Bohrbrunnnen + Lehm = großes Problem

  • Hallo,


    ich habe hier schon viel gelesen, aber nun weiß ich leider nicht weiter und benötige Hilfe.


    Ich habe an Rohren folgendes besorgt:


    3m 0,3 Filterrohr

    9m Glattwandrohr


    Die Brunnen hier in der Umgebung liegen bei 6-8m


    Grundwasserstand soll bei 4-5m sein.



    erster Versuch:


    Gebohrt (120mm) auf ca. 4m, dann kam Wasser. Weiter gebohrt auf ca 6m. Ich wollte nur mal probieren wie es mit dem bohren ging ;) dann war ich euphorisch und habe weitergemacht. ( ich hatte allerdings noch keine Rohre, doofe Idee, ich weiß)

    Dann habe ich aufgehört in der Hoffung am nächsten Tag, wenn die Rohre kommen, weiter zu machen. Das war natürlich ein Satz mit X, ist wieder ganze 3 m zusammengefallen. Dann habe ich das blaue Rohr eingelassen ( 0,5m Sumpfrohr, 3M Filter, sonst Vollrohr) und geplunscht, ging bis auf 6 m auch gut, dann war Schluß. Wassersäule ca. 2,3 M. Durch stochern herausgefunden das dort Lehm ist und aufggehört.


    Laut dem Bild ( Probebeohrung hier ein paar Straßen weiter) sollte eigentlich gar kein Lehm da sein. Habe mehrere solcher Bilder aus der nährern Umgegung, die sehen alle nahezu identisch aus)


    Da das Bohren gut geklappt hat, nächstes Loch gebohrt auf knappe 5 m, dann gleich das blaue Rohr rein und weitergeplunscht auf ca. 6m. Kein weiterkommen, auch dort Lehm.



    Ich habe bereits eine Lehmschicht im oberen Bereich von ca. 30 cm durchbohrt. Das ging noch einfach da kein Wasser da war. Da wir nicht weitergekommen sind wollten wir das Loch leerpumpen. Hat nicht geklappt, die Pumpe lief ca, 1,5 Stunden ( 10L Gießkanne ca. 60 sekunden) Am Wasserstand hat sich nichts geändert, das Wasser war ganz klar ( Nach ca. 40-50minuten)


    Daraufhin TIefbrunnnenpumpe reingehängt und gepumpt, ( 10L Gießkanne ca. 20 Sekunden) Wasser war immer noch klar aber der Wasserstand sackte zu stark ab.


    Damit war das erste Wochenende vorbei, ich mit den Kräften am Ende und habe Überlegt wie ich es besser machen kann.


    Dann habe ich mir also einen größeren Bohrkopf geholt und ein DN 160 KG Rohr, damit nichts mehr zusammenfällt.


    2ter Versuch:


    Gebohrt bis ca 5 M und das KG Rohr auf die Lehmschicht reingeplunscht. Dann das Wasser so gut es geht rausgepumpt und gebohrt. Dieser Lehm ist echt ein Teufelszeug, man schafft mit dem Bohrer gerade mal eine viertel Umdrehung und dann bekommt man das Zeug kaum vom Gewinde.

    Dann haben wir nun ca 1-1,5M in den Lehm gebohrt, dann neigten sich die Kräfte dem Ende. Die Überlegung war, dass ja ansich nichts passieren kann, da wir das Schutzrohr haben und dieses fest im Lehm steht, also kann schlimmstenfalls nur etwas Wasser nachlaufen aber es kann nichts zusammenfallen oder ähnliches.


    Daraufhin haben wir am nächsten Tag festgestellt, dass der Wasserspiegel bestimmt um 2-3m angestiegen ist. Dann wollten wir weiter Lehm fördern, aber dazu kam es nicht. Wir haben gebohrt und nur immer etwas Sand dabei gehabt, aber kein Lehm. Dann haben wir die Kiespumpe herabgelassen und und 2 Schubkarren Sand rausgeholt, danach haben wir das Wasser abgepumpt und wollten Bohren, aber es kam kein Lehm (immernoch Sand). Dann waren wir verzweifelt und hatten keine Kraft mehr und haben aufgehört. ( ca 7,5-8M)


    Nun meine Frage, woher kommt der Sand?


