Posts by teuto80

    Vielen Dank für den Hinweis - das muss ich mir dann nochmal genau ansehen.

    Was mir noch eingefallen ist: Wie hoch würde man denn das Filterrohr ausführen?
    Mindestens ja vermutlich bis über die Weserkiesfüllung? Oder sogar höher, als der Wasserstand je in dem Schacht steht?
    Während das Rohr ja dann unten verschlossen wäre, was macht man oben? Einen Verschluss aufsetzen, aus dem das Rohr geführt wird, der jedoch das Eindringen größerer Partikel (Steinchen, Sand etc.) verhindert?

    Da der wasserstand nicht sehr hoch ist, kommt der Schlitzweite eine nicht unerhebliche Bedeutung zu. Die passende Schlitzweite kannst Du aus den folgenden Daten ausrechnen:

    S.5

    https://www.gwe-gruppe.de/expo…/pdf/bre/gwe/products/PVC

    Vielen Dank - der Link scheint mir nicht vollständig gewesen. Ich habe jedoch hier (Link) so wie ich glaube das passende Dokument gefunden...


    So ganz klar ist mir noch nicht, wie ich die passende Schlitzweite wähle. Zu dem, was ich hoffentlich verstanden habe:

    • DIe Förderleistung des Brunnens hängt insbesondere von den vier dort genannten Faktoren ab:
      • Durchlässigkeit und Ergiebigkeit der wasserführenden Schichten -> darauf habe ich bei dem gegebenen Standort ja jetzt keinen Einfluss, also = konst.
      • Durchlässigkeit des FIlterkieses: Ich habe ja Weserkies -> Durchlässigkeit ist mir nicht bekannt = ?
      • Durchlässigkeit des Brunnenfilters: variiert je nach Schlitzweite und kann im Diagramm unten auf S. 5 abgelesen werden?
      • Filtereintrittsgeschwindigkeit des zu fördernden Wassers -> Ist das VT? Dann wird das mit 3 cm/s angenommen = konst.


    • In dem Diagramm kann ich dann je nach Schlitzweite bei angenommener VT von 3 cm/s und in Abhängigkeit des FIlterrohrdurchmessers die Durchlässigkeit ablesen?
      • Bei DN 150 und Schlitzweite 0,5 mm ergibt sich etwas weniger als 3 m³/h pro Meter Filterrohr.


    Nur - was mache ich jetzt damit?


    Mein Wasserstand im Schacht mit Durchmesser von 80 cm steht über dem Grund bei ca. 2,20 m. Das entsprächen ja ca. 1,1 m³. Pro Meter ergeben sich ja mit d=80 cm ein Volumen von rund 0,5 m³.
    Bedeutet das, dass eine Schlitzweite von 0,5 mm bei DN 150 mehr als ausreichend ist?

    Ich habe noch nicht ganz verstanden, was ich mit den Angaben "berechnen" kann.

    Du solltest statt einem durchbohrten KG-Rohr ein professionelles Brunnenfilterrohr nehmen und das dann stehen lassen..

    Ok, also sowas in der Art? -> Filterrohr DN 100

    Alternativ hatte ich jetzt auch noch ein KG-Filterrohr mit Schlitzweite 1mm oder 0,5mm gefunden. Das liegt preislich etwas günstiger. (Link)


    Das wäre ja ausreichend, um dort dann eine Ansauggarnitur bzw. PE-Rohr mit Grobfilter und Rückschlagklappe (sowas, was vorher auch an dem PE-Rohr dran war, siehe ein paar Fotos weiter oben) reinzuführen...
    Das dann in 1 Meter länge auf die unterste Kiesschicht gestellt?
    Setzt man das Rohr dann mittig? Da ich evtl. ja auch noch eine Schwengelpumpe installieren möchte, müsste ich ja ein zweites Rohr stellen, um den Ansaugschlauch davon auch unterzubringen.

    Welche Schlitzweite nimmt man denn? Bei dem groben Kies den ich habe die 2 mm Schlitze, oder sollte man kleiner wählen? Aus dem Diagramm auf der o. g. Artikelseite werde ich nicht ganz schlau...

    Und dann hätte ich ich gedacht, dass da ganzjährig eine solche Pumpe (Tiefbrunnenpumpe) drinstehen könnte... Wobei die max. Förderhöhe von 58 Metern bei meinem "Brunnen" wohl etwas überdimensioniert ist... Und auch das DN 100-Rohr wäre zu eng für die Pumpe.


