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Neuling Stellt sein Brunnenbauprojekt vor

  • AirJohnsson
  • April 24, 2020 at 8:47 PM
  • AirJohnsson
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    • April 24, 2020 at 8:47 PM
    • #1

    Hallo liebe Community,

    vor ca. 1 Jahr bin ich in meinen Neubau gezogen und seitdem arbeite ich Stück für Stück meine Projektliste ab. Für die "schönen" Monate habe ich mir den Garten vorgenommen.. also im
    Februar die Auffahrt gebaut, im März den Boden planiert und anfang April Rasen gesäht... und wie es eben so ist, hat man immer irgendwas vergessen... in diesem Fall die Gartenbewässerung. ^^

    Also hab ich jetzt die letzten 14 Tage recherchiert und bin zu dem Entschluss gekommen einen Bohrbrunnen zu bauen.

    Zu den Daten:
    Ich benötige Wasser für etwa 800m² Rasenfläche. Durch den Neubau habe ich noch das Bodengutachten, welches ich hier zur Verfügung stelle. Es wurden zwei Bohrungen durchgeführt, bei der einen (siehe Bild) wurde wasser bei 3.8m und bei dem anderen ca 10m weiter bei 3.2m gefunden.


    Bei der Wahl des Brunnens schwankte ich zwischen Rammbrunnen und Bohrbrunnen. Schlussendlich habe ich mich für einen Bohrbrunnen entschieden, da dieser wohl langlebiger ist (6-8 Jahre Rammbrunenn und ~ 20 Jahre Bohrbrunnen) und es kann wohl auch wesentlich mehr Wasser gefördert werden.

    Nun zu meiner Planung:
    Meine Überlegungen waren es ein 8m tiefes Brunnenroh zu verlegen. Von unten angefangen würde ich 1m ein Vollrohr PVC DN100 als Sumpfrohr verwenden, anschließend 2-3m Brunnenfilter und weitere 4-5m Vollrohr. Arbeiten würde ich mit einem Handbohrer 125mm und anschließend mit einer Kiespumpe 108mm. Als einziges "Problem" erweist sich noch die Wahl der SW des Brunnenfilters. Ich habe gelesen bei Feinsand ist ein Sandfilter unabdingbar, oder alternativ mit einem Arbeitsrohr und Brunnenrohr arbeiten und anschließend mit Kiesfilterung arbeiten.

    Vielleicht hat ja jemand noch Tips.

    Komme aus der Ecke Hamburg nord (Grenze Langenhorn/Norderstedt) vielleicht hat ja jemand hier Erfahrungen mit der Bodenbeschaffenheit etc.

    Liebe Grüße und ein sonniges Wochende wünsche ich allen!

  • Brunnen reinigen
  • kg49
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    • April 24, 2020 at 10:28 PM
    • #2
    Quote from AirJohnsson

    Ich habe gelesen bei Feinsand ist ein Sandfilter unabdingbar, oder alternativ mit einem Arbeitsrohr und Brunnenrohr arbeiten und anschließend mit Kiesfilterung arbeiten.

    Eine Alternative gibt es da nicht, bei einem Feinsandfilter benötigst Du auch ein Arbeitsrohr.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • AirJohnsson
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    • April 25, 2020 at 12:29 AM
    • #3
    Quote from kg49

    Eine Alternative gibt es da nicht, bei einem Feinsandfilter benötigst Du auch ein Arbeitsrohr.

    Gruss

    kg49

    Vielen Dank für die schnelle Antwort kg49 !

    Da der Bohrer und die Kiespumpe bereits vorhanden sind (werden von einem Bekannten geliehen) werden ich dann wohl beim Arbeitsrohr auf DN115 gehen und das Brunnenrohr entsprechend kleiner wählen, wahrscheinlich DN80?
    Das Außenmaß des Sandfilters liegt bei DN80 Außen-Ø: 98 mm, und das Innenmaß des Arbeitsrohres bei DN115 Innen- Ø: 114,0 mm.

    Oder reicht der Wandabstand nicht, um genügend Filterkies einzubringen? Ich möchte halt den größtmöglichen Durchmesser für mein Brunnenrohr, dass die Fördermenge nicht zu gering wird, aber zur Not gehe ich auf DN50 und 1m tiefer.
    Die Fördermenge liegt bei DN80 bei max. 2,6 m³/h pro m, bei DN50 schon bei max. 1,3 m³/h pro m... und die Werte sind bei optimalen Ansaugbedingungen gemessen worden (swimmingpool), also in der Realität wahrscheinlich um einiges geringer.

