Brunen reaktivieren

  • Hallo zusammen!


    Vor kurzem habe ich einen alten Brunnenschacht bei mir im Garten "entdeckt", vielleicht könnt ihr mir helfen.


    Der Brunnen ist 3m tief, 1m im Durchmesser, in der Mitte geht ein Rohr hinab (siehe Fotos). Aussehen tut der Brunnen auf jeden Fall toll, leider kein Wasser ;-)

    Mein Vater ist in diesem Haus aufgewachsen, er kann sich nicht erinnern, dass der Brunnen je in Betrieb war. Am Dachboden habe ich eine alte Handpumpe gefunden, dürfte mal zusammengehört haben.


    Das Grundwasser ist wesentlich tiefer als diese 3 Meter, der Boden ist trocken. Wie weit dieses Metallrohr runter geht kann ich nicht sagen, vermutlich wird das nach 50 Jahren ohne Gebrauch ohnehin nicht mehr funktionieren?


    Wie kann ich den Brunnen am besten reaktivieren?

    Kann man ihn tiefer graben? Falls ja, muss das sicher noch einige Meter gemacht werden, das Grundwasser ist heute wesentlich tiefer als früher.

    Oder kann man in der Mitte, dort wo jetzt das Rohr ist ein neues Rohr schlagen (lassen) und nach oben führen?
    Oder soll ich die Idee einer Reaktivierung vergessen?


    Was meint ihr, wie soll ich das am besten angehen?


    ps: Grundwasserspiegel schwankt in den letzten Jahren zwischen 4 und 11 Meter

  • hallo

    fraage was ist das für en Rohr das da aus der Wand kommt? Dann sollte erst mal genau abgeklärt werden wie tief das Wasser bei euch ist. Bei 4meter würde ich en 150 Brunnenrohr versenken bis auf neun Meter runter gehen.

    Bohrbrunnen 17 meter bei 10 meter Wasser. Pumpe DAB 30/50 Tiefenbrunnrnpumpr mit 6m3 leistung. Weitere Brunnen DN 300 mit 60m3 leistung. Pumpe Grundfos Wasserknecht.

  • Grundwasserspiegel schwankt in den letzten Jahren zwischen 4 und 11 Meter

    Da kommt wohl ein Rammbrunnen nicht in Frage.

    Kann man ihn tiefer graben?

    Wohl kaum. Eine Vertiefung des Schachtbrunnens dürfte technisch für Dich kaum machbar sein

    Oder soll ich die Idee einer Reaktivierung vergessen?

    Das dürfte das Vernünftigste sein.


    Du müsstest einen neuen Bohrbrunnen bauen. Bei den angegebenen Grundwasserschwankungen müsste dieser jedoch, bei optimalen Untergrund im Grundwasserbereich, mindestens 15m tief werden. Sollte der Untergrund nicht optimal sein, könnten es auch 20m werden.

    Erkundige Dich, wie in eurer Gegend die Bodenzusammensetzung sein könnte (Schichtenverzeichnis), um überhaupt erst mal einen Ansatzpunkt zu bekommen.

    Gruss

    kg49

  • Hallo!

    Also erstmal danke für die Antworten.


    Das Rohr aus der Wand ist nicht mehr aktiv, das war einmal der Abfluß eines alten Schwimmbeckens. (mittlerweile angerissen)


    Ich befinde mich im südlichen Srteinfeld (Nierösterreich), der Boden sollte durchwegs Schotter sein, werde mich diebezüglich genauer erkundigen.

    Ich müsste sicher bis auf 15 Tiefe gehen, da der Wasserspiegel sehr schwankt.


    Ist es möglich, oder sinnvoll, am Boden des alten Brunnens weiterzubohren?

    Würde mir so 3 Meter sparen. Oder ist das eher mühsam, va wegen Aushub und Platz? Und ist es in 3 Meter Tiefe schon kritisch wegen der Atemluft?


    mfg, Didi

  • also ich hätte mir das so vorgestellt:


    Das alte Rohr hätte ich abgeschnitten, falls möglich auch rausgezogen, je nachdem ob es nicht zu tief drinnen ist.

    Falls ich es ncht rausbekomme, würde ich halt daneben zu bohren beginnen, in etwa unter der Öffnung des Schachtes. So könnte ich auch von oben durch die Öffnung bohren, falls es sich mit dem Platz unten nicht ausgeht. Das Brunnenrohr muss ja erst am alten Brunnenboden beginnen. Sozusagen "startet" der neue Brunnen am alten Brunenboden. Wenn die Bohrung erfolgreich war und der neue Brunnen funktioniert, leite ich von unten das Wasser mittels Pumpe und Schlauch (hängt dann halt 3 Meter frei im alten Brunnenschacht) ganz nach oben, wo die Entnahmestelle ist.

    Vermutlich geht das dann nur mit elektrische Tauchpumpe, nicht mit eine Handpumpe?


    mfg, Didi

  • Ok, Tiefbrunnenpumpe. Mit so einer Tiefe geht es wahrscheinlich nur mehr elektrisch? Eine Variante zur manuellen Wasserentnahme (zb bei einen Stromausfalls-Szenario) fällt somit vermutlich aus?


    Sollte meine restliche Vorstellung zur Reaktivierung (Ist im Prinzip ja eine Neuerstellung...) im Prinzip realisierbar sein, oder klingt das nach Wunschvorstellung?

  • Eine Variante zur manuellen Wasserentnahme (zb bei einen Stromausfalls-Szenario) fällt somit vermutlich aus?

    Im Prinzip schon. Es gibt zwar handbetriebene Pumpen, bei denen der Saug- und Druckzylinder einige Meter im Erdreich sitzt, aber ich glaube nicht, dass Du so etwas verbauen möchtest. Mir ist zur Zeit auch keine Lieferquelle bekannt.

    Sollte meine restliche Vorstellung zur Reaktivierung (Ist im Prinzip ja eine Neuerstellung...) im Prinzip realisierbar sein

    Du kannst es ja mal probieren. Bei Problemen ist sicherlich das Forum hilfsbereit.

    Gruss

    kg49