Posts by rainercult7

    Bin mir nicht sicher welche Technologie für meinen Einsatz besser geeignet ist. Ich möchte einen Bohrbrunnen errichten und weiß dass das Erdmaterial sehr Lehmhaltig ist, und dass bereits von Beginn an. Es ist davon auszugehen, dass eventuell auch bei 20m noch Lehm ist. Von daher suche ich ein Gerät mit dem die 20m realistisch zum Bohren sind. Händisch ist das einfach viel zu mühsam und zeitaufwendig. Nun habe ich im Web zwei Arten von relativ preiswerten Brunnenbohrgeräten gefunden und ich frage mich ob diese für meinen Einsatz geeignet sind.


    1). Die Elektro Variante

    Hier übernimmt sozusagen ein Elektromotor die Bohrarbeit. Man kann hier meist bequem zwischen Links & Rechtslauf umschalten und ein zweiter E-Motor der per Seilwinde den Bohrmotor wieder nach oben bringt. (Das Foto ist nur ein Beispiel welches ich im Internet gefunden habe).


    2). Benzinmotor & Handkurbel

    Hier übernimmt die Bohrarbeit ein ca. 3PS starker Benzin Motor und per Handseilwinde wird der Motor/Bohrer nach oben gezogen. Ich vermute mal dass man bei dem Benzinmotor nicht einfach die Drehrichtung umschalten kann? Das Foto ist ebenso nur ein Beispiel vom Internet.


    Nun stelle ich mir die Frage ob der Elektromotor oder der Benzinmotor für das Bohren vor allem im Lehmboden besser geeignet ist? Wenn sich der Bohrer in die Lehmerde frisst benötigt man eine enorme Kraft zum hochheben, auch hier die Frage ob eine Handkurbel oder ein E-Motor mit Seilzug besser geeignet ist?


    Hab´s mir nun noch einmal genauer angesehen, bzw. mit einem Hammer weiter zerkleinert. Ich würde mal sagen, dass sich über 90% davon zerkleinern lassen. Da ist wohl die Chance auf einen Bohrbrunnen mal wieder beerdigt?


    Welche Möglichkeiten wären sinnvoll um eventuell doch etwas mehr Wasser in diesen Brunnen zu bekommen? Ich wäre schon zufrieden wenn ich auf täglich 1500 Liter kommen könnte, zusammen mit dem anderen Brunnen sollte ich dann einigermaßen mit der Bewässerung auskommen.


    Da der Brunnen nicht bis unten gemauert ist, traue ich mich da gar nicht runter, auch nicht zum ausräumen. Macht es Sinn mit einem kleineren Bohrer (hätte noch einen mit 90mm) mittig tiefer zu bohren um zu sehen ob sich das Erdreich nach 1-3 Meter verändert? Mit einem kleineren Bohrer und vielleicht noch einen erhöhten Stand könnte das machbar sein?

    Hallo,


    kleine Vorgeschichte: - Vor ca. 3 Jahren wollte ich in meinen alten Brunnen (alte Ziegelsteine, ca. 5m tief) mehr Wasser haben und mich dann dazu entschieden einen Brunnenbauer zu beauftragen der mir in den vorhandenen Brunnen runterbohrt und somit zum Bohrbrunnen wird. Gesagt getan, dieser hat dann ab der Sohle noch einmal 21m gebohrt, in Summe also ca. 26m tief. Leider bis zu dieser Tiefe nur lehmiger Boden, haben uns dann aus Kostengründen entschieden dies aufzugeben. Wenn es jemanden interessiert, hier der ganze Beitrag...


    Wasserzulauf erhöhen möglich? Oder doch besser zweiten Brunnen?


    Nun aber zum eigentlichen neuen Thema. Wir haben letztes Jahr das angrenzende Grundstück samt alten Haus dazugekauft. Dieses hat ebenfalls einen alten Brunnen mit noch weniger Wasser als mein Brunnen. Dieser Brunnen ist ebenfalls aus den alten Ziegelsteinen gemacht und in Summe 5,20m tief, wobei die Ziegel nur bis ca. 4,10 sind. Dieser Brunnen ist von meinem anderen Brunnen ca. 20m entfernt und liegt ca. 3m höher, das wird auch der Grund sein warum er nur ganz wenig Wasser hat. Man kann ca. 400 Liter entnehmen, bis diese dann wieder nachgelaufen sind, vergehen 2-3 Tage..


