Posts by kg49

    Oder mache ich mir zu viele Gedanken?

    Nein, die Gedanken sind schon berechtigt.

    Der Deckel lässt sich ohne größeren Aufwand nicht dicht bekommen.

    Das ist für mich nicht so ganz nachvollziehbar. Es würde doch erst mal reichen, um den oberen Betonring aussen einen Blechstreifen zu setzen, damit kein Oberflächenwasser hineinfliesst. Und der Deckel sollte doch auch gegen Regenwasser halbwegs dicht zu bekommen sein.

    Den Aufwand schätze ich als gering ein.

    Gruss

    kg49

    Macht es Sinn, zwei Pumpen in Reihe zu schalten (bspw. Tiefbrunnenpumpe + Hauswasserwerk?)

    Kaum, wozu auch.

    Generell:

    Pumpen, die in Zisternen oder Schachtbrunnen arbeiten, müssen entweder die Wasseransaugöffnung unten haben oder einen Kühlmantel besitzen, da ansonsten die Gefahr der Wicklungsüberhitzung besteht.

    Zur Pumpenauswahl:

    Eine Pumpe auszuwählen, die genau auf die persönlichen Verhältnisse zugeschnitten ist, erfordert einige Überlegungen. Lies den folgenden Artikel von mir und bestimme den Arbeitspunkt, der Deinen Anforderungen entspricht. Wir können das nämlich nicht.

    Pumpenstärke

    Wählt man ohne nähere Kenntnisse oder mit einer schlechten Beratung eine Pumpe aus, so gibt es für deren Stärke drei Möglichkeiten:

    Zu stark,

    zu schwach,

    zufällig genau richtig.

    Um dem Zufall auf die Sprünge zu helfen und um eine optimale Auswahl treffen zu können, muss man zwei Werte bestimmen:

    1. Die maximale Wassermenge, die die Pumpe pro Zeiteinheit liefern soll

    2. Den erforderlichen Wasserdruck, der am Pumpenausgang bei der unter (1.) bestimmten Wassermenge anliegen muss.

    Am einfachsten ist dabei die Bestimmung der Wassermenge.

    Jeder renommierte Sprinklerhersteller gibt den Druck und die Wassermenge an, die für die Beregnung einer Fläche erforderlich ist. Bei unbekannten Verbrauchern kann man die Wassermenge mit Hilfe des Hausnetzes und einem Durchflussmesser (Wasseruhr) bestimmen oder auf Erfahrungswerte zurückgreifen (Eimerfüllmethode). Allerdings ist die Anschaffung einer Wasseruhr sowieso auch für später sehr nützlich.

    Unter Beachtung des Gleichzeitigkeitsfaktors erhält man nun eine bestimmte Wassermenge, z.B. 1800 L/h bzw. 1,8 m³/h.

    Die Bestimmung des erforderlichen Pumpendrucks ist etwas aufwändiger. Hier müssen drei verschiedene Faktoren berücksichtigt werden:

    1. Druckverluste durch Höhenunterschiede

    2. Druckverluste durch Wasserströmung

    3. Betriebsdruck des Gerätes

    Die Druckverluste durch Höhenunterschiede bestimmt man durch den Höhenunterschied zwischen Grundwasserspiegel und dem höchsten Wasserentnahmepunkt (Die Tiefe, in der eine Tiefbrunnenpumpe hängt, spielt keine Rolle!).

    Beispiel: Grundwasserspiegel im Betrieb bei – 8m, höchster Entnahmepunkt + 13m, bezogen auf die Höhe des Brunnenkopfes bzw. dem Standort einer Saugpumpe. Daraus ergibt sich ein Höhenunterschied von 21m, was einem Druckverlust von 2,1 Bar entspricht.

    Druckverluste durch Wasserströmung bestimmen sich aus dem Querschnitt und Länge des Steig- (Ansaug-) rohres der Pumpe sowie aus Querschnitt und Länge der Verteilerleitungen.

    Die Berechnung ist so komplex, dass man diese nicht selbst durchführt, sondern auf Tabellen oder Berechnungprogramme zurückgreift. Z.B. www.druckverlust.de/onlinerechner .

    Hierbei muss nur beachtet werden, dass grundsätzlich der Innendurchmesser des Rohres eingegeben werden muss. Gerade bei PE Rohren führt das immer wieder zu Missverständnissen. PE 40 hat halt 32mm Innendurchmesser.

    Hat man Leitungen mit verschiedenen Durchmessern, so müssen diese einzeln berechnet und die Einzeldruckverluste am Schluss addiert werden.

    Zu den Druckverlusten der Leitungen kommen dann noch Druckverluste von Rückflussventilen, Wasseruhr, Filter, Presscontrol, Schieber, Hähne etc. hinzu. Hier kommt es auf Anzahl und Querschnitt an. Meistens kommt man mit einer Pauschalannahme von 0,5 – 1,5 Bar aus.

    Der Betriebsdruck des Gerätes (Sprenger etc.) steht im Datenblatt oder kann beim Hersteller angefragt werden.

    Diese Drücke von der Höhendifferenz, dem Strömungswiderstand und dem Betriebsdruck des angeschlossenen Gerätes werden addiert, z. B. erhält man 5,7 Bar.

    Kürzt man

    den Druck der Höhendifferenz mit PH

    den Druck des Strömungswiderstandes mit PS

    den Betriebsdruck eines Gerätes mit PB

    und den Druck des Arbeitspunktes mit PA

    ab, so gilt folgender einfacher Zusammenhang:

    PH + Ps + PB = PA

    Mit der im Beispiel angenommenen max. erforderlichen Wassermenge von 1,8m³/h erhält man jetzt den Arbeitspunkt der gesuchten Pumpe: 5,7 Bar / 1800L.

