ich muss dazu sagen, dass ich noch keine Rohre eingebracht habe. Sobald ich das tue, verliere ich die Möglichkeit mit dem Schneckenbohrer zu arbeiten/aufzulockern. Er passt nicht durchs Rohr...


    Auch habe ich mir schon die Frage gestellt, ob ich beim plunschen mit Rohr einen höheren Sog am Grund erzeuge und so ggf. doch mit der Kiespumpe weiterkäme. Denkbar? Könnte sein, dass mein Bohrloch am Grund etwas ausgeschlagen ist, durch die Auflockerungen mit dem Schneckenbohrer. Ich hoffe hier macht der Plunschmeister seinem Namen alle Ehre... :rolleyes:


    Besten Gruß

    OK, die Problematik mit den Zacken leuchtet mir natürlich ein.
    Werde auch versuchen auf ein Drehen der Rohre zu verzichten und sie lediglich von oben zu belasten.


    Habe neben dem Bohrloch einen 1000l Regenwassertank stehen, plane damit anfangs Wasser zuzugeben. Beim plunschen am Anfang permanent Wasser zugeben? Hoffe es wird sich nicht zu schnell verflüchtigen. Sobald ich die Kiespumpe fertig habe werde ich schon mal ohne Rohr versuchen zu plunschen, alleine um zu testen ob sich Material fördern lässt. Davon gehe ich aber aus, es gibt doch mehr Brunnen in meiner Nachbarschaft als ich zuerst dachte, allerdings sind es alles Rammbrunnen, die direkt von der Oberfläche geschlagen wurden. Das sei wohl auch recht problemlos gegangen (kann ich mir nicht unbedingt vorstellen ;-)). Daher keine feste Gesteinsschicht zu vermuten. Wir sitzen wohl auf einem alten Flußbett, wie ich zuletzt erfahren habe...


    @Fellnase
    Die Rohrschelle habe ich schon gesehen, werde sie auch nach dem Schema bauen. Danke nochmal für die Info. Hatte auch geplant eins der Rohre zu teilen und den einen Teil als Sumpfrohr, den anderen Teil als Schutz oben und am Ende auch als Abschluss zu verwenden.


    Besten Gruß

Brunnen selber bauen