    Als wir bei unserem ersten Brunnen den Bohrversuch aufgaben, da auch bei rund 26m Tiefe nur Lehmerde war, meinte der Brunnenbauer dass es höchst wahrscheinlich überall hier so ist und eine zweite Bohrung an einer anderen Stelle am Grundstück ziemlich sicher nichts bringt, außer Kosten...


    Nun habe ich mir heute die Arbeit gemacht und in den besagten zweiten Brunnen mit einem 150mm Erdbohrer etwas nach unten gebohrt. das Bohrgestänge war somit 6m lang. Es war eine schweißtreibende Arbeit und in Summe habe ich 6 mal im gleichen Loch (ca. 50cm) reingebohrt und das Bohrmaterial entnommen. Noch weiter geht einfach alleine nicht mehr, da das Bohrgestänge mit 6m wirklich sehr schwer ist. Ich habe einige Fotos gemacht und bei dem was ich entnommen habe sieht das für mich nicht nach Lehm aus. Es ist eher schwarz mit vielen Steinen, Schotter daruntergemischt. Nun frage ich mich ob ich vielleicht tatsächlich Glück habe was den Boden betrifft um mich ans Plunschen zu wagen? Was meint ihr?

    Das 6m KG Rohr soll in erster Linie dazu dienen, dass das Bohrloch in diesem Bereich nicht mehr zufällt. Natürlich wäre hier ein Filterrohr + Kies das Optimum gewesen, aber nicht in Bezug auf Kosten/Nutzen/Aufwand. Es ist ja auch jetzt noch etwas Platz zwischen dem KG Rohr und dem Bohrloch. Wenn also Wasser in den Bereich des KG-Rohr zuläuft sollte dieses auch seitlich nach oben gedrückt werden. Das Bohrloch ist ja insgesamt ca. 21m tief. Ich werde vermutlich noch den Bereich vom Bohrende bis zum KG Rohr mit Schotter aufzufüllen, damit auch dieser Bereich nicht mehr einfallen kann. Ganz ehrlich, nicht erwarte nicht, dass plötzlich Unmengen an Wasser kommt...


    Das stimmt, die Güde ist grundsätzlich ganz ok. Aufgrund der Fläche habe ich die Rasenbewässerung hier auf 4 Kreise mit je 2-3 Beregner ausgestattet. Wobei man sagen muss, dass die Leitung beim 3 Beregner Kreis kürzer als beim 2 Beregner Kreis ist. Durch das tiefere Ansaugen der Pumpe ist aber vermutlich auch der Druck noch etwas gesunken, da sich die Pumpe ja mehr anstrengen muss. Ideal wäre wenn ich anstatt der ca. 3,5bar dann ca. 4,5bar hätte, dann würden auch die Beregner minimal weiter spritzen und der Bewässerungskreis wäre optimal abgedeckt. Dazu kommt, dass die Pumpe jetzt ca. 8 Jahre alt ist und ja auch mal kaputt gehen kann. Von daher wüsste ich eben schon vorher wie die neue Pumpe aussehen sollte. Stimmt natürlich, dass die rund 70Liter Wasser beim Beregnen nicht viel sind...


    Was haltet ihr von der Idee rund 50m weiter selber mit einem 90mm Bohrer zu probieren ob man vielleicht doch auf Kies/Schotter kommt? Ich weis, die Change dass dort auch nur Lehm/Ton ist, ist vermutlich weit höher....

    Hi,


    das stimmt natürlich, dass Wasser kommt nicht durch die Brunnensohle, sondern eben ganz unten, kurz vor der Brunnensohle wo es sichtbar von 3 Stellen zuläuft.


    Habe das Thema mit dem Zusammenbruch des Bohrloches/Brunnen besprochen und es wurde nun ein 6m langes KG-Rohr mit einem Durchmesser von 20cm in das Bohrloch gesteckt und an der Brunnensohle fachgerecht befestigt. Da ich mir diese Tätigkeit nicht zugetraut habe, hat dies der Brunnenbauer für mich erledigt und das sogar kostenlos. Da bei diesem Vorgang der Brunnen wieder komplett leergepumpt wurde, hat mir der Mitarbeiter der Firma gesagt, dass es auch das Wasser von unten (Bohrloch) etwas heraufdrückt, mit etwas Glück verbessert sich das im Laufe der Zeit und der Brunnen füllt sich dadurch zumindest schneller.


