Posts by netblizz

    Passiert sowas öfter und gibt es hier ein zu empfehlendes Vorgehen?

    ... das ist ziemlich normal. Abhängig von der Bodenbeschaffenheit ist es kaum möglich, das Sumpfrohr leer zu bekommen. Die KP entwickelt unter Wasser einen so starken Sog, dass immer wieder neuer Sand angesaugt wird. Es könnte nützlich sein, den Kolben aus der KP zu schrauben und diese als Plunscher zu benutzen. Der Sog ist dann nicht ganz so stark.


    Viel Glück und Gruß

    Hallo Christoph,


    befinde mich in Deiner Nähe - Grundwasser gibt es ja im Ried ohne Ende. Mit Arbeitsrohr hab ich allerdings keinerlei Erfahrung. Der erste Rammbrunnen durch den Kellerboden hat 20 Jahre gehalten. Dann haben wir vor dem Kellerfenster einen Bohrbrunnen mit KG-Rohr gebohrt, zunächst 5 m tief, dann auf ca. 6,50 m nachgebohrt. Dieser Brunnen hat 10 Jahre gehalten. Danach hab ich mit Brunnenrohr gebohrt, den letzten Brunnen bis auf 17 m Tiefe mit 5 m Filterrohr, Entscheidend war immer die Auflast - ca. 200 bis 300 kg an Waschbetonplatten waren nötig. Die Kiespumpe (allerdings nur unter Wasser) ist dem Plunscher weit überlegen. Das Sumpfrohr ist leider nicht leer zu bekommen - immer wieder drückt Sand nach. Verschlossen wird mit einfachem Blähton aus dem Gartenmarkt, in einen Nylonstrumpf gefüllt. Es ist ungewiss, wie lange ein solcher Brunnen wohl hält.


    Viel Erfolg und Gruß

    - Kiespumpe 108er

    1,60 m Sand im Rohr, das ist leider normal - abhängig von der Beschaffenheit des Bodens. Es hat wohl auch etwas mit der KP zu tun. Die erzeugt unter Wasser einen derartigen Unterdruck, dass ständig neuer Sand angesaugt wird. In der Praxis wird es deshalb kaum möglich sein, ein Sumpfrohr leer zu plunschen - immer abhängig vom Boden. Es hilft eventuell, die KP als Plunscher zu benutzen. Dazu ist der Kolben zu entfernen und ein stabiler Haken anzubringen. Ein Plunscher ist bei weitem nicht so wirkungsvoll wie eine KP unter Wasser.


    Viel Erfolg und Gruß

    Wo liegt der Unterschied? Kiespumpe durch Unterdruck und Plunscher durch Verkeilung? ...

    ... eine Kiespumpe ist praktisch ein Plunscher mit Kolben. Zieht man den Kolben hoch, so entsteht ein Unterdruck, der den Sand ansaugt. Das funktioniert allerdings nur unter Wasser gut und nur dann ist die KP dem Plunscher weit überlegen. Normalerweise ist am Anfang nicht genug Wasser vorhanden; es wird dann Fremdwasser benötigt. Alternativ schraubt man den Kolben heraus und benutzt die KP als Plunscher.


    Viel Erfolg und Gruß

    ... so könnte ich auch in meinem Fall eine Saugpumpe verwenden ...

    ... wie erwähnt: es hängt vom Grundwasserstand ab. Es ist ratsam, eine Saugpumpe niemals ohne Vorfilter zu betreiben. Der Brunnen aus KG-Rohren wird ziemlich sicher viele Jahre funktionieren. Die Lebensdauer hängt auch von der Belastung des Brunnens ab, d.h. wieviel Wasser entnommen wird.


    Gruß

    ... Im Rohr stehen mittlerweile fast 7 m Wasser...


    ... fast 7 m Wassersäule - das ist doch beeindruckend. Wo also ist das Problem?

    Der Bekannte hat leider einen falschen Rat gegeben: Brunnen werden nicht mit KG-Rohren erstellt; die sind nämlich für Fäkalien vorgesehen. Es gibt spezielle Brunnenrohre, in der Form von Voll- und Filterrohren, üblicherweise in 1m-Stücken, die miteinander verschraubt werden.

    Die maximale Saughöhe für Saugpumpen liegt in der Regel bei ca. 7,50 m. Es sollte also auch ohne eine Tiefbrunnenpumpe funktionieren.


    Viel Erfolg und Gruß

    ... Teste morgen mal das rausziehen...


    ... das geht mit Brett und Hebelwirkung oder mit Wagenheber ohne Probleme. Die Holzzwinge ist etwas klein. Die lässt sich mit zwei Vierkanthölzern erweitern; dann wird wohl eine neue Gewindestange nötig. Die Kiespumpe funktioniert nur unter Wasser gut. Am Anfang ist deshalb Fremdwasser mit der Gießkanne zuzugießen. Wie bereits erwähnt, kann das Bohren mit einem kleineren Bohrer im Rohr sehr hilfreich sein.


    Viel Erfolg und Gruß

    ... ist mir der Plunscher ... wohl unter das Rohr geraten ....

    ... wenn der Plunscher tatsächlich unter das Rohr geraten ist, so wird das Rohr ein paar Zentimeter gezogen. Das geschieht mittels Brett/Stange/Vierkantholz/Rohr und Hebelwirkung oder mit einem Wagenheber.


    Viel Erfolg

    mit 125er KG-Rohr verrohrt ...


    ... Brunnen werden mit Brunnenrohren erstellt. Auf youtube gibt es Beispiele, wie das geschieht, z.B.:


    https://www.youtube.com/watch?v=MT4FxP4Js8k - Brunnenbohren von Hand mit Kiespumpe von clemensberlin oder

    https://www.youtube.com/watch?v=d-QLLQoXhGk - Gartenbrunnen bohren, mit Kiespumpe, Erdbohrer, Seilwinde und Gerüst von Grobaz.


    In beiden Fällen werden elektrische Seilwinden benutzt. Es geht natürlich auch per Hand und Muskelkraft.


    Gruß

    - 1m DN115 Sumpfrohr mit Blindkappe

    ... wenn das Brunnenrohr unten verschlossen ist, so kann nicht mehr weiter geplunscht werden.


    Eine Kiespumpe ist wesentlich wirksamer als ein Plunscher, allerdings nur unter Wasser. Der Unterdruck wird umso besser, je genauer die KP an das Brunnenrohr angepasst ist. Zum Schluß ist der Unterdruck leider unerwünscht, weil bei jedem Vorgang neuer Schlamm in das Sumpfrohr angesaugt wird. Das ist der Grund, warum es in der Praxis kaum möglich ist, das Sumpfrohr leer zu bekommen.


    Eine Tiefbrunnenpumpe wäre frostsicher; es soll auch TFPs mit integriertem Druckschalter geben. Bei vielen Gartenpumpen sind Vorfilter und Druckkessel enthalten. Es ist nicht ratsam, eine Pumpe ohne Vorfilter zu betreiben. Ansaughöhe: ca. 1 bis 2 m unter dem Wasserstand.


    Gruß und viel Erfolg

Brunnen selber bauen