Bohrbrunnen im Schachtbrunnen - Einschätzung Erdmaterial?

  • Hallo,


    kleine Vorgeschichte: - Vor ca. 3 Jahren wollte ich in meinen alten Brunnen (alte Ziegelsteine, ca. 5m tief) mehr Wasser haben und mich dann dazu entschieden einen Brunnenbauer zu beauftragen der mir in den vorhandenen Brunnen runterbohrt und somit zum Bohrbrunnen wird. Gesagt getan, dieser hat dann ab der Sohle noch einmal 21m gebohrt, in Summe also ca. 26m tief. Leider bis zu dieser Tiefe nur lehmiger Boden, haben uns dann aus Kostengründen entschieden dies aufzugeben. Wenn es jemanden interessiert, hier der ganze Beitrag...


    Wasserzulauf erhöhen möglich? Oder doch besser zweiten Brunnen?


    Nun aber zum eigentlichen neuen Thema. Wir haben letztes Jahr das angrenzende Grundstück samt alten Haus dazugekauft. Dieses hat ebenfalls einen alten Brunnen mit noch weniger Wasser als mein Brunnen. Dieser Brunnen ist ebenfalls aus den alten Ziegelsteinen gemacht und in Summe 5,20m tief, wobei die Ziegel nur bis ca. 4,10 sind. Dieser Brunnen ist von meinem anderen Brunnen ca. 20m entfernt und liegt ca. 3m höher, das wird auch der Grund sein warum er nur ganz wenig Wasser hat. Man kann ca. 400 Liter entnehmen, bis diese dann wieder nachgelaufen sind, vergehen 2-3 Tage..


    Als wir bei unserem ersten Brunnen den Bohrversuch aufgaben, da auch bei rund 26m Tiefe nur Lehmerde war, meinte der Brunnenbauer dass es höchst wahrscheinlich überall hier so ist und eine zweite Bohrung an einer anderen Stelle am Grundstück ziemlich sicher nichts bringt, außer Kosten...


    Nun habe ich mir heute die Arbeit gemacht und in den besagten zweiten Brunnen mit einem 150mm Erdbohrer etwas nach unten gebohrt. das Bohrgestänge war somit 6m lang. Es war eine schweißtreibende Arbeit und in Summe habe ich 6 mal im gleichen Loch (ca. 50cm) reingebohrt und das Bohrmaterial entnommen. Noch weiter geht einfach alleine nicht mehr, da das Bohrgestänge mit 6m wirklich sehr schwer ist. Ich habe einige Fotos gemacht und bei dem was ich entnommen habe sieht das für mich nicht nach Lehm aus. Es ist eher schwarz mit vielen Steinen, Schotter daruntergemischt. Nun frage ich mich ob ich vielleicht tatsächlich Glück habe was den Boden betrifft um mich ans Plunschen zu wagen? Was meint ihr?

  • Man müsste mal das Bohrgut in die Hand nehmen, um seine Eigenschaften beurteilen zu können.

    Nimm mal eine Handvoll, trockne das Material und streue es mal so fein wie möglich auf mm Papier, zumindest auf kariertes Papier. Leg einen Zollstock daneben, damit man die Grössen beurteilen kann.

    Mach ein paar Fotos.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

    Edited once, last by kg49 ().

  • auf mm Papier, zumindest auf kariertes Papier. Leg einen Zollstock daneben, damit man die Grössen beurteilen kann.

    Irgendwie kann ich davon nichts erkennen oder sollte ich mich so unklar ausgedrückt haben?

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Ich gehe von einer Kantenlänge der Karos von 5mm aus, der Zollstock fehlt halt immer noch.

    Wenn die kleinen "Bröckchen" so ca. 1- 2mm und grösser festes Gestein sind und nicht weiter zerteilbar, könnte es was werden. Wenn jedoch alles (bis auf die grossen Steine) zerbröselt werden kann, bildet sich mit Wasser eine Schlammschicht, die eine Wasserförderung nicht zulässt.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Hab´s mir nun noch einmal genauer angesehen, bzw. mit einem Hammer weiter zerkleinert. Ich würde mal sagen, dass sich über 90% davon zerkleinern lassen. Da ist wohl die Chance auf einen Bohrbrunnen mal wieder beerdigt?


    Welche Möglichkeiten wären sinnvoll um eventuell doch etwas mehr Wasser in diesen Brunnen zu bekommen? Ich wäre schon zufrieden wenn ich auf täglich 1500 Liter kommen könnte, zusammen mit dem anderen Brunnen sollte ich dann einigermaßen mit der Bewässerung auskommen.


    Da der Brunnen nicht bis unten gemauert ist, traue ich mich da gar nicht runter, auch nicht zum ausräumen. Macht es Sinn mit einem kleineren Bohrer (hätte noch einen mit 90mm) mittig tiefer zu bohren um zu sehen ob sich das Erdreich nach 1-3 Meter verändert? Mit einem kleineren Bohrer und vielleicht noch einen erhöhten Stand könnte das machbar sein?

  • Da der Brunnen nicht bis unten gemauert ist, traue ich mich da gar nicht runter, auch nicht zum ausräumen.

    Das solltest Du auch bleiben lassen. Wahrscheinlich wurde am Brunnengrund eine Brunnenbüchse gebaut, die jetzt auf Grund des gesunkenen Wasserspiegels verrottet ist.

    Ich würde mal sagen, dass sich über 90% davon zerkleinern lassen. Da ist wohl die Chance auf einen Bohrbrunnen mal wieder beerdigt?

    Tja, so sieht es aus. Du kannst jetzt noch einen grossen Trichter o.ä. nehmen, ihn mit einem feinen Netz bzw. Fliegendraht auskleiden und ihn mit nassem Bohrmaterial füllen. Dann giesst Du Wasser hinein und schaust, was passiert.

    Welche Möglichkeiten wären sinnvoll um eventuell doch etwas mehr Wasser in diesen Brunnen zu bekommen? I

    Viel fällt mir nicht ein. Du könntest Betonringe setzen lassen und diese dann versuchen, mit einem Löffelbagger abzusenken. Falls das mit dem Löffelbagger in dieser Tiefe nicht geht (was ich vermute), könntest Du selbst hinabsteigen. Die Betonringe könnten als Sicherung reichen. Trotzdem eine Sache, die nicht ganz ungefährlich ist (z.B Gasentwicklung).


    Oder einen professionellen Brunnenbauer fragen, was machbar ist.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

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