geeignete Pumpe für die Bewässerung Fussballplatz

  • Hallo zusammen,


    wir suchen für die Bewässerung unseres Fussballplatzes eine geeignete Pumpe mit optimalem Preis-/Leistungsverhältnis. Leider sind wir uns nicht sicher, welche Pumpenvariante(n) und welche(r) Hersteller da für uns am besten geeignet ist.


    Die Pumpe sollte so ausgelegt sein, dass man damit einen Grossflächen-Impulsregner von Perrot (ZN 23 W) gemäß Anhang betreiben kann. Das heisst, die Pumpe müsste eine ausreichende Wassermenge (bis ca. 15-18 m3/h) mit einem Wasserdruck zwischen 3 und 5 bar liefern, so dass das Wasser in dieser Menge und mit diesem Druck beim Impulsregner entsprechend ankommen.


    Die Wasserentnahme erfolgt aus einem Grundwasserschacht, welcher in einem Fluss-nahem Bereich gegraben ist, daher ist der Schacht auch nicht sehr tief. Genauere Daten hierzu kann ich bei Bedarf noch liefern.


    Die Schlauchlänge (Schlauch mit 1 ¼“ Innendurchmesser) von der Pumpe bis zum Impulsregner, welcher auf einem ca. 1 Meter hohem Dreifuß angebracht ist, beträgt maximal 150 Meter. Dieser Schlauch wäre wenn empfehlenswert oder für eine bessere Leistung der Pumpe auch austauschbar.


    Über Empfehlungen zu geeigneten Pumpen und/oder Herstellern würden wir uns sehr freuen.


    Gruss

    BH

  • Die Wasserentnahme erfolgt auseinem Grundwasserschacht, welcher in einem Fluss-nahem Bereich gegraben ist, daher ist der Schacht auch nicht sehr tief.

    Du bist sicher, dass dieser Schacht dauerhaft dem max. Wasserbedarf von 18m³/h auch liefert? Wurde daraus schon mal eine solche Wassermenge gefördert?

    Gruss

    kg49

  • Der Grundwasserentnahmeschacht existiert schon länger, die genauen Daten hierzu werde ich heute noch in Erfahrung bringen und hier posten. Bisher haben wir dort mit einer Tauchpumpe "Pratika" von Nocchi gearbeitet, allerdings bringt die von Leistungsseite nicht die gewünschten Drücke und Wassermengen.


    Bild


    http://www.nocchi.it/pentair/fileadmin/ ... ratika.pdf


    Der Schacht bringt aber soviel Wasser, dass diese Pumpe problemlos 24 Stunden laufen kann bzw. muss, um den Fussballplatz bei der aktuellen Hitze einigermaßen mit einem selbstfahrendem Flächenregner zu bewässern.


    Wir wollen aber zukünftig den Platz mit einem stationärem Regner bewässern, der mit einmal Umstellen den ganzen Platz abdeckt. Ziel ist, den Platz in kurzer Zeit mit viel Wasser zu beregnen, um damit auch wirksam Feuchtigkeit in den Boden zu bringen. Dann kann die Pumpe auch zwischendurch wieder stillstehen (z.B. Laufzeit über Zeitschaltuhr steuern), um ein mögliches Leerpumpen des Schachtes zu verhindern. Dann kann der Schacht auch wieder vollaufen.


    Wichtig ist uns eigentlich die Wurfweite des Beregners, es sollte die komplette Platzweite (ca. 60 Meter) beregnet werden. Die Wassermenge muss nicht unbedingt 18m³/h betragen, es darf auch weniger sein, dann muss die Pumpe eben länger laufen.


    Photos vom Schacht inkl. Dimensionen und Wasserstandshöhe liefere ich noch nach.


    Gruss
    BH

  • Wenn ich das richtig verstanden habe, braucht ihr eine Wurfweite von mindestens 32m, unter Berücksichtigung evtl. Windeinflüsse.

    Dazu braucht ihr bei 16mm Düse ca. 15m³/h.


    Kommen wir zum Schacht. Aus den gegebenen Daten berechnet sich ein Inhalt von 4m³, was allerdings ein rein theoretischer Wert ist, denn das Wasser ist nicht bis zum Grund nutzbar. Praktisch stehen euch so ca. 2,5m³ zur Verfügung.


    Bei dem Bedarf von 15m³/h ist der Schacht nach 10min leergesuckelt. Da fliesst zwar noch Wasser nach, aber das muss dann ganz schön sprudeln, damit immer genügend Wasser vorhanden ist.

    Das vorgetragene Argument, weniger Wasser zu fördern und dafür länger zu sprengen ist m.E nicht zutreffend, da ihr ja die Wassermenge braucht, um die Wurfweite zu erzielen.

