Posts by kg49

    Reicht das zur Auslegung der Pumpe oder sind noch andere Daten sinnvoll?

    Also...das einzige was jetzt anscheinend feststeht, ist, dass der Brunnen dauerhaft knapp 2m³ liefert. Ob eine grössere Fördermenge möglich ist, könnte man nur mit einer stärkeren Pumpe testen. Ich hätte die Förderleistung des Brunnens versucht ohne die 50m Leitung zu messen. Oder mir eine stärkere Pumpe ausgeliehen.

    Welchen Druck Du später für die Beregnung benötigst, musst Du selbst ausrechnen. Den text solltest Du kennen, er wurde schon zig mal hier im Forum veröffentlicht:


    Pumpenstärke


    Wählt man ohne nähere Kenntnisse oder mit einer schlechten Beratung eine Pumpe aus, so gibt es für deren Stärke drei Möglichkeiten:


    Zu stark,

    zu schwach,

    zufällig genau richtig.


    Um dem Zufall auf die Sprünge zu helfen und um eine optimale Auswahl treffen zu können, muss man zwei Werte bestimmen:

    • Die maximale Wassermenge, die die Pumpe pro Zeiteinheit liefern soll
    • Den erforderlichen Wasserdruck, der am Pumpenausgang bei der unter (1.) bestimmten Wassermenge anliegen muss.

    Am einfachsten ist dabei die Bestimmung der Wassermenge.

    Jeder renommierte Sprinklerhersteller gibt den Druck und die Wassermenge an, die für die Beregnung einer Fläche erforderlich ist. Bei unbekannten Verbrauchern kann man die Wassermenge mit Hilfe des Hausnetzes und einem Durchflussmesser (Wasseruhr) bestimmen oder auf Erfahrungswerte zurückgreifen (Eimerfüllmethode). Allerdings ist die Anschaffung einer Wasseruhr sowieso auch für später sehr nützlich.

    Unter Beachtung des Gleichzeitigkeitsfaktors erhält man nun eine bestimmte Wassermenge, z.B. 1800 L/h bzw. 1,8 m³/h.


    Die Bestimmung des erforderlichen Pumpendrucks ist etwas aufwändiger. Hier müssen drei verschiedene Faktoren berücksichtigt werden:

    • Druckverluste durch Höhenunterschiede
    • Druckverluste durch Wasserströmung
    • Betriebsdruck des Gerätes

    Die Druckverluste durch Höhenunterschiede bestimmt man durch den Höhenunterschied zwischen Grundwasserspiegel und dem höchsten Wasserentnahmepunkt (Die Tiefe, in der eine Tiefbrunnenpumpe hängt, spielt keine Rolle!).

    Beispiel: Grundwasserspiegel im Betrieb bei – 8m, höchster Entnahmepunkt + 13m, bezogen auf die Höhe des Brunnenkopfes bzw. dem Standort einer Saugpumpe. Daraus ergibt sich ein Höhenunterschied von 21m, was einem Druckverlust von 2,1 Bar entspricht.


    Druckverluste durch Wasserströmung bestimmen sich aus dem Querschnitt und Länge des Steig- (Ansaug-) rohres der Pumpe sowie aus Querschnitt und Länge der Verteilerleitungen.

    Die Berechnung ist so komplex, dass man diese nicht selbst durchführt, sondern auf Tabellen oder Berechnungprogramme zurückgreift. Z.B. www.druckverlust.de/onlinerechner .

    Hierbei muss nur beachtet werden, dass grundsätzlich der Innendurchmesser des Rohres eingegeben werden muss. Gerade bei PE Rohren führt das immer wieder zu Missverständnissen. PE 40 hat halt 32mm Innendurchmesser.

    Hat man Leitungen mit verschiedenen Durchmessern, so müssen diese einzeln berechnet und die Einzeldruckverluste am Schluss addiert werden.

    Zu den Druckverlusten der Leitungen kommen dann noch Druckverluste von Rückflussventilen, Wasseruhr, Filter, Presscontrol, Schieber, Hähne etc. hinzu. Hier kommt es auf Anzahl und Querschnitt an. Meistens kommt man mit einer Pauschalannahme von 0,5 – 1,5 Bar aus.


    Der Betriebsdruck des Gerätes (Sprenger etc.) steht im Datenblatt oder kann beim Hersteller angefragt werden.


    Diese Drücke von der Höhendifferenz, dem Strömungswiderstand und dem Betriebsdruck des angeschlossenen Gerätes werden addiert, z. B. erhält man 5,7 Bar.


    Kürzt man

    den Druck der Höhendifferenz mit PH

    den Druck des Strömungswiderstandes mit PS

    den Betriebsdruck eines Gerätes mit PB

    und den Druck des Arbeitspunktes mit PA

    ab, so gilt folgender einfacher Zusammenhang:


    PH + Ps + PB = PA


    Mit der im Beispiel angenommenen max. erforderlichen Wassermenge von 1,8m³/h erhält man jetzt den Arbeitspunkt der gesuchten Pumpe: 5,7 Bar / 1800L.


