Pumpe an altem Schlagbrunnen für Gartenbewässerung

  • Hallo,

    trotz Sichtung diverser Beratungsthreads hier würde ich mich freuen doch nochmal etwas individuelles Feedback zu bekommen.

    Wir haben einen Kleingarten in Berlin übernommen, in dem auch eine TIP GPK 46/42 (bis 2.800 l/h) Wasser aus einem 1 1/2" Brunnenrohr (über einige Reduzieradapter verbunden) für einige Jahre Wasser gefördert hat. Die Pumpe ist hinüber und ich möchte gerne eine neue Kaufen.

    Brunnen

    Ich weiß leider nicht viel mehr über den Brunnen und werde auch nicht mehr herausbekommen (Vorbesitzer nicht mehr erreichbar, keine Unterlagen verfügbar) - ich nehme an, dass es ein Schlagbrunnen ist der ca. 5-10m in den Boden geht, ich vermute sogar eher 5-7m, auf dieser Höhe sollte zumindest das Grundwasser sein. Was die Saugleistung angeht würde ich mich an der alten Pumpe orientieren wollen.

    Nutzung

    wäre fast nur zur Gartenbewässerung, nach Möglichkeit möchte ich die Pumpe nicht manuell einschalten müssen und in der nahen Zukunft sollen da auch ein paar ferngesteuerte Magnetventile ran, was aber ja nichts anderes wäre als "Hahn aufdrehen".
    Nach Lektüre hier habe ich mich für die besseren Wartungsmöglichkeiten und somit gegen einen Hauswasserautomaten entschieden. Wenn ich alles richtig verstehe kann wäre das ein sinnvoller

    Aufbau

    Brunnenrohr ==> ggf. Reduzierstück ==> Vorfilter ==> Saugpumpe ==> Druckschalter ==> Anschluss/Hähne zur Bewässerung

    Im Winter müsste ich dann wohl immer die Pumpe abbauen und mit nach Hause nehmen.
    Jetzt habe ich allerdings ein paar

    Fragen

    und hoffe auf Antworten hier:

    1. Habt ihr (konkrete)Empfehlungen für Vorfilter, Saugpumpe und Druckschalter?
      Das Budget ist nicht besonders groß, wäre aber - wenn ihr meint das lohnt sich- variabel. Ich hatte mal an ca. 150 Euro gedacht, da die Nutzung ja nicht besonders "kompliziert" ist, aber vielleicht habt ihr ja gute Argumente für was teureres..
    2. Was haltet ihr vom Kauf einer gebrauchten Pumpe?
      u.a. um Budget einzuhalten.. (es gibt ja Dinge die man lieber neu kaufen sollte um sicher zu gehen dass alles i.O. ist u)
    3. Empfehlt ihr eher mechanische Druckschalter? (habe immer wieder von den "Tücken" der elektrischen gelesen)
    4. Was kommt euch sonst noch an guten Ratschlägen in den Sinn? ;)

    Vielen Dank schonmal im Voraus!

  • Hi,

    ja tatsächlich grüble ich immer noch.
    Ich wundere mich ein bisschen über die Empfehlung zum Hauswasserwerk, ist das wirklich das richtige? (Lasse mich gerne überzeugen!)

    Ich werde die Pumpe nicht für viele kleine Mengen, sondern eher für mehrere Minuten am Stück laufen lassen, im Moment sind eher Rasensprenger geplant bzw andere Bewässerungssysteme die dem Mindestdurchlauf der Pumpe gerecht werden, bei Perlschläuchen ist das ja mitunter schwierig.. funktionieren die besser mit Hauswasserwerk?


    Am Hauswasserwerk schreckt mich die Lautstärke ab und ich frage mich, wie es auf 10-15 Minuten Bewässerung reagiert (zB 3 Hähne a 5 Minuten) - läuft es dann jeweils 5 Minuten durch oder geht die ganze Zeit an/aus um den Druck aufzubauen/zu verbrauchen?


    Hatte mich ein wenig auf eine gebrauchte Grundfos JP eingeschossen, aber bin wie gesagt auch mit einer günstigeren/komfortableren Lösung zufrieden.


    Vielen Dank im Voraus für weiteren Input!

  • habe ich mich für die besseren Wartungsmöglichkeiten und somit gegen einen Hauswasserautomaten entschieden.