    Also erst mal, z.B. mit Hilfe der Feuerwehr, ermitteln, welche Dauerleistung euer Schacht hat. Dann kann man eine Pumpe auswählen.

    Gruss

    kg49

  • Hallo,


    wir haben schon zwei Tauchpumpen "Pratika" im Grundwasserschacht gehabt und konnten diese parallel problemlos laufen lassen. Dabei hat sich der Wasserspiegel nicht sichtbar verändert, es scheint also ausreichend Wasser nachzufließen. Der Schacht ist ja nur wenige Meter von der Naab entfernt, von dem Fluss scheint auch Wasser in den Schacht zu drücken.


    Eine Pratika leistet maximal 6 m³/h, also die beiden zusammen 12 m³/h. Mit Verlusten sollte der Brunnen also problemlos 10m³/h liefern, wir denken dass es deutlich mehr sind.


    Also mit einer 14er Düse würde man bei 4-5 bar bei ausreichender Wurfweite ca. 14-16 m³/h benötigen. Wir gehen davon aus, dass das sicherlich mit dem vorhandenen Schacht funktionert.


    Nur welche Pumpe fördert diese Wassermenge bei dem Druck? Sollte man dann auf eine "eingetauchte" Pumpe oder besser eine Pumpe an der Oberfläche (z.B. nahe beim Schacht) zurückgreifen?


    BH

  • Hallo zusammen,


    wir werden jetzt am kommenden Freitag mal unseren Wasserschacht von der Feuerwehr leepumpen lassen, um zu schauen wie schnell wieviel Wasser wirklich nachfliesst. Dann sind wir sicher, ob wir die hohen Wassermengen für die Pumpe auch zur Verfügung haben - wovon wir aber eigentlich ausgehen, aber wissen ist besser als glauben ;-)


    Unabhängig davon habe ich mal eine Pumpen rausgesucht, die aus meiner Sicht dann passen sollten. Vielleicht könnt ihr euch diese mal anschauen und sagen, was ihr davon haltet.


    1) Tiefbrunnenpumpe ZDS QPGO.X.10-12
    https://www.brunnenpumpen.com/…unnenpumpe-ZDS-QPGOX10-12


    2) Brunnenpumpe Aqualiju AB4.220.1M
    https://www.brunnenpumpen.com/…0V-ohne-Schwimmerschalter


    3) Tiefbrunnenpumpe Subline F24-14
    http://duggmbh.de/de/4-Zoll-Ti…ine-F24-14-24000-l-/-78-m


    4) Tiefbrunnenpumpe Lowara 12GS 30
    http://duggmbh.de/de/4-Zoll-Ti…-l/-86-m-sandvertraeglich


    Ausserdem jetzt noch eine Frage zu den Pumpenkennlinien. Wie ermittle ich den Wasserdruck und die Wassermenge der beim Regner (oder am Ende des Schlauches) ankommt, wenn ich von einer Förderhöhe von 4 Metern (Schachttiefe) und einem 100-Meter-Schlauch mit 2" Durchmesser ausgehe. Wie verändert sich das Ganze, wenn man einen kleineren Schlauchdurchmesser (z.B. 1 1/2") verwenden würde? Darauf basierend würden wir dann den Regner bzw. den Düsendurchmesser auswählen.


    Viele Grüsse
    BH

  • wir werden jetzt am kommenden Freitag mal unseren Wasserschacht von der Feuerwehr leepumpen lassen, um zu schauen wie schnell wieviel Wasser wirklich nachfliesst

    Eine sehr vernünftige Idee.


    Jetzt schaun wir mal, was Du brauchst:

    Die Schlauchlänge (Schlauch mit 1 ¼“Innendurchmesser) von der Pumpe bis zum Impulsregner, welcher auf einem ca. 1Meter hohem Dreifuß angebracht ist, beträgt maximal 150 Meter.

    So, wir wissen die Schlauchlänge und dass Du am Impulsregner ca. 14 - 16m³ brauchst, wobei ein Druck von 4 -5Bar am Impulsregner anliegen muss.


    Jetzt müssen wir rechnen:

    Auf 150m hat ein Schlauch folgende Druckverluste bei 15m³/h

    1 1/4 Zoll - 10,8 Bar

    1 1/2 Zoll - 4,5 Bar

    2 Zoll - 1,14 Bar


    Dazu kommt noch ca. 0,5 Bar für den Schacht, also sind insgesamt (ich rate zu 2") etwa 6,5 - 7 Bar erforderlich.

    Das heisst, ihr braucht eine Pumpe, die laut Kennlinie bei 6,5 Bar 15m³ liefert.

    Keine der von Dir genannten Pumpen erfüllen diese Anforderungen.

    Du musst Dich noch mal mit der Interpretation von Pumpenkennlinien auseinandersetzen. Hier im Archiv des Forums gibt es dazu ausgezeichnete Beiträge.