    Quote

    Irgendwie habe ich aus dem geschilderten Verhalten das Gefühl, dass das kein Brunnen zur Wassergewinnung war, sondern ein Schluckbrunnen zur Wassereinleitung in die Erde, (z.B. Regenwasser)


    Das ist eine gute Frage... Ich weiß es leider nicht. Der Hausbesitze vormals hatte ja mit einer Hauswasserpumpe Wasser aus dem "Brunnen" gezogen. Zum Garten wässern, auch WC und Waschmaschine waren wohl dort angeschlossen wie ich nun hörte.
    Die beiden KG-Rohrenden waren außen verschlossen und somit wohl tatsächlich eher dafür gedacht, einen Weg nach außen aus dem Schacht zu schaffen...

    Was "ganz früher" mal mit dem Brunnen war, weiß ich nicht.
    Momentan scheint einfach "nur" das Grundwasser darin anzusteigen. Mit dem Durchmesser gerechnet wären es bei den ermittelten max. Wasserständen maximal etwas mehr als ein Kubikmeter, die da so anstehen.

    Daher möchte ich mit den weiteren Maßnahmen auch bis zum nächsten Sommer warten. Sollte da immer noch soviel Wasser nachkommen, kann ich vielleicht eine Pumpe reinhängen und direkt über dem Brunnen eine "Zapfstelle" haben.
    Mindestens möchte ich eine Schwengelpumpe betreiben - dafür sollte es wohl allemal reichen.

    Bevor jetzt der Kies weider hineingeschüttet wird, sollte man prüfen, wie das Wasser nachströmt, wie hoch sich der Wassrstand dabei einstellt und ob Sand oder Schlamm beim Nachströmen des Wassrs eingespült wird.

    Ich habe nun eine Woche lang mal beobachtet, was passiert. Ein "verändertes" Verhalten kann ich nicht feststellen. Von einem auf den anderen Tag steigt der Wasserstand fast um die Höhe eines Brunnenrings (also etwas weniger als 80 cm). Nach mehreren Tagen ist der Wasserstand wieder relativ weit oben.
    Nach dem kompletten Leerpumpen kann man ich nicht wirklich erkennen, dass unten am Grund mehr Sand eingespült worden ist.

    Frage: Sollte man noch warten, oder kann man ggf. jetzt schon den Kies wieder einfüllen?
    Und noch etwas: Das alte PE-Rohr zum Ansaugen des Wassers steckte ja etwas im Kies drin. In diesem Jahr vor dem Winter würde ich ungerne noch anfangen wollen, irgendeine Pumpe zu installieren. Gerne nutze ich die Zeit über den Winter, um mir darüber Gedanken zu machen.

    Daher die weitere Frage: Wäre es dazu sinnvoll, die unterste Schicht Kies (vielleicht 40 cm über Grund?) aufzufüllen, dann in die Mitte ein KG-Rohr zu stellen und außen herum den restlichen Kies einzufüllen?
    Die Idee dahinter ist, dass ich dann Platz hätte, später da ein PE-Rohr mit Filter reinzuschieben...ohne den Kies irgendwie beiseite schaffen zu müssen..
    Ich könnte dann das KG-Rohr hochziehen und der Kies würde um das PE-Rohr zusammenfallen (dann hätte ich die Situation, wie es vorher war) . Oder aber ich bohre ein paar Löcher in das KG-Rohr, dann könnte ich es vielleicht sogar stehen lassen?
    Anstelle des PE-Rohrs mit Filter könnte ich vielleicht auch eine Tiefbrunnenpumpe in das KG-Rohr schieben?
    Grundsätzlich würde ich bevorzugen, dass die Pumpe irgendwie in dem Schacht untergebracht wird - eine außenstehende Pumpe müsste ich nach meinem Verständnis ja immer "winterfest" machen bzw. abbauen. Und bis zum Haus wäre mir die Leitung zu weit.

    Ich habe mal eine Skizze angefügt...


    Euch ein schönes Wochenende!

    Bevor jetzt der Kies weider hineingeschüttet wird, sollte man prüfen, wie das Wasser nachströmt, wie hoch sich der Wassrstand dabei einstellt und ob Sand oder Schlamm beim Nachströmen des Wassrs eingespült wird.

    Danke! Das werde ich mal beobachten.

    Gestern Abend habe ich das letzte mal bis auf den Grund leergepumpt. Heute morgen war der Wasserstand wieder ca 60 cm höher.

    Ich denke ich werde es nun mal ein paar Tage beobachten. Wenn Sand oder Schlamm eingespült wird, müsste ich das ja merken, wenn ich die „dicken Kiesel“ irgendwann nicht mehr sehe, oder?

    Da darf man nicht aufhören, der ganze Brunnen (bis zum Grund) muss ausgeräumt werden. Man muss sehen, wie der Bodengrund aufgebaut ist und welche Verunreinigungen vorliegen.