    Irgendwie solltest Du deine Begriffe erklären bzw. definieren.

    Eine Hauswasserpumpe unterscheidet sich von einer "Gartenpumpe" einzig und alleine dadurch, dass eine Hauswasserpumpe serienmässig einen kleinen Membrankessel besitzt.

    Was daran automatisch ist hängt sehr stark vom Hersteller ab.

    Generell:welche besseren Wartungsmöglichlkeiten soll eine "Gartenpumpe" gegenüber dem Hauswasserwerk haben? Da musst Du schon ins Detail gehen.

    Zur Pumpenauswahl hier noch ein Artikel, damit Du nicht gleich ins offene Messer fällst:


    Pumpenstärke


    Wählt man ohne nähere Kenntnisse oder mit einer schlechten Beratung eine Pumpe aus, so gibt es für deren Stärke drei Möglichkeiten:


    Zu stark,

    zu schwach,

    zufällig genau richtig.


    Um dem Zufall auf die Sprünge zu helfen und um eine optimale Auswahl treffen zu können, muss man zwei Werte bestimmen:

    • Die maximale Wassermenge, die die Pumpe pro Zeiteinheit liefern soll
    • Den erforderlichen Wasserdruck, der am Pumpenausgang bei der unter (1.) bestimmten Wassermenge anliegen muss.

    Am einfachsten ist dabei die Bestimmung der Wassermenge.

    Jeder renommierte Sprinklerhersteller gibt den Druck und die Wassermenge an, die für die Beregnung einer Fläche erforderlich ist. Bei unbekannten Verbrauchern kann man die Wassermenge mit Hilfe des Hausnetzes und einem Durchflussmesser (Wasseruhr) bestimmen oder auf Erfahrungswerte zurückgreifen (Eimerfüllmethode). Allerdings ist die Anschaffung einer Wasseruhr sowieso auch für später sehr nützlich.

    Unter Beachtung des Gleichzeitigkeitsfaktors erhält man nun eine bestimmte Wassermenge, z.B. 1800 L/h bzw. 1,8 m³/h.


    Die Bestimmung des erforderlichen Pumpendrucks ist etwas aufwändiger. Hier müssen drei verschiedene Faktoren berücksichtigt werden:

    • Druckverluste durch Höhenunterschiede
    • Druckverluste durch Wasserströmung
    • Betriebsdruck des Gerätes

    Die Druckverluste durch Höhenunterschiede bestimmt man durch den Höhenunterschied zwischen Grundwasserspiegel und dem höchsten Wasserentnahmepunkt (Die Tiefe, in der eine Tiefbrunnenpumpe hängt, spielt keine Rolle!).

    Beispiel: Grundwasserspiegel im Betrieb bei – 8m, höchster Entnahmepunkt + 13m, bezogen auf die Höhe des Brunnenkopfes bzw. dem Standort einer Saugpumpe. Daraus ergibt sich ein Höhenunterschied von 21m, was einem Druckverlust von 2,1 Bar entspricht.


    Druckverluste durch Wasserströmung bestimmen sich aus dem Querschnitt und Länge des Steig- (Ansaug-) rohres der Pumpe sowie aus Querschnitt und Länge der Verteilerleitungen.

    Die Berechnung ist so komplex, dass man diese nicht selbst durchführt, sondern auf Tabellen oder Berechnungprogramme zurückgreift. Z.B. www.druckverlust.de/onlinerechner .

    Hierbei muss nur beachtet werden, dass grundsätzlich der Innendurchmesser des Rohres eingegeben werden muss. Gerade bei PE Rohren führt das immer wieder zu Missverständnissen. PE 40 hat halt 32mm Innendurchmesser.

    Hat man Leitungen mit verschiedenen Durchmessern, so müssen diese einzeln berechnet und die Einzeldruckverluste am Schluss addiert werden.

    Zu den Druckverlusten der Leitungen kommen dann noch Druckverluste von Rückflussventilen, Wasseruhr, Filter, Presscontrol, Schieber, Hähne etc. hinzu. Hier kommt es auf Anzahl und Querschnitt an. Meistens kommt man mit einer Pauschalannahme von 0,5 – 1,5 Bar aus.


    Der Betriebsdruck des Gerätes (Sprenger etc.) steht im Datenblatt oder kann beim Hersteller angefragt werden.


