Neues Brunnenprojekt: Suche Tipps, Erfahrungen und Hilfestellung

  • Hallo zusammen,


    (ich hoffe ich bin an der richtigen Stelle im Forum)


    erstmal herzliche Grüße an alle Forum Mitglieder. Ich hoffe wir können gegenseitig voneinander profitieren. Ich stelle euch mein Projekt vor, und werde Euch an den Arbeitsschritten teilhaben lassen. Im Gegenzug könnt ihr mir vorab und währenddessen bestimmt ein paar gute Tipps geben.


    Kurze Vorstellung:


    • 31 Jahre, aus Fritzlar
    • seid 1 Jahre stolzer Hausbesitzer der einen Brunnen vermisst
    • Warum vermissen? Mein Rasen sieht grausam aus, der braucht Pflege und viel Wasser. Und das viele Wasser soll aus dem neuen Brunnen kommen (Und meine Frau darf sich noch mehr Grünzeug im Garten anschaffen was täglich fröhlich begossen werden darf :) )
    • Habe mir ein paar Videos angeschaut und etliche Forum Einträge gelesen.


    Brunnenprojekt:



    • Ich möchte einen Bohr Brunnen errichten mit einem Erdbohrer, Plunscher, Haus Wasserwerk (Tiefe als 8 Meter wird der Brunnen vermutlich nicht)
    • Ich wohne ca 20 Meter von einem 2 Meter tiefen und 6 Meter breitem Fluss entfernt. Zwischen mir und dem Fluss liegt eine Straße. Laut dem freundlichen Kollegen der unteren Wasserbehörde, sollte der mittlere Wasserstand des Fluss meine Höhe des Grundwassers sein. Ich vermute mal das es von meinem Bohrloch ca. 5 Meter (Tiefe) sein sollten.
    • Behördlich alles geregelt und erlaubt


    Brunnenaufbau:



    • Hier hätte ich jetzt meine ersten Fragen
      • Wie lang sollte das Sumpfrohr sein? Der Abschluss des Sumpfrohres wollte ich mit Quellton machen.
      • Wie lang sollte das geschlitzte Rohr sein?
    • Meine aktuelle Planung hier als Bild. Bitte Kritik üben und wenn möglich verbessern.






    Projektablauf:


    • Nach und nach.
    • Ich möchte nun erstmal anfangen mit dem Loch. Ich hole mir einen Erdbohrer und versuche das Grundwasser zu erreichen.
    • Erst dann besorge ich mir Brunnenrohre, Plunscher usw.


    Ich würde mich freuen wenn ihr mir ein paar Tipps geben könnt und Euch den Aufbau anschauen würdet. Insbesondere das Thema mit dem Abschluss des Brunnenrohr ist mir nicht ganz klar. Glaube das mit dem Ton ist nicht verkehrt. Alles in allem soll es ja wohl aufsteigendes Material im Rohr verhindern, oder?


    Bitte verzeiht meine Rechtsschreibfehler, habe gerade wenig Zeit die anderen Beiträge werde hoffentlich richtiger ;)


    Grüße

    Henning

  • Der Aufbau eines Brunnens richtet sich nach zwei Vorgaben:

    1. Die Art des Bodengrundes, in der das Filterrohr stehen wird

    2. Die geplante Wasserentnahmemenge in L/h oder m³/h.


    Leider hast Du uns dazu nichts mitgeteilt.


    Damit Du siehst, dass Brunnenbau mit ganz anderen Überlegungen beginnt, wie Du sie gemacht hast (die sind nicht falsch, nur viel zu früh), hier mal etwas zum Lesen und Überlegen:


    Filterrohre und Kiesschüttung


    Es wird viel zu viel gebuddelt und viel zu wenig nachgedacht beim hobbymässigen Brunnenbau. Und manche "Profis" denken auch zu wenig.


    Im Prinzip gilt grundsätzlich (Ausnahmen bestätigen die Regel, die zu schildern wäre zu umfangreich):

    Ein "profimässig" erstellter Bohrbrunnen wird immer mit einem Arbeitsrohr errichtet, damit eine Kiesschüttung auf das Schichtenverzeichnis abgestimmt werden kann.