    Ich weiß gar nicht, ob ich es schon gesagt hatte: Vielen Dank erstmal für die hilfreichen TIpps...

    So motiviert habe ich heute den restlichen Kies aus dem Brunnen geholt. Teils war einiges an Sand dabei, den ich mit den Händen größtenteils mit ausgeräumt habe...
    Nun kann ich auch das Ende des unteresten Rings ertasten, unter den Ringen ist also tatsächlich kein Boden. Der Grund besteht (heute sah man es nochmal deutlicher) aus dicken Kieseln.

    Nun kann ich mir hoffentlich Gedanken machen, wie ich den Kies wieder einfülle. Mit einem Gartenschlauch habe ich den Kies gut gespült und hoffe, dass er ausreichend sauber ist, um ihn so wiederzuverwenden.

    Damit genug für dieses Wochenende...

    So - anbei mal wieder ein kleines Update...


    Heute habe ich so gut wie den restlichen Kies aus dem Brunnen geholt. Nun wird auch der Aufbau klarer: Es sind vier aufeinander gesetzte Ringe mit 80 cm Höhe, die gut 1 Meter unter der Erdoberfläche gesetzt sind.


    Anders, als oben zunächst gedacht, scheint der unterste Ring nach unten hin doch nicht geschlossen zu sein. Zwar stoße ich auf etwas hartes, wenn ich z. B. am Rand der Ringe geradeaus herunter stochere, etwas weiter zur Mitte hin (20 - 30 cm vom Rand entfernt) kann ich jedoch noch tiefer stochern.


    Am "Grund" der Ringe wurde der Kies zum Teil etwas schlammiger / sandiger... Und es liegen dickere Kiesel (ca. 10 - 15 cm Durchmesser) an einigen Stellen zu sehen.

    Wenn ich mit der Stange unter den letzten Ring schräg stoße, lässt sich auch stochern, d. h. der unterste Ring scheint tatsächlich doch keinen Boden zu haben.

    Die Frage nun wieder - wie gehts weiter? Einfach immer Mal wieder Wasser abpumpen oder noch tiefer graben? Für heute ists erstmal genug ;)

    Mach mal die Kappen ab von den KG und schaue, ob die mal abgesägt wurden, daß würde die Vermutung nähren es wurde mal Niederschlagswasser von Gebäudedächern eingeleitet.


    Auch das schaue ich mir mal an.
    Die außenliegende Seite der Rohre freilegen muss ich sowieso noch mal. Ich wollte ja eines oder beide nutzen, um hier eine Leitung für die Schwengelpumpe einzuführen... Oder gehe ich da besser durch den Deckel - dann spare ich mir das 1-Meter tiefe händische Graben, falls ich mal wieder dran muss...

    O.K., ich dachte schon, es wäre eine Dachrinnenentwässerung.

    Ich habe tatsächlich überlegt, ob es Sinn macht, einen Teil der Dachfläche in den Schacht zu entwässern…

    Allerdings müsste ich ja dann sehen, dass

    a) kein Laub oder Dreck vom Dach in den Brunnen gelangt

    b) ich den Brunnenschacht irgendwie vorm Überlaufen sichere.


    Das stelle ich mir aufwändig vor. 🤷🏻‍♂️

    Da darf man nicht aufhören, der ganze Brunnen (bis zum Grund) muss ausgeräumt werden. Man muss sehen, wie der Bodengrund aufgebaut ist und welche Verunreinigungen vorliegen

    Ok. Dann mache ich mal weiter - auch wenn es mühsam ist… am Freitag wird bereits ein weiteres Schachtteil sowie ein Konus draufgesetzt… aber der Zugang ist dann ja immer noch möglich, wenn auch etwas erschwerter.


    Was sollen eigentlich die zwei KG-Rohre, die in den Brunnen führen?

    Ich dachte es, es wäre eine Art Überlauf. Aber diese zwei Rohrteile schauen genauso lang auf der Außenseite des Schachtes wieder raus und sind dort mit Kappen verschlossen.

    Vielleicht hat da damals jemand mitgedacht und so schon eine Möglichkeit für Strom und Wasserleitung geschaffen.

    Ich habe überlegt dort evtl dann nachher das Wasserrohr durchzuschieben und so eine Gummimanschette zum abdichten zu nutzen wie man sie auch bei der Hauseinführung von Leitungen benutzt.

    kg49: Vielen Dank zunächst für Deine Antworten.


    Hier mal ein kleinen Update:
    Ich habe nun sicher drei aufeinandergesetzte, 80 cm hohe Ringe zählen können.

    Dadrunter geht es noch weiter (weiterhin mit Kies befüllt). Geschätzt - dem Stochern mit der Stange nach - ist es dann vielleicht der letzte Ring.