    Fraglich ist es auch, ob ihr überhaupt eine Tiefbrunnenpumpe nehmen könnt. Dazu wäre aber der Wasserstand erforderlich, wenn 15m³/h gefördert werden. Der Pumpversuch eurer Feuerwehr wird das klären, aber aufgepasst, die müssen tatsächlich so viel fördern. Ob da ein C-Rohr reicht wage ich zu bezweifeln.

    Gruss

    kg49

  • Hallo zusammen,


    eigentlich wollte ich euch jetzt schon über unseren Feuerwehreinsatz (Leerpumpen des Wasserschachts) informieren, allerdings hat uns die Feuerwehr versetzt und den Termin auf Montag abend verschoben. Also kann ich euch erst dann die nachlaufende Wassermenge mitteilen.


    Im Anhang aber schon mal 2 Photos, wie das Ganze bei uns aussieht:

    Bild 1: man sieht im Vordergrund 2 Betondeckel, dies sind die Abdeckungen unserer 2 Schächte (diese sind angeblich am Boden über ein Rohr verbunden, dies sehen wir aber erst, wenn der Schacht leer ist) und im Hintergrund sieht man den Fussballplatz

    Bild 2 und 3: Blick in den (linken) Schacht, in dem an den Ketten unsere zwei 240V-Pratika-Tauchpumpen hängen; über die Leerrohre laufen Kabel und Schläuche in unser "Pumpenhäuschen", in dem Druckschalter und die ganze Spannungsversorgung untergebracht ist.


    Im 2. Schacht ist bisher nichts installiert.


    Weitere Infos dann Montag abend ...


    Schönes Wochenende!

    BH




  • So, ich melde mich jetzt nach langer Zeit mal wieder zurück. Wir haben die letzten beiden Woche verschiedene Pumpversuche gestartet, um die Kapazität des Wasserschachtes zu testen.


    Versuch 1: Leerpumpen des Schachtes durch die Feuerwehr, Messung Zufluss

    Der Brunnen füllt sich von unten her relativ schnell bis zu seiner Sättigungshöhe von ca. 1,30-1,4 Meter - da ist dann Schluss. Es fliesen am Anfang ca. alle 5 Minuten ca. 1 m3 zu, das halbiert sich dann nach ca. 30 Minuten auf 0,5 m3 und nach ca. 1 Stunde ist der Sättigungspegel erreicht und es fliest nur noch ganz wenig Wasser zu.


    Versuch 2: Pumpen mit ca. 15 m3 pro Stunde

    Wir haben uns dann noch eine weitere Pumpe beschafft und haben dann mit 3 Pumpen mit je ca. 5 m3/h Wasser über ganz kurze Schläuche aus dem Schacht gepumpt und alle 5 Minuten den Wasserpegel gemessen. Die entsprechende Kurve habe ich angehängt. Der Wasserspiegel fällt also innerhalb von 30 Minuten nur um ca. 30 cm (= ca. 1 m3). Das heisst, dass in den 30 Minuten, in denen ca. 7,5 m3 herausgepumpt wurden, ca. 6,5 m3 nachgeflossen sind.


    Beide Versuche haben also gezeigt, dass wir den Schacht auf jeden Fall mit einer 15m3-Pumpe betreiben können, auf jeden Fall in 30-Minuten-Zyklen (wahrscheinlich sogar 1 Stunde). Danach kann immer wieder eine Pausenzeit von 1 Stunde eingelegt werden, in der sich der Schacht wieder ganz füllt. Somit würden wir nie einen Pegel von 1 Meter unterschreiten.


    Wir hätten jetzt folgende Pumpen in der engeren Auswahl:

    1) Tiefbrunnenpumpe Lowara 12GS 40

    2) Tiefbrunnenpumpe Speck SUPI 6-26-7

    3) Kreiselpumpe Ebara MATRIX 18-6 T/4,00


    Im Anhang dazu auch mal die zugehörigen Kennlinien, in die ich die Kennlinien unserer geplanten Regner mit eingetragen habe. Wir haben jetzt neben dem Perrot-Regner noch einen zweite Variante von Komet herausgesucht, die mit 12er-Düse bei gleichen Wurfweiten noch kleinere Wassermengen benötigen würde. Für beide Regner sollten die obigen Pumpen ausreichend sein, zumindest für die meisten der Betriebspunkte.


    Wie seht ihr das?


    Noch eine Frage zu den Brunnenpumpen: müssen diese eigentlich immer komplett unter Wasser sein oder reicht es bei vertikalem Betrieb wenn Motor und Ansaugöffnung im Wasser sind?


    Viele Grüsse

    BH

  • oder reicht es bei vertikalem Betrieb wenn Motor und Ansaugöffnung im Wasser sind?

