Bohrbrunnen in Flensburg

  • Hallo liebe Forum-Mitglieder,


    da dies mein erster Beitrag ist, möchte ich mich kurz vorstellen.


    Ich komme aus dem hohen Norden (Flensburg) und gehörte bis jetzt zu den stillen Mitlesern.

    Durch euren Beiträgen und den zahlreichen YouTube Videos habe ich mich inspirieren lassen ein Bohrbrunnen in meinem Garten zu bohren.


    Meine Nachbarn in der Umgebung haben ein Schlagbrunnen mit einer Tiefe von 6m im Betrieb. Leider reicht für mein Vorhaben die die Fördermenge des Schlagbrunnens nicht aus.

    Ich möchte später unterirdisch Schläuche verlegen und mehrere Sprinkleranlagen gleichzeitig mit Wasser fördern.


    Daher die Entscheidung zum Bohrbrunnen.


    Mein aktuelles Setup:

    - 125mm Bohrer mit 8m Gestänge

    - Keller Kiespumpe 108mm + 20m Seil und Umlenkrolle

    - Holzzange für DN115 Brunnenrohr

    - Blaues Brunnenrohr DN115 mit Muffe 8m

    -- 1m Vollrohr als Sumpfrohr

    -- 2m Filterstrecke 0.3mm

    - 5Kg Tonpellets


    Aktueller Stand:

    - 6m Tiefe

    - ca 2m Wasserstand im Rohr

    - Boden: Kies/Sandgemisch

    - Oberarmumpfang um ca. 1cm gestiegen.


    Wenn 8m Rohr versenkt sind, sollte ich ca. 1m Wasser über den Filter erhalten wo später die Tiefbrunnenpumpe sitzen soll.

    Wahrscheinlich werde ich jedoch ein Rohr nachkaufen, um mindestens 2m Wasser über den Filter zu erhalten. Ist sicher auch eure Empfehlung oder würdet ihr sagen, dass 8m ausreichend sind?


    Ich besitze seit gestern eine Gardena Gartenpumpe 4000/5 die ich zum Klarspülen des Brunnens gekauft habe, nachdem ich den Boden mit Ton verdichtet hab.

    Kann ich mit dieser Pumpe bereits aus den 6m Wasserziehen, um bei der Hitze die Pflanzen mit Wasser zu versorgen ohne dass mein Brunnen kaputt geht?

    Ich denke, dass die Pumpe unnötig Sand in das Rohr ziehen würde, da unten der Deckel fehlt und der Schlauch zudem zwischen den Filterrohren hängen müsste.


    Aber meine Frau ist schon ungeduldig :)


    Ich halte euch auf dem Laufendem. Heute werde ich mit mehr Gewicht die nächsten Rohre eintaufen.


    Viele Grüße


    DS

  • Moin und willkommen.


    Es liegt vor allem am anstehenden Boden am Ende des Rohrs und der Durchlässigkeit des Bodens im Filterbereich, ob du dir bei der zwischenzeitlichen Wasserentnahme von unten Sand in das Rohr saugst. Aber wenn du eh noch tiefer plunscht, sollte auch das ja jetzt für ein paar Tage kein Problem darstellen.

    ...nur nicht vergessen, meist hält nichts so lange, wie ein Provisorium. ;)

  • Moin und willkommen.


    Es liegt vor allem am anstehenden Boden am Ende des Rohrs und der Durchlässigkeit des Bodens im Filterbereich, ob du dir bei der zwischenzeitlichen Wasserentnahme von unten Sand in das Rohr saugst. Aber wenn du eh noch tiefer plunscht, sollte auch das ja jetzt für ein paar Tage kein Problem darstellen.

    ...nur nicht vergessen, meist hält nichts so lange, wie ein Provisorium. ;)

    Moin Lumpi,


    vielen Dank. Heute geht es weiter, der Brunnen hat über die Hitzewelle gute Dienste geleistet.


    Nachdem meine Kiespumpe nichts mehr gefördert hat, habe ich den Ansaugschlauch meiner Pumpe reingelassen und das Wasser mit einer Gartenpumpe als Übergang gefördert. Das ging zwei Wochen lang sehr gut! Konnten ohne Probleme über 2 Stunden lang den kompletten Garten bewässern.


    Nun bin ich allerdings immer noch bei 6m und die Kiespumpe fördert kein Sand mehr. Beim einlassen hört man ein leises dumpfes Geräusch, wenn sie unten angekommen ist. Der Kolben verschwindet sehr sehr langsam. Auch beim Pumpen muss ich ca. 1min. warten bis der Kolben komplett wieder unten ist. Das Rohr lässt sich ohne weiteres drehen.


    Was mir aufgefallen ist, dass das Wasser beim Bewässern schnell aufgeklart ist. Bin ich auf Ton/Lehm gestoßen oder ist das wieder ein riesen Stein, was mein Rohr blockiert?


    Wie finde ich das am besten heraus? Mit dem Gestänge draufhauen hat nichts gebracht. Das Rohr kann ich frei drehen. Passieren tut leider nichts.


    Vielen Dank für eure Hilfe.


    PS. ist vielleicht jemand aus der Nähe, der Lust hätte sich das mal anzugucken?


    Grüße aus Flensburg

  • Hallo Ds66,


    bist Du mit Deinem Problem weiter gekommen?

    Beim einlassen hört man ein leises dumpfes Geräusch, wenn sie unten angekommen ist.

    ....
    Bin ich auf Ton/Lehm gestoßen oder ist das wieder ein riesen Stein, was mein Rohr blockiert?

    Mit wieviel Auflast hast Du bislang gearbeitet? Ich habe nämlich aktuell bei 11,8 m dasselbe Problem und bin mir ziemlich sicher, dass ich auf einer Tonschicht o.ä. stehe. Ich glaube kaum, dass man so plan auf einem Stein aufstehen kann, dass absolut kein Sand mehr gefördert wird.


    Ich plane mir gerade einen Riverside-Bohrer zu bauen und dieser Schicht damit zu Leibe zu rücken.

  • Hallo Nahmen,


    ich bin noch nicht weitergekommen. Habe gestern noch ein mal das Rohr etwas hoch gezogen ca. 10cm und das wollte nicht mehr wieder rein beim Plunschen. Ich habe mit der Kiespumpe immer so 2-3cm Sand drinn, aber kann nicht mehr fördern, da der Kolben der Kiespumpe unter Wasser so langsam absackt, dass der Tag schon fast rum ist. ich hab mit dem Gestänge rumgestochert und kann unten wohl auch rumrühren, beim Hochziehen des Gestänges ist jedoch nichts am Ende zu erkennen. Also es bleibt kein Sand in der Stange stecken, dass man sich angucken könnte. Ich hab 6 Gehwegplatten auf jeder Seite drauf und mich (80kg) oben drauf beim Plunschen. Bisher ging das alles ganz gut. So langsam verzweifel ich.


    Bist du aus Flensburg?

  • So, der Brunnen ist fertig.


    Nachdem es nicht mehr weiter ging habe ich, die Schnauze voll gehabt und das Rohr wieder herausgezogen.


    Ergebnis war 30!cm langer Feldstein quer im Rohr drinne. Das Sumpfrohr ist durch die hohe Auflast unten aufgeplatzt.


    Aus dem Bohrbrunnen wurde jedoch jetzt ein Rammbrunnen, das mit freundlicher Hilfe eines Brunnenbauers aus der Umgebung erstellt wurde. Da bereits alles vorgebohrt war, ging das ganze recht flott.


    Habe mir aus dem Baumarkt


    4* 1.5m Vollrohr und 1* 1,2m Rammfilter besorgt und die restliche Länge wurde von ihm in unter 5Minuten runter gehämmert.


    Habe im Rohr 3,2m Wassersäule.

    Für meine Pumpe, die zum Klarspülen des Bohrbrunnen dienen sollte, habe ich zusätzlich einen Druckschalter gekauft. Jetzt wird das ganze noch schön verkleidet und das Thema ist endlich durch :)


    Vielen Dank für die Unterstützung.

    Jetzt habe ich beide Brunnenbautechnik mal miterlebt.



    PS: Habe ein komplettes Brunnenbohrset über, das ich zum Verkauf anbiete. Wer Interesse hat, darf sich gerne bei mir melden.

  • Kapiere ich jetzt nicht: Warum nun ein Rammbrunnen und nicht als Bohrbrunnen weitergemacht, jetzt wo das Hinderniss weg ist?

    Du weisst dass man aus einem Rammbrunnen nur wenig Wasser entnehmen sollte um ihn nicht zu überlasten, bis etwa maximal 600-800l/h? Denn im Eingangsposting schriebst du noch dass dir das nicht reicht.

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