Posts by Toenne

    Einmal antworte ich noch, dann ist aber endgültig Schluss. Denn eigentlich findet sich alles hier im Forum, er müsste nur mal lesen. Und ignorieren wird er es ja ohnehin...

    Durch den Sog der zu starken Pumpe wird die Umgebung der Filterstrecke überstresst, dasst heisst die Pumpe will alles fördern, egal was : Wasser, Schlamm, Kies, Sand Lehm, etc. und schwupps sind zum Beispiel die Filter verstopft.

    Ich zielte auf ein anderes Problem hin: Die Filterschlitze sollten tunlichst immer mit Wasser überdeckt sein. Anderenfalls kommen sie in Kontakt mit Luftsauerstoff und verockern, d.h. über kurz oder lang sind sie dicht. Er aber pumpt seinen Brunnen offensichtlich ohnehin schon permanent immer komplett leer, mit einer stärkeren Pumpe dann halt sogar noch schneller.

    Er bräuchte keine stärkere Pumpe sondern er müsste im Gegenteil seine vorhandene Pumpe deutlich drosseln. Denn wie die Überschlagsrechnung ergab ist die Mengenangabe des Brunnenbauers, die mir in Anbetracht der tiefen Bohrung und ewig langen Filterstrecke zunächst erbärmlich niedrig vorkam, durchaus schlüssig. Und daran sollte sich die Pumpe bemessen, nicht daran was man sich gerne herwünschen würde.


    So, jetzt ist endgültig Schluss, macht ja 'eh keinen Sinn.

    https://www.bohrungen.nrw.de/bohrungen.html?lang=de

    https://geoviewer.bgr.de/mapap…olemap/index.html?lang=de


    Ist es korrekt wenn man ein kleineres Brunnenrohr wählt die Leistung des Brunnen gemindert wird?

    Generell schon, aber nur marginal. Entscheidend ist zunächst einmal die Bodenbeschaffenheit und die Ergiebigkeit des Grundwasserleiters.

    Ton z.B. ist kein Grundwasserleiter sondern eine Sperrschicht, zur Grundwasserentnahme denkbar ungeeignet.

    Das stimmt nicht!!!

    Nun ja, er hat dahingehend Recht dass man es als Privatier nicht einfach im Web ordern konnte ;).

    Aber Brunnenbauer bei denen man sich informieren und kaufen konnte gabs natürlich schon...war halt nur sicherlich erheblich teurer als heute wo der Unterschied zwischen KG-Rohr und richtigem Brunnenrohr vergleichsweise gering ist.


    Da fehlt eine Null bei der Gewichtsangabe.

    Bei KG-Rohr? Bring ihn bloss nicht auf dumme Gedanken :D


    Kann ich ein passendes Brunnenrohr in dem Kg Rohr einsetzen um damit tiefer zu kommen

    Hast du denn Informationen über die Bodenverhältnisse? Es sollte unterhalb des KG-Rohrs natürlich auch eine wasserführende Schicht sein und nicht etwa Ton oder Fels, sonst ist das eine brotlose Kunst.

    Ansonsten wäre das natürlich einen Versuch Wert, die ersten 5.5m sind ja immerhin schon fertig.

    100er TNA-Rohr hat einen Aussendurchmesser von 113mm, passt also rein. Vorausgesetzt dein 125er Rohr geht schnurgerade runter. Und beim Arbeiten wäre peinliche Sauberkeit Plicht, denn da genügen schon kleine Kiesel zwischen 100er und 125er Rohr und das 100er blockiert komplett.

    Aber vorab: Hast du dich überhaupt vorab über die lokale Geologie informiert? Nicht dass du noch 50m Tonschicht vor dir hast...

    Die Pumpe zieht keine Luft.

    Nun, das erwähnst du jetzt zum ersten Mal. Aber nur beim Einbau oder auch nach den ominösen 20Min? Denn darauf kommt es an.


    Aber da du keine Lust zum Rechnen hast habe ich es mal überschlägig gemacht, auf Basis der Daten die wir von dir haben.

    Zu Beginn hast du geschrieben dass der Brunnenbauer die Pumpe auf 27m gehängt hat. Also nehme ich einfach mal an der Grundwasserspiegel lag bei etwa 25m. Somit also 25m Wassersäule bei 50m Rohrlänge.

    Kreisfläche des Rohrs mal Höhe der Wassersäule ergibt etwa 200l Volumen die beim Pumpenstart schon zur Verfügung stehen.

    Etwa 420l/h fliessen nach, macht also nach 20min 140l zusätzlich. In 20min kann die Pumpe also insgesamt 340l fördern bevor sie leerläuft.

    Deine Pumpe gibst du mit 1100l/h an (real gemessen?). In 20min ergibt das 366l die sie fördert.

    Und, fällt dir was auf...?