    Das sollte reichen, da aber der Pumpenmotor angeströmt werden muss, ist es erforderlich, die Pumpe mit einem Strömungsmantel zu verkleiden. Die Ansaugöffnung muss natürlich mindestens 0,5m (wenn das denn reicht) unter dem Wasserspiegel liegen, da sich sonst u.U. Strudel mit Wassertrichter bilden.

    Der Strömungsmantel wird vom Pumpenhersteller angeboten oder man kann ihn sich auch selbst aus Brunnenrohr bauen.

    Nach den bisherigen Schilderungen dürftet ihr mit einer Ansaugpumpe glücklicher werden. Evtl. auf einem Bollerwagen montieren, dann könnte sie bequem transportiert werden.

    Gruss

    kg49

  • Das sollte reichen, da aber der Pumpenmotor angeströmt werden muss, ist es erforderlich, die Pumpe mit einem Strömungsmantel zu verkleiden. Die bilden.

    Der Strömungsmantel wird vom Pumpenhersteller angeboten oder man kann ihn sich auch selbst aus Brunnenrohr bauen.

    ... ich habe die Brunnenpumpe mit Kühlmantel mal skizziert. Wäre das so richtig?



    Braucht man dann eigentlich noch einen Schwimmerschalter?

  • Da der Wasserspiegel im Ruhezustand innerhalb des Kühlmantels ja der gleiche ist wie ausserhalb des Kühlmantels erscheint mir die Pumpe zu hoch zu hängen bzw. der Wasserspiegel min liegt zu tief. Die Wassereintritssöffnung der Pumpe ist ja zwischen Motor und Pumpe (Hydraulikteil) und ich rechne bei der Pumpenleistung mit einem leichten Absinken des inneren Wasserspiegels gegenüber dem äusseren Spiegel. Ganz abgesehen davon, dass es zu Strömungsturbulenzen kommen kann, die zu Wassertrichtern führen können. Der Kühlmantel muss nämlich relativ eng an der Pumpe liegen, damit die Strömungsgeschwindigkeit des Wassers hoch ist. Details gibt der Pumpenhersteller in seinen technischen Daten üblicherweise bekannt.

    Man könnte zwar den Strömungsmantel oben an der Pumpe luftdicht abschliessen lassen, dann würde die Pumpe direkt saugen, aber...

    Das muss erst mal hundertprozentig gemacht werden und dann auch dauerhaft halten. Sollte dabei mittelfristig eine Undichtigkeit entstehen und der Wasserspiegel absinken, merkt ihr das erst mal überhaupt nicht, die Pumpe beginnt dann nur, teilweise Luft anzusaugen. Und dann entsteht Kavitation, die euch den Hydraulikteil zertstört. Frag mal einen Motorbootfahrer nach seinem Propeller und Kavitation, der wird Dir Romane erzählen können.

    Ich bin halt gewohnt, bei Entwicklungen vom Worst Case auszugehen, damit es hinterher keine bösen Überraschungen gibt.

    Lt. Deiner Skizze ist eine Differenz von 40cm zwischen den möglichen Wasserständen, bei mir wären es 20 - 30cm, also alles recht knapp auf Kante genäht. Das kann man machen, muss aber dann auch mit den Konsequenzen leben.

    Ich tendiere immer noch zu einer Saugpumpe, dann gäbe es keine Probleme. Die Alternative, die Pumpe waagerecht zu legen, dürfte aus Platzgründen wegfallen.

    Ein Schalter, um die Pumpe vor Trockenlauf zu schützen, ist Pflicht!

    Ob das nun ein Schwimmerschalter oder eine andere elektronische Lösung ist, bleibt euch überlassen. Mechanik, richtig angebracht, ist halt wenig störanfällig.

    Gruss

    kg49

  • ... schade, aber dann werden wir wohl mit einer Tauchpumpe nicht glücklich werden, auch wenn wir diese Variante aufgrund des "einfachen" Einbaus und Betriebs eigentlich favorisiert hatten :-(

    Aber bei den 50-60 cm Motorlängen bei diesen Pumpen sind wir wohl mit der Wassereintrittsöffnung immer zu hoch bei unserem Brunnen bzw. den verfügbaren Wasserpegeln.


    Also werden wir jetzt in Richtung Ansaugpumpe gehen, wir hatten da ja schon die Ebara MATRIX 18-6 T/4,00 ins Auge gefasst. Was muss man denn bei dieser Pumpenart alles berücksichtigen, um einen ordnungsgemäßen Betrieb zu gewährleisten? Was braucht man alles noch neben der Pumpe (Motorsteuerung, Schwimmerschalter, Rückschlagventil, Druckschalter, Saugkorb, etc.)?


    Welche Ansaugpumpe könnte man denn noch empfehlen?


    Gruss

    BH