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  1. Brunnenbau-Forum
  2. Brunnenbau
  3. Brunnenbau Bohrbrunnen

Brunnen ohne Filterrohr in Tonschicht (mit Sand/Kies)

  • fexbob
  • November 27, 2025 at 10:11 AM
  • fexbob
    Beginner
    Posts
    3
    • November 27, 2025 at 10:11 AM
    • #1

    Hallo zusammen in die Runde. Ich bin ganz neu unterwegs auf dem Gebiet des Brunnenbaus, definitiv spannendes Gewerk! Es wäre schön, wenn jemand zu meiner speziellen „Brunnensituation“ einen Rat geben könnte. Vorne weg: Ich weiß, dass mein „Brunnen“ eigentlich kein Brunnen ist, „Loch im Boden, aus dem Wasser gefördert werden kann“ trifft es eher…

    Zur Situation: Ich habe ein blaues Brunnenrohr in meinem neu übernommen Garten entdeckt, das mit einem Deckel verschlossen war. Die Vorbesitzer haben diesen nicht benutzt, wissen auch sonst nichts über das Brunnenrohr.

    Hab mich dann selbst auf den Weg gemacht, das zu erkunden. Da ich eine Rohrkamera besitze, konnte ich schon einiges in Erfahrung bringen:

    • Blaues Brunnenrohr DN80 bis auf 13m, kein Filterrohr, nur Vollwandrohr
    • Danach geht es weiter bis auf 21m ohne Rohr oder sonst etwas
    • Bei 21m endet es; der Boden sieht eher sandig/kiesig aus, definitiv anders als die Wandung des Loches
    • Der Wasserstand liegt bei ziemlich genau 5m ab GOK

    Hab dann zunächst mit einer herkömmlichen Gartenpumpe mit Saugschlauch (und Kugelhahn) Wasser abgepumpt. Pumpe ich mit 600l/h, fällt der Wasserstand von 5 auf 7m ab. Kann gerade noch so pumpen. Drehe ich den Kugelhahn weiter auf, wird Luft angesaugt.

    Zweiter Anlauf: Tiefbrunnenpumpe 3“ mit PE-Rohr abgelassen auf 13m, also gerade noch so im verrohrten Bereich. Ist natürlich nicht gut, eine 3“ Pumpe in DN80-Rohr…

    Pumpergebnisse dann: 1200 l/h mit Absenkung des Wasserstandes auf 11m. Dann bleibt er konstant. Das Wasser ist klar, keine Rückstände, die sich im Glas/Eimer absetzen. Bei den allerersten Pumpvorgängen war im Eimer eine ganz feine Substanz sichtbar, die sich nach einem halben Tag am Boden absetzte (auf 20 Liter ungefähr ein Volumen wie eine 1-Cent-Münze). Es war sehr fein, ich würde schon sagen es war „Staub“. Ich könnte das auch nicht greifen bzw. zwischen zwei Finger reiben. Sobald ich das Wasser langsam abschütten wollte, wirbelte der Staub im Wasser wieder auf.

    Ich habe dann ein paar Brunnenbauer (gewerbliche mit Zertifikat und auch Hobbybrunnenbauer) in der Gegend kontaktiert, ob sie sich den Brunnen mal ansehen könnten oder ggf. auch neu bohren für einen richtigen Brunnen. Leider nur absagen mit Begründung: Es liegen mächtige Tonstein-/Sandsteinschichten vor. Für Neubohren hätten sie nicht die passende maschinelle Ausrüstung (Garten ist nicht direkt zugänglich von der Straße).

    Was tun?

    1.) Tiefbrunnenpumpe auf 13m so lassen, mit maximal 1200 l/h pumpen und beobachten, ob es dauerhaft funktioniert (die Wassermenge würde mir reichen für die Gartenbewässerung)

    oder

    2.) DN50-Filter an PE-Rohr, ablassen und mit Gartenpumpe maximal 600 l/h pumpen

    oder

    3.) DN80-Rohr ziehen und versuchen größer zu bohren für DN115 oder größer

    Variante 1 finde ich auf den ersten Blick attraktiv, da ich ungern eine Gartenpumpe oben haben möchte und Variante 3 wird wahrscheinlich in DIY nicht funktionieren bei dem Boden. Bei Variante 1 bleibt aber die Frage, ob sich der Sand/Kies(?) am Boden weiter hochdrücken wird und der Brunnen irgendwann komplett versandet (kann es sein, dass sich Sand um 8 Meter im Rohr hochdrückt?). Wie könnte man das stoppen?

    Gibt es sonst noch Alternativen? Ich danke für jede Rückmeldung. Vielleicht hatte jemand von euch eine vergleichbare Situation und kann weiterhelfen, was hier am sinnvollsten ist.

  • Brunnen reinigen
  • fexbob
    Beginner
    Posts
    3
    • December 9, 2025 at 1:08 PM
    • #2

    Für Variante 1 kam mir noch der Gedanke, dass ich Filterrohr (mit Kappe unten) in den unverrohrten Bereich einbringen kann, sofern dies ein Aufsteigen des Sandes/Kieses verhindern könnte (?).

    Das Filterrohr müsste dann natürlich kleiner als DN80 sein, also DN50 (oder DN40 bei Kiesbelagfilter). Das Filterrohr müsste dann knapp in den verrohrten Bereich hineinragen. Problem wäre dann aber, dass das dort kein dichter Abschluss ist; wäre ja dann ein Ringspalt zwischen DN50 AD und DN80 ID. Die Fa Lotze bietet aber - gerade gesehen - einen Manschette DN80 auf DN50 auf. Also die Manschette ist auf dem DN50 Rohr geschraubt, ragt in DN80 Rohr hinein und ist dort mit einer Tonpackung versehen. Der Ton quillt und dichtet zum DN80 hin ab. Wenn ich das richtig verstanden habe...

    Hat jemand schon Erfahrung mit dieser Manschette sammeln können? Funktioniert das dauerhaft? Hätte bedenken, dass der Ton sich langsam "auflöst" bzw. ins Wasser herausschwemmt und die Dichtwirkung nicht mehr gegeben ist.

  • fexbob
    Beginner
    Posts
    3
    • July 11, 2026 at 10:11 PM
    • #3

    Kurzes Update, falls es jemanden interessiert: Ich hatte mich im Winter dazu entschieden, den Brunnen erst mal so zu lassen, also Variante 1. Bisher gab es auch keine Probleme. Glasklares Wasser mit ca. 1200 l/h. Obwohl es kein richtiger Brunnenausbau ist, funktionierts und ich bin zufrieden.
    Werde demnächst mal mit der Kamera schauen, ob sich Sand hochgedrückt hat.

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