Beiträge von andreas_gn

    Das hört sich alles gut an.


    Die Frage ist, ob der GW Stand bei Euch zur Zeit ein rel. hoher oder niedriger ist.

    Nicht dass am Ende eines trockenen Sommers das GW einen Meter tiefer steht und der Brunnen kein Wasser liefert.


    Gut dann könntest Du immer noch eine Pumpe ins Sumpfrohr hängen.

    Dazu müsste man wissen, ob der Rammbrunnen jahrelang funktioniert hat oder ob der Untergrund nicht geeignet war und ist.


    Aber auch da hilft eine Probebohrung bis auf das Grundwasser.


    Ein Rammbrunnen liefert bis zu 900l/h. Hab schon Leute hier gelesen die ihren 15 Jahre im Betrieb, bei anderen war nach wenigen Jahren Schluss.


    Kosten beim Bohrbunnen wenn er bei Dir nur ca. 6m tief sein muss ca. 1200,- €.

    Ein Schachtbrunnen müsste bei Dir nur 3,5m tief sein. Das bekommt man zu zweit schon gegraben. Die Schachtringe kann man rollen und hebeln und kippen.


    Aber das ist weniger der Punkt. Wenn man einen schönen Märchenbrunnen mit Dach und Eimer zum runter lassen möchte ist das ein hingucker im Garten.


    Will man vor allem zuverlässig Wasser fördern ist der Bohrbrunnen erste Wahl.


    Du brauchst erstmal einen Erdbohrer, Duchmesser 200mm. Damit bohrst Du bis auf das Grundwasser. Dann kommt es auf den Boden dort unten an, wie man weiter vorgeht.






    Hat der Brunnenbauer eine Abschätzung, was ein Bohrbrunnen bei Dir leisten würde?


    Rechnen wir mal vorsichtig mit 3Qm/h.



    Der Wasserbedarf hängt auch an der Bodenbeschaffenheit. Für Rasen kann man grob mit 20l/qm zwei mal die Woche rechnen. (Wenn nicht täglich eine Fußballmannschaft drauf trainiert.)



    Macht 3500 * 20 * 2 = 140.000 also 140 Qm pro Woche. Somit fast 49 Stunden pro Woche oder 7 Stunden pro Tag.



    Geht also in den Nächten. Ohne Automatik aber nicht praktisch. Du willst ja nicht jede Nacht aufstehen, um den einen Kreis zu schließen und den nächsten zu beginnen.


    Bei dem Gesamtaufwand solle aber auch eine Beregnungsautomatik mit Magnetventilen lohnend sein.



    Jetzt müsste man überlegen, wie groß die einzelnen Kreise sein müssen.


    Da findet man natürlich eine Riesenauswahl an Regnern.


    Rechnen wir mal mit einem Modell mit 10mm/h Niederschlag und 0,5 Qm/h Verbrauch. Das sind rechnerich 50qm. Davon kannst Du (in der Modellrechnung mit 3Qm/h Brunnenleistung) 6 parallel betreiben. Effektiv, die Überlappung eingerechnet, wird damit eine Fäche von 250 qm beregnet.



    Somit bräuchtest Du 14 Kreise. Jeder Nacht läßt Du 4 Kreise hintereinander je 2 Stunden laufen und hast damit die ganze Fläche zweimal die Woche gewässert.



    Bei 3Qm/h reicht für die Zuleitungen 1''. Bei höherer Fördermenge brauchst größere Leitungen aber weniger Kreise.

    Bei 9m kannst Du nicht mehr mit einer Saugpumpe arbeiten. Es gibt Tauchpumpen, die man unter den Filter hängen kann. Die haben die Öffung für das Wasser nicht in der Mitte sondern unten.

    Wie kann man nur raten Sand in Mengen über Wochen abzupumpen?



    Irgendwann läuft ein Pferd drüber, sackt ein und hat sich ein Bein gebrochen.



    Das Gute: Du weist jetzt was für einen Sand du da unten hast und kannst die Schlitzweiter des Filterrohres für den Bohrbrunnen gleich richtig wählen.

    Sehr schön von Pumpenheini erklärt!



    Alternative ist ein Presscontrol. Der schaltet die Pumpe ein, wenn ein Verbraucher geöffnet wird und aus, wenn kein Wasser mehr fließt.



    Praktisch heißt das: Du betätigst die Spülung und die Pumpe läuft einmal an und läuft bis der Spülkasten gefüllt ist. Dabei müsste der Kessel abgeklemmt und trockengelegt werden.


    Wäre vielleicht eine Überlegung, wenn die neue Membran in ein paar Jahren nicht meht tut.

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