Pumpe für Spülbrunnen und rasenbewässerung

  • Hallo liebes Forum,


    Ich habe mir Freitag einen bzw 2 spülbrunnen schlagen lassen.

    Sie sind in Form eines h verbunden.

    2x 2m 1 1/4“ Brunnenfilter.


    Jetzt brauche ich noch eine passende Pumpe und Druckschalter.


    Mein Brunnerbauer hat mir Pumpen von KSB oder DAB ans Herz gelegt und würde diese, wenn es zeitlich passt, auch anschließen. Als Druckschalter sollte ich mir den Grundfos PM1 besorgen.


    Einsatzzweck:

    220qm rasenbewässerung

    44 lfm Hecke

    Kleinere Beete


    Wenn ich davon ausgehe, dass ich 10l pro qm in einer Stunde brauche, wäre das bei der Bewässerung der ganzen Fläche mit einem Strang eine Stundenleistung von 2,2 cbm/h. Gehen wir jetzt von 30% Planungsreserve aus (Regner kann man nie optimal aufstellen); dann sind das 2;86cbm/h. Rund: 3cbm/h

    Aufgeteilt auch 2 Stränge: 1,5 cbm/h


    Welche Pumpe könntet ihr da empfehlen?


    Vielen Dank!

    Spül- oder Bohrbrunnen


    Grundwasser laut Bodengutachten im Durchschnitt -1,12m GOK

  • 2 spülbrunnen schlag

    ? ? ?

    Hast Du nun zwei Schlagbrunnen?

    2 Spülbrunnen?


    Bitte mal näher den Brunnenaufbau schildern:

    Brunnentiefe, Grundwasserstand, Art der Steigleitung,

    Skizze der Brunnenverbindung (H?), getestetes Fördervolumen der Brunnen.

    Allgemein zur Pumpenauswahl muss folgendes berücksichtigt werden, damit es zu keinen Enttäuschungen kommt:

    Pumpenstärke

    Wählt man ohne nähere Kenntnisse oder mit einer schlechten Beratung eine Pumpe aus, so gibt es für deren Stärke drei Möglichkeiten:

    Zu stark,

    zu schwach,

    zufällig genau richtig.

    Um dem Zufall auf die Sprünge zu helfen und um eine optimale Auswahl treffen zu können, muss man zwei Werte bestimmen:

    1. Die maximale Wassermenge, die die Pumpe pro Zeiteinheit liefern soll

    2. Den erforderlichen Wasserdruck, der am Pumpenausgang bei der unter (1.) bestimmten Wassermenge anliegen muss.

    Am einfachsten ist dabei die Bestimmung der Wassermenge.

    Jeder renommierte Sprinklerhersteller gibt den Druck und die Wassermenge an, die für die Beregnung einer Fläche erforderlich ist. Bei unbekannten Verbrauchern kann man die Wassermenge mit Hilfe des Hausnetzes und einem Durchflussmesser (Wasseruhr) bestimmen oder auf Erfahrungswerte zurückgreifen (Eimerfüllmethode). Allerdings ist die Anschaffung einer Wasseruhr sowieso auch für später sehr nützlich.

    Unter Beachtung des Gleichzeitigkeitsfaktors erhält man nun eine bestimmte Wassermenge, z.B. 1800 L/h bzw. 1,8 m³/h.

    Die Bestimmung des erforderlichen Pumpendrucks ist etwas aufwändiger. Hier müssen drei verschiedene Faktoren berücksichtigt werden:

    1. Druckverluste durch Höhenunterschiede

    2. Druckverluste durch Wasserströmung

    3. Betriebsdruck des Gerätes

    Die Druckverluste durch Höhenunterschiede bestimmt man durch den Höhenunterschied zwischen Grundwasserspiegel und dem höchsten Wasserentnahmepunkt (Die Tiefe, in der eine Tiefbrunnenpumpe hängt, spielt keine Rolle!).

    Beispiel: Grundwasserspiegel im Betrieb bei – 8m, höchster Entnahmepunkt + 13m, bezogen auf die Höhe des Brunnenkopfes bzw. dem Standort einer Saugpumpe. Daraus ergibt sich ein Höhenunterschied von 21m, was einem Druckverlust von 2,1 Bar entspricht.

    Druckverluste durch Wasserströmung bestimmen sich aus dem Querschnitt und Länge des Steig- (Ansaug-) rohres der Pumpe sowie aus Querschnitt und Länge der Verteilerleitungen.

