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Passt diese Brunnenpumpe?

  • alexalfeld
  • August 19, 2020 at 10:10 AM
  • alexalfeld
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    • August 19, 2020 at 10:10 AM
    • #1

    Hallo zusammen,

    ich habe eine kurze Frage zur Brunnentechnik.

    Bei mir im Haus im Garten ist ein Rohr für einen Brunnen, dort steht auch Wasser.

    Es guckt aus der Erde einfach ein Rohr raus, ca. 3 cm Durchmesser.

    Die Vorbesitzer haben wohl mit Ihrer Pumpe einfach ein Schlauch reingehalten und es kam Wasser.
    Ich habe überlegt so eine Pumpe zu kaufen, dürfte es damit gehen? https://l.facebook.com/l.php?u=https%…zExx4T-DkBTIKg3

    Ich kenne das an sich bei solchen Brunnen aber so, dass die normalerweise ein Sieb mit Rückschlagventil am Ende des Schlauches haben.
    In dem Fall passt in das Brunnenrohr aber nichts rein, weil es grad mal knapp 3 cm im Durchmesser hat.
    Was meint Ihr, klappt es auch ohne Sieb und Rückschlagventil oder hättet Ihr eventuell eine andere Idee?

    Vielen Dank im Voraus! Liebe Grüße, Alex

    Images

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    Edited 2 times, last by alexalfeld: Edit: Habe noch ein Bild von dem Rohr hinzugefügt. (August 19, 2020 at 11:54 AM).

  • Brunnen reinigen
  • kg49
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    • August 19, 2020 at 4:38 PM
    • #2
    Quote from alexalfeld

    Ich habe überlegt so eine Pumpe zu kaufen, dürfte es damit gehen?

    Die Pumpe könnte u.U. zu stark sein.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • alexalfeld
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    • August 19, 2020 at 5:28 PM
    • #3

    Hallo kg49, vielen Dank für eine Antwort.

    Mit zu stark meinst Du, dass die Pumpe den Brunnen leer saugen könnte, weil nicht schnell genug Wasser nach läuft?

    Könntest Du einen Tipp geben, welche Pumpe dafür besser geeignet wäre?

    Herzlichen Dank!

  • kg49
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    • August 19, 2020 at 6:49 PM
    • #4
    Quote from alexalfeld

    Könntest Du einen Tipp geben, welche Pumpe dafür besser geeignet wäre?

    Nein, ich weiss ja nicht, welche Förderleistung der Brunnen hat.

    Im übrigen hatte ich geschrieben "u.U.", d.h. die Pumpleistung hängt von Deinem Arbeitspunkt der Pumpe ab. Dazu hast Du aber überhaupt nichts geschrieben.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • alexalfeld
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    • August 20, 2020 at 10:52 AM
    • #5

    Ok, welche Daten kann ich geben, damit es besser ersichtlich wird?

    An sich, soll das Wasser genommen werden um im Garten Blumen, Tomaten usw. zu gießen. Es wird keine Bewässerungsanlage geben, höchstens vielleicht mal ein Gardena Sprinkler.

    Den Schlauch können wir in etwa 6 Meter in den Brunnen schieben, also wäre ca. 5-6 Meter die Förderhöhe?

    Wasser sollte an sich genug sein, weil sich in der Nähe (ca. 75 Meter Luftlinie) sich ein Fluss befindet.

    Gibt es noch Informationen, die ich geben kann?

  • kg49
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    • August 20, 2020 at 11:05 AM
    • #6
    Quote from alexalfeld

    Wasser sollte an sich genug sein, weil sich in der Nähe (ca. 75 Meter Luftlinie) sich ein Fluss befindet.

    Da muss überhaupt kein Zusammenhang sein. Es kann aber. Das Fördervolumen des Brunnens muss man ausmessen (Probepumpen).

    Die Auswahl der Pumpe erfordert den Arbeitspunkt. Aus Deinen Antworten entnehme ich, dass Du mit diesem begriff wenig anfangen kannst.

    Deswegen zwei Artikel, einmal zur Pumpenkennlinie und dann zur Pumpenauswahl (Arbeitspunkt):

    Pumpenkennlinie

    Betrachtet man Pumpen im Baumarkt oder online im Netz, so fällt einem auf, dass sich auf dem Typenschild oder bei den technischen Angaben zwei Werte befinden, die anscheinend die Eigenschaften der Pumpe beschreiben: Eine Druckangabe und eine Wassermengenangabe.

