Beiträge von kg49

    Wenn man die Outdoorfilter zur Trinkwassergewinnung betrachtet, sollte sich eigentlich alles herausfiltern lassen, allerdings kaum in den von Dir gewünschten Mengen.

    Konkretes lässt sich allerdings nur sagen, wenn man weiss, um welche Trübstoffe es sich handelt.

    Meiner Meinung kann bei den gewünschten Mengen eigentlich nur eine Ursachenforschung stattfinden.

    Dazu wäre aber die vollständige Kenntnis des Brunnens erforderlich, also ein Brunnenausbauplan sowie ein Schichtenverzeichnis.

    Gruss

    kg49

    Die Frage lässt sich kaum beantworten, weil viele Angaben zum Brunnen und zur Bodenschicht fehlen, aus der das Wasser gewonnen wird.

    Fangen wir mal mit der einfachsten Fragestellung an:

    Aus was für Bestandteilen besteht die braune Trübung des Wassers?

    Dazu entweder die Bestandteile durch Absetzen gewinnen oder mit Hilfe von Zentrifugalkraft ein Absetzen erzwingen.

    Danach Analyse des Materials, ob lehmartige Bestandteile oder evtl. Eisen die Ursache ist.

    Gruss

    kg49

    Zwei Anmerkungen, die Dir aber nicht weiterhelfen werden:


    1. Ich bezweifele, dass es 1980 Tiefbrunnenpumpen mit 90mm Durchmesser gab.

    Falls jemand gegenteilige Informationen besitzt, wäre ich für eine Hersteller- und Modellangabe dankbar.

    2. Es geht aus den Daten nicht hervor, ob die Höhenangaben sich auf den Maximaldruck oder den Betriebsdruck bei einer bestimmen Förderleistung beziehen.

    Ohne Angabe einer Förderleistung ist jede Höhen- (=Druck-) angabe ohne Wert.

    Kurz gesagt: Mit den Daten kann man nichts anfangen.

    Gruss

    kg49

    Als Erstes:

    Die Pumpe muss passen. Dazu folgende Überlegungen, Tip zur Pumpenauswahl am Schluss.


    Wählt man ohne nähere Kenntnisse oder mit einer schlechten Beratung eine Pumpe aus, so gibt es für deren Stärke drei Möglichkeiten:

    Zu stark,

    zu schwach,

    zufällig genau richtig.

    Um dem Zufall auf die Sprünge zu helfen und um eine optimale Auswahl treffen zu können, muss man zwei Werte bestimmen:

    1. Die maximale Wassermenge, die die Pumpe pro Zeiteinheit liefern soll

    2. Den erforderlichen Wasserdruck, der am Pumpenausgang bei der unter (1.) bestimmten Wassermenge anliegen muss.

    Am einfachsten ist dabei die Bestimmung der Wassermenge.

    Jeder renommierte Sprinklerhersteller gibt den Druck und die Wassermenge an, die für die Beregnung einer Fläche erforderlich ist. Bei unbekannten Verbrauchern kann man die Wassermenge mit Hilfe des Hausnetzes und einem Durchflussmesser (Wasseruhr) bestimmen oder auf Erfahrungswerte zurückgreifen (Eimerfüllmethode). Allerdings ist die Anschaffung einer Wasseruhr sowieso auch für später sehr nützlich.

    Unter Beachtung des Gleichzeitigkeitsfaktors erhält man nun eine bestimmte Wassermenge, z.B. 1800 L/h bzw. 1,8 m³/h.

    Die Bestimmung des erforderlichen Pumpendrucks ist etwas aufwändiger. Hier müssen drei verschiedene Faktoren berücksichtigt werden:

    1. Druckverluste durch Höhenunterschiede

    2. Druckverluste durch Wasserströmung

    3. Betriebsdruck des Gerätes

    Die Druckverluste durch Höhenunterschiede bestimmt man durch den Höhenunterschied zwischen Grundwasserspiegel und dem höchsten Wasserentnahmepunkt (Die Tiefe, in der eine Tiefbrunnenpumpe hängt, spielt keine Rolle!).

    Beispiel: Grundwasserspiegel im Betrieb bei – 8m, höchster Entnahmepunkt + 13m, bezogen auf die Höhe des Brunnenkopfes bzw. dem Standort einer Saugpumpe. Daraus ergibt sich ein Höhenunterschied von 21m, was einem Druckverlust von 2,1 Bar entspricht.

    Druckverluste durch Wasserströmung bestimmen sich aus dem Querschnitt und Länge des Steig- (Ansaug-) rohres der Pumpe sowie aus Querschnitt und Länge der Verteilerleitungen.

    Die Berechnung ist so komplex, dass man diese nicht selbst durchführt, sondern auf Tabellen oder Berechnungprogramme zurückgreift. Z.B. www.druckverlust.de/onlinerechner .

    Hierbei muss nur beachtet werden, dass grundsätzlich der Innendurchmesser des Rohres eingegeben werden muss. Gerade bei PE Rohren führt das immer wieder zu Missverständnissen. PE 40 hat halt 32mm Innendurchmesser.

    Hat man Leitungen mit verschiedenen Durchmessern, so müssen diese einzeln berechnet und die Einzeldruckverluste am Schluss addiert werden.