    Diese Drücke von der Höhendifferenz, dem Strömungswiderstand und dem Betriebsdruck des angeschlossenen Gerätes werden addiert, z. B. erhält man 5,7 Bar.


    Kürzt man

    den Druck der Höhendifferenz mit PH

    den Druck des Strömungswiderstandes mit PS

    den Betriebsdruck eines Gerätes mit PB

    und den Druck des Arbeitspunktes mit PA

    ab, so gilt folgender einfacher Zusammenhang:


    PH + Ps + PB = PA


    Mit der im Beispiel angenommenen max. erforderlichen Wassermenge von 1,8m³/h erhält man jetzt den Arbeitspunkt der gesuchten Pumpe: 5,7 Bar / 1800L.


    Für diesen berechneten Arbeitspunkt ist jede Pumpe geeignet, deren Pumpenkennlinie genau durch diesen Punkt läuft.

    Man muss also bei Pumpen, die man aussuchen oder vergleichen will, die Pumpenkennlinien anschauen, ob sie (in etwa) durch diesen Punkt laufen.


    Oft geben Pumpenhersteller bei ihren Pumpenkennlinien einen Bereich an, in dem die Pumpe einen guten Wirkungsgrad hat. Dieser Bereich wird häufig durch zwei senkrechte Striche in der Pumpenkennlinie gekennzeichnet. Man sollte Pumpen bevorzugen, bei denen der berechnete Arbeitspunkt innerhalb dieses Bereiches liegt.


    Zuletzt darf man nicht vergessen sicherzustellen, dass der Brunnen überhaupt in der Lage ist, die berechnete Wassermenge zu liefern.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Am Hauswasserwerk schreckt mich die Lautstärke ab und ich frage mich, wie es auf 10-15 Minuten Bewässerung reagiert (zB 3 Hähne a 5 Minuten) - läuft es dann jeweils 5 Minuten durch oder geht die ganze Zeit an/aus um den Druck aufzubauen/zu verbrauchen?


    Warum die Lautstärke? Ist auch nicht lauter als eine "normale" Gartenpumpe.


    Ich habe das HWW empfohlen, weil ich es selber besitze. Läuft an einem nicht mehr so ergiebigen Schachtbrunnen mit 4m Ansaugleitung und Vorfilter. Dahinter hab ich es an ein 1/2 Zoll Mehrschichtverbundrohr angeschlossen und geht dann in die weitere Verteilung zu Wasserhähnen etc.


    In dieser Installation werden genau 1000 l/h Wasser gefördert. Damit auch fast schon ideal für einen Schlag- bzw. Rammbrunnen. Der Pumpenmotor gönnt sich übrigens nur 450 statt 600 Watt.


    Und ein kleines Hauswasserwerk geht auch nicht ständig an und aus. Wenn Wasser entnommen wird kommt es zuerst aus dem Kessel. Bei dem o.g. ca. 5 Liter dann wird die Pumpe durch den Druckschalter eingeschalten und läuft solange bis die Wasserentnahme endet und der Kessel wieder gefüllt ist.


    Pumpenkennlinien sind auch schön und gut, aber einige Hersteller tricksen dabei ungemein. Desweiteren können Variablen im Spiel sein, die nicht berücksichtigt werden. Darum ist ein Praxistest und Erfahrung durch nichts zu ersetzen.


    Welche Pumpe ist es denn nun geworden?



    Gruß

  • aber einige Hersteller tricksen dabei ungemein

    Sicherlich richtig bei chinesischen Krachern. Das ist aber kein Tricksen, das sind einfach Falschangaben.

    Für europäische Ware würde ich das so nicht behaupten. Einfach weil eine Pumpenkennlinie sehr leicht selbst aufgenommen werden kann, dadurch sind die Angaben überprüfbar. Im Konfliktfall sollte durch die europäische Rechtssprechung eine kostenlose Reklamation kein Problem sein.


    Desweiteren können Variablen im Spiel sein, die nicht berücksichtigt werden.

    Das interessiert mich jetzt aber mal. Welche Variablen sollen das denn sein?

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Irgendwie solltest Du deine Begriffe erklären bzw. definieren.

    Eine Hauswasserpumpe unterscheidet sich von einer "Gartenpumpe" einzig und alleine dadurch, dass eine Hauswasserpumpe serienmässig einen kleinen Membrankessel besitzt.



