Fragen zum Thema Schachtbrunnen verstehen - optimieren

  • Hallo zusammen,


    ich habe dieses Forum heute gefunden und versucht mich schon etwas zum Thema Schachtbrunnen einzulesen.

    Wir haben ein Haus von 1822 gekauft, auf dem Grundstück ist ein Schachtbrunnen mit Betonringen ca. 100 cm Durchmesser und einer Tiefe von ca. 6,50 Meter.


    Ich habe gelernt, dass Schachtbrunnen recht unterschiedlich reagieren und es auf die Details ankommt.


    Der Brunnen liefert aktuell sehr wenig Wasser, wenn ich ihn lehrgesaugt habe braucht es ca. 24 h um den Wasserstand um 15 cm zu erhöhen.


    Im Boden des Brunnens steckt ein Kunststoffrohr, das ungefähr bis 3 Meter unter der Bodenoberfläche reicht.


    Unter der Wasserschicht scheint es etwas schlammig - matschig zu sein, wenn man mit einer langen Stange dort hineinsticht.


    Gerne würde ich den Brunnen dazu bringen wieder mehr Wasser zu geben.


    Wie sollte ich dazu nach Eurer Meinung vorgehen?


    Aktuell hatte ich mir vorgestellt eine Schmutzwasserpumpe zu leihen, den Brunnen leer zu pumpen und dann mit der Leiter hinabzusteigen, um den Boden genauer zu begutachten.


    Für Tipps / Hilfestellungen wäre ich sehr dankbar.

  • Hallo Lumpi,


    danke für Deine Antwort.


    meine beiden direkten Nachbarn haben auch je einen Brunnen.


    Nachbar a) Schachtbrunnen 4,5 Meter, kann da problemlos 2-3 m³ Wasser entnehmen (laut eigener Aussage)


    Nachbar b) Bohrbrunnen Tiefe ? Wasser angeblich mehr als genug...


    Laut Aussage von Nachbar a) hat unsere Vorbesitzerin über recht wenig Wasser in unserem Brunnen geklagt.


    Ich versuche mal Bilder vom Kunststoffrohr zu machen. Wie tief kann man wohl gefahrlos in den Schacht klettern ohne Bewitterung?

  • Vielleicht macht es Sinn ein paar Löcher in die Brunnenringe ab 4 Meter zu bohren, um zu schauen, ob vielleicht auch schon in geringeren Tiefen Wasser ansteht.


    Mein Nachbar hat ja schon ab 4,5 Meter ordentlich Wasser.

  • Hallo,

    um die Ergiebigkeit zu steigern kann es helfen, den Brunnen an Arbeit zu gewöhnen.

    Das heisst Pumpen pumpen pumpen. Bis ans Limit, das heisst , mehr als die max. Tagesdosis ( Durchmesser mal Tiefe )

    Dazu den Schachtboden und die unteres Schachtringe reinigen, um feststellen zu können wie es dort aussieht.

    beim Stresspumpen stoppen, wenn dann mehr Sand reinkommt.


    wenn der Brunnen nicht viel tiefer geht als 6,50m dann geht es sogar mit Saugschlauch .

    Zum Plastikrohr:

    Es wäre interessant ob es sich um die Verlängerung einer Rammspitze handelt, oder um ein Saugrohr mit Siebkorb und oder Rückschlagventil.

    Das herausziehen des Rohres könnte gute Rückschlüsse auf die weitere Beschaffenheit des Bodens erlauben. Dazu sollte der Brunnen möglichst ganz leer sein beim Ziehen des PE Rohres.

    Wenn das Rohr aussen eher grauschwarz aussieht ist der Boden recht dreckig wahrscheinlich.

    (Tote tiere, Pflanzen, Magnetitschlamm u.ä. wie im Teich)

    Eine Schmutzwasserpumpe kann auch gehen, mit gutem Schlauch nach oben. Das geht meist schneller und es kann mehr aufgerührtes Schlammwasser gefördert werden, als mit Siebkorb und Ansaugschlauch.

    MfG

Brunnen selber bauen