    In der Nähe waren bis vor 4 oder 5 Jahren sehr grosse Rotbuchen

    Das sind aber eher Flachwurzler, dass deren Wurzeln in dieser Tiefe durch die Filterschlitze wachsen bzw. gewachsen sind halte ich für unwahrscheinlich. Und du sagst ja dass bis zum Wasserspiegel (~8m?) im Rohr nichts erkennbar ist.

    Pfahlwurzler wiederum gehen nicht so in die Breite, und es scheint ja immerhin eine Menge Material drin zu sein.

    Und von unten ins Rohr, bei -12m? Eigentlich noch weniger vorstellbar.

    Echt rätselhaft, auf das Ergebnis mit der Kamera bin ich gespannt.

    Als erstes würde ich eine Inspektionskamera besorgen um zu prüfen was da unten eigentlich los ist. Vielleicht hat du eine wasserdichte GoPro o.ä. die du mal herablassen könntest?

    Und das sieht ja aus wie Wurzelwerk - aber in solcher Tiefe in solcher Menge? Gibt es in unmittelbarer Nähe grössere Bäume?

    Besuch diese Referenzen und lass Dir berichten, wie zufrieden die Leute sind.

    Oder lass dir Dokumentationen von in der kürzeren Vergangenheit erstellten Brunnen zeigen, das könnte auch schon aufschlußreich sein.

    Vernünftige Schichtenverzeichnisse und Ausbaupläne vorhanden, nebst Angabe über die Liefermenge des Brunnens und um wieviel dabei der Grundwasserstand sinkt? Das wäre ein gutes Zeichen.

    Kann und/oder will er nicht herzeigen? Dann lass lieber die Finger davon.

    Schließlich hat der Brunnen mehr Wasser geliefert als der Brunnenbauer angab.

    Mein Auto ist mit 180km/h angegeben, läuft aber 190. Also muss es auch 250 schaffen, ist doch logisch?

    Zum Rest hatte ich ja schon vorgeschlagen wie man ohne irgendwelche Demontagen ein Gefühl dafür bekommen könnte ob die Pumpe Luft zieht, warum probierst und beobachtest du das nicht einfach mal? Nach 1/2h weisst du evtl. mehr.

    Ach ja, und rechne doch einfach mal aus wieviel Wasservolumen sich oberhalb deiner Pumpe im Rohr befindet, das sind bei deiner Rohrlänge schon einige Liter. Nun nimmst du die Liefermenge deiner Pumpe, subtrahierst davon die Mengenangabe des Brunnenbauers (das Wasser fliesst ja permanent nach) und rechnest dann aus wie lange die Pumpe zum Leerpumpen des Rohrs braucht. Auch da bekommst du schon ein Gefühl dafür ob das evtl. der Grund ist oder nicht.

    Der Brunnenbauer hat den Brunnen mit einer Förderleistung von 5-7 Liter pro Minute definiert.

    What?? Das wären 300-420l/h...?

    50m tief, 12m Filterstrecke - das wäre ja ein Witz.


    Werde die Orlando ST 1014 nehmen. Die hat auf 47 mtr. ca 2,8 m3 Förderleistung und kommt meinen erforderlichen Daten am nächsten und wird zeigen ob der Brunnen auch die entsprechende Leistung bringt.

    Wenn du meinst dass diese Pumpe mehr Wasser aus dem Boden hervorzaubern kann dann nur zu.

    Solltest du dann immer noch zuviel Geld übrig haben gebe ich dir gern meine Kontoverbindung ;).


    Im Ernst, du schreibst:

    die Regner Rainbird 3500 laufen nur ca. 20 min. mit ausreichender Leistung.

    Was aber umgekehrt heisst dass sie diese 20min eben doch mit ausreichender Leistung laufen. Wieso sollten sie mit einer leistungsfähigeren Pumpe plötzlich länger laufen, wo soll das Wasser herkommen?

    Erstmal solltest du ergründen was überhaupt das Problem ist. Fangen die Regner nach den 20min an zu spotzen bzw. mal mehr und mal weniger zu sprengen? Hast du mal die Hand ans Steigrohr am Brunnenkopf gehalten ob es sich noch nach gleichmässiger Wasserförderung anfühlt oder eher schwallartig oder sprudelig (=Luft im Wasser)? Hast du evtl. einen Filter mit Schauglas installiert an dem du sehen kannst ob nach den 20min Luft im Wasser ist? Denn wenn irgendeiner dieser Punkte zutrifft dann fällt deine Pumpe wegen Wassermangel schlicht trocken und saugt Luft an, da hilft dann keine Steigerung der Fördermenge sondern vielmehr eine Reduzierung. Will heissen: Aufteilung deiner Bewässerung auf mehr Sprengkreise die dann nacheinander bedient werden. Ich habe meine Bewässerung auf 11(!) Kreise aufgeteilt um den Brunnen zu schonen...

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