Stark Eigen&Manganhaltiges Wasser

  • Hallo !


    Bekomme aus meinem Schachtbrunnen (ca. 7m tief) stark eisen- und noch stärker manganhaltiges Wasser.
    Auszug aus meiner Wasseranalyse :


    Leitfähigkeit bei 20°C : 301uS/cm
    Oxydierbarkeit : 1,2 mg/l O
    pH-Wert : 6,6
    Eisen : 0,28 mg/l
    Mangan : 1,37 mg/l


    Das Wasser kommt glasklar aus dem Wasserhahn, allerdings wird es z.B. beim Erwärmen recht schnell braun. Darüberhinaus hat es einen unangenehmen Geruch.


    Nun zu meiner Frage :
    Beim Auspumpen des Brunnens mittels Feuerwehrpumpe (der Brunnen war längere Zeit nicht in Betrieb) ist mir aufgefallen, dass das Saugrohr im Brunnen ca. 30-40 cm über dem "Boden" des Brunnnens beginnt.


    Eisen und Mangan sollten doch bei ausreichend Sauerstoff im Wasser ausfallen.
    Wäre es in diesem Fall nicht die einfachste Lösung, das Saugrohr zu kürzen, d.h. das Wasser von weiter oben zu verwenden ?
    Dort müssten doch die Werte passen, oder ?

  • Richtig Ausflocken tut es erst beim Versprühen (zb.Rasensprenger) ich würde den Brunnen erstmal ein paar Stunden Laufenlassen und ein paar Tausendliter abpumpen.
    Gruß Rammbrunnen

  • Wenn du im Brunnen den Wasserspiegel so absenkst, das der Grundwasserspiegel im Filterbereich liegt, so wird auch Sauerstoff in den Filter gerissen. Es kommt zur Oxydation.
    Eine Entnahme aus höheren Schichten kann Abhilfe schaffen.
    Es sollte jedoch immer 1m Wasser über Filter sein.
    gruss
    PM

  • Wie tief das Entnahmerohr im Brunnen eintaucht mußt du selber feststellen.
    Auf alle Fälle 1-2m unter GW Stand.
    Eine schwimmende Wasserentnahme im Schachtbrunnen ist möglich.
    Es gibt hier unterschiedliche Saugsets, einmal für Unterwasserpumpen und einmal für Saugpumpen.
    gruss
    PM

  • Hat sowas schon jemand gemacht ? Wieviel hat es gebracht ? Mein Mangan-Wert ist doch recht stark überhöht (1,37mg/l statt 0,02) Die Innenwand des Brunnens ist richtig schwarz. Kommt das vom Mangan ? Benötige ich sonst noch eine (aktive) Belüftung bzw. eine Umwälzung, damit mein Wasser "gut" wird ?


    Gibt es evtl. sonst Nachteile, wenn ich das Wasser aus einer höheren Schicht nehme ? (andere Stoffe, die man nicht haben möchte, die weiter oben im Brunnen schwimmen oder z.B. Bakterien ?!?)


    Kann man den Brunnen z.B. mit einer Unterwasserkammera untersuchen, damit die Schichten erkennbar werden ? Hat vielleicht jemand Ideen, wie und womit ? Oder ist das unnötig ?


    Wie lange muss ich eigentlich den Wasserstand im Brunnen beobachten, damit ich (einigermassen) sicher sein kann, dass ich nicht allzubald "auf dem Trockenen" sitze ?!? (bisher schwankte der Wasserstand um weniger als +/- 10 cm; immer ca. 3,5 "trockene" Brunnenringe; 1 Ring = 50cm; 14 Ringe insgesamt verbaut=7m vom Brunnendeckel bis zum Boden des Brunnens) Ist damit zu rechnen, dass im Winter der Wasserstand eher sinkt, oder steigt ?!?


    Im Winter war das Wasser wesentlich besser (kein Gestank nach Mangan) -> Vermute das war deswegen, weil es da eine natürliche Umwälzung gibt (unten warm - oben Kalt) -> Hat sowas schon jemand beobachtet, oder bilde ich mir das bloss ein ?


    Ich weiss; viele Fragen; wäre aber sehr dankbar für ein paar sinnvolle Antworten bzw. Denkanstösse.

  • Zunächst einmal, auch erhöhte Eisen und Manganwerte sind gesundheitlich unbedenklich, schrenkt aber die Gebrauchseigenschaft des Wassers ein.
    Das Schwarze im Brunnen kommt vom Mangan.
    Es gibt Filteranlagen, die aber eine Menge kosten, ob sich dieses rentiert kannst nur du entscheiden.
    Ansonsten gibt es noch ein spezielles Wasserforum, wo man nachfragen kann.
    gruss
    PM

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