    Vorerst habe ich meine Güde MP120 Pumpe gelassen, jedoch eine neue Ansaugleitung aus einem 1 Zoll PVC Rohr gemacht welches nun ca. 2m in das KG-Rohr ragt. Damit ist das Ansaugrohr rund 7,5m lang und daher die Pumpe von der Ansaughöhe am Limit. Getestet habe ich die Pumpe schon mehrmals, funktioniert einwandfrei. Nun habe ich zumindest pro Beregnung etwas mehr Wasser zur Verfügung, wie viel das sind weis ich noch nicht...


    Leider gibt es in meiner Ortschaft bezüglich Bohrbrunnen noch keine Erfahrung, da hier alle einen Schachtbrunnen haben.


    Der Brunnenbauer vermutet, dass wohl die ganze Umgebung von der Bodenbeschaffenheit so sein wird...


    Ich bin nun am Überlegen ob ich etwas 50m weiter noch einmal eine Testbohrung starten soll?
    Habe einen Erdbohrer (90mm, 120mm, 150mm, 200mm) mit 13m Gestänge zuhause liegen. Wenn ich nun einfach den kleinen 90mm Bohrer nehme und mal drauf los bohre? Vielleicht ist gerade an der Stelle doch eine Kies(Schotter) Schicht?


    Außerdem möchte ich die Güde Pumpe gegen eine leistungsstärkere Pumpe ersetzen, leider habe ich mich bei der Auswahl, Berechnung noch immer nicht den Durchblick. Dachte an eine 4 Zoll Tiefbrunnenpumpe die ich dann ca. 4m in das 20cm-KG Rohr hänge. Bei Erdbohrer gibt es eine Orlando mit 6,9bar. Dann ziehe ich 1bar ab, dann habe ich rund 6bar mit welchen ich in die Bewässerungsanlage fahre, ist das zuviel. Oder ich nehme die Orlando mit 9,2 bar, dafür einen Druckregler wo ich den Druck auf 5bar begrenze und dann läuft die Pumpe auch nie auf ihrer maximalen Leistung...?

    Das Wetter war zwar nicht ideal, aber ich habe heute mal bei meinem Brunnenprojekt weitergemacht.


    Also den Brunnen mit einer Tauchpumpe bis zur Brunnensohle ausgepumpt, soweit dass ich das Bohrloch erkennen konnte. Danach habe ich die Pumpe vorsichtig ca. 50cm in das Bohrloch gehängt und das Wasser abgepumpt um zu sehen wie schnell es das Wasser nach oben drückt. Es sieht so aus, als ob da gar nichts passiert, da das Wasser im Bohrloch nur sehr langsam gestiegen ist. Von oben habe ich gesehen dass direkt über der Brunnensohle (ganz knapp) von 3 Seiten das Wasser zuläuft. Aber eben ganz unten wo der ganze Schlamm/Erde ist. Bis das Bohrloch wieder angefüllt war, hat man gesehen dass das Erdreich rund um das Bohrloch zusammen und in das Loch gefallen ist... Hm, irgendwie habe ich Angst dass das Bohrloch immer mehr zusammenfällt bis es irgendwann auch den ganzen Brunnen runterzieht... Ich denke, dass es Sinn machen würde, das Loch wieder komplett mit Steinen, Kies... aufzufüllen. Also den Brunnen wieder abpumpen und dann über ein 20cm Kanalrohr die Steine/Kies reinschütten. Welche Steine/Kies soll ich da nehmen, denke da an einen groben Schotter welchen man auch zum Betonieren nimmt...? Was meint ihr...?


    Natürlich behebt das alles nicht mein grundsätzlichen Wasserproblem. Bin jetzt am Überlegen ob ich an einer anderen Stelle noch einmal einen Bohrversuch starten soll. Dies wäre dann an der unteren Seite der Wiese wo ich strategisch auch gleich einen Stromanschluss + die verlegte Wasserverrohrung für die Bewässerung habe. Das wäre dann ca. 50m vom Brunnen entfernt. Oder macht das keinen Sinn da vermutlich auch hier der Boden nur aus Lehm besteht...?

    Hallo,


    Vielen Dank für die ganzen Tipps!


    Direkt mit dem Bohrversuch habe ich ja den Brunnen außer Betrieb genommen und frostsicher gemacht. Je nachdem wie lange der Winter dauert, werde ich wohl hier Ende März folgendermaßen weitermachen...


