Auslegung Tiefbrunnenpumpe - ich bin zu doof!

  • Hallo,


    ich bin leider tatsächlich zu doof.


    Nachdem mein Brunnenbauer den ersten Bohrbrunnen hat 7m einfallen lassen, das Werkzeug zum Entschlammen verklemmt und unten gelassen hat, wurde nun ein weiterer Brunnen gebohrt (72m). Die zum Pumpversuch vom Brunnenbauer eingesetzte Pumpe war defekt (SQ 2-85) und lieferte bei 71m Tiefe nur 650l/h. Die Wassersäule steht dabei angeblich nach 3 Tagen Dauerbetrieb 13m unter GOK.


    Also habe ich mir eine SQ 2-55 geborgt, habe aber nur knapp 47m Rohr dran (da aus anderem Brunnen gezogen) und dies in dem neuen Brunnen getestet.


    Stelle ich diese auf 600 l/h ein, ist der Brunnen nach mehreren Stunden bis 47m leer und die Pumpe schaltet ab und gleich wieder an.


    Offensichtlich ist also unterhalb der 47m noch eine ergiebigere Ader. Wie viel die bringt, kann ich derzeit nicht wirklich testen.


    Ich dachte eigentlich, ich kann die SQ 2-55 nehmen, jedoch wird mir diese bei Grundfos bei 65m Tiefe gar nicht vorgeschlagen, selbst wenn ich nur 600l/h entnehmen will.



    Der Brunnen soll vordergründig ein Wasserbecken speisen, welches wiederrum eine 10 m³ Zisterne füll, woraus die Gartenbewässerung bedient wird. Wasserbecken deswegen, weil ich eigentlich einen Teich auf dem Grundstück anlegen wollte und alles fertig gebaut ist, jetzt das Problem besteht, dass ich den Teich leerpumpe und auf meine Wiese regne.


    Grundanforderung ist also ein relativ geringer Zulauf in das Wasserbecken, dafür kontinuierlich. Deswegen würde mir die Ergiebigkeit auch von 600l/h ausreichen.


    Gibt es für so eine Anforderung eine Pumpenempfehlung? Ich benötige 3". Ich müsste ja wahrscheinlich eine 1-65 oder sowas nehmen und diese runterreduzieren, damit der Brunnen nicht trocken läuft? Aber die 1-65 z.B. bringt 1100 l/h bei 65m. Wenn ich davon ausgehe, dass im Brunnen 20m Wassersäule stehen bleiben, läuft die mit 1500 l/h?


    Sorry ich bin absoluter Neuling. Aber die Kompetenz des Brunnenbauers verlangt leider, dass ich mich mit dem Thema beschäftige...



    Ich habe im Netz mich auch schon totgegoogelt, ob es einen Pegelmesser für Tiefbrunnen gibt um das Trockensaugen zu verhindern. Gerne würde ich einfach 5m über die Pumpe einen Schwimmerschalter hängen, der die Pumpe ausschaltet und mit einer gewissen Verzögerung wieder anschaltet, damit Sie nicht dauernd taktet. Oder noch besser zwei Pegelmesser und der obere löst das "Einschalten" wieder aus. Es gibt von H-Tronic solche Pegelmesser, aber alles bis max. 30m Kabellänge.

  • Es gibt von H-Tronic solche Pegelmesser, aber alles bis max. 30m Kabellänge.

    Es sollte technisch überhaupt kein Problem sein, das Originalkabel gegen ein professionelles Unterwasserkabel mit geeignetem Querschnitt zu ersetzen.

    Ansonsten benötigst Du für die passende Dimensionierung einer Pumpe die Daten Deines Brunnens, also Tiefe der obersten Filterschlitzöffnung, Tiefe des Grundwasserspiegels in Ruhe und bei verschiedenen Fördermengen, also quasi die Tiefe des Absenkungstrichters.

    Gruss

    kg49

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar formuliert und vollständig beschrieben wird.


    Dazu gehört hier im Forum vor allem die Beschreibung der Randbedingungen eines zu lösenden Problems,

    also z.B. Schichtenverzeichnis, Brunnenausbauplan, genaue Typenbezeichnung der Pumpe.

    Wenn Daten nicht zur Verfügung stehen, sollte das auch angegeben werden.

  • Ich habe im Netz mich auch schon totgegoogelt, ob es einen Pegelmesser für Tiefbrunnen gibt um das Trockensaugen zu verhindern. Gerne würde ich einfach 5m über die Pumpe einen Schwimmerschalter hängen, der die Pumpe ausschaltet und mit einer gewissen Verzögerung wieder anschaltet, damit Sie nicht dauernd taktet. Oder noch besser zwei Pegelmesser und der obere löst das "Einschalten" wieder aus. Es gibt von H-Tronic solche Pegelmesser, aber alles bis max. 30m Kabellänge.

    https://www.wassertechnik.pro/…s-fuellstandsueberwachung

  • Es sollte technisch überhaupt kein Problem sein, das Originalkabel gegen ein professionelles Unterwasserkabel mit geeignetem Querschnitt zu ersetzen.

    Ansonsten benötigst Du für die passende Dimensionierung einer Pumpe die Daten Deines Brunnens, also Tiefe der obersten Filterschlitzöffnung, Tiefe des Grundwasserspiegels in Ruhe und bei verschiedenen Fördermengen, also quasi die Tiefe des Absenkungstrichters.

    Gruss

    kg49


    Hi,


    Du hast schon von der Kompetenz des Brunnenbauers gelesen? Ich bin froh dass das Loch senkrecht gebohrt wurde... Ich werde so eine Auswertung von Fördermengen nicht geliefert bekommen, bzw. sind die Daten falsch / erraten, da die eingesetzte Pumpe defekt war und nur 650 l/h unter Volllast lieferte obwohl es eine 2-85 war, also kaputt. Er eierte was rum von wegen 1m³/h, als ich fragte wie er das mit der defekten Pumpe gemessen hat, wurde es ruhig und als Erklärung kam, das könne man an der Kennlinie der Pumpe ablesen und er hätte jahrelange Erfahrung sowas schätzen zu können...


    Ich werde also nur mit dem Material arbeiten was ich habe, also scheinbar langes PE-Rohr an meine 2-55 und selbst testen, wobei die eben nicht genug drückt in 65m Tiefe.

  • Zunächst zu der SQ 2-55: Laut Kennlinie würde sie bei 65m ziemlich genau deine Mindestanforderung abdecken.



    Desweiteren hast du vielleicht vom Brunnenbauer zumindest eine Rechnung bekommen aus der hervorgeht wieviel Filterstrecke eingesetzt wurde? Denn die Pumpe sollte ja möglichst 1-2m darüber hängen. 72m Brunnentiefe abzüglich 65m Wasserpegel ergeben gerade mal eine Differenz von 7m. Abzüglich 1m für die Pumpenlänge abzüglich 1m Sumpfrohr abzüglich 1m Wasserüberdeckung bleiben nur noch 4m übrig. Bei der Bohrtiefe würde ich aber annehmen dass der Brunnenbauer nach dem Motte viel-hilft-viel eine längere Filterstrecke installiert hat.

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