  • kg49
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    • April 25, 2020 at 1:25 AM
    • #4
    Quote from AirJohnsson

    Oder reicht der Wandabstand nicht, um genügend Filterkies einzubringen?

    Richtig, es sollten schon 50 -100mm sein.

    Aber Du musst ja keine Kiesschüttung anbringen, nimm einen Feinsandfilter und gut ist.

    Dir ist klar, dass wenn der Wasserspiegel noch mehr fällt, Du in den kritischen Bereich kommst, dass Du nicht mehr sicher Wasser saugen kannst. Je nach Bodengrundverhältnissen bildet sich beim Pumpen ein Absenkungstrichter, d.h. der Wasserspiegel im Brunnenrohr sinkt mehr oder weniger stark ab.

    Und eine Tiefbrunnenpumpe kannst Du bei dem vorgesehenen Durchmesser nicht setzen.

    Nicht immer ist der billigste Lösungsweg langfristig der günstigste.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • AirJohnsson
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    • April 25, 2020 at 9:44 AM
    • #5
    Quote from kg49

    Richtig, es sollten schon 50 -100mm sein.

    Aber Du musst ja keine Kiesschüttung anbringen, nimm einen Feinsandfilter und gut ist.

    Dir ist klar, dass wenn der Wasserspiegel noch mehr fällt, Du in den kritischen Bereich kommst, dass Du nicht mehr sicher Wasser saugen kannst. Je nach Bodengrundverhältnissen bildet sich beim Pumpen ein Absenkungstrichter, d.h. der Wasserspiegel im Brunnenrohr sinkt mehr oder weniger stark ab.

    Und eine Tiefbrunnenpumpe kannst Du bei dem vorgesehenen Durchmesser nicht setzen.

    Nicht immer ist der billigste Lösungsweg langfristig der günstigste.

    Gruss

    kg49

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    Das sind alles sehr gute Hinweise, danke!
    Ich weiß, dass ab 10m für 10 - 13m eine Lehmschicht kommt, dann wieder wasser. In die Tiefe möchte ich nicht bohren. Wenn der Brunnen nicht ausreicht, werde ich anschließend jemanden beauftragen müssen, der mir etwas für die nächsten 50 Jahre baut.


    Irgendwie war mir so, dass eine Kiesschüttung für Feinsand immer nötig wäre.
    Braucheich keine kann ich ja trotzdem den großen Sandfilter nutzen! ^^
    Dann würde ich bis zur Lehmschicht gehen (10m), 1m Sumpfrohr, 2m Sandfilter und den Rest mit Brunnenrohr. Das sind dann voraussichtlich 3 bis 3,5m Wassersäufe über dem Filter. Klingt das Vernünftig? :/

    Edited once, last by AirJohnsson (April 25, 2020 at 9:51 AM).

  • kg49
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    • April 25, 2020 at 9:47 AM
    • #6
    Quote from AirJohnsson

    Klingt das Vernünftig?

    Soweit ja. Nur vorher den passenden Feinsandfilter für 125mm Arbeitsrohr aussuchen.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • AirJohnsson
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    • April 25, 2020 at 9:54 AM
    • #7
    Quote from kg49

    Soweit ja. Nur vorher den passenden Feinsandfilter für 125mm Arbeitsrohr aussuchen.

    Gruss

    kg49

    Und die Passende Pumpe..
    Gibt es hier im Forum empfehlungen zur Beschaffung?
    In meiner direkten Umgebung habe ich bereits umhertelefoniert und leider nichts gefunden.

  • kg49
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    • April 25, 2020 at 10:05 AM
    • #8
    Quote from AirJohnsson

    In meiner direkten Umgebung habe ich bereits umhertelefoniert

    Da sucht man im Internet und bestellt online.

    Als Tiefbrunnenpumpe kommt bei einem 4" Brunnenrohr ja nur eine 3" Pumpe in Frage.

    Zur Bestimmung der Pumpenstärke ist folgendes lesenswert:

    Pumpenstärke

    Wählt man ohne nähere Kenntnisse oder mit einer schlechten Beratung eine Pumpe aus, so gibt es für deren Stärke drei Möglichkeiten:

    Zu stark,

    zu schwach,

    zufällig genau richtig.

    Um dem Zufall auf die Sprünge zu helfen und um eine optimale Auswahl treffen zu können, muss man zwei Werte bestimmen:

    • Die maximale Wassermenge, die die Pumpe pro Zeiteinheit liefern soll
    • Den erforderlichen Wasserdruck, der am Pumpenausgang bei der unter (1.) bestimmten Wassermenge anliegen muss.

    Am einfachsten ist dabei die Bestimmung der Wassermenge.