    Die Berechnung ist so komplex, dass man diese nicht selbst durchführt, sondern auf Tabellen oder Berechnungprogramme zurückgreift. Z.B. www.druckverlust.de/onlinerechner .

    Hierbei muss nur beachtet werden, dass grundsätzlich der Innendurchmesser des Rohres eingegeben werden muss. Gerade bei PE Rohren führt das immer wieder zu Missverständnissen. PE 40 hat halt 32mm Innendurchmesser.

    Hat man Leitungen mit verschiedenen Durchmessern, so müssen diese einzeln berechnet und die Einzeldruckverluste am Schluss addiert werden.

    Zu den Druckverlusten der Leitungen kommen dann noch Druckverluste von Rückflussventilen, Wasseruhr, Filter, Presscontrol, Schieber, Hähne etc. hinzu. Hier kommt es auf Anzahl und Querschnitt an. Meistens kommt man mit einer Pauschalannahme von 0,5 – 1,5 Bar aus.

    Der Betriebsdruck des Gerätes (Sprenger etc.) steht im Datenblatt oder kann beim Hersteller angefragt werden.

    Diese Drücke von der Höhendifferenz, dem Strömungswiderstand und dem Betriebsdruck des angeschlossenen Gerätes werden addiert, z. B. erhält man 5,7 Bar.

    Kürzt man

    den Druck der Höhendifferenz mit PH

    den Druck des Strömungswiderstandes mit PS

    den Betriebsdruck eines Gerätes mit PB

    und den Druck des Arbeitspunktes mit PA

    ab, so gilt folgender einfacher Zusammenhang:

    PH + Ps + PB = PA

    Mit der im Beispiel angenommenen max. erforderlichen Wassermenge von 1,8m³/h erhält man jetzt den Arbeitspunkt der gesuchten Pumpe: 5,7 Bar / 1800L.

    Für diesen berechneten Arbeitspunkt ist jede Pumpe geeignet, deren Pumpenkennlinie genau durch diesen Punkt läuft.

    Man muss also bei Pumpen, die man aussuchen oder vergleichen will, die Pumpenkennlinien anschauen, ob sie (in etwa) durch diesen Punkt laufen.

    Oft geben Pumpenhersteller bei ihren Pumpenkennlinien einen Bereich an, in dem die Pumpe einen guten Wirkungsgrad hat. Dieser Bereich wird häufig durch zwei senkrechte Striche in der Pumpenkennlinie gekennzeichnet. Man sollte Pumpen bevorzugen, bei denen der berechnete Arbeitspunkt innerhalb dieses Bereiches liegt.

    Zuletzt darf man nicht vergessen sicherzustellen, dass der Brunnen überhaupt in der Lage ist, die berechnete Wassermenge zu liefern.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Hallo,


    Vielen Dank für deine Rückmeldung


    Skizze:

    Steigleitung: 1 1/4“

    Filter: 2x 2m 1 1/4“

    Fördervolumen: nicht bekannt und wurde nicht getestet

    Saugleitung: 2m

    Regner: 2,8-3 bar

    Längste Leitung: 30-35m 3/4“ PEHD

    Vorfilter

    Höhenunterschied ab GOK: max. 1,00m


    Verluste:

    Saugverlust aus 2,5m: 0,25 Bar

    Längste Leitung: 0,13 bar

    Vorfilter: 0,3 Bar

    RV: 0,2

    Leitungsverluste pauschal: 0,5 bar

    Gesamt: 1,338

    Spül- oder Bohrbrunnen


    Grundwasser laut Bodengutachten im Durchschnitt -1,12m GOK

    The post was edited 2 times, last by Nils1985 ().

  • Fördervolumen: nicht bekannt und wurde nicht getestet

    Wie soll man dann eine Pumpe aussuchen?


    Wie gross ist der Abstand zwischen den beiden Brunnenrohren? Wenn zu dicht, beeinflussen sich beide Brunnen.

    Technisch handelt s sich um eine Parallelschaltung, wobei jeder Brunnen einzeln getestet werden müsste um festzustellen, ob beide gleichmässig belastet werden.


    Den erforderlichen Arbeitspunkt für die Pumpe bitte selbst ausrechnen und mit Preisrahmen sowie Lautstärkeanforderungen hier posten.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Abstand: 0,7m

    Arbeitspunkt: 1800/4,3 bar

    Lautstärke: steht im Schuppen, also nicht relevant

    Preis: bis 380,-


    Folgende Modelle schweben mir vor:

    KSB Multi eco 36 p

    DAB jetinox 132m

    Spül- oder Bohrbrunnen


    Grundwasser laut Bodengutachten im Durchschnitt -1,12m GOK

    The post was edited 1 time, last by Nils1985 ().

