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Einfluß der Pumpenleistung bei Gartenpumpe?

  • Mustermann
  • March 23, 2019 at 4:00 PM
  • Mustermann
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    • March 23, 2019 at 4:00 PM
    • #1

    Welchen Einfluß hat eigentlich die Pumpenleistung in Watt? Die max. Ansaughöhe ist mit etwa 8m überall gleich, mein kleiner 2"-Bohrbrunnen ist nur 6,5m tief. Mit einer 1200W-Pumpe habe ich anfangs max. 1250 Liter pro Stunde gefördert. Nicht viel, aber für mich ausreichend. Da wäre es doch eigentlich egal, ob ich eine Pumpe mit 3000, 4000 oder 5000 Liter je Stunde verwende? Wichtig ist noch die Förderhöhe die meist zwischen 35 und 45m schwankt. In der Regel ist der Schlauch nie 2m höher als die Pumpe und es wird eine Wassertonne gefüllt, der Schlauch auf die Wiese gelegt oder es ist ein kleiner Rasensprenger dran.

    Bislang hatte ich immer 50 Euro-Pumpen, die trotz Sand und Schmutz immer 3-4 Jahre gehalten haben. Die hatten zwischen 3600 und 4600 Liter pro Stunde und 42 bzw. 45m Förderhöhe. Da nun wieder eine neue fällig ist, überlege ich eine 650Watt-Pumpe zu kaufen. Da die Pumpe im Sommer stundenlang läuft, wäre doch eine geringe Leistungsaufnahme und ein geringer Geräuschpegel (75dB) von Vorteil? Die jetzt ins Auge gefaßte Einhell GC-GP6538 bringt 3800 Liter in der Stunde und max. Förderhöhe 36m. Bei meinen Gegebenheiten sollte die es doch genau so gut wie die beiden vorhergehenden Pumpen machen, auch wenn diese zwischen 1000 und 1200W hatten? Irgendwo habe ich gelesen, die würde sich totlaufen - aber warum?

    Edited 2 times, last by Mustermann (March 23, 2019 at 4:08 PM).

  • Brunnen reinigen
  • kg49
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    • March 23, 2019 at 6:44 PM
    • #2
    Quote from Mustermann

    Welchen Einfluß hat eigentlich die Pumpenleistung in Watt?

    Einfluss auf was? Beachte, die angegebene Wattzahl ist nicht die aufgenommene elektrische Leistung, sondern die abgegebene mechanische Leistung des Motors.

    Quote from Mustermann

    Irgendwo habe ich gelesen, die würde sich totlaufen

    Was meinst Du damit? Habe den Begriff totlaufen in Zusammenhang mit Pumpen noch nie gehört.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • Mustermann
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    • March 23, 2019 at 8:28 PM
    • #3

    Einfluß auf die Menge Wasser, die letztlich aus der Pumpe kommt. Es wäre schon, wenn die 1250 Liter je h, die mein Brunnen liefern kann, auch fließen. Wenn die Pumpe eine Literleistung von 3800 je h hat und eine Förderhöhe von bis zu 35m hat, sollten doch die 1250 Liter in 2m Höhe auch mit einer 650W-Pumpe kommen?

    Totgelaufen bedeutet, die Pumpe läuft den ganzen Tag und fördert kaum Wasser. Weil z.B. die Leistung nicht reicht.

    Ich hoffe, der Wirkungsgrad der Pumpen ist ähnlich, um die 90%? Wäre blöd, wenn beide 1200W aufnehmen würden, aber die eine 1100W, die andere nur 650W mechanische Leistung liefern würde...

  • kg49
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    • March 23, 2019 at 9:21 PM
    • #4
    Quote from Mustermann

    Totgelaufen bedeutet, die Pumpe läuft den ganzen Tag und fördert kaum Wasser. Weil z.B. die Leistung nicht reicht.

    Das ist, gelinde gesagt, nicht ganz nachvollziehbar.