    Das Filterrohr hat dabei nicht die Aufgabe zu filtern, sondern ist Gerüst für die filternde Kiesschicht. Zwischen Arbeitsrohr und Brunnenrohr muss genügend Platz sein, um eine wirksame Filterkiesschicht schütten zu können.

    Alternativ dazu gibt es im Fachhandel (kein Baumarkt) sogenannte Kiesklebefilter oder Kiesbelagfilter (sehr teuer, aber gut), die man statt einer Kiesschüttung verbauen kann.

    Die Abstimmung von Filterkies oder Kiesklebefilter auf die Bodenschicht ist eine komplexe Überlegung, die sehr umfangreich werden kann, um maximale Ergebnisse zu erzielen.

    Da hobbymässig erstellte Brunnen nicht der Wasserversorgung von Stadtteilen dienen, können hier Abstriche an das maximal Mögliche gemacht werden.



    Will man ohne Arbeitsrohr arbeiten, ändern sich die Verhältnisse gravierend.

    Jetzt dient das Filterrohr nicht mehr als Traggerüst für eine genau abgestimmte Kiesfilterschicht, sondern als Traggerüst für das Erdreich um die Filteröffnungen.

    Da man meistens nicht weiss, wie sich das Erdreich zusammensetzt, bleibt einem nichts anderes übrig, als die kleinste Schlitzweite zu nehmen und zu hoffen, dass das passt.

    Ist der Boden um die Filter zu fein, so gehen die Körner durch die Filterschlitze und der Brunnen wird ständig Sand führen.

    Haben die Bodenkörner die gleiche Gösse wie die Filterschlitze, so werden diese in einem hohen Umfang verstopfen und den Wassereintritt stark verringern.

    Nur wenn die Körner grösser als die Filterschlitze sind, können sie sich wie eine Filterkiesschüttung an das Filterrohr anlegen.

    Nun besteht der Boden ja nicht aus gewaschenem und gesiebten Sand bzw. Kies, sondern es sind alle möglichen Korngrössen in einer Probe zu finden. Deswegen muss man einen Esslöffel getrockneten Boden auf mm-Papier streuen, um ihn beurteilen zu können.

    Die grösseren Körner sollten grösser als die Filterschlitze sein, die kleineren, das sogenannte Unterkorn, sollte kleiner als die Schlitze sein.

    Beim Klarpumpen eines Brunnens wird im Idealfall das Unterkorn durch die Schlitze abgepumpt, im Laufe der Zeit immer weniger und der Brunnen wird sandfrei.


    Ob man nun ein Arbeitsrohr setzt, mit Kiesschüttung oder Kiesklebefiltern arbeitet, oder das Rohr direkt abteuft, muss jeder Hobbybrunnenbauer selbst entscheiden.

    Manchmal sind Erfahrungen der unmittelbaren Nachbarschaft oder Schichtenverzeichnisse der zuständigen Ämter nützlich. Sie sind aber nie(!) eine Garantie für den Boden,den man dann tatsächlich antrifft. Innerhalb weniger Meter können sich die Bodenverhältnisse massiv verändern.


    So, jetzt kannst Du Dir mal überlegen, ob Du mit oder ohne Arbeitsrohr arbeiten willst.

    Alles weitere wird sich nach dieser Entscheidung richten.

    Gruss

    Kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • wenn dein Wasserstand mal angenommen bei 5m ist, dann würde ich oberhalb der Filterstrecke mind. 2-4m Vollrohr noch im Wasser stehen lassen. Auch wenn angesaugt wird.... Das ansaugen bzw. Pumpen in der Filterstrecke sollte vermieden werden.

  • wenn dein Wasserstand mal angenommen bei 5m ist, dann würde ich oberhalb der Filterstrecke mind. 2-4m Vollrohr noch im Wasser stehen lassen. Auch wenn angesaugt wird.... Das ansaugen bzw. Pumpen in der Filterstrecke sollte vermieden werden.

