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  1. Brunnenbau-Forum
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  3. Brunnenbau Bohrbrunnen

Hilfe! Wie Feinsand aus dem Brunnenrohr herausbekommen?

  • Wassersucher68
  • September 29, 2017 at 6:22 PM
  • Wassersucher68
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    • September 29, 2017 at 6:22 PM
    • #1

    Hallo, ich hatte ja schon unter Brunnenbauerfolge/ "Ich habe fertig! Mein Brunnenbau..." geschrieben, dass nach 8 Jahren die untere Brunnenrohrabdichtung versagt hat und ich jetzt bei der Reparatur das Brunnenrohr um 1m verlängert und tiefer geplunscht habe. Das ging auch relativ problemlos.

    Aber jetzt kommt das Problem: Ich kriege den Feinsand nicht aus dem Rohr! Der drückt immer wieder von unten nach. Ich habe jetzt über 2h vergeblich versucht, den Sandstand nach unten zu bekommen. Die Kiespumpe holt immer viel Sand nach oben, aber ich komme nicht tiefer:(

    Ich habe jetzt 2,4m Sand im Rohr, das bedeutet, dass der Filter nur noch 0,6m aus dem Sand schaut.

    Der Aufbau ist im Moment wie folgt: 1m Sumpfrohr, 2m Filterrohr (Lofilt von Lotze), 13m Rohr, 1m Brunnenstube. Das Sumpfrohrende ist also 17m unter Erdniveau.

    Der Wasserstand liegt bei 8m, der Sand steht bei 14,6m im Rohr.

    Ich brauche eure Hilfe! Die Reparatur scheint im Moment zu scheitern :(

    Wer hat einen Tipp, wie ich den Sandstand tiefer bekomme?

    Danke schon mal.

    Gruß Norbert

    Selber bohren ist der Mann.

  • Brunnen reinigen
  • kg49
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    • September 30, 2017 at 7:34 AM
    • #2

    Zwei Ursachen sind denkbar:

    - Brunnenrohr mechanisch defekt.

    - Das Grundwasser drückt den Sand in das Rohr.

    Im zweiten Fall könnte man versuchen, mit Gegendruck zu arbeiten. Dazu müsste das Rohr beim Plunschen mit Fremdwasser gefüllt werden.

    Es könnte auch hilfreich sein, mit einer Kiespumpe zu arbeiten, deren Durchmesser deutlich kleiner als das Brunnenrohr ist, um eine Saugwirkung beim Herausziehen der Pumpe zu verringern.

    Oder, falls möglich, mit einer einfachen Saugpumpe unter Hinzugabe von viel(!) Wasser den Sand raussaugen.

    Gruss

    kg49

    Es fördert nicht die Problemlösung, wenn von Seiten der Ratsuchenden erst nach mehreren Tagen auf einen Forenbeitrag geantwortet wird, da dies häufig ein erneutes Einlesen in die Problemstellung erfordert.

    Ein Problem ist meist schon halb gelöst, wenn es klar und vollständig beschrieben wird.

  • Wassersucher68
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    • October 1, 2017 at 5:24 PM
    • #3

    Ich hoffe, dass das Brunnenrohr nicht mechanisch defekt ist. Leider könnte beim tieferplunschen des 1m Stücks doch das Rohr beschädigt worden sein. Ich habe, um das Rohr zu lösen mit dem 5kg-Hammer und einem Kantholz oben auf das Brunnerohr geklopft. Es hat sich dabei gelöst und ich konnte den 1m tiefer plunschen. Im Nachhinein bin ich mir nicht sicher, wie die Hammerschläge unten auf das Filterrohr gewirkt haben. Die nächste mögliche Ursache für einen Rohrschaden könnte beim Plunschen entstanden sein. Ich habe die Kiespumpe im Rohr auf den Wasserspiegel fallen lassen. Dabei rutschte das Rohr immer ein kleines Stück nach unten. Einmal sogar gleich um 10cm. Unter Umständen hat dieser Impuls das Rohr gesprengt.

    Ich glaube zwar immer noch nicht, dass das Rohr wirklich kaputt ist, kann es leider aber auch nicht mehr völlig ausschließen.

    Ich werde in den nächsten Tagen noch unter Zugabe von Wasser plunschen. Danke für den Hinweis. Ich hatte das schon beim Erbauen des Brunnens angewandt (wie ich in meinem Bericht gelesen habe) aber es wieder vergessen.

    Selber bohren ist der Mann.

  • Wassersucher68
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    • October 2, 2017 at 10:26 PM
    • #4

    Leider ist das Rohr doch gebrochen! Ich habe noch unter Zugabe von Wasser den Sandstand um 70cm verringern können, aber dann tat sich nichts mehr.

    Ich hatte noch mal mit dem Kolben der Kiespumpe den Sandstand messen wollen und bin beim Wiederrausziehen bei 14,6 m hängen geblieben. Da es ja eigentlich keine Absätze im Brunnenrohr zum Hängebleiben geben sollte, kann das nur bedeuten, dass das Rohr an der Stelle kaputt ist.

