Planänderung. Was nun? Tiefbrunnenpumpe oder Saugpumpe ("Hauswasserwerk")?

  • Hallo allerseits,


    mein Brunnenprojekt hat mich zwar schon einiges an Nerven gekostet und ging mir auch schon gehörig auf den Sack, aber es macht Fortschritte.


    Ursprünglich habe ich eine Tauchpumpe ("Tiefbrunnenpumpe") geplant, welche einen Druckbehälter speist. Die Höhe läßt sich aber auch mit einer Saugpumpe ("Hauswasserwerk") realisieren. Was macht mehr Sinn?


    Hintergrund: Ich habe eine "Brunnenstube" (ein tiefer Kellerteil in einem ehemaligen Betriebsgebäude), deren Boden befindet sich ziemlich genau 3,80 m unter Geländeoberfläche. Das Grundwasser beginnt bei -8,80 m (Gelände), also genau 5,00 m unter dem Kellerboden. Die Pumpe und der Druckkessel kann dort unmittelbar neben dem Brunnenrohr installiert werden (war so ursprünglich nicht geplant).


    Von diesem Niveau "Kellerboden" (also 3,8 m unter Gelände - 5,0 m über Grundwasserspiegel) muß ich das gepumpte Wasser noch etwa 5m nach oben fördern und möchte dort 3,5 bis 4,0 bar haben (je mehr, je besser).


    (Wasserabnehmer sind: 2 Gartenwasserhähne, mit denen ich auch mal irgendwann einen Pool füllen können will und eventuell eine Toilettenspülung)


    Nun meine Frage: Welches Pumpensystem?


    Wie ursprünglich geplant eine Tiefbrunnenpumpe ins Rohr hängen und mit dieser über einen Druckschalter einen 50-Liter-Druckkessel speisen? Wenn ja - macht hier eine "Membranpumpe" ("Aqua Marathon" oder ähnlich) Sinn oder eine "klassische" Tiefbrunnenpumpe?


    Oder aber: Einen Saugschlauch ins Brunnenrohr hängen und ein fix+fertiges Hauswasserwerk, was 4 bis 5 bar bringt, damit rasseln lassen? Die haben aber alle irgend wie nur so kleine 25-Liter-Kesselchen. Oder, wenn diese Lösung, einen einzelnen 50er kessel nehmen, Druckschalter kaufen und eine eigene, saugende Pumpe kaufen und selbser bauen? Was für eine Pumpe nimmt man am Besten?


    Stimmt es, daß diese Saugpumpen "Hauswasserwerke" teilweise 5 Minuten brauchen, bis sie nach dem Einschalten Wasser ansaugen?
    Was muß getan werden, daß *nahezu sofort* Wasser gesaugt und gefördert wird? Am unteren Saugschlauchende ein Rückschlagventil/Rückschlagklappe ist klar. Aber mehrere Minuten warten geht garnicht.




    Welche Pumpenersatzteile, egal bei welcher Version, legt man sich am Besten auf Lager?



    Vielen Dank für Vorschläge&Ideen


    Warte, warte nur ein Weilchen,
    dann kommt Haarmann auch zu Dir!



    Standort: Oberrheinische Tiefebene (b. Rastatt), Hochgestade. Grundwasser -8,80 m unter Geländeoberkante. Regionaltypisches Sand-Kiesgemisch.
    Bohrbrunnen DN 100 Brunnenrohr ohne Schutzrohr, 0,5 m Sumpf, 3 m Filter 0,5 mm, Rest Vollrohr.




  • Hallo Fritz,
    ich würde Dir eine Tiefbrunnenpumpe entsprechender Leistung empfehlen. Der Vorteil: kein Krach,keine Lekagen und immer volle Leistung. Ein HWW muss immer ein Höhenunterschied auf der Saugseite überwinden was natürlich auf Kosten der Gesamtleistung geht. Die Saugleitung muss absolut dicht sein sonst sind Störungen vorprogrammiert. Diese Sorgen hat eine Tiefbrunnenpumpe nicht sie muss ,,nur" drücken. Ich empfehle Dir eine Pumpe um die 5 bar das ist völlig ausreichend.

  • Hallo Spezi,
    vielen Dank für Deine Antwort.
    OK, das Thema ist schon von 2014 und ich habe tatsächlich aus der gleichen Überlegung heraus mich für eine Tiefbrunnenpumpe entschieden. :-)


    Im Moment ergibt sich sogar eine weitere Frage dazu.
    Sie ist plötzlich relativ laut, das war vorher nicht. Woran kann das liegen?
    Die Pumpen sind ja 3~-Motoren, aber mittels Hilfskondensator an 1~ 230V angeschlossen. Dieser Kondensator (30µF) ist mir vor einiger Zeit verbrannt (Kunststoffgehäuse-Chinaschrott!). Hilfsweise habe ich einen alten, vorhanden blechernen Kondensator aus der Bastelkiste (gemessen 17µF) angeschlossen (hat funktioniert, war noch leise) bis ich einen neuen Ersatzkondensator 30µF wie vorhanden) bekommen habe. Da war's auch noch leise. Aber jetzt nimmer.
    Kann es was mit dem Kondensator zu tun haben?


    MfG


    Warte, warte nur ein Weilchen,
    dann kommt Haarmann auch zu Dir!



    Standort: Oberrheinische Tiefebene (b. Rastatt), Hochgestade. Grundwasser -8,80 m unter Geländeoberkante. Regionaltypisches Sand-Kiesgemisch.
    Bohrbrunnen DN 100 Brunnenrohr ohne Schutzrohr, 0,5 m Sumpf, 3 m Filter 0,5 mm, Rest Vollrohr.




  • Wenn Du schon über ein Kapazitätsmessgerät verfügst, würde ich als erstes die Kapazität des neuen Kondensators messen. Beträgt diese 30 µF und stimmt die zulässige Betriebswechselspannung, so sollte das Problem nicht am Kondensator liegen.


    Da Tiefbrunnenpumpen üblicherweise mindestens 1m unter der Wasseroberfläche betrieben werden, kann eine Geräuschsteigerung nur schwer nachvollzogen werden. Evtl. ist der Wasserspiegel gesunken.
    Gruss
    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

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