    Was sagt die Erfahrung, die wasserführende Schicht wie hoch (kann man das sagen?) sind die?


    Nicht das ich das Filterrohr aus dem Wasserführende Bereich rausschiebe? Oder kann sowas nicht passieren?

  • Danke Kg49 für deinen ausführlichen Beitrag.


    Also wenn du mir sagst, es macht auf jedenfall mehr Sinn mit einem Arbeitsrohr an die Sache ranzugehen dann wäre ich dem nicht abgeneigt. Bin ja gerade deswegen hier. Um mein spärliches Wissen zu dem Thema aufzubessern.


    Ich will bei der ganzen Sache aber die Kirche im Dorf lassen, wenn ich mit einer kleinen Lösung ans gleiche Ziel komme, wäre das für mich auch ok. Nur nachhaltig soll es sein. In 3 Jahre von vorne anfangen ist nicht so mein Ding.


    Wie kann ich mir den Aufbau mit einem Arbeitsrohr vorstellen? Welche Material ist das? Welche Durchmesser hat das Arbeitsrohr und welchen Durchmesser das Brunnenrohr? Oder hat man gar nicht zwei Rohre? Und es ist ein und dasselbe.


    Wie der Boden bei uns beschaffen ist kann ich nicht sagen, noch nie so ein tiefes Loch gebuddelt. Ich weiß aber, dass mein Nachbar 3 Häuser weiter einen Brunnen hat. Vielleicht kann der mir ja noch das ein oder andere mitteilen. Ich werde ihn fragen.


    Wasserentnahme Menge: Gewöhnliche Gartenbefässerung, kenne da keine m³ pro Stunden Werte.

  • Gewöhnliche Gartenbefässerung,

    Das ist leider keine technisch-physikalische Angabe, da jeder darunter was anderes versteht.


    Brunnenbohren und eine Pumpe zu installieren ist nicht einfach ein Loch in den Boden zu machen, sondern eine komplexe Angelegenheit, die viel Nachdenken erfordert.

    Das Netz und auch dieses Forum sind voll von spontan errichteten Brunnen und ihres Scheiterns.

    Damit Du mal eine Vorstellung davon bekommst, was z.B. bei einer Pumpenauswahl alles berücksichtigt werden muss, hier ein Artikel. Du wirst sehen, dass man mit dem Begriff

    Gewöhnliche Gartenbefässerung,

    nicht sehr weit kommt:


    Pumpenstärke

    Wählt man ohne nähere Kenntnisse oder mit einer schlechten Beratung eine Pumpe aus, so gibt es für deren Stärke drei Möglichkeiten:

    Zu stark,

    zu schwach,

    zufällig genau richtig.

    Um dem Zufall auf die Sprünge zu helfen und um eine optimale Auswahl treffen zu können, muss man zwei Werte bestimmen:

    1. Die maximale Wassermenge, die die Pumpe pro Zeiteinheit liefern soll

    2. Den erforderlichen Wasserdruck, der am Pumpenausgang bei der unter (1.) bestimmten Wassermenge anliegen muss.

    Am einfachsten ist dabei die Bestimmung der Wassermenge.

    Jeder renommierte Sprinklerhersteller gibt den Druck und die Wassermenge an, die für die Beregnung einer Fläche erforderlich ist. Bei unbekannten Verbrauchern kann man die Wassermenge mit Hilfe des Hausnetzes und einem Durchflussmesser (Wasseruhr) bestimmen oder auf Erfahrungswerte zurückgreifen (Eimerfüllmethode). Allerdings ist die Anschaffung einer Wasseruhr sowieso auch für später sehr nützlich.

    Unter Beachtung des Gleichzeitigkeitsfaktors erhält man nun eine bestimmte Wassermenge, z.B. 1800 L/h bzw. 1,8 m³/h.