    Das Ausheben des Kies ist ganz schön mühsam - mit der Leiter in den Schacht runter, einen Eimer mit einer kleinen Schaufel füllen (da unten kann man sich kaum bewegen) und mit einer Leine hochziehen... Aber eine andere Idee, wie es schneller gehen könnte, habe ich nicht.

    Gute drei Schubkarren voll habe ich schon rausgeholt - ich bin tatsächlich am Überlegen, ob ich noch weiter machen sollte, oder das nun reicht.


    Im Kies habe ich einen Filter mit Rückschlagklappe (?) gefunden. Komisch, denn an dem alten Kunststoffrohr, welches damals zu dieser Hauswasserpumpe führte, habe ich keine Spuren davon (z. B. Abdrücke des Gewindes etc.) entdecken können...


    Die Frage dazu: Brauche ich das später noch für meine Schwengelpumpe? Nach meinem Verständnis würde durch die Rückschlagklappe die Wassersäule in der Zuleitung zur Pumpe nicht verloren gehen, oder?
    Oder ist so eine Art Filter nicht geeignet, um irgendwo mitten im Kies eingebracht zu werden?


    Wenn ich für meine zweite angedachte Option (Zapfstelle im Garten zur Wasserentnahme) eine Pumpe direkt in den Kies stelle, würde ich dafür den Filter ja nicht brauchen, oder?

    Hallo zusammen,

    in unserem Garten existiert ein (Schacht-)Brunnen, an dem bis vor gut 5 Jahren über ein Kunststoffrohr eine Hauswasserpumpe angeschlossen war. Damit wurde wohl regelmäßig Wasser zur Gartenbewässerung gezogen. Das Haus, in dem die Pumpe stand, ist nun abgerissen und wir haben auf dem Grundstück bereits neu gebaut (an anderer Stelle, ohne Keller).
    Nun ist die Idee, den alten Brunnen wieder zu aktivieren und optimalerweise dort a) eine Zapfstelle für Gartenwasser zu errichten und zusätzlich / oder falls sich a) nicht lohnt, einfach nur eine Schwengelpumpe (um mal hier und da eine Gießkanne zu füllen und als Spielerei für die Kinder) aufzustellen.


    Gut 90 cm unter der Rasenoberfläche haben wir nun den alten Brunnendeckel wiedergefunden, großflächig freigebuddelt und nun freien Zugang zum Schacht. Den Aufbau habe ich versucht, einigermaßen nachzuvollziehen (s. Skizze):

    • Es scheint, als wäre der Aufbau aus mehreren 80 cm hohen aufeinandergesetzten Betonringen (Innendurchmesser ebenfalls 80 cm) mit Falz.
    • Unten drin befindet sich eine Kiesfüllung.
    • Bis zum Grund scheint es ab Oberkante Kies noch ca. 1 Meter weiter zu sein. Dabei wird der Boden wohl "geschlossen" sein. Mit einer langen, dünnen Eisenstange (mit der ich die ungefähre Höhe der Kiesfüllung gemessen habe) kann ich nicht weiter stochern, und stoße auf "etwas hartes".

    Nach Öffnen des Brunnens war der Wasserstand ca. 1,40 Meter oberhalb der Kiesoberfläche. Nachdem wir das Wasser abgepumpt hatten, konnte man einen Tag später einen Wasserstand von ca. 60 cm (oberhalb Kies) messen. Wieder einen Tag später war das Wasser um weitere 40 - 50 cm angestiegen. In dem Kies habe ich einen kleinen "Trichter" geformt, um die Pumpe mittig zum Abpumpen einstellen zu können - vorher war der Kies natürlich flächig eben.


    Nun zur Fragestellung bzw. zu den Fragestellungen:

    • Ich habe keine Erfahrung, was das "Wiederbefüllen" des Brunnens mit Wasser angeht, bzw. die Dauer des Ansteigens des Wasserstands. Ist es normal, dass der Wasserspiegel nach Abpumpen bis zur Kiesoberfläche innerhalb von 24 Stunden "nur" um 60 cm angestiegen ist? Oder ist das zu wenig?
    • Falls das Wasser zu langsam steigt, gäbe es Möglichkeiten, irgendwas daran zu beschleunigen? Macht es z. B. Sinn, mal den Kies komplett zu entfernen (nur wie?!) um vielleicht Dreck oder ähnliches absaugen zu können?
    • Unterm Strich: Lohnt sich die Mühe, oder sollte man einfach wieder den Deckel drauf machen und "nur" eine Schwengelpumpe draufstellen, da die Installation einer Pumpe für die Gartenbewässerung vermutlich eh nicht lohnt?


    Vielen Dank für eure Gedankenanstöße, Tipps, Anregungen vorab!

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