    Wenn eine Maschine auf eine ED von 100% ausgelegt ist, kann sie so lange laufen, bis die Lagerung verschleisst. Vorausgesetzt, die Kühlbedingungen sind erfüllt.

    Tiefbrunnenpumpen haben eine schwimmende Lagerung, können also sehr(!) lange durchlaufen.

    Pumpen, die keine ED von 100% aufweisen, gibt es entweder im Camping Zubehör oder als Spielzeug.

    Quote from Mustermann

    Einfluß auf die Menge Wasser, die letztlich aus der Pumpe kommt.

    Die Menge Wasser hängt von der Pumpenkennlinie ab. Die aufgenommene elektrische Leistung hängt vom Wirkungsgrad des Motors und vom Wirkungsgrad des Hydraulikteiles ab.

    Quote from Mustermann

    Ich hoffe, der Wirkungsgrad der Pumpen ist ähnlich, um die 90%?

    Wer sagt denn so was? So ca. 50%.

    Quote from Mustermann

    Wenn die Pumpe eine Literleistung von 3800 je h hat und eine Förderhöhe von bis zu 35m hat, sollten doch die 1250 Liter in 2m Höhe auch mit einer 650W-Pumpe kommen?

    Das kann man nur der Pumpenkennlinie entnehmen.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • Mustermann
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    • March 23, 2019 at 10:26 PM
    • #5

    Vielen Dank, habe nun schon viele Pumpen angesehen und Tests gelesen, aber eine Pumpenkennlinie war noch nirgends dabei. Auch habe ich für E-Motoren einen Wirkungsgrad von etwa 90% gefunden. Und bei meiner 1000W-Pumpe hatte ich einmal reichlich 1000 oder 1100 Watt Stromaufnahme auch nur gemessen (Gerät zeigte gleich die Scheinleistung? an). Habe jetzt diese Pumpe ins Auge gefaßt: https://www.obi.de/elektro-pumpen…BCABEgJ0m_D_BwE

  • kg49
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    • March 24, 2019 at 1:07 AM
    • #6
    Quote from Mustermann

    aber eine Pumpenkennlinie war noch nirgends dabei.

    Die Qualität dieser Tests ist katastrophal. Meistens handelt es sich hier um Artikel, die Affiliate-Links enthalten. Mal das Impressum lesen. Im Übrigen ist die Thematik für "Otto-Normalverbraucher" viel zu komplex.

    Lies mal folgende Handbücher, da steht alles drin:

    http://machining.grundfos.de/media/60727/gr…penhandbuch.pdf

    https://www.ksb.com/blob/8862/a431…se-krt-data.pdf

    https://files.vogel.de/vogelonline/vo…files/11257.pdf

    Es ist aber keine leichte Lektüre und geht weit über diese Thematik hinaus. Einfach mal aus den Inhaltsverzeichnissen das Passende aussuchen. Die Grundfos Quelle sollte genügen, der zweite Link ist allgemeiner und der dritte sehr speziell.

    Da die Thematik der Pumpenkennlinien immer wieder auftaucht, habe ich mal hier vereinfacht die Problematik dargestellt:

    Pumpenkennlinie

    Betrachtet man Pumpen im Baumarkt oder online im Netz, so fällt einem auf, dass sich auf dem Typenschild oder bei den technischen Angaben zwei Werte befinden, die anscheinend die Eigenschaften der Pumpe beschreiben: Eine Druckangabe und eine Wassermengenangabe.

    Z.B. kann man lesen 5 Bar / 3000L/h

    Da 10m Wassersäule einen Druck von ca. 1 Bar hat, werden die Drücke häufig auch in Höhenangaben angegeben, d.h. es kann auch stehen: 50m / 3000L/h.

    Man könnte jetzt annehmen, dass die genannten Daten die Eigenschaften der Pumpe beschreiben, also 3000L/h bei einem Druck von 5 Bar gefördert werden. Ein folgenschwerer Irrtum!

    Es ist leicht einzusehen, dass eine Pumpe ihren höchsten Druck hat, wenn der Pumpenausgang verschlossen ist, also die Fördermenge 0L/h beträgt.