    Zu den Druckverlusten der Leitungen kommen dann noch Druckverluste von Rückflussventilen, Wasseruhr, Filter, Presscontrol, Schieber, Hähne etc. hinzu. Hier kommt es auf Anzahl und Querschnitt an. Meistens kommt man mit einer Pauschalannahme von 0,5 – 1,5 Bar aus.

    Der Betriebsdruck des Gerätes (Sprenger etc.) steht im Datenblatt oder kann beim Hersteller angefragt werden.

    Diese Drücke von der Höhendifferenz, dem Strömungswiderstand und dem Betriebsdruck des angeschlossenen Gerätes werden addiert, z. B. erhält man 5,7 Bar.

    Kürzt man

    den Druck der Höhendifferenz mit PH

    den Druck des Strömungswiderstandes mit PS

    den Betriebsdruck eines Gerätes mit PB

    und den Druck des Arbeitspunktes mit PA

    ab, so gilt folgender einfacher Zusammenhang:

    PH + Ps + PB = PA

    Mit der im Beispiel angenommenen max. erforderlichen Wassermenge von 1,8m³/h erhält man jetzt den Arbeitspunkt der gesuchten Pumpe: 5,7 Bar / 1800L.

    Für diesen berechneten Arbeitspunkt ist jede Pumpe geeignet, deren Pumpenkennlinie genau durch diesen Punkt läuft.

    Man muss also bei Pumpen, die man aussuchen oder vergleichen will, die Pumpenkennlinien anschauen, ob sie (in etwa) durch diesen Punkt laufen.

    Oft geben Pumpenhersteller bei ihren Pumpenkennlinien einen Bereich an, in dem die Pumpe einen guten Wirkungsgrad hat. Dieser Bereich wird häufig durch zwei senkrechte Striche in der Pumpenkennlinie gekennzeichnet. Man sollte Pumpen bevorzugen, bei denen der berechnete Arbeitspunkt innerhalb dieses Bereiches liegt.

    Zuletzt darf man nicht vergessen sicherzustellen, dass der Brunnen überhaupt in der Lage ist, die berechnete Wassermenge zu liefern.


    Zur Pumpenauswahl:

    Allgemein kann man sagen, man sollte keine Pumpe nehmen, deren Betriebskondensator eingebaut ist. Ansonsten hängt die reparaturfreie Betriebsdauer von vielen verschiedenen Umständen ab. Z.T. ist es Glückssache.

    Es gibt Baumärkte, die geben 5 Jahre Garantie auf Elektroartikel, da könnte man zugreifen.

    Gruss

    kg49

    Daher muß ich ihn im Winter ausbauen.

    Nein, sondern nur das Wasser ablassen.

    Nimmt man eine Pumpe ohne Rückflussventil (bzw. baut dieses aus) und setzt ein Rückflussventil (belüftet) oben an den Brunnenkopf oder ins Haus, kann man durch Öffnen der Belüftungsschraube schnell und bequem den ganzen Strang bis zum Grundwasser "entwässern".

    Gruss

    kg49

    Pumpe funktioniert mit den angegebenen Druckschalter - schaltet aber bei der geringsten Wasserabnahme ein !!!

    Das ist das korrekte Betriebsverhalten eines solchen elektronischen Druckschalters und sollte auch so in der Betriebsanleitung beschrieben sein.

    Ist dieser überhaut dafür geeignet ???

    Für was geeignet?

    Er ist vorgesehen für ein sofortiges Einschalten bei Wasserentnahme und zum (verzögerten) Abschalten bei Beeendigung der Wasserentnahme.

    Gruss

    kg49

    Jemand schoneinmal etwas ähnlich beklopptes probiert?

    Ich halte die Idee für suboptimal. Die bengalischen Lichter werden brennen, weil sie den Sauerstoff mitführen. Die Rohre würden aber nur angekokelt, evtl. anschmelzen, aber nicht wegbrennen, weil der Sauerstoff fehlt.


    Tja, manchmal benötigt man etwas "Schmackes". In solchen Fällen hat immer ein 5 to Zug geholfen.

    Gruss

    kg49

    Ich denke halt um so mehr Elektronik um so mehr kann kaputt gehen

    Meine Rede.

    Elektronik und Lagerung können die Schwachstellen einer Pumpe sein. Will man diese Ausfallrisiken minimieren, kommen nur Qualitätspumpen mit Dreiphasenmotor oder aussen liegendem Kondensator in Frage. Z.B. die Orlando mit Drehstrommotor oder mit aussen liegendem Kondensator. Lieferbar, aber muss man anfragen.

    Und Frohe Weihnachten!!

    Danke, wünsche ich ebenfalls.

    Gruss

    kg49

    2 Tonnen Zugkraft liegen an. Und das seit gestern Mittag.

    Also liegt die Zugkraft mit einer Feder an, richtig?

    Ohne Federunterstützung würde ja die Zugkraft sofort auf 0 gehen, wenn sich das Rohr nur einen mm hebt. (Es sei denn, die Zukraft würde über ein schwebendes Gewicht realisiert)

    Also wenn die Zugkraft kontinuierlich anliegt, habe ich auch keinen Vorschlag.

    Sollte allerdings die Zugkraft nicht ständig anliegen, dann mal mit einer Feder probieren.

    Gruss

    kg49

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