    Jeder renommierte Sprinklerhersteller gibt den Druck und die Wassermenge an, die für die Beregnung einer Fläche erforderlich ist. Bei unbekannten Verbrauchern kann man die Wassermenge mit Hilfe des Hausnetzes und einem Durchflussmesser (Wasseruhr) bestimmen oder auf Erfahrungswerte zurückgreifen (Eimerfüllmethode). Allerdings ist die Anschaffung einer Wasseruhr sowieso auch für später sehr nützlich.

    Unter Beachtung des Gleichzeitigkeitsfaktors erhält man nun eine bestimmte Wassermenge, z.B. 1800 L/h bzw. 1,8 m³/h.

    Die Bestimmung des erforderlichen Pumpendrucks ist etwas aufwändiger. Hier müssen drei verschiedene Faktoren berücksichtigt werden:

    • Druckverluste durch Höhenunterschiede
    • Druckverluste durch Wasserströmung
    • Betriebsdruck des Gerätes

    Die Druckverluste durch Höhenunterschiede bestimmt man durch den Höhenunterschied zwischen Grundwasserspiegel und dem höchsten Wasserentnahmepunkt (Die Tiefe, in der eine Tiefbrunnenpumpe hängt, spielt keine Rolle!).

    Beispiel: Grundwasserspiegel im Betrieb bei – 8m, höchster Entnahmepunkt + 13m, bezogen auf die Höhe des Brunnenkopfes bzw. dem Standort einer Saugpumpe. Daraus ergibt sich ein Höhenunterschied von 21m, was einem Druckverlust von 2,1 Bar entspricht.

    Druckverluste durch Wasserströmung bestimmen sich aus dem Querschnitt und Länge des Steig- (Ansaug-) rohres der Pumpe sowie aus Querschnitt und Länge der Verteilerleitungen.

    Die Berechnung ist so komplex, dass man diese nicht selbst durchführt, sondern auf Tabellen oder Berechnungprogramme zurückgreift. Z.B. http://www.druckverlust.de/onlinerechner .

    Hierbei muss nur beachtet werden, dass grundsätzlich der Innendurchmesser des Rohres eingegeben werden muss. Gerade bei PE Rohren führt das immer wieder zu Missverständnissen. PE 40 hat halt 32mm Innendurchmesser.

    Hat man Leitungen mit verschiedenen Durchmessern, so müssen diese einzeln berechnet und die Einzeldruckverluste am Schluss addiert werden.

    Zu den Druckverlusten der Leitungen kommen dann noch Druckverluste von Rückflussventilen, Wasseruhr, Filter, Presscontrol, Schieber, Hähne etc. hinzu. Hier kommt es auf Anzahl und Querschnitt an. Meistens kommt man mit einer Pauschalannahme von 0,5 – 1,5 Bar aus.

    Der Betriebsdruck des Gerätes (Sprenger etc.) steht im Datenblatt oder kann beim Hersteller angefragt werden.

    Diese Drücke von der Höhendifferenz, dem Strömungswiderstand und dem Betriebsdruck des angeschlossenen Gerätes werden addiert, z. B. erhält man 5,7 Bar.

    Kürzt man

    den Druck der Höhendifferenz mit PH

    den Druck des Strömungswiderstandes mit PS

    den Betriebsdruck eines Gerätes mit PB

    und den Druck des Arbeitspunktes mit PA

    ab, so gilt folgender einfacher Zusammenhang:

    PH + Ps + PB = PA

    Mit der im Beispiel angenommenen max. erforderlichen Wassermenge von 1,8m³/h erhält man jetzt den Arbeitspunkt der gesuchten Pumpe: 5,7 Bar / 1800L.

    Für diesen berechneten Arbeitspunkt ist jede Pumpe geeignet, deren Pumpenkennlinie genau durch diesen Punkt läuft.

    Man muss also bei Pumpen, die man aussuchen oder vergleichen will, die Pumpenkennlinien anschauen, ob sie (in etwa) durch diesen Punkt laufen.

    Oft geben Pumpenhersteller bei ihren Pumpenkennlinien einen Bereich an, in dem die Pumpe einen guten Wirkungsgrad hat. Dieser Bereich wird häufig durch zwei senkrechte Striche in der Pumpenkennlinie gekennzeichnet. Man sollte Pumpen bevorzugen, bei denen der berechnete Arbeitspunkt innerhalb dieses Bereiches liegt.

    Zuletzt darf man nicht vergessen sicherzustellen, dass der Brunnen überhaupt in der Lage ist, die berechnete Wassermenge zu liefern.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

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