Zink aus Wasser entfernen

  • Hallo an alle


    Ich habe ein Problem und ich hoffe das es hier Experten gibt die mir Helfen können.


    Das Haus welches ich besitze hat einen Brunnen der Anfang der 80er vom Vorbesitzer errichtet wurde. Wasseranalyse wurde damals auch gemacht und liegt mir auch vor.


    Das Wasser wurde nur für den Garten verwendet.


    Nun habe ich vor ein paar Monaten selber eine Analyse machen lassen und das Ergebnis war so gesehen nicht schlecht. Alles soweit unbedenklich außer bei Calcium war zu lesen „leicht belastet“. Wäre also alles Prima wenn da nicht das Ergebnis für Zink wäre den der Wert liegt 11 fach über dem Richtwert für Gießwasser. Somit ist das Wasser für fast nichts zu gebrauchen.


    Nun möchte ich es dennoch weiter nutzen doch dazu müsste der Zinkgehalt entsprechend gesenkt werden.


    Nur wie mache ich dieses?


    Ich könnte zum einen sicherlich Regenwasser aus der Zisterne nehmen und pro 20 Liter dazu ein Liter Brunnenwasser geben. Dann denke ich mal das dieses Wasser dann für den Garten geeignet ist. Aber nicht gerade einfach zu realisieren ist und wenn kein Regenwasser da ist kann ich auch nichts verdünnen.


    Es muss also was her was einfach und Preisgünstig den Zink so gut es geht aus dem Brunnenwasser entfernt.


    Ich bin da auf Sandfilter gestoßen.


    Taugt dieses wirklich was?


    Und wenn ja könnte ich mir den dann selber Bauen?


    Ich dachte da an eine Regentonne welche ich mit Sand fülle und dadurch dann das Wasser durchsickern lasse. Das Wasser könnte ich dann in die Zisterne leiten und dann damit den Garten Tränken.

    Ich könnte sogar zwei von diesen Filtern hintereinander stellen so das das Wasser zweimal gefiltert wird.


    Würde das was bringen?


    Wenn so ein Sandfilter gehen würde welchen Sand wäre dann der bessere?


    Habe dazu schon gelesen das man Qurzsand aber auch einfachen Sand aus der nächsten Kiesgrube verwenden kann. Was natürlich angenehmen wäre.


    Und stimmt es das sich die Wartung darauf beschränkt das man einmal im Jahr die oberste Schicht austauscht und alle 5 bis 7 Jahren den Sand komplett erneuert?


    Über Antworten und anregungen würde ich mich freuen.

  • Wasseranalyse wurde damals auch gemacht und liegt mir auch vor.

    Wurde damals schon Zink festgestellt?

    Wer hat jetzt die Probe entnommen?

    Wurde ausreichend lange das Wasser laufen gelassen?

    Aus welchem Material besteht die Brunnenleitung vom Filter bis zur Entnahme?

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Hallo kg49


    Habe mal die Ergebnisse der Analyse von damals sowie das Aktuelle Ergebnis eingestellt.







    Wurde damals schon Zink festgestellt?


    Keine Angaben.


    Wer hat jetzt die Probe entnommen?

    Wurde ausreichend lange das Wasser laufen gelassen?


    Die Probe wurde von mir nach Anleitung entnommen.

    Aus welchem Material besteht die Brunnenleitung vom Filter bis zur Entnahme?



    Es handelt sich um eine Tiefbrunnenpumpe. Von der Pumpe geht eine Kunststoffleitung zum Verzinkten Kessel und weiter mit einer Verzinkten Leitung zum Wasserhahn im Garten.