    Ich weiss nicht, ob die Hammerschläge oder das Fallenlassen auf den Wasserspiegel dazu geführt hat, aber musste leider lernen, dass man wohl beides unterlassen sollte.

    Der Brunnen ist also nicht mehr nutzbar. Schade, aber nicht mehr zu ändern.

    Unter Umständen werden ich noch mal in der gleichen Brunnenstube, neben dem altem Rohr, ein neues Rohr versenken. Aber sicher bin ich mir da noch nicht. Die Arbeit ist doch sehr anstrengend und zeitintensiv.

    Selber bohren ist der Mann.

  • Frank DN125
    Beginner
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    • October 3, 2017 at 8:44 AM
    • #5

    Hallo Wassersucher! Mich würde interessieren welche Rohre du verwendet hast! KG-Rohre oder die blauen Brunnenrohre? Gruß Frank

  • Frank DN125
    Beginner
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    • October 3, 2017 at 9:10 AM
    • #6

    habe 10 Meter Brunnetiefe! Habe bis zur wasserführender Schicht (5,5m) KG-Rohre DN 150 eingelassen. Durch diese KG-Rohre habe ich blaue Brunnenrohre DN 125 eingelassen und dann mit Kiespumpe DN-108mm weiter gemacht! Aufbau blaue Brunnenrohre = 2,0 Meter Filterrohr + 8 Meter Vollrohr! Habe mit einer 600 Watt Pumpe langsam bei 7,0 Meter angefangen Sand aus dem Loch zu Pumpen. Immer wenn das Wasser klar war habe ich den Saugschlauch etwas tiefer(15 bis 20 cm) ins Bohrloch geschoben und wieder klar gespült! Bei 9,70 Meter Habe ich aufgehört weil ich der Meinung war/bin das die restlichen 30 cm sowieso immer wieder voll Sand sein werden! Habe 4,0 Meter Wassersäule und habe den Saugschlauch bei 7,0 Meter Hängen! Im Moment habe ich eine 1000 Watt-Pumpe und beim pumpen abfall der Wassersäule beim pumpen! Habe auch schon 2 Pumpen (1000 und 600 Watt) mit je einem Saugschlauch in Betrieb gehabt. Beide Pumpen haben ohne Probleme Wasser gefördert (ca 1,5 Stunden)! Das mit den 2 Pumpen sollte nur ein Versuch sein um zu sehen wie viel Wasser das Loch bringt! Also alles Super bei mir! Habe in der Nachbaschaft auf diese weise noch 2 weiter Löcher hergestellt, alle Löcher geben ordentlich Wasser! Gruß Frank

  • tomerb
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    • October 3, 2017 at 7:12 PM
    • #7

    Hallo Wassersucher

    Mal ne Frage! Ist beim Plunschen en Stück vom rohr mit hoch gekommen? Es könnte sein, das sich en Stein oder auch Sand zwichen Plunch und Rohr gesetzt hat. Ich würde sonts versuchen das Rohr zu ziehen.

    Bohrbrunnen 17 meter bei 10 meter Wasser. Pumpe DAB 30/50 Tiefenbrunnrnpumpr mit 6m3 leistung. Weitere Brunnen DN 300 mit 60m3 leistung. Pumpe Grundfos Wasserknecht.

  • Wassersucher68
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    • October 6, 2017 at 5:53 PM
    • #8

    Hallo Frank,

    ich habe bis 8m ein 160er KG-Rohr, danach dann das blaue Brunnenrohr mit den Filtern im 160er KG-Rohr bis jetzt auf 17m geplunscht. Baubericht ist hier:

    Ich habe fertig! Mein Brunnenbau in Bild und Schrift

    Beim Plunschen ist kein Rohrstück mit nach oben gekommen. Ich hatte auch schon überlegt, ob ich versuchen soll, das Brunnenrohr wieder zu ziehen, um es wieder zu verwenden. Aber ich werde wohl keinen neuen Brunnen bauen.

    Ich hatte ja schon am Ende meines Bauberichts die Kosten ins Verhältinis zum Aufwand gestellt und festgestellt, dass sich der Brunnen (wenn nichts kaputt geht) erst nach 13 Jahren amortisiert. In der Zwischenzeit bietet aber der Wasserversorger an, eine zweite Wasseruhr für die Gartenbewässerung zu installieren und damit dann die Abwassergebühren zu sparen. Wenn ich das mit in die Rechnung einbeziehe, dann rentiert sich der Brunnen leider auch unter der Berücksichtigung, dass Pumpe und Zubehör vorhanden sind, nicht mehr.

    Vielleicht packt mich aber ja noch irgendwann der Ehrgeiz und ich fange noch einen neuen Brunnen an. Allein nur, weil ich Stolz auf meinen selber gebauten Brunnen war. Das Gefühl, als nach all der Arbeit das erste Mal Wasser aus dem Brunnen kam ist schon unbeschreiblich.

    Selber bohren ist der Mann.

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