Geht nicht mehr weiter, Kiespumpe zieht keinen Sand mehr

  • Hallo liebe Brunnenbauer,


    wir haben auf unserem Grundstück einen wahrscheinlich weit über 100 Jahre alten, gemauerten Brunnen gefunden.


    Der Schacht ist rund 4m tief. Nachdem Nachdem wir ca. 80cm Dreck und Schlamm raus geholt haben kam eine Kies/Sandschicht zu Tage. Außerdem tauchten zwei alte Eisenrohre auf, welche nochmals rund 4m in einem größeren Eisenrohr drin steckten. Das ist jedoch alles nicht mehr nutzbar.


    Den Schacht tiefer ausgraben haben wir uns nicht getraut, da wir das Fundament nicht ausgraben wollten.


    Daher haben wir angefangen Rohre mit einer Kiespumpe rein zu treiben. Nun haben wir rund 1,90m Wasserstand im Rohr, allerdings ist das Rohr zu ca. 50cm mit Sand gefüllt, der sich mit der Kiespumpe nicht rausholen lässt. Auch rutscht das Rohr nicht mehr tiefer. Wir haben schon mit einer Stange drin rum gestochert. Es ist alles weich, kein Fels oder größerer Stein ausfindig zu machen.


    Hat jemand eine Idee wie wir hier jetzt weiter kommen können? Es würde ja schon reichen, wenn wir den Sand aus dem Rohr bekämen.


    Beste Grüße

    Jungi

  • haben wir angefangen Rohre mit einer Kiespumpe rein zu treiben

    Mehrere Rohre? Wozu?


    Vorausgesetzt, ihr arbeitet tatsächlich mit einer Kiespumpe und keinem Plunscher, sollte es durch vorsichtiges Arbeiten damit möglich sein, etwas Sand zu fördern.

    Dazu wäre es hilfreich, wenn die Kiespumpe deutlich kleiner als der Rohrinnendurchmesser wäre (Verringerung der Sogwirkung).

    Eine weitere Möglichkeit wäre, die Rohre zu verlängern, mit Auflastgewichten zu versehen und Fremdwasser hinzuzugeben.

    Gruss

    kg49

  • danke kg49 😊


    zwei Rohre, weil der Brunnenschacht direkt auf der Grenze zum Nachbarn ist und wir beide jeweils ein Brunnenrohr nutzen möchten.


    Haben heute den ganzen Nachmittag probiert weiter zu kommen. Immer mal von Rohr zu Rohr gewechselt. Dann wieder rum gestochert und erneut probiert.


    Es kommt wenn überhaupt neben Wasser maximal eine Prise ganz feiner Seesand raus. Das hat uns aber leider nicht weiter gebracht.


    Wir werden das mit dem zusätzlichen Wasser mal ausprobieren. Ich gehe mal davon aus, dass wir das Rohr einfach mit dem Gartenschlauch auffüllen und dann erneut probieren, oder?


    Grüße

    Jungi

  • So wird das nichts.

    1. Welche Rohre habt ihr benutzt? Brunnenrohre oder KG Rohre?

    2. Welche Filter sitzen am Anfang der Rohre?

    3. Kiespumpe oder Plunscher?

    4. Innendurchmesser der Rohre?

    5. Durchmesser der Kiespumpe?

    6. Wenn der Sand lose ist, _muss_ was in der Kiespumpe sein, oder die Pumpe ist kaputt.

    7. Ohne Auflast (200 -400 Kg) werden die Rohre nie tiefer gehen.

    8. Rumstochern bringt hier gar nichts.

    9. Sollte es euch irgendwie gelingen, die Rohre abzusenken, werden sie sich gegenseitig das Wasser abgraben.

    Gruss

    kg49

  • Also der Nachbar hat sich vor ein paar Jahren schon mal einen Brunnen selbst gebohrt. Insofern kann ich nur das wiedergeben, was ich von ihm weiß. So hatten wir es diesmal auch vor.

    1. Es handelt sich um braune KG Rohre DN160, welche als Leerrohre dienen sollen. Wenn das Loch vorhanden ist, dann sollen blaue Brunnenrohre rein und die braunen raus gezogen werden. Er meint, dann würden wir die eigentlichen Rohre schonen und die endgültigen Rohre haben unten auch einen Deckel drauf.

    2. keine

    3. Kiespumpe

    4. DN160

    5. ca. 11-12cm

    6. Immer nur ganz, ganz wenig. Haben versuchsweise mal ein neuses Loch begonnen, da kommt noch ordentlich Sand raus. Pumpe sollte also iO sein

    7. Als Auflast haben wir jetzt gar nichts mehr drauf, weil wir erst einmal versucht haben den noch im Rohr befindlichen Sand raus zu bekommen

    8. Der Brunnen hat einen Innendurchmesser von ca. 80cm. Die beiden Rohre sind in etwa 50cm auseinander. Außerdem steht im Brunnen ca. 40cm Wasser, auch ohne die Rohre. An dem Brunnen scheinen früher mal zwei ganze Häuser dran gehangen zu haben, weil ja bereits zwei Anschlüsse drin waren. Ich gehe mal davon aus, dass es dann für gelegentliche Gartenbewässerung schon reichen wird ;)


    Sind heute übrigens immer noch nicht weiter gekommen. Selbst mit dem dritten Rohr, was wir nun versucht haben, ist genau das gleiche Problem. Es ist ganz feiner Ostseesand unten drin, der, wenn man mit einer Stange drin rumstochert, lose ist. Man merkt nichts hartes. Aber das Zeug will einfach nicht raus aus dem Rohr. Allerdings muss es ja irgendwie weiter gehen, weil das alte Rohr, wo die beiden Ansaugstangen drin steckten ist ja mindestens zwei Meter tiefer als unsere.


    hm?


    Grüße Jungi

  • Danke für die detaillierten Informationen.

    Aber das Zeug will einfach nicht raus aus dem Rohr

    Wenn dieser lose Sand nicht in die Kiespumpe rein will, bzw. was ich vermute wieder beim Heben rausfliesst, dann schliesst die Ventilklappe nicht richtig.

    Ich habe die Erfahrungen hier mit Kies, Grobsand und Feinsanden gemacht, dass die Ventilklappe teilweise auf das Bohrgut abgestimmt sein muss. Ich habe dazu verschiedene Klappen verwendet,


    Was anderes ist es, wenn die Kiespumpe fördert, aber immer wieder Sand im Rohr nachfliesst. Aber so weit seid ihr ja noch nicht, erst mal muss die Pumpe fördern.


    Wenn man seine Pumpe sehr gut kennt und einige tausend Hübe damit gemacht hat, merkt man eigentlich am Seil, ob die Pumpe gefüllt ist. Hängt natürlich auch etwas von der Bauart des Kolbens ab.

    Gruss

    kg49

Brunnen selber bauen