    Die Bestimmung des erforderlichen Pumpendrucks ist etwas aufwändiger. Hier müssen drei verschiedene Faktoren berücksichtigt werden:

    1. Druckverluste durch Höhenunterschiede

    2. Druckverluste durch Wasserströmung

    3. Betriebsdruck des Gerätes

    Die Druckverluste durch Höhenunterschiede bestimmt man durch den Höhenunterschied zwischen Grundwasserspiegel und dem höchsten Wasserentnahmepunkt (Die Tiefe, in der eine Tiefbrunnenpumpe hängt, spielt keine Rolle!).

    Beispiel: Grundwasserspiegel im Betrieb bei – 8m, höchster Entnahmepunkt + 13m, bezogen auf die Höhe des Brunnenkopfes bzw. dem Standort einer Saugpumpe. Daraus ergibt sich ein Höhenunterschied von 21m, was einem Druckverlust von 2,1 Bar entspricht.

    Druckverluste durch Wasserströmung bestimmen sich aus dem Querschnitt und Länge des Steig- (Ansaug-) rohres der Pumpe sowie aus Querschnitt und Länge der Verteilerleitungen.

    Die Berechnung ist so komplex, dass man diese nicht selbst durchführt, sondern auf Tabellen oder Berechnungprogramme zurückgreift. Z.B. www.druckverlust.de/onlinerechner .

    Hierbei muss nur beachtet werden, dass grundsätzlich der Innendurchmesser des Rohres eingegeben werden muss. Gerade bei PE Rohren führt das immer wieder zu Missverständnissen. PE 40 hat halt 32mm Innendurchmesser.

    Hat man Leitungen mit verschiedenen Durchmessern, so müssen diese einzeln berechnet und die Einzeldruckverluste am Schluss addiert werden.

    Zu den Druckverlusten der Leitungen kommen dann noch Druckverluste von Rückflussventilen, Wasseruhr, Filter, Presscontrol, Schieber, Hähne etc. hinzu. Hier kommt es auf Anzahl und Querschnitt an. Meistens kommt man mit einer Pauschalannahme von 0,5 – 1,5 Bar aus.

    Der Betriebsdruck des Gerätes (Sprenger etc.) steht im Datenblatt oder kann beim Hersteller angefragt werden.

    Diese Drücke von der Höhendifferenz, dem Strömungswiderstand und dem Betriebsdruck des angeschlossenen Gerätes werden addiert, z. B. erhält man 5,7 Bar.

    Kürzt man

    den Druck der Höhendifferenz mit PH

    den Druck des Strömungswiderstandes mit PS

    den Betriebsdruck eines Gerätes mit PB

    und den Druck des Arbeitspunktes mit PA

    ab, so gilt folgender einfacher Zusammenhang:

    PH + Ps + PB = PA

    Mit der im Beispiel angenommenen max. erforderlichen Wassermenge von 1,8m³/h erhält man jetzt den Arbeitspunkt der gesuchten Pumpe: 5,7 Bar / 1800L.

    Für diesen berechneten Arbeitspunkt ist jede Pumpe geeignet, deren Pumpenkennlinie genau durch diesen Punkt läuft.

    Man muss also bei Pumpen, die man aussuchen oder vergleichen will, die Pumpenkennlinien anschauen, ob sie (in etwa) durch diesen Punkt laufen.

    Oft geben Pumpenhersteller bei ihren Pumpenkennlinien einen Bereich an, in dem die Pumpe einen guten Wirkungsgrad hat. Dieser Bereich wird häufig durch zwei senkrechte Striche in der Pumpenkennlinie gekennzeichnet. Man sollte Pumpen bevorzugen, bei denen der berechnete Arbeitspunkt innerhalb dieses Bereiches liegt.

    Zuletzt darf man nicht vergessen sicherzustellen, dass der Brunnen überhaupt in der Lage ist, die berechnete Wassermenge zu liefern.


    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Ergänzung:

    Du wolltest was zum Arbeitsrohr wissen (obwohl auch das hier schon mehrfach geschildert wurde):


    Arbeitsrohr und Brunnenrohr

    Möchte man beim Bau eines Bohrbrunnens Kies um die Filterrohre schütten oder sogar einen speziellen Sandfilter setzen, so kann man das Brunnenrohr nicht direkt abteufen sondern muss zuerst ein Arbeitsrohr verwenden. Arbeitsrohre werden manchmal auch als Schutzrohre bezeichnet.

