Posts by Salomo

    Hallo,


    man kann es doch berechnen - ich habs nach einiger Zeit gefunden. Vielleicht hilft es hier auch anderen wieter.


    Voraussetzung ist, dass man die Wasserdurchlässigkeit des Untergrundes (des Grundwasserleiters) kennt: kf-Wert. Den kennen normalerweise die regionalen Wasserwirtschaftsbehörden. Dann muss man einen Brunnenradius (Bohrlochdurchmesser) nach Erfahrung ansetzen, je nach geforderter Brunnenförderleistung. Schließlich muss man die folgenden 2 Gleichungen gleichsetzen:


    a) Wasserandrang

    Q = 2 pi ∙ r ∙ h ∙ (Wurzel (kf) / 15)


    b) Brunnen-Fassungsvermögen

    Q = pi ∙ kf ∙ (H2 - h2 / ln R - ln r )


    Q: Wasserstrom, Brunnenförderleistung (m3/s)

    r: Brunnenradius/Bohrlochdurchmesser (m)

    kf: Wasserdurchlässigkeit (m/s)

    h: Höhe des im Brunnen abgesenkten WSP ü. Brunnensohle (m)

    H: Höhe des unbeeinflussten WSP ü. Brunnensohle (m)


    Am besten das Ganze in ein Excel-Arbeitsblatt einbinden.


    Dann variiert man h so lange, bis die beiden Q's annähernd gleich sind. Dadurch erhält man diejenige WSP-Absenkung im Brunnen, bei der Q maximal ist, bei der also ein optimaler Brunnenbetrieb herrscht. Gleichzeitig hat man den dann bestehenden Absenkungsbetrag (H - h).


    Genauer ist alles beschrieben in:


    - Bieske: Bohrbrunnen (Oldenbourg-Verlag)

    - Tholen: Arbeitshilfen für Brunnenbauer (wvgw-Verlag)


    Gruß,

    Salomo

    Nein, eine Formelumstellung (du meinst sicher wie beim Dreisatz) geht nicht, denn ich habe ja nur 2 bekannte Größen: Fördermenge und Durchlässigkeit des Untergrundes. Bei den beiden genannten Formeln kommt als Ergebnis die horizontale Reichweite der Brunnenabsenkung heraus. Die ist aber unbekannt.


    Ich möchte die gesuchte Größe (Brunnenwasserspiegel-Absenkung) aus den 2 bekannten Größen errechnen, dazu suche ich die passende Formel. Die internen Brunnenverluste (Eintrittswiderstand im Filter oder Widerstand bei der Passage der Kiesschüttung) sollen hier vernachlässigt werden.


    Trotzdem vielen Dank -

    und guten Rutsch

    Hallo,


    eine Frage zur Absenkung des Wasserspiegels im Brunnen: lässt sich die Wasserspiegelabsenkung gegenüber dem natürlichen Wasserspiegel mit einer Faustformel oder Schätzformel ermitteln, wenn man folgende Größen kennt:


    - Fördermenge (in m3/Std., m3/tag oder m3/Jahr)

    - Durchlässigkeit des den Brunnen speisenden Untergrundes/Grundwasserleiter (in m/sec)?


    Weitere Eingangsgrößen stehen nicht zur Verfügung. Die Formeln von Sichardt oder Kusakin kommen nicht in Betracht, denn für die braucht man ja die Brunnen-Absenkung als Eingangsgröße.


    Hat jemand einen Tipp?


    Vielen Dank!

Brunnen selber bauen