    Ich werde ein 5m Kanalrohr, vermutlich DIN150 oder DIN200 vorsichtig in das Loch einführen und danach innerhalb von diesem Rohr (in 2-3 Meter Tiefe ?) den Brunnen leer pumpen, dabei sehe ich dann ob überhaupt Wasser von unten nachkommt und falls ja wie viel. Das Ergebnis werde ich dann natürlich wieder hier posten. Mein verzinktes Rohr ist ja nur ca. 5,5m lang, werde versuchen am Ende anstatt dem Rückschlagventil einen Schlauch anzubringen der dann die 2-3m ins Kanalrohr ragt, das wäre dann aber eine Ansaughöhe von ca. 9m. Bis jetzt hatte ich hierfür eine Güde MP120 5A GJ Gartenpumpe im Einsatz, laut Beschreibung ist diese aber nur für eine Ansaughöhe von 7,5m?


    Wenn ich die Beiträge/Tipps etc. richtig verstanden habe, dann gibt es wohl 2 Möglichkeiten, je nachdem wie viel Wasser nun tatsächlich durch die Bohrung von unten kommt.


    1). Nach dem Abpumpen kommt Wasser von unten und wird nach oben gedrückt - ein Filter oder auch Kanalrohr macht keinen Sinn, weil der Lehmboden dieses ohnehin nur zusetzt bzw. den Zufluss noch weiter verlangsamen würde...somit wäre es am besten die gesamte Bohrung mit Kies auf zu füllen, da das Wasser über den Kies am besten nach oben gedrückt wird.


    2). Nach dem Abpumpen kommt KEIN Wasser von unten und von der Seite weil der Lehm so dicht macht, dann wäre aber auch das Zuschütten mit Kiesel unnötig? Hier wäre dann doch als Alternative, dass ich ein KG Rohr reinstelle um Zumindest das Volumen von dem Rohr noch zusätzlich nutzen zu können, dann müsste ich allerdings in einer anderen Tiefe ansaugen und bräuchte auch eine andere Pumpe.

    hm, das habe ich nun technisch noch nicht verstanden? Verstehe die gewollte Übertrittsfläche Lehm/Kies nicht ganz? Was macht die?


    Ich weis nicht, ob vor der Bohrung auch Wasser über die Brunnensohle gekommen ist, da ich ihn bis auf die letzten Zentimeter zur Brunnensohle nie leer gepumpt habe. Was ich gesehen habe, dass an den verschiedenen Stellen der Brunnenziegel, also in den Schlitzen dazwischen das Wasser zugelaufen ist.


    Die 20m Bohrung unterhalb der Brunnensohle wurde vor dem Entfernen des Bohrgerätes mit Wasser aufgefüllt. Somit habe ich eine 20m Wassersäule unterhalb der Brunnensohle. Ich vermute mal, dass in diesem Bereich das Wasser zumindest langsam über den Lehm zuläuft...?


    Verstehe die Rechnung mit 13qm nicht ganz? Ich glaube dass der Bohrkopf einen Durchmesser von 22cm hatte. Wenn Volumen=Kubikmeter ist, dann wäre die Rechnung da Zylinderform doch V=Pi * r² * h, also: 3,14 * (0,11*0,11) * 20m, also dann 0,759m³ oder 759 Liter?


    Andere Theorie, Vielleicht auch völliger Quatsch???


    in das 20m Loch mit Durchmesser 22m kommt bis nach unten ein Filterrohr mit DIN125 rein. Zwischen Filterrohr und Erde wird dann mit Kies aufgefüllt. Wenn auch nicht viel Wasser durch den Lehm kommt, etwas wird es doch sein...? Dann nehme ich eine Tiefbrunnenpumpe die ich auf 18m also 2 Meter über dem Bohrende situiere. Dann habe ich über der Tiefbrunnenpumpe eine Wassersäule von 18m (bis zur Brunnensohle) was eine Wassermenge von 0,203m³, also 203 Liter bedeutet wenn ich als Radius 0,06m (DIN125 Rohr) nehme. Wenn ich zu diesen 203 Liter dann die ca. 200Liter dazu nehme welche zwischen der Brunnensohle und der Ansaugstelle von vorher, dann hätte ich ca. 400Liter mehr Wasser zur Verfügung. Bei dem DIN125 Rohr hätte ich dann ca. eine Kiesschüttung von 5cm. Würde ich ein DIN150 Rohr nehmen, dann 3cm Kies, aber dafür anstatt der 203 Liter dann ca. 0,3179m³, also knapp 320 Liter? Falls der Brunnenbohrmeister sagt, dass über dem Lehm so gut wie nichts zufließt wäre auch ein 20cm Brunnenrohr eine Alternative um zumindest noch etwas mehr Wasser zu haben, natürlich braucht der Brunnen dann länger bis er wieder voll ist...