    Das Wasser durch ein KG Schutzrohr durchkommt, kann ich ja noch nachvollziehen, aber woher kommen diese enormen Mengen Sand? Wenn das Schutzrohr in der Lehmschicht steht, kann doch kein Sand durch kommen, oder?


    Hat jemand Tips, ich bin echt verzweifelt. Wären die Rohre und die Pumpe und der ganze Kram nicht so teuer gewesen, hätte ich schon alles in die Ecke geworfen und es dabei belassen. Aber trotzdem will ich auch das es funktioniert ;)


    Gruß Andreas

  • man schafft mit dem Bohrer gerade mal eine viertel Umdrehung

    Du brauchst dann einen Edelman Bohrer, wenn der Lehm zäh ist. Ist er hart, benötigst Du einen Riverside Bohrer.

    da wir das Schutzrohr haben und dieses fest im Lehm steht

    Jawoll, und zwar so fest, dass man es nicht mehr herausbekommt.

    Nun meine Frage, woher kommt der Sand?

    Ganz einfach, von der Geologie des Bodens.

    kann doch kein Sand durch kommen, oder?

    Nein, aber von unten.

    Das Arbeitsrohr sackt nicht ab, weil es im Lehm steht.

    Wie hoch ist die Auflast?

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Jawoll, und zwar so fest, dass man es nicht mehr herausbekommt.

    Werden wir schon irgendwie rausbekommen, das Brunnenrohr haben wir auch 2 Mal wieder rausbekommen ;)


    Nein, aber von unten.

    WIe kann das von unten kommen? Haben wir evtl. schon ein Loch in die Lehmschicht gebohrt? ich kann es mir im Moment tatsächlich nicht erklären.



    Das Arbeitsrohr sackt nicht ab, weil es im Lehm steht.

    Das habe ich evtl. etwas falsch ausgedrückt. Der Plan war sozusagen fast genau so wie es bisher umgesetzt wurde.

    Wir wollten das Schutzrohr auf die Lehmschicht bringen, dann mit einem kleineren Bohrer weiterbohren um die Lehmschicht zu durchbrechen und dann dort das blaue Rohr rein. So war der Plan ;)

  • Hat jemand Tips, ich bin echt verzweifelt.

    Für was eigentlich?


    Dann haben wir die Kiespumpe herabgelassen und und 2 Schubkarren Sand rausgeholt,

    Ohne Rohr zu plunschen ist kontraproduktiv.


    Das habe ich evtl. etwas falsch ausgedrückt.

    Eine präzise Schilderung des Arbeitsverlaufes ist das A und O. Wir sind nicht vor Ort und sind auf korrekte und vollständige Schilderungen angewiesen.


    Bohren muss einen ungeheuer interessante und erstrebenswerte Tätigkeit sein. Wenn die Ratsuchenden hier erst mal ein bis 2 Wochen nur hier im Forum gelesen hätten, statt einfach anzufangen, müssten keine Fragen beantwortet werden, denn praktisch alles ist schon mal gefragt und hier im Forum beantwortet worden.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Wenn du 1,5m mit der Kiespumpe tiefer gekommen bist, wirst du wohl auch durch den Lehm durch sein! ;)


    Wie ist denn der Sand beschaffen, den du förderst?

    Willst du das Rohr direkt einplunschen? Dann würde ich es jetzt rein stellen und weiter mit der Kiespumpe absenken.

    Willst du mit dem Arbeitsrohr weiter machen, dann wird es Zeit, dieses ordentlich zu beschweren und durch den Lehm du treiben.


    Gruß

    Lumpi

  • Wir sind im Lehm 1,5m weitergekommen. Danach konnten wir nicht mehr Und am nächsten Tag waren die knapp 1,5m voll mit Sand. Das haben wir dann versucht wieder rauszuholen.


    Der geförderte Sand ist recht grob mit kleinen Steinchen. Das arbeitsrohr soll im Lehm erstmal bleiben.

    Wir wollten durch die Schicht bohren und dann das brunnenrohr durch das Lehm Loch und direkt weiter plunschen.

Brunnen selber bauen