    Im professionellen Bereich werden dafür Stahlrohre verwendet, die ineinander verschraubt bis zur gewünschten Endteufe abgesenkt werden.

    Diese Stahlrohre werden dem Hobbybrunnenbauer nur in den seltesten Fällen zur Verfügung stehen. Hier nimmt man dafür Brunnenrohre in Glattwandausführung mit TNA Gewinde. Diese haben keine "Verdickung" an den Verbindungsstellen und können somit in schwierigen Böden leichter versenkt werden als Brunnenrohre mit Verbindungsmuffe.

    In sehr leichten Böden habe ich auch gute Erfahrungen mit sogenannten KS-Rohren (Kabelschutzrohr) gemacht. Hier nimmt man die Ausführung mit Klebemuffe, steckt die Rohre ineinander und verbindet sie mit 12 – 16 kurzen Schrauben kleinen Durchmessers, die in 3 – 4 Ebenen versetzt an den Muffen angeordnet werden. Dies ist wesentlich günstiger als 2 -4 Schrauben mit grossem Durchmesser zunehmen. (Wie beim Nähen: viele kleine Stiche). Die Rohre werden in Standardlängen von 6m angeboten. Kürzt man sie, können die Einzelstücke mit Muffen verbunden werden. Wenn man die Muffen anfast, ist der Widerstand beim Abteufen nicht grösser als bei normalem Brunnenrohr.

    KG Rohre haben im Brunnenbau nichts verloren, auch wenn es durchaus Berichte von Brunnen aus KG Rohr gibt.

    Dem ersten Rohr, was beim Plunschen gesetzt wird, gibt man unten eine Fase, so dass das Bohrgut in das Rohr gedrückt wird.

    Die Arbeitsrohre werden dann auf die gewünschte Tiefe (Endteufe) mit entsprechender Auflast (400Kg sind keine Seltenheit) abgeteuft.

    Anschliessend wird in das Arbeitsrohr die Brunnenrohrtour mit Sumpfrohr, Filterrohr(en) und Vollrohren bis zur GOK gestellt.

    Möchte man eine Kiesschüttung anbringen, ist es sinnvoll darauf zu achten, dass das Brunnenrohr mittig im Arbeitsrohr steht. Bei einer Kiesschüttung wird schrittweise geschüttet und das Arbeitsrohr gezogen. Die Kiesschüttung erfolgt etwa bis 1m über die Filteroberkante.

    Anschliessend wird das Arbeitsrohr endgültig gezogen.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Danke für die tollen Beiträge.


    Ich werde es wohl ohne Arbeitsrohr versuchen.


    Als Hauswasserwerk kommt das GARDENA Hauswasserwerk Comfort 4000/5 eco zum Einsatz.maximale Fördermenge 3,5 m³ pro h. Das habe ich quasi umsonst von einem Freund bekommen.


    Um konkret zu werden, ich möchte gerne 2,875 m³/h erreichen. :) Ich hatte mal eine Formel gesehen bzgl. Schlitzweite und Länge des Filterrohs. Aber ich vermute mal kg49 wird dazu schon einen Text parat haben :)


    Wie gehts weiter, was sollte noch überlegt werden.

  • ich möchte gerne 2,875 m³/h erreichen

    Das ist schon ein sehr anspruchsvoller Brunnen, der nur in optimalem Untergrund so eine Leistung bringt.

    Wie gehts weiter, was sollte noch überlegt werden

    Schichtenverzeichnis besorgen, ansonsten wird es ein Vabanquespiel.


    Hinweis zu den Filterrohren: Die in Tabellen zu findenden Wassermengen pro Meter Filterrohr beziehen sich auf freistehende Filter, also in einem Teich oder Schwimmbad. Bei Filtern im Erdreich wird sich der angegebene Wert drastisch vermindern.