    das stimmt natürlich. Der Mann am Bohrgerät hat gemeint, dass zwar schon Wasser da ist, aber eben aufgrund der Bodenbeschaffenheit (Lehm...) einfach nicht durchkommt. Und da keine Stein, Kiesschicht vorhanden ist, kann es sich auch dort nicht sammeln bzw zuströmen. Die Firma war super professionell und hat mir eben die Möglichkeiten angeboten, weiter zu bohren oder eben aufzuhören. Laut deren Erfahrung ist es dann meist so, dass auch bei 35-50 Meter noch kein Wasser kommt weil sehr oft so weit unten die Bodenbeschaffenheit noch so ist. Aber keiner kann das genau sagen. Irgendwann wird es halt zu teuer, bzw. passt die Kosten-Nutzenrechnung nicht mehr. Wäre tatsächlich bei 35m Wasser vorhanden, würde die Kosten dann schon bei rund €10000.- liegen. Da kann ich auch mit der Ortswasserleitung für die nächsten 50 Jahre bewässern und wäre immer noch kostengünstiger. Genauen Preis kenne ich noch nicht.


    Bin ja aus Österreich und konnte diese Karten nirgendwo finden. Hab allerdings nicht wirklich bei der Gemeinde, Wasseramt etc. nachgefragt, sicher auch mein Fehler.


    Bin natürlich jetzt am Überlegen was ich machen soll?
    Den alten Brunnen "zerstören" und als Schachtbrunnenausführung mit großen Brunnenringen neu machen. Irgendwie möchte ich das nicht...


    Derzeit kann ich ja ca. 1400 Liter entnehmen bis er leer ist und nach 10-12 Stunden ist der Brunnen auf jeden Fall wieder voll. Deshalb habe ich die Rasenfläche in 4 Beregnungskreise eingeteilt und gieße bei Bedarf immer zeitig in der früh und dann am Abend und jeden Tag dann eben mit einem anderen Beregnungskreis. Geht auch, aber eben mehr Aufwand...


    Der Brunnen ist ja 6m (oder knapp weniger) tief. Bis jetzt hatte ich dass Ansaugrohr so ca. einen halben Meter über dem Brunnenboden. Das Bohrloch bleibt ja, somit könnte ich die Ansaugleitung verlängern und etwas in das Bohrloch (1m) reinragen lassen? Dann könnte ich auch die letzten 50cm Wasser entnehmen die ich bis jetzt nicht entnommen habe. Bei einem Brunnendurchmesser von ca. 0,7m und der 0,5m Höhe wären dass dann knapp 200 Liter, oder habe ich das falsch gerechnet?

    inzwischen ist einige Zeit vergangen in der ich natürlich nicht untätig war. Nach mehrmaligen Telefonaten mit dem Chef der Brunnenbaufirma incl. vor Ort Termin kamen wir zu folgenden Entschluss. Es wird im vorhandenen Brunner gebohrt, aufgrund der Schätzung des „Wünschelrutengehers“ kamen wir auf eine max. Tiefe von 15m, wobei ja die ersten 6m nicht mehr gebohrt werden müssen. Fix fertig mit DIN125 Kanalrohren, Filterrohren etc. laut KV ca. €2500.-

    Bei selber bohren hätte ich ja dann noch den Pluncher und einiges an Werkzeug kaufen müssen, die Kanalrohre etc. sowieso und somit fand ich den Preis ganz in Ordnung. Wir haben uns dann auf Anfang November als Termin geeinigt. Hab dann vor kurzen noch den Rasen gedüngt und bewässert und danach den Brunner außer Betrieb genommen, sprich die Pumpe, Leitung usw. ausgebaut.