    Für diesen berechneten Arbeitspunkt ist jede Pumpe geeignet, deren Pumpenkennlinie genau durch diesen Punkt läuft.

    Man muss also bei Pumpen, die man aussuchen oder vergleichen will, die Pumpenkennlinien anschauen, ob sie (in etwa) durch diesen Punkt laufen.


    Oft geben Pumpenhersteller bei ihren Pumpenkennlinien einen Bereich an, in dem die Pumpe einen guten Wirkungsgrad hat. Dieser Bereich wird häufig durch zwei senkrechte Striche in der Pumpenkennlinie gekennzeichnet. Man sollte Pumpen bevorzugen, bei denen der berechnete Arbeitspunkt innerhalb dieses Bereiches liegt.


    Gruss

    kg49

    Es gibt externe Druckschalter für Pumpen.

    Kannst Du Dir vorstellen, dass es mir durchaus bekannt ist, dass es externe Druckschalter gibt?

    Mir ist jedoch nicht bekannt, wie ein externer Druckschalter das beschriebene Verhalten der Pumpe ändern sollte. Deswegen hatte ich um eine technische Erklärung dafür gebeten.

    Gruss

    kg49

    Naja, der zulässige Maximaldruck steht ja auf den Rohren drauf. Das hast Du sicherlich auch gesehen.

    Ansonsten empfehle ich Dir aber dringendst, Dich in die Materie des Brunnenbaus sowie der Wasserförderung und Verteilung einzulesen. Das sind zwei verschiedene Themengebiete und ich zweifele etwas daran, dass Dein Know How zur Bewältigung beider Thematiken ausreicht. Oder hast Du z.B. als Tiefbrunnenpumpe eine ausgewählt, die einen Kühlmantel besitzt?

    Ohne Kühlmantel kannst Du keine Tiefbrunnenpumpe in einem Schachtbrunnen betreiben.

    Übrigens, ich lese zukünftig keine Beiträge mehr, die nicht die Gross- und Kleinschreibung berücksichtigen.

    Gruss

    kg49

    Mir wurde gesagt das die Rohre noch tiefer/ mehr schlagen nicht halten...

    Wenn das ganze im Boden noch bricht wäre echt sch***

    Warum sollen die Rohre im Boden brechen? Liegt da ein konkreter Erfahrungsbericht vor, dass ein Rohr gebrochen ist?

    Gruss

    kg49

    mit der dazugehörigen leitung meine ich die welche in internetshops für tiefbrunnenpumpen angeboten wird

    Jetzt weiss ich immer noch nicht, welche Leitungsart Du meinst. Ein Link wäre schön.

    als ersatz würde ich die in den philippinen übliche wasserleitung nehmen.

    Zu meinem grössten Bedauern kenne ich mich auf den Philippinen nicht aus und habe somit keine Ahnung, über welche technischen Eigenschaften eine phillipinische Wasserleitung verfügt (z.B. Druckfestigkeit, Verdrillungssicherheit).

    Auch hier wäre ein Link sehr schön, ob nun auf eine philippinische Seite oder auf den Grosshändler auf AliBaba, das wäre egal. Dürfte auch auf Englisch, zur Not auf Französisch sein.

    Generell ist es eigentlich immer in exotischen Ländern empfehlenswert, die technischen Bauweisen zu verwenden, die von den Einheimischen schon seit Jahrzehnten verwendet werden. Da liegen nämlich Erfahrungswerte zugrunde, die man sich zu eigen machen sollte.

    Und wenn man davon abweichen will, sollte man eigentlich über genügend Erfahrung, zumindest über theoretisches Wissen verfügen.

    Ich habe so meine Zweifel:

    vom computer habe ich ungefähr so viel ahnung wie vom brunnenbau....lol


    Übrigens, Deine Texte sind wesentlich besser zu lesen, wenn Du die Gross- und Kleinschreibung beachtest.

    Gruss

    kg49

    1. Alle angegebenen Links funktionieren nicht! Das hättest Du überprüfen können.

    mir sind die gesetze der physik bekannt,

    Dem kann ich so vorbehaltlos nicht zustimmen.

    das konnte garnicht stimmen

    Warum nicht? Gerade in verschlammten, tonigen Böden hat der Grundwasserspiegel häufig keinen Bezug zu einem Gewässer.

    Du oder jemend anderes wird ja sicherlich nach Fertigstellung die Tiefe des Grundwasserspiegels gemessen haben. Leider erfolgte dazu keine Aussage.

    die dazugehörige leitung für die pumpe kann ich nicht mitnehmen.

    Du sprichst in Rätseln. Woher soll ich wissen, welche dazugehörige Leitung Du meinst? Leitungen haben üblicherweise eine technische Bezeichnung, wenn man diese nicht kennt, kann man zumindest versuchen, diese mit Worten zu beschreiben.

    Aber:

    passt dafür auch nur die dort erhältliche blaue wasserleitung?

    Auch wenn Goethe eine eigene Farbenlehre begründet hat, reicht die Angabe einer Farbe nicht aus, um eine Leitung technisch ausreichend zu beschreiben.

    Gruss

    kg49

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