  • Dann die:

    KSB Multi eco 36 p


    Die andere hat eine wesentlich ungünstigere Kennlinie.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Hey kg49

    In wie fern ungünstiger?

    Alternativ habe ich mir noch, die dab jetinox 112m angesehen.


    Von den Werten her, müsste die 132m doch auch reichen.

    Ich stelle mir die Frage, ob die KSB den Aufpreis von 150,- zur 132m wert ist.


    Als druckschalter würde ich den Grundfos PM1 für die KSB und dem PM2 für die DAB Pumpe wählen.


    Habt ihr ne Alternative für den Druckschalter oder sogar Pumpe?

    Spül- oder Bohrbrunnen


    Grundwasser laut Bodengutachten im Durchschnitt -1,12m GOK

  • In wie fern ungünstiger?

    Vergleiche mal beide Kennlinien. Was fällt Dir dabei auf?

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Eben erst registriert:

    Abstand: 0,7m

    Das ist zu dicht. Beide Brunnen bilden einen Absenkungstrichter und graben sich gegenseitig das Wasser ab.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Der Brunnen ist schlecht

    Nicht unbedingt, Du wirst aber nicht die Förderleistung von 2 Brunnen haben, vielleicht von 1,5 Brunnen. Man hätte den Abstand grösser wählen müssen.

    Ob die Pumpe überdimensioniert ist, muss sich herausstellen, ggf. kann man sie ja drosseln.


    Ich frage mich immer nur, was das für Brunnenbauer sind, die

    1. den Brunnen nicht klarpumpen und

    2. die max. Förderleistung nicht bestimmen.


    Mit Sicherheit keiner aus einem angemeldeten Brunnenhandwerksbetrieb.


    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Doch waren sie. Klar gepumpt haben sie ihn auch.

    Er macht das wohl schon sein Leben lang.

    Hat sich aber nie mit der Materie der Leistung des Brunnens/Pumpen aus einander gesetzt.


    Er bewertet die Pumpen nur nach Watt Leistung und nicht danach was sie tatsächlich können muss.

    Spül- oder Bohrbrunnen


    Grundwasser laut Bodengutachten im Durchschnitt -1,12m GOK

  • Doch waren sie.

    ? ? ?

    Was waren sie?

    Wie hoch ist denn dann die max. Förderung der Anlage?

    Der Wert ist nicht ganz unwichtig für die Pumpenauswahl.

    Hat sich aber nie mit der Materie der Leistung des Brunnens/Pumpen aus einander gesetzt.

    Also doch kein gelernter Brunnenbauer.

    Er bewertet die Pumpen nur nach Watt Leistung und nicht danach was sie tatsächlich können muss

    Da braucht man natürlich etwas Physikkenntnisse und rechnen muss man auch noch.

    Es ist erschreckend, was so als "Brunnenbauer" zu finden ist.

    Brunnenbau ist halt mehr, als Löcher in den Boden zu bringen.

    Nicht umsonst geben z.B. Grundfos, KSB und andere Hersteller sehr umfangreiche Schriften zur Pumpendimensionierung raus.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Danke für deine Hilfe!!!!


    Ich habe mich für eine Pumpe entschieden.


    Ich nehme die KSB Multi Eco 36p

    Saug- und Druckseite 1“


    Als Druckschalter den Grundfos PM1, PM2 oder habt ihr eine andere Empfehlung?


    Wie müsste ich die Pumpe jetzt auf der Saugseite anschließen bzw welche Materialien benötige ich?


    Mein Brunnen endet mit einem 1 1/4“ RV und GEKA Kupplung.


    1 1/4“ GEKA Schlauchanschluss, 1 1/4“ saugschlauch, schlauchtülle mit außengewinde 1 1/4“, 1 1/4“ Vorfilter kurz, Rohrnippel 1 1/4“, reduziernipprl 1 1/4“ innegewordene auf 1“ außengewinde, Pumpe????


    Brauche ich noch ein Ventil, Hahn,...im Saugstrang?

    Spül- oder Bohrbrunnen


    Grundwasser laut Bodengutachten im Durchschnitt -1,12m GOK

  • Mein Brunnen endet mit einem 1 1/4“ RV und GEKA Kupplung.

    Davon bitte mal ein Foto einstellen.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

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