    Länge der Filter und Grösse der Filterschlitze richten sich primär nach dem Erdreich, in dem der Filter steht.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • In meinen Unterlagen zum Hauskauf ist keins vorhanden.


    Ich kann es mir auch kaum vorstellen, dass ich beim Rathaus für mein Grundstück sowas bekommen werde.


    Ich frage aber gerne nach.


    Für den Fall das ich keins bekommen, was machen wir dann?

  • dass ich beim Rathaus für mein Grundstück sowas bekommen werde.

    Zum einen bekommst Du das nur im Rathaus, wenn dort die Untere Wasserbehörde ihren Sitz hat. Die haben so etwas, also die Stelle, bei der Du Deinen Brunnen angemeldet und die Bohrgenehmigung bekommen hast.

    Ansonsten bekommt man das auch bei Landesämtern. Mal im Internet googeln.


    Das Schichtenverzeichnis gibt es nicht für Dein Grundstück, sondern für (vereinfacht) jeden Brunnen, der gebohrt wurde.

    Du musst also sehen, ob es in den Verzeichnissen einen Brunnen in Deiner Nähe gibt.


    Ansonsten empfehle ich Dir, erst mal sämtliche Brunnenbohrberichte zu lesen, die es hier im Forum oder sonst im Netz gibt.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Hallo,


    leider konnte ich am Wochenende keine Zeit für das Forum finden.

    Du musst also sehen, ob es in den Verzeichnissen einen Brunnen in Deiner Nähe gibt.


    Was ich jetzt schreibe ist mit einer guten Portion Humor zu verstehen, ich hoffe du nimmst es auch so auf!


    Mit in der Nähe kann ich jetzt nicht so viel anfangen, was bedeutet das für dich konkret. :)

  • Mit in der Nähe kann ich jetzt nicht so viel anfangen, was bedeutet das für dich konkret.

    Idealerweise auf dem Nachbargrundstück oder an der nächsten Strassenecke.


    Wie weit ein solches Schichtenverzeichnis brauchbar ist, hängt von den geologischen Gegebenheiten ab, also ob man von einer Gleichmässigkeit im Boden ausgehen kann. Je mehr Schichtenverzeichnisse aus einer Gegend vorliegen, und diese in etwa gleich sind, umso mehr kann man davon ausgehen, auf ähnliche Bodenverhältnisse zu stossen.


    Trotzdem: Niemand kann in den Boden hineinschauen. Deswegen kann es in kritischen Gegenden auch lohnen, 1" Probebohrungen durchführen zu lassen.

    Ansonsten immer mit Arbeitsrohr bohren.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Ein Schichtenverzeichnis gibt es leider nicht. Etliche hundert Meter entfernt und auf einem Berg gibt es Daten einer Erdwärmebohrung. Die sind wohl eher nicht brauchbar.


    Angenommen ich möchte es ohne Arbeitsrohr riskieren und ich habe die ein oder andere Erfahrungsberichte gelesen. Der Standort der Bohrung ist auch festgelegt.


    Was müsste weiterhin bedacht werden.

  • Was müsste weiterhin bedacht werden.

    Wenn man den Untergrund nicht kennt und ohne Arbeitsrohr bohren will, eigentlich nichts.

    Alle Entscheidungsmöglichkeiten und das Auftreten von Problemen ist in den Erfahrungsberichten zu finden. Daraus muss man dann die für einen selbst zutreffenden Entscheidungen fällen. Es ist halt ein Würfelspiel. Der Zufall regiert.


    Ich wiederhole mich ungern, hier aber anscheinend erforderlich:

    Will man ohne Arbeitsrohr arbeiten, ändern sich die Verhältnisse gravierend.

    Jetzt dient das Filterrohr nicht mehr als Traggerüst für eine genau abgestimmte Kiesfilterschicht, sondern als Traggerüst für das Erdreich um die Filteröffnungen.

    Da man meistens nicht weiss, wie sich das Erdreich zusammensetzt, bleibt einem nichts anderes übrig, als die kleinste Schlitzweite zu nehmen und zu hoffen, dass das passt.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

Brunnen selber bauen