    Genauso ist es nachvollziehbar, dass die höchste Wassermenge gefördert wird, wenn der Pumpenausgang offen ist, also kein Schlauch angeschlossen ist. Ist der Ausgang offen, kann dort kein Druck aufgebaut werden, also liegen dort 0 Bar an.

    Diese zwei Zustände nennt man auch Betriebspunkte. Sie entsprechen kaum dem praktischen Betrieb.

    Aber genau diese zwei Betriebspunkte werden bei Pumpen angegeben, also die maximal mögliche Fördermenge und der maximal auftretende Druck. Beide können nie zusammen auftreten!

    Zwischen beiden Betriebspunkten sind unendlich viele Kombinationen möglich.

    Man kann sich das so vorstellen, als ob die Pumpe aus dem Eingangsbeispiel (50m/3000L) in einem Teich neben einem 60m hohen Turm stehen würde.

    Lässt man die Pumpe frei laufen, so fördert sie 3000L/h, ihr Druck beträgt 0 Bar.

    Schliesst man sie an einen langen Schlauch an, den man langsam am Turm hinaufzieht, so hat sie bei 10m einen Druck von 1 Bar, bei 30m von 3 Bar, bei 50m von 5 Bar und bei 60m immer noch 5 Bar. Das Wasser, das durch den Schlauch fliesst, wir immer weniger, je höher der Schlauch gezogen wird. Ab 50m fliesst überhaupt kein Wasser mehr aus dem Schlauch heraus.

    Zu jeder Schlauchhöhe gehört also ein anderer Druck und eine andere Fördermenge.

    Das sind die verschiedenen Betriebspunkte einer Pumpe. Sie werden entweder in einer Tabelle oder mit einer Kurve dargestellt. Diese Kurve nennt man Pumpenkennlinie, bei der man zu jedem Pumpendruck die dazugehörende Fördermenge bzw. zu jeder Fördermenge den dazugehörenden Pumpendruck ablesen kann.

    Ergänzend sei noch gesagt, dass einige Pumpenhersteller neben dem Maximaldruck bzw. der maximalen Fördermenge auch den Betriebspunkt angeben, bei dem die Pumpe ihren besten Wirkungsgrad hat.

    Quote from Mustermann

    Auch habe ich für E-Motoren einen Wirkungsgrad von etwa 90% gefunden

    Wir reden hier nicht vom Wirkungsgrad von Motoren, sondern von Pumpen. Diese bestehen aus Motor und Hydraulikteil. Eta1 x Eta2 ergibt den Gesamtwirkungsgrad. Seriöse Pumpenanbieter von halbwegs professionellen Pumpen stellen übrigens die Pumpenkennlinie sowie die Wirkungsgradkennlinie in ihrer Pumpenbeschreibung dar.

    Quote from Mustermann

    Gerät zeigte gleich die Scheinleistung? an

    Ob Dein Messgerät Schein- oder Wirkleistung anzeigt, hängt vom Gerät ab. Die Scheinleistung ist nur für die Kabeldimensionierung wichtig, bezahlt werden muss die Wirkleistung. Alle Angaben auf den Pumpenmotoren sind an den Hydraulikteil abgegebene Wirkleistungen.

    Die Wirkungsgradangaben der Hersteller in den Kennlinien beziehen sich streng genommen meistens auf den Pumpenteil, können aber praktisch auf die komplette Pumpe bezogen werden.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

    Edited 3 times, last by kg49 (March 24, 2019 at 2:08 AM).

  • Mustermann
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    • April 6, 2020 at 10:33 PM
    • #7

    Vielen Dank. Inzwischen wurde die Pumpenkennlinie vom Anbieter eingestellt. Die Pumpleistung ist mehr als ausreichend, leider ist der Grundwasserpegel durch die lange Trockenheit abgesunken. Deswegen zieht die Pumpe spätestens im Sommer Luft, weil nicht genügend Wasser nachfließt. Nun gibt es einen neuen Beitrag, wie ich den Brunnen tiefer bekomme...

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