    Ok, diese "Hauswasserpumpe" hätte ich "Hauswasserwerk" genannt und dabei vorausgesetzt, dass sie immer wieder einen bestimmten Druck im Membrankessel herstellt, so dass bei z.B. bei kleinen Wasserentnahmemengen die Pumpe nicht direkt anlaufen muss (weil der Druck im Kessel noch ausreicht das Wasser zu liefern) - bei größeren konstanten Entnahme-Mengen (z.B. Rasensprenkler) frage ich mich aber, ob sie dann die ganze Zeit durch läuft oder immer wieder Druck aufbaut, sich abschaltet bis der Druck wieder den unteren Schwellenwert erreicht und dann wieder aufbaut. Die gleiche Frage stelle ich mir bei kleinen konstanten Entnahmemenge (z.B. Perlschläuchen).

    Generell:welche besseren Wartungsmöglichlkeiten soll eine "Gartenpumpe" gegenüber dem Hauswasserwerk haben? Da musst Du schon ins Detail gehen.

    Für mich ist ein Hauswasserautomat eine (Garten)wasserpumpe, die einen integrierten Druckschalter hat welcher bei Druckabfall (=Wasserentnahme) die Pumpe automatisch anstellt, idealer Weise noch mit Trockenlaufschutz.

    Bei solchen "All-in-one" Lösungen stelle ich mir die Wartung je nach Hersteller schwierig vor und wünsche mir daher die Möglichkeit, Einzelkomponenten einfach austauschen zu können - was ich mir bei dem Aufbau mit den seperaten Einzelteilen leichter vorstelle (bzw. das hier in vielen Beiträgen als Ratschlag gelesen). Vielleicht gibt es aber ja auch einfach zu wartende Komplettlösungen, wichtig ist mir wie schon gesagt die Möglichkeit, bei Ausfall von Einzelkomponenten diese relativ einfach selbst austauschen zu können (oder noch besser: ein System zu haben wo die Komponenten garnicht erst so schnell ausfallen).

    Zur Pumpenauswahl

    Aufgrund einiger Unbekannten kann ich den Druckverlust nur schätzen, bei 5-10 Metern (ich denke eher 5, da der Grundwasserspiegel verutlich unter 5 Metern liegt) komme ich je nach Verbraucher (Perlschlauch/Rasensprenger) auf große Spannbreite von 2-6,5 bar

    Höhenwiderstand: 0,5 bar

    + Strömungswiderstand inkl Anbauten: 1-2 bar;

    + Betriebsdruck: 0,5-4 hier (Perlschlauch - Rasensprenger)

    Wobei meine Schätzung bei Betriebspunkten bei:

    4 bar / 2000 L für Rasensprenger (2 bar sollten bei kleinen Gartenflächen ausreichen)

    2,5 bar / 50-100 L für 25m Perlschlauch (wobei mir nicht ganz klar ist wie ein Durchflussminderer vor dem Perlschlauch den Betriebspunkt beeinflusst)


    Den Rasensprenger als Hauptanliegen genommen würde ich bei den beiden Grundfos Modellen eher zur JP6 tendieren, während das Güde Wasserwerk ausscheidet.


    Da bisher aber eine nicht besonders kräfitge/hochwertige Pumpe ausgereicht hat um Rasensprenger ausreichend zu betreiben (ohne genaue Kennzahlen über deren Betriebspunkte zu haben - ganz praktisch haben die einfach genug Druck zur Gartenbewässerung gehabt) kommt mir meine Rechnerei jetzt doch irgendwie komisch vor (vermutlich ist der Strömungswiderstand doch eher am unteren Ende anzusiedeln, aber bei 1,5 bar + Betriebsdruck komme ich immer raus..)


    Habt ihr da ggfs noch mehr Hilfestellung zu? Auch was die Perlschläuche betrifft, weil die bei der JP6 die Mindestdurchflussmengen glaube ich garnicht erfüllen würden (finde die partout nicht mehr, meine mich aber an 90L/h für die JP5 und 200L/h für die JP6 zu erinnern)


    Warum die Lautstärke? Ist auch nicht lauter als eine "normale" Gartenpumpe.

    Ich hatte es bisher so verstanden, dass ein HWW deutlich lauter als vergleichbare Pumpen ist (zB das Güde mit 90db statt eine Gardena 4000/4 mit 80db).