    Gestern war dann der große Tag, der leider mit einer noch viel größeren Enttäuschung geendet hat.
    Das Bohrgerät ist schon toll zu sehen und auch sehr interessant. Die Bohrung an sich hat auch alles tadellos geklappt, ABER… er kam bei 10m kein Wasser, auch nicht bei 15m und letztendlich wurde noch ganze 20m tief im Brunner weitergebohrt, also eine gesamte Tiefe von 26m. Leider kein Wasser, da das Erdreich bis zu dieser Tiefe nur aus reinem Lehm/Ton besteht der natürlich kein Wasser durchlässt. Kein Anzeichen einer Kies oder Steinschicht. Ich musste dann entscheiden ob noch weiter gebohrt werden soll oder nicht. Da natürlich die Firma nicht garantieren kann, dass bei 40, 50m wirklich Wasser vorhanden ist habe ich mich aufgrund der damit hohen Kosten dann für den Abbruch entschlossen. Wie viel ich nun für die Bohrung bezahlen muss weiß ich noch nicht, bin aber schon sehr gespannt…

    Auf der anderen Seite bin ich froh den Bohrversuch nicht selbst gestartet zu haben…

    Hm, vielleicht (vermutlich) habe ich das falsch verstanden und er hat Wasserschicht gemeint?
    Nach dem Urlaub der Firma bekomme ich ein Angebot. Meiner Meinung nach kommt nur die Variante, dass im Brunnen selbst noch tiefer gebohrt wird und ein Rohr rein kommt in Frage, selbst das wird nicht ganz billig werden...


    Und da stelle ich mir die Frage ob ich das auch selber machen kann? Ich vermute aber mal dass Bohren nicht möglich sein wird, weil ja ständig Wasser nachkommt? Aber mit einer Kiespumpe kann ich ja auch nicht wirklich arbeiten, oder?


    Oder könnte man durch die Brunnensohle einen Schlagbrunnen machen?


    Ansonsten bin ich am Überlegen ob ich einfach oberhalb der Steinmauer wo genug Platz ist, versuche einen Bohrbrunnen zu machen. Hier ist das Niveau 1m höher, daher ist das erste Wasser nach 10m, dann nach 13-14m. Das wäre dann schon ein Stück. Falls es klappt könnte ich ja dann den Bohrbrunnen mit den Schachtbrunnen verbinden...?

    Da in meiner Umgebung eine Brunnenbaufirma ist, habe ich mir dort einmal angerufen. Die Firma macht hauptsächlich Bohrbrunnen. Leider hat die Firma jetzt 2 Wochen Betriebsurlaub, aber es ging sich noch aus, dass ein Mitarbeiter der Firma bei mir vorbei gekommen ist um einmal mit der Wünschelrute zu testen wo Wasser ist. Also der Standort vom Brunnen ist grundsätzlich gut gewählt, die erste Wasserader kommt aber erst in ca. 9m, dann wieder nach 13m und dann im Bereich 15-17m.


    Etwa vier Meter links vom Brunnen wäre es angeblich noch ein wenig besser und oberhalb der Steinmauer, etwa auf gleicher Höhe auch sehr gut. Er meinte dass da auch genug Platz für die Gerätschaften wäre.


    Genau kann ich es nicht sagen, aber beim ersten Telefonat mit dem Chef der Firma habe ich das so verstanden, dass pro Bohrmeter verrechnet wird und da sind dann auch die Maschinen, Personal, Anfahrtskosten und das Brunnenrohr dabei. Leider liegen diese bei rund €250.- Auch wenn die erste Wasserschicht bei 9-10m kommt, muss ich zumindest bis 15m rechnen um sicher zu sein. 15 x €250 sind dann aber €3750.- Das ist schon heftig und soviel möchte ich eigentlich nicht ausgeben...?


    Der Mitarbeiter meinte allerdings, dass man auch den vorhandenen Brunnen tiefer bohren kann. Da würde ich mir zumindest 6m sparen. Aber immer noch genug...


    Da der Brunnen ja nur einen Innendurchmesser von 70cm, kann ich da natürlich nicht runter. Vielleicht würde mir ja bereits das Wasser welches sich in 9-10m befindet reichen. Das wären dann nur mehr 3-4m zu graben? Wenn ich also das Wasser abpumpe und dann von oben mit einem Erdbohrer mittig nach unten bohre, kann das klappen? Oder geht das dann nur mehr mit der Kiespumpe? Falls ich ein Loch reinbekomme und dann auch die Wasserschicht treffe, muss dann ein Rohr rein? Was meinen die Experten, kann ich hier etwas in Eigenregie versuchen...?


    Ach ja, der Mitarbeiter meinte, dass er in meiner Gegend schon gebohrt hat und die Erdschichten aus Lehm und dann Sand und so besteht...


    Danke!
    LG Rainer

Brunnen selber bauen