    Für diesen berechneten Arbeitspunkt ist jede Pumpe geeignet, deren Pumpenkennlinie genau durch diesen Punkt läuft.

    Man muss also bei Pumpen, die man aussuchen oder vergleichen will, die Pumpenkennlinien anschauen, ob sie (in etwa) durch diesen Punkt laufen.

    Oft geben Pumpenhersteller bei ihren Pumpenkennlinien einen Bereich an, in dem die Pumpe einen guten Wirkungsgrad hat. Dieser Bereich wird häufig durch zwei senkrechte Striche in der Pumpenkennlinie gekennzeichnet. Man sollte Pumpen bevorzugen, bei denen der berechnete Arbeitspunkt innerhalb dieses Bereiches liegt.

    Zuletzt darf man nicht vergessen sicherzustellen, dass der Brunnen überhaupt in der Lage ist, die berechnete Wassermenge zu liefern.

    Gruss

    kg49

    Die zwei Schrauben sollten sich eigentlich lösen lassen. Wenn trotz mehrmaliger Versuche mit Rostlöser und Klopfen kein Erfolg sich einstellt, sollte man den unteren Teil, wo die Schraube hineingeht, mal warm machen.

    Warm machen bedeutet jetzt nicht glühend, sondern so eher Heissluftföntemperatur. Dabei immer dagegen klopfen und Drehmoment auf die Lösevorrichtung geben. Keinen Gabelschlüssel verwenden.

    Gruss

    kg49

    Zwei sehr interessante Objekte.

    Du solltest nicht in den Schachtbrunnen steigen, auch wenn Du gesicherst sein solltest. Der Brunnen müsste zuerst belüftet werden.

    Beim Bohrbrunnen steckt noch die Pumpe. Stehen auch Anschlussleitungen für die Pumpe zur Verfügung? Man könnte anhand dieser Leitungen zuerst mal feststellen, ob die Pumpe Ein- oder dreiphasig ist. Danach könnte man versuchen, die Wicklungen durchzumessen und evtl. versuchen, den Motor in Gang zu setzen. Ob das funktioniert, kann man nicht voraussagen, sehr wahrscheinlich ist es nicht, aber man kann es versuchen.

    Ansonsten müsste die Pumpe samt Steigrohr gezogen werden. Danach könnte man weitersehen.

    Gruss

    kg49

    Könnte das bedeuten das, dass es unten Dicht ist?

    Nein, diese Vorgehensweise ergibt keine gesicherte Information.

    Nur wenn man oben Wasser bis zum Rand hineingiesst und dann schaut, ob das Wasser abfliesst, lässt Rückschlüsse zu.

    Wenn das Wasser nicht abfliesst, ist der Filter mit Sicherheit verstopft. Fliesst das Wasser ab, ist keine weitere Aussage möglich.

    Du musst schon so vorgehen, wie empfohlen.

    Ist das in meinem Fall (ohne Ausdehnungsgefäß) überhaupt nötig/möglich?

    Nötig nein, möglich ja, dient halt als Trockenlaufschutz.


    Zwischen Pumpe und Stromversorgung?

    Ja


    Wie sähe eine "Schaltung" mit einem elektrischen Druckschalter, einer Zeitschaltuhr und meiner Gartenpumpe aus?

    230V >>> Zeitschaltuhr >>> EDS >>> Pumpe

    oder, falls EDS unverträglich

    230V >>> EDS >>> Pumpe

    +

    230V >>> Zeitschaltuhr >>> elektrisches Magnetventil an der Pumpe oder am Wasserauslass, z.B.:https://www.amazon.de/BACOENG-AC230V-Messing-Elektrisches-Magnetventil/dp/B01054IG5G/ref=sr_1_3?__mk_de_DE=ÅMÅŽÕÑ&keywords=Elektrisches+Magnetventil+230V&qid=1563566110&s=diy&sr=1-3

    Was ist mit ordentlich dimensioniert gemeint?

    Das bezog sich nicht auf einen Durchmesser, sondern auf die Konzeption der Anlage, damit sich die Pumpe nicht so oft einschaltet.

    Gruss

    kg49

    Ich meine natürlich 10l/Sekunde 😜

    Das hört sich schon etwas realistischer an.

    oder wie erstellst du handbohrungen wenn doch irgendwann das Schicht Wasser es zusammen krachen lässt ?

    Sobald man auf Wasser stösst, wird entweder mit einem Arbeitsrohr oder dem geplanten Brunnenrohr und einem Ventilbohrer weitergemacht.

    Gruss

    kg49

    und einer Pumpe 10l/min

    Ich kann nicht allzu viel dazu sagen, da ich immer Handbohrungen erstellt habe. Nur, und das sagt mir einfach mein physikalisches Vorstellungsvermögen, mit 10L/min wird das wohl kaum funktionieren.

    Gruss

    kg49

    Ist es eigentlich Glückssache, ob das Wasser eisenhaltig ist?

    Es hängt vom Standort ab. In Deutschland ist fast immer mit mehr oder weniger Eisen im Brunnenwasser zu rechnen.

    Ob die Trübung auf Eisen zurückzuführen ist, kann sicher und zeitnah nur durch eine Laboruntersuchung festgestellt werden. Evtl. Teststreifen aus dem Aquarienzubehör.

    Gruss

    kg49

Brunnen selber bauen