    Danke aber für deinen praktisch fundierten Tip, das gibt mir schonmal eine Einschätzung - auch zu den Laufzeiten der Pumpe (ein über längere Zeit laufendes HWW ist weniger nervig als eins das an/aus geht, außerdem wären dabei ja auch kleine Entnahmemengen für z.B. Wasserspaß mit Kindern sinniger.


    Ich habe immer noch keine neue Pumpe, freue mich aber über den weiteren Input hier, speziell was Vor/Nachteile in meiner Situation zwischen HWW und Gartenpumpe (zB Grundfos) mit entsprechendem Druckschalter (zB. PM1) darstellen.


    Vielen dank euch beiden schonmal!

  • Die gleiche Frage stelle ich mir bei kleinen konstanten Entnahmemenge (z.B. Perlschläuchen).

    Das lässt sich doch alles berechnen, man muss es nur machen.

    Wichtig dabei ist zu wissen, dass nur ca. 50% des Kesselvolumens für Wasser nutzbar ist.

    stelle ich mir die Wartung je nach Hersteller schwierig vor

    Es gibt keine Wartung, entweder es läuft oder es läuft nicht. Da gute Brunnen sandfrei sind, muss auch kein Filter gereinigt werden.,


    wünsche mir daher die Möglichkeit, Einzelkomponenten einfach austauschen zu können

    Ein sehr vernünftiger Standpunkt.Und wenn dann noch ein separater Kessel genommen wird, so 50 -100L, dann wird auch eine Tröpfchenbewässerung sinnvoll machbar sein.

    dass ein HWW deutlich lauter als vergleichbare Pumpen ist

    Wie mehrfach gesagt, das stimmt so nicht. Schau Dich mal bei KSB um, da bewegst Du Dich zwischen 40 - 50dB.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Ok, spannend - ich verstehe gerade, dass man sich das Hauswasserwerk ja auch selbst aus Einzelkomponenten zusammen bauen kann.


    Ich werde denke ich erstmal mit einer gebrauchten Grundfos JP6 Jetpumpe und einem Druckschalter (und ggfs. Manometer + Trockenlaufschutz?) sowie Vorfilter den alten Schlagbrunnen "testen" und möglicherweise auch diesen Sommer die Sprenger damit betreiben- die Perlschläuche sind vermutlich auch erst nächstes Jahr ein Thema. (Die Pumpen von KSB sind ein toller Tip, aber im Moment noch etwas über dem Budget, zumindest finde ich gebraucht nichts darin liegendes).


    Diese Komponenten kann ich ja dann im zweiten Schritt zu einem HWW ausbauen, wenn ich das richtig verstehe kann ich dann meinen Druckschalter weiter nutzen und um einen seperaten Membrankessel erweitern (und somit auch kleine Entnahmemengen ermöglichen / mit Perlschläuchen wässern, ohne dass die Pumpe die ganze Zeit an und aus geht).



    Brunnenrohr ==> ggf. Reduzierstück ==> Vorfilter ==> Saugpumpe ==> 5/6 Wege Verteiler mit Anschlüssen an

    ==> Manometer

    ==> Druckschalter

    ==> ggfs. seperater Trockenlaufschutz

    ==> Membrankessel

    ==> Anschluss/Hähne zur Bewässerung


    Noch ein paar Fragen:

    Habe ich das richtig verstanden / klingt dieser Plan plausibel?

    Habt ihr eine Empfehlung für einen Druckschalter für die JP6? (Ich meine gelesen zu haben manuelle sind weniger störanfällig, verstehe garnicht warum elektronische verwendet werden - wenn ich einen manuellen nehme brauche ich allerdings auch noch einen Mehrwegehahn + Manometer zum einstellen, richtig?

    Wie sieht es mit Empfehlungen zu seperaten Manometer und Trockenlaufschutz aus?


    Vielen dank für die geduldige Beratung!

  • brauche ich allerdings auch noch einen Mehrwegehahn + Manometer zum einstellen,

    Ein Manometer benötigst Du immer, um die Anlage kontrollieren zu können. Besser mehrere verteilt.

    1 im Ansaugtrakt

    1 im Drucktrakt


    Ansonsten kann man so aufbauen, nur im Ansaugtrakt wird nichts reduziert, Mindestquerschnitt: Pumpenanschluss.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

Brunnen selber bauen