Kein Weiterkommen beim bohren, warum?

  • Hallo,
    Und zwar habe ich bei mir im Garten auch angefangen einen Brunnen zu bohren, die ersten 3,5 - 4 Meter gingen super. Nur dann fing es an sehr schwierig zu werden. das bohren ansich blieb relativ einfach, nur wenn man das Bohrgestänge raus ziehen will braucht man bären kräfte. soll heissen, wir drücken das mit zwei mann über die schulter wieder aus dem Boden, und wir sind nicht gerade schmächtig. Weiss jemand warum daß so ist? es handelt sich dabei um eine art feuchten lehm den wir zu tage fördern. das nächste problem ist, dieser feuchte lehm scheint beim rausziehen des bohrers immer wieder nach zu rücken und so kommt man kaum bis garnicht mehr vorwärts. den bohrer den wir benutzen hat ein kollege von mir selber gebaut. und dieser hat nicht die seitlichen aufkantungen wie man ihn schonmal bei anderen Bohrern sieht. kann es daran liegen?
    Hat jemand eine Idee wie wir nun weiter kommen?


    mfg
    Marcus

  • Hallo
    Was für einen Durchmesser hat euer Bohrer ? hat er ein Räumschild (breite Bohrerspitze ?) ansonsten könnt Ihr euch ein Blechstreifen zwischen ersten und zweiten Wendel zum schneiden einschweißen.
    Lehm ist aber immer schwer zu Bohren.
    Gruß Rammbrunnen

  • Hallo Rammbrunnen,


    der Bohrer hat einen Durchmesser von 150mm, ist eigentlich hauptsächlich nur eine art Teller (aus dickem Blech), der nur einseitig eingeschnitten und hochgebogen ist. Also nur eine Wedel sozusagen. Das Runterbohren ist auch nicht das Problem, der geht da ruckzuck rein, nur rausbekommen tut man ihn dann nicht mehr. Und halt, das der nasse Lehm, ich schätze mal durch den unterdruck, den man beim rausziehen macht, wieder nachrutscht und man nicht wirklich vorwärts kommt. Unter dem nassen Lehm kommt übrigens eine von der konsistänz recht harte schicht. die auch eine etwas andere Farbe hat.


    mfg marcus


    P.s. ach so bohrer hat unten nur eine normale spitze

  • Hallo
    Dein Bohrer zieht sich wahrscheinlich rein wie ein Korkenzieher aber Lehm muß an den Rändern abgeschnitten werden (Aufkantung)ich würde auch mit einem kleinerem Bohrer anfangen 150 ist für Lehm auch ziemlich groß für den Anfang.
    Gruß Rammbrunnen

  • Nein, 2 Mann, die durch Lehm bohren mit einem Bohrer, der "nur" 150mm ist selbst bei Lehm kein Problem, wenn der Bohrer richtig gebaut ist. Und Euer Problem ist ganz klar, dass Ihr nicht seitlich schneidet. Dadurch müsst Ihr den Lehm seitlich beim Ziehen zum Reißen bringen. Es wird mit deer Schneide wesentlich einfacher gehen, glaubt mir.


    Andere Frage: kennt Ihr die Geologie in Eurer Gegend?
    Falls Ihr Tonschichten habt, dürfte ein 125er-Rohr zu schmal sein.
    Fangt dann lieber mit einem 200er Bohrrohr (KG) an und baut erst blaues Brunnenrohr ein, wenn Ihr definitiv auf Sand steht.


    Gruss Michael

  • Hallo Michel
    Das mit den Tonschichten und dem 125 Rohr mußt Du nochmal genau erklären ich bohre jetzt schon ein paar Jahre aber das versteh ich nicht bei dicken Tonschichten bohre ich Höchstens 80mm.
    Sind Dir die Preise für 200 KG-Rohr bekannt ??
    Gruß Rammbrunnen :(

  • Hallo Rammbrunnen,


    sorry, war mißverständlich. Ich habe bei mir mindestens 2. Tonschichten.
    Daher würde ich es jetzt so machen: 200er KG-Rohr bis 8,50m auf die Tonschicht stellen. Dann mit 170-er Bohrer Tonschicht durchbohren (2,30m). KG-Rohr DN 160 (5m=22€) einstellen, runterplunschen (1,30m) bis 2. Tonschicht.
    Durchbohren mit 150er-Bohrer (vermutlich 4m, weiß ich noch nicht). Blaues Brunnenrohr DN115 mit mindestens 3m Filterstrecke und Schlitzweite 0,3mm einstellen. 4 - 5 m runterplunschen. Rohr verschließen, fertig = 3 - 4 Wochen.


    Nachvollziehbar?


    Gruß Michael

  • Hallo Michel
    Die Beschreibung ist soweit jetzt gut aber woher weißt Du das Du 0,3mm Schlitzung brauchst ?
    Mit den Kosten ist es auch so eine Sache bei mir in Berlin bekommt man einen 8 Meter tiefen Brunnen Inklusive Material für 350€.
    Gruß und noch viel Spaß bei deinem Brunnen
    Rammbrunnen :lol:

  • 0,3er Schlitzung, naja, wenn man nicht weiß, was kommt, geht man auf Nummer sicher. Außerdem kann einem beim Klarspülen unter Umständen schnell mal die Pumpe verrecken!
    Darüber hinaus hat ein Nachbar bei sich in 17m Tiefe sehr feinsandiges Material hochgeholt...


    350€ ist bei uns ein Traum. Eine ansässige Fa. nimmt hier schon pro meter 150€!!! Und wir brauchen hier mindestens 13m!!!


    Gruß aus Frankfurt


    Michael

  • Hallo Michel!
    Die Frage nach der Größe deiner Schlitzweite ist schon bedeutend für den späteren (langfristigen) Erfolg des Brunnens. Und die hängt entscheidend von der Größe oder besser gesagt von der Größenverteilung der Körner der wasserführenden Schicht ab. Dabei muss man zuerst feststellen, welcher Hauptanteil in dem vorgefundenen Sand oder Kies vorliegt, um dann die richtige Schlitzweite so bestimmen zu können, dass sich einerseits der Filter nicht zu schnell zusetzt, andererseits aber nach dem Klarspülen auch kein Sand gefördert werden kann. Im Profibereich wird dementsprechend um das eigentliche Filterrohr eine Kiesschüttung gelegt, die so abgestimmt wird, das der Brunnen reibungslos auf Jahre funktioniert. Daher lohnt es sich bestimmt, wenn man schon nicht die Filterkiesschüzzung einbringen kann, wenigstens die richtige Schlitzweite zu nehmen.


    Gruß Martin

Brunnen selber bauen