    Vielleicht sollte ich noch kurz erwähnen das z.B. Erdbeeren hier immer gut Wuchsen bis man auf einmal bemerkte das die Pflanzen einfach nicht mehr so richtig wollten. Der Wuchs und die Ernte wurden ständig geringer. Die Pflanzen kümmerten letztendlich nur dahin. Auch neue Pflanzen wollten einfach nicht Wachsen. Deshalb wurde der Bodenuntersucht das Ergebnis habe ich auch eingestellt. Ich hatte den Verdacht das das Wasser an der Zinkkonzentration im Boden schuld sein könnte deshalb jetzt auch die Wasseranalyse die den Verdacht ja auch bestätigte.





    Ich gehe als Laie jetzt davon aus das nicht die Anlage an dem hohen Zinkwert schuld ist. Zumindest nicht ausschließlich sondern das der überwiegende Teil oder sogar die komplette Konzentration wirklich schon im Grundwasser vorhanden ist.


    Somit wird auch ein Tauchen des Tanks und der Leitung wohl nichts bringen.


    Deshalb wurde von mir auch gleich die Frage gestellt wie ich das Zink aus dem Wasser Filtern kann.

  • Deshalb wurde von mir auch gleich die Frage gestellt wie ich das Zink aus dem Wasser Filtern kann.

    Ich glaube auch nicht, dass die Wasser- bzw. Bodenbelastung durch die Anlage selbst kommt. Es ist schade, dass in der alten Analyse die Werte nicht gemessen wurden.


    Da es langsam aber stetig sich bemerkbar machte, gehe ich von einer relativ neuen Belastung des Grundwassers aus. Besteht dazu, z.B. durch Anlagen in der näheren aber auch weiteren Umgebung, irgend ein Anlass?

    Wenn Du keinen sehr hohen Wassserbedarf hast, erscheinen mir die von Dir angestrebten Filterverfahren als zu aufwändig bzw. zu kostspielig.

    Eine Versorgung mit Trinkwasser ohne Abwassergebühr dürfte wesentlich wirtschaftlicher sein.

    Vielleicht gibt es hier aber einen Mitleser, der schon Erfahrung mit diesen Filtern hat. Bis jetzt hat sich das Forum nur mit Mangan und Eiseneinträgen beschäftigt.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.

  • Das damals kein Zink ermittelt wurde ist wirklich schade. Wenn man sich allerdings die Werte ansieht welche bei beiden Untersuchungen ermittelt wurden so gibt es teilweise doch erheblich Unterschiede


    Man sehe sich nur mal das Mangan an.

    Wenn ich richtig umgerechnet habe so lag es zu beginn bei 1600 Mikrogramm und jetzt bei 50 Mikrogramm. Für mich Merkwürdig.


    Firmen gibt es hier nicht.


    Ich habe auch noch nirgendwo Beiträge gefunden wo auch jemand explizit nach der Entfernung von Zink gefragt hat und wo auch darauf eingegangen wurde. Es gibt zwar Seiten wo dieses oder jenes verfahren Beschrieben wird dabei handelt es sich aber oft um Seiten von Firmen.


    Drum war meine Hoffnung das es hier jemand gibt der sich mit so was entsprechend gut auskennt oder am besten sogar selber im Einsatz hat und somit halt aus eigener Erfahrung dazu Hinweise und Ratschläge geben kann.


    Wenn man den Sandfilter aus ein paar Regentonnen und einfachem Sand Fertigen kann so dürfte das nicht so teuer sein. Wahrscheinlich hast du da einfach etwas Missverstanden mit der Zisterne. Diese ist schon seit ein Paar Jahren für Regenwasser vorhanden. Da entstehen also keine weiteren Kosten.


    Da unser Garten zum größten Teil aus Nutzpflanzen wie Apfel-, Pfirsichbäume, Reben usw. besteht muss leider bei dem augenblicklichen Wetter doch recht oft und reichlich getränkt werden. Habe am Brunnen keinen Zähler gehe aber davon aus das zur Zeit pro Woche Kosten in Höhe von 30 – 40 € anfallen würden wenn das Wasser kaufen würde.


    Danke das du dir für mein Problem Zeit genommen hast.

Brunnen selber bauen