    Z.B. kann man lesen 5 Bar / 3000L/h

    Da 10m Wassersäule einen Druck von ca. 1 Bar hat, werden die Drücke häufig auch in Höhenangaben angegeben, d.h. es kann auch stehen: 50m / 3000L/h.

    Man könnte jetzt annehmen, dass die genannten Daten die Eigenschaften der Pumpe beschreiben, also 3000L/h bei einem Druck von 5 Bar gefördert werden. Ein folgenschwerer Irrtum!

    Es ist leicht einzusehen, dass eine Pumpe ihren höchsten Druck hat, wenn der Pumpenausgang verschlossen ist, also die Fördermenge 0L/h beträgt.

    Genauso ist es nachvollziehbar, dass die höchste Wassermenge gefördert wird, wenn der Pumpenausgang offen ist, also kein Schlauch angeschlossen ist. Ist der Ausgang offen, kann dort kein Druck aufgebaut werden, also liegen dort 0 Bar an.

    Diese zwei Zustände nennt man auch Betriebspunkte. Sie entsprechen kaum dem praktischen Betrieb.

    Aber genau diese zwei Betriebspunkte werden bei Pumpen angegeben, also die maximal mögliche Fördermenge und der maximal auftretende Druck. Beide können nie zusammen auftreten!

    Zwischen beiden Betriebspunkten sind unendlich viele Kombinationen möglich.

    Man kann sich das so vorstellen, als ob die Pumpe aus dem Eingangsbeispiel (50m/3000L) in einem Teich neben einem 60m hohen Turm stehen würde.

    Lässt man die Pumpe frei laufen, so fördert sie 3000L/h, ihr Druck beträgt 0 Bar.

    Schliesst man sie an einen langen Schlauch an, den man langsam am Turm hinaufzieht, so hat sie bei 10m einen Druck von 1 Bar, bei 30m von 3 Bar, bei 50m von 5 Bar und bei 60m immer noch 5 Bar. Das Wasser, das durch den Schlauch fliesst, wird immer weniger, je höher der Schlauch gezogen wird. Ab 50m fliesst überhaupt kein Wasser mehr aus dem Schlauch heraus.

    Zu jeder Schlauchhöhe gehört also ein anderer Druck und eine andere Fördermenge.

    Das sind die verschiedenen Betriebspunkte einer Pumpe. Sie werden entweder in einer Tabelle oder mit einer Kurve dargestellt. Diese Kurve nennt man Pumpenkennlinie, bei der man zu jedem Pumpendruck die dazugehörende Fördermenge bzw. zu jeder Fördermenge den dazugehörenden Pumpendruck ablesen kann.

    Ergänzend sei noch gesagt, dass einige Pumpenhersteller neben dem Maximaldruck bzw. der maximalen Fördermenge auch den Betriebspunkt angeben, bei dem die Pumpe ihren besten Wirkungsgrad hat.

    Pumpenstärke

    Wählt man ohne nähere Kenntnisse oder mit einer schlechten Beratung eine Pumpe aus, so gibt es für deren Stärke drei Möglichkeiten:

    Zu stark,

    zu schwach,

    zufällig genau richtig.

    Um dem Zufall auf die Sprünge zu helfen und um eine optimale Auswahl treffen zu können, muss man zwei Werte bestimmen:

    • Die maximale Wassermenge, die die Pumpe pro Zeiteinheit liefern soll
    • Den erforderlichen Wasserdruck, der am Pumpenausgang bei der unter (1.) bestimmten Wassermenge anliegen muss.

    Am einfachsten ist dabei die Bestimmung der Wassermenge.

    Jeder renommierte Sprinklerhersteller gibt den Druck und die Wassermenge an, die für die Beregnung einer Fläche erforderlich ist. Bei unbekannten Verbrauchern kann man die Wassermenge mit Hilfe des Hausnetzes und einem Durchflussmesser (Wasseruhr) bestimmen oder auf Erfahrungswerte zurückgreifen (Eimerfüllmethode). Allerdings ist die Anschaffung einer Wasseruhr sowieso auch für später sehr nützlich.

    Unter Beachtung des Gleichzeitigkeitsfaktors erhält man nun eine bestimmte Wassermenge, z.B. 1800 L/h bzw. 1,8 m³/h.

    Die Bestimmung des erforderlichen Pumpendrucks ist etwas aufwändiger. Hier müssen drei verschiedene Faktoren berücksichtigt werden:

    • Druckverluste durch Höhenunterschiede
    • Druckverluste durch Wasserströmung
    • Betriebsdruck des Gerätes

    Die Druckverluste durch Höhenunterschiede bestimmt man durch den Höhenunterschied zwischen Grundwasserspiegel und dem höchsten Wasserentnahmepunkt (Die Tiefe, in der eine Tiefbrunnenpumpe hängt, spielt keine Rolle!).

    Beispiel: Grundwasserspiegel im Betrieb bei – 8m, höchster Entnahmepunkt + 13m, bezogen auf die Höhe des Brunnenkopfes bzw. dem Standort einer Saugpumpe. Daraus ergibt sich ein Höhenunterschied von 21m, was einem Druckverlust von 2,1 Bar entspricht.

    Druckverluste durch Wasserströmung bestimmen sich aus dem Querschnitt und Länge des Steig- (Ansaug-) rohres der Pumpe sowie aus Querschnitt und Länge der Verteilerleitungen.

    Die Berechnung ist so komplex, dass man diese nicht selbst durchführt, sondern auf Tabellen oder Berechnungprogramme zurückgreift. Z.B. http://www.druckverlust.de/onlinerechner .

    Hierbei muss nur beachtet werden, dass grundsätzlich der Innendurchmesser des Rohres eingegeben werden muss. Gerade bei PE Rohren führt das immer wieder zu Missverständnissen. PE 40 hat halt 32mm Innendurchmesser.

    Hat man Leitungen mit verschiedenen Durchmessern, so müssen diese einzeln berechnet und die Einzeldruckverluste am Schluss addiert werden.

    Zu den Druckverlusten der Leitungen kommen dann noch Druckverluste von Rückflussventilen, Wasseruhr, Filter, Presscontrol, Schieber, Hähne etc. hinzu. Hier kommt es auf Anzahl und Querschnitt an. Meistens kommt man mit einer Pauschalannahme von 0,5 – 1,5 Bar aus.

    Der Betriebsdruck des Gerätes (Sprenger etc.) steht im Datenblatt oder kann beim Hersteller angefragt werden.

    Diese Drücke von der Höhendifferenz, dem Strömungswiderstand und dem Betriebsdruck des angeschlossenen Gerätes werden addiert, z. B. erhält man 5,7 Bar.

    Kürzt man

    den Druck der Höhendifferenz mit PH

    den Druck des Strömungswiderstandes mit PS

    den Betriebsdruck eines Gerätes mit PB

    und den Druck des Arbeitspunktes mit PA

    ab, so gilt folgender einfacher Zusammenhang:

    PH + Ps + PB = PA

    Mit der im Beispiel angenommenen max. erforderlichen Wassermenge von 1,8m³/h erhält man jetzt den Arbeitspunkt der gesuchten Pumpe: 5,7 Bar / 1800L.

    Für diesen berechneten Arbeitspunkt ist jede Pumpe geeignet, deren Pumpenkennlinie genau durch diesen Punkt läuft.

    Man muss also bei Pumpen, die man aussuchen oder vergleichen will, die Pumpenkennlinien anschauen, ob sie (in etwa) durch diesen Punkt laufen.

    Oft geben Pumpenhersteller bei ihren Pumpenkennlinien einen Bereich an, in dem die Pumpe einen guten Wirkungsgrad hat. Dieser Bereich wird häufig durch zwei senkrechte Striche in der Pumpenkennlinie gekennzeichnet. Man sollte Pumpen bevorzugen, bei denen der berechnete Arbeitspunkt innerhalb dieses Bereiches liegt.

    Zuletzt darf man nicht vergessen sicherzustellen, dass der Brunnen überhaupt in der Lage ist, die berechnete Wassermenge zu liefern.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • alexalfeld
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    • August 20, 2020 at 3:20 PM
    • #7

    Vollkommen richtig, der Begriff Arbeitspunkt sagte mir bisher nichts, jetzt aber. Danke!

    Ich habe grob gerechnet und bin auch dabei raus gekommen, dass die ausgewählte Pumpe möglicherweise zu groß ist.

    Gibt es eine Möglichkeit festzustellen, ob im Brunnen genug Wasser vorhanden ist?

  • kg49
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    • August 20, 2020 at 3:28 PM
    • #8
    Quote from alexalfeld

    Gibt es eine Möglichkeit festzustellen, ob im Brunnen genug Wasser vorhanden ist?

    Aber sicher, moderat